Der Kimono ist eines der emblematischsten Symbole Japans. Er ist reich an Symbolik und sozialen Botschaften und verkörpert die Essenz der japanischen Kultur. Die Prinzipien, die seine Herstellung regeln, wurden im 17. Jahrhundert festgelegt und haben sich seitdem nicht verändert. Dennoch existiert der Kimono heute in unzähligen Variationen dank der Vielfalt an Stoffen, Webtechniken und Druckmustern. Die einfache T-Form des Kimonos kann je nach Stil der Falten und Stofftucks tausend verschiedene Erscheinungsbilder haben. Das Tragen eines Kimonos und das Binden eines Obi—des breiten Gürtels, der das Kleidungsstück sichert—nach traditionellen Regeln ist äußerst schwierig. Dieses Wissen wurde einst von Mutter zu Tochter weitergegeben, doch heute gibt es spezialisierte Schulen, an denen man ein Diplom für die richtige Kimono-Etikette erwerben kann. Fachkenntnisse sind notwendig, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Lebendige Farben sind nur für unverheiratete Mädchen geeignet, und langärmelige Kimonos dürfen von verheirateten Frauen nicht getragen werden. Mit originalen Fotografien und Zeichnungen veranschaulicht "Kimono" die verschiedenen Facetten des Kleidungsstücks, sowohl historisch als auch in der modernen Zeit. Das elegante Layout evoziert die Anmut japanischer Grafiken.
Sophie Milenovich Book order (chronological)
