Die Analyse von Christusdarstellungen in der Kunst zeigt, dass die oft komplexen und widersprüchlichen Bildkompositionen bewusst gestaltet wurden, um tiefere Bedeutungen zu vermitteln. Anhand von Fallbeispielen aus der Spätantike und dem frühen Mittelalter wird argumentiert, dass die kunsthistorische Forschung die Ambiguität dieser Werke lange Zeit missverstanden hat. Statt sie als Ausnahmen zu betrachten, wird ihre Rolle im Kontext des christlichen Bekehrungs-Diskurses hervorgehoben, in dem kognitive Verwirrung, Glaubenszweifel und innere Wandlung zentrale Themen sind.
Tobias Frese Book order (chronological)



Zwischen Mimesis und Vision
Zur städtischen Ikonographie am Beispiel Augsburgs
- 210 pages
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In Augsburg beginnt Mitte des 15. Jahrhunderts eine Gruppe frühhumanistisch Gebildeter sich nach italienischem Vorbild für den Ursprung ihrer Reichsstadt im Rahmen einer an die Antike anknüpfenden Weltgeschichte zu interessieren. Augsburg wird mit den denkwürdigsten Ereignissen und so legendären Gestalten wie den Amazonen oder Alexander dem Großen verbunden. Auch Bilder sollen diese Sicht bestätigen. Der vorliegende Band behandelt die völlig neuen Versuche, in den Illustrationen durch wahrheitsgetreue Abbildungen der Stadt sowohl die mythologische wie die christliche Herkunft Augsburgs zu beschwören.
Die Bildkritik des Bernhard von Clairvaux
- 163 pages
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