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Stephan Rindlisbacher

    Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte - 80: Leben für die Sache
    Wera Sassulitsch oder: Die Poesie der Revolution
    • Wera Sassulitsch war eine außergewöhnliche Frau in einer von Männern beherrschten Welt. Mit ihrem Attentat auf den Petersburger Polizeikommandanten Trepow erlangte sie 1878 schlagartig internationale Bekanntheit. Später zählte sie zu den führenden Persönlichkeiten der russischen Sozialdemokratie, war Mitbegründerin der revolutionären Zeitung Iskra und übersetzte zentrale Texte von Marx und Engels ins Russische. 1903 kam es zum Bruch mit der Gruppe um Lenin; fortan beteiligte sie sich beim Aufbau der Menschewiki. Bei all ihrer politischen Aktivität war ihr wichtig, einer Gemeinschaft anzugehören, in der sie so akzeptiert wurde, wie sie war – das war für Wera Sassulitsch die »Poesie der Revolution«. Stephan Rindlisbacher gewährt in diesem Band einen Einblick in Sassulitschs bemerkenswerte Lebensgeschichte. In den ausgewählten und teils erstmals ins Deutsche übersetzen Dokumenten kommen Wera Sassulitsch selbst wie auch ihre engsten Weggefährten zu Wort.

      Wera Sassulitsch oder: Die Poesie der Revolution
    • Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte - 80: Leben für die Sache

      Vera Figner, Vera Zasulič und das radikale Milieu im späten Zarenreich

      • 364 pages
      • 13 hours of reading

      In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts treten in Russland zunehmend Frauen und Männer in die Öffentlichkeit, die durch radikale Veränderungen einen „neuen Menschen“ und eine neue Gesellschaft schaffen wollen. Vera Figner und Vera Zasulic sind herausragende Vertreterinnen der radikalen Bewegung im ausgehenden Zarenreich. Zasulic steht mit ihrem Attentat auf den St. Petersburger Stadtkommandanten Fëdor Trepov 1878 am Beginn der ersten terroristischen Welle, während Figner 1883 als letztes führendes Mitglied der Terrororganisation Narodnaja Volja verhaftet wird, die 1881 einen tödlichen Anschlag auf Zar Aleksandr II. verübt hat. Obwohl die beiden Frauen keinen engen persönlichen Kontakt hatten, verbindet sie die Zugehörigkeit zum selben Milieu. Beeinflusst von der progressiven Debatte der 1860er Jahre entschieden sie sich, traditionelle Standes- und Geschlechterrollen abzulegen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich einer „Sache“ zu widmen. Dies führte zu einem Konflikt mit der autokratischen Staatsmacht, der sich zu einem Kampf mit terroristischen Mitteln steigerte. Stephan Rindlisbacher nutzt die Biographien dieser beiden Frauen, um das radikale Milieu mit seinen Merkmalen und Handlungsspielräumen zu beleuchten und ein eindrucksvolles Bild der radikalen Netzwerkstrukturen, Symbole, Praktiken sowie der beteiligten Menschen mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten zu zeichnen.

      Forschungen zur Osteuropäischen Geschichte - 80: Leben für die Sache