Es gibt offensichtlich nicht nur Moden der Kleidung, der Frisur oder des Wohnens, sondern auch Moden in den Wissenschaften, in Kunst, Philosophie und vielleicht sogar in der Religion. Das heißt aber gerade in Bereichen, die doch eigentlich 'feste Prinzipien' gegen den Wechsel des Zeitgeistes und der Moden verteidigen. Aber was bedeutet dann in diesen Zusammenhängen „Mode“? Und wie lassen sich solche geistigen Moden erklären? Gehören „Mode“ und „Moderne“ zusammen? Der vorliegende Band versucht eine systematische Antwort auf diese Fragen, indem er zunächst das Phänomen des Modischen auf seinen offenkundigen Feldern untersucht: den Kleidungsmoden, Wohnmoden, Körpermoden und den Moden in Freizeitgestaltung und Tourismus sowie im Sport. Von hier aus wird nach den spezifisch intellektuellen Moden in den Natur- und Geisteswissenschaften, in der Kunst, in der Philosophie und in der Religion gefragt.
Hubertus Busche Book order






- 2019
- 2018
Kultur - interdisziplinäre Zugänge
- 524 pages
- 19 hours of reading
Eine interdisziplinäre Verständigung über Kultur ist fällig und notwendig, um dem gegenwärtig weit verbreiteten Eindruck entgegenzuwirken, „Kultur“ habe sich als semantisches Irrlicht und als obsolet gewordener Gegenstand von Forschung erwiesen, weil der Begriff unüberschaubare wie unvereinbare Bedeutungsmomente bündele und aus einem bloßen Gespinst von Mehrdeutigkeiten bestehe. Demgegenüber wird in diesem Buch die Überzeugung vertreten, dass es gewinnbringend ist, die spezifischen Kompetenzen aus der Kultursoziologie und Populärkulturforschung, aus der Theorie des Kulturmanagements und der Medienkultur sowie aus der Kulturphilosophie zusammenzubringen, um zu zeigen, dass es trotz und gleichsam unterhalb der notorischen Vieldeutigkeit des Wortes „Kultur“ einen gemeinsamen Sachzusammenhang namens Kultur gibt, von dem die einzelnen Fachdisziplinen jeweils bestimmte Faktoren in den Blick nehmen und kraft ihrer eigenen Methoden erhellen. Damit leistet der Band einen wichtigen Beitrag, um den vielschichtigen und komplexen Terminus „Kultur“ als sozial- und kulturwissenschaftlichen Schlüsselbegriff wiederzugewinnen.
- 2018
Antike Interpretationen zur aristotelischen Lehre vom Geist
Texte von Theophrast, Alexander von Aphrodisias, Themistios, Johannes Philoponos, Priskian (bzw. Simplikios) und Stephanos (Philoponos). Zweisprachige Ausgabe
Dieser Band vereint erstmals alle erhaltenen antiken Interpretationen zur Lehre vom Geist (νοῦς) aus Aristoteles' De anima III, insbesondere Kap. 4-5, sowohl im Original als auch in deutscher Sprache. Die Texte bieten nicht nur Interpretationen eines der meistkommentierten Lehrstücke der Philosophiegeschichte, sondern enthalten auch eigenständige philosophische Auseinandersetzungen über den wirkenden und leidenden Geist, den menschlichen und göttlichen Geist sowie über die Möglichkeiten geistigen Erfassens. Enthalten sind Deutungen von Theophrast, Alexander von Aphrodisias, Themistios, Johannes Philoponos, Priskian, Pseudo-Simplikios und Pseudo-Philoponos. Diese Kommentatoren beziehen sich häufig auf frühere Ausleger, weshalb die Zusammenstellung um weitere wichtige Zeugnisse ergänzt wurde, darunter die Aristoteles-Deutung des Xenokrates und eines Anonymus des 2. Jahrhunderts. Zwei Einführungstexte der Herausgeber behandeln die systematischen Probleme der Auslegung von De anima III 4-5 sowie die antike Auslegungsgeschichte. Spezielle Einleitungen zu den acht Interpretationen informieren über die Autoren und deren spezifische Ansätze. Anmerkungen in den Anhängen bieten zusätzliche gedankliche, sachliche oder historische Erläuterungen zu einzelnen Textstellen.
- 2017
Zwei Philosophen der Medizin - Leibniz und Jaspers
Aus der Vortragsreihe der Medizinischen Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e. V. fördert den Austausch zwischen Medizin, Natur- und Geisteswissenschaften durch regelmäßige Veranstaltungen zu medizinisch-wissenschaftlichen Themen, deren ausgewählte Vorträge in Buchform veröffentlicht werden. In diesem Band werden die Verdienste von G. W. Leibniz und K. Jaspers für die Entwicklung der Medizin gewürdigt, wobei ihre interdisziplinären Ansätze hervorgehoben werden. Leibniz, als Vordenker der modernen Medizin, formulierte im 17. Jahrhundert wegweisende Anregungen zur Verbesserung der medizinischen Disziplin, einschließlich der Notwendigkeit von Grundlagenforschung, wissenschaftlichen Methoden, naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, der Ausbildung von Ärzten und einer staatlichen Gesundheitsstruktur. Seine Impulse legten die Grundlagen für die heutige Medizin. Jaspers, als Psychiater, trug maßgeblich zur wissenschaftlichen Entwicklung der Psychopathologie bei und setzte sich dafür ein, das Seelische mit der Methodik der Phänomenologie zu erfassen. Er respektierte die „Unendlichkeit jedes Individuums“ und seine „allgemeine Psychopathologie“ gilt als Standardwerk. Jaspers’ philosophische Arbeiten befassen sich mit den Grundbedingungen menschlicher Existenz, insbesondere in Grenzsituationen wie Krankheit und Tod, und beschreiben existentielle Krisen, in denen Menschen ihre Verletzlichkeit erkennen und zu einer neuen Stufe ihres Selbstseins gelangen können.
- 2013
Die Humanitäre Intervention in der ethischen Beurteilung
- 336 pages
- 12 hours of reading
Angesichts der jüngsten Geschichte von Ländern, in denen schwerwiegende und umfassende Menschenrechtsverletzungen gegen die eigene Bevölkerung begangen wurden und werden, bleibt die Frage nach dem Sinn und der möglichen Legitimität sogenannter Humanitärer Interventionen von brennender Aktualität. Darf die Staatengemeinschaft, um durch Regierungsgewalt hervorgerufenes verheerendes Leid zu beenden, ihrerseits Gewalt gegen einen souveränen Staat anwenden? Und darf sie das möglicherweise sogar dann, wenn sie kein UN-Mandat hierfür besitzt? Der vorliegende Band wirft diese und benachbarte Fragen systematisch auf und sucht Antworten. Im Unterschied zu den weitreichenden politischen Diskussionen um Nutzen und Nachteil der humanitären Intervention sowie zu den zahlreichen völkerrechtlichen Beurteilungen ihrer Legitimität versammelt er Stellungnahmen renommierter Experten, in denen eine weitgehend ethische Beurteilung der humanitären Intervention versucht wird. Missbrauchs- und Fehlschlagsrisiken werden ebenso mitreflektiert wie die Dilemmata der Humanitären Intervention zwischen Politik, Völkerrecht und Ethik. Mit Beiträgen von: Lothar Brock, Hubertus Busche, Michael Haspel, Christoph Conrad Henke, Otfried Höffe, Sabine Jaberg, Skadi Krause, Wolfgang Lienemann, Jean-Christophe Merle, Peter Schaber, Bernhard Sutor, Véronique Zanetti
- 2011
Solidarität
- 172 pages
- 7 hours of reading
- 2011
Philosophische Aspekte der Ökonomie
- 190 pages
- 7 hours of reading
- 2011
Departure for modern Europe
- 1262 pages
- 45 hours of reading
Die epochalen Umbrüche im Denken der Frühen Neuzeit prägten das Weltbild der Moderne entscheidend. Die Entdeckungen und Neuorientierungen zwischen 1400 und 1700 bilden nicht nur die Vorgeschichte der Gegenwart, sondern markieren deren Beginn. Unsere moderne Zivilisation ist ein Produkt jener Revolutionen im Welt- und Menschenbild. Die Philosophie dieser Zeit verstand sich nicht als isolierte Disziplin, sondern als Avantgarde der Wissenschaften. Diese interdisziplinäre Gesamtbilanz der Erneuerungen in der Frühen Neuzeit umfasst 106 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache von internationalen Experten. Die Beiträge behandeln bedeutende Erfindungen wie Buchdruck, Schießpulver und Kompass, die nach Bacon die neue Zeit prägten, sowie Strategien zur Zähmung von Gewalt inmitten der Religionskriege und der radikalen Abkehr von alten Mächten. Sie analysieren wichtige geistige Etappen der Alchemie und Utopie und rekonstruieren übergreifende Tendenzen der Frühen Neuzeit, die unsere moderne Welt formen: die Entdeckung der Ökonomie als Motor des Fortschritts, Technisierung, Säkularisierung, Individualisierung, Mechanisierung und wissenschaftlicher Fortschritt. Ein besonderer Dank gilt Herrn Michael V. Dougherty für seine Klarstellung zu einem Beitrag in diesem Band.
- 2010
Kant als Bezugspunkt philosophischen Denkens
- 389 pages
- 14 hours of reading
Immanuel Kant zahlt zu denjenigen Philosophen, die man nicht ohne Schaden für das Niveau der Reflexion ignorieren kann. Seine skeptisch-experimentelle Methode sowie seine mit der „Revolution der Denkart“ verbundene Kritik einer dogmatischen Verfahrensart in der Metaphysik einerseits und seine substantiellen Leistungen bei der begrifflichen Klärung und Begründung der Prinzipien von Natur und Moral andererseits machen ihn zu einem allgegenwärtigen Bezugspunkt philosophischen Denkens. Selbst diejenigen, die seit Hegel der Wirklichkeitserschliessung durch Transzendentalphilosophie und Kritizismus misstrauen und deshalb auch andere Wege in Naturphilosophie und Ethik einschlagen, kommen nicht an einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Bezugspunkt Kant vorbei. Insofern fuhren auch heute noch alle Denkwege gleichsam über Königsberg, wo auch immer sie ansetzen und enden. Entsprechend beziehen sich auch die Texte dieses Bandes teils affirmativ, teils kritisch, teils exegetisch, teils historisch auf die Philosophie Kants. Die Autoren widmen ihre Beitrage dem Bonner Kantforscher Peter Baumanns, in dessen Werk die theoretische wie praktische Philosophie Kants, neben dem Denken Fichtes, den Schwerpunkt der Forschungen bildet.
- 2009
Gottfried Wilhelm Leibniz: Monadologie
- 278 pages
- 10 hours of reading