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Thomas Klupp

    January 1, 1977
    Paradiso
    Wie ich fälschte, log und Gutes tat
    • Weiden ist eine Vorzeigekleinstadt mit florierender Wirtschaft, Charity-Barbecues der Lady-Lions für Flüchtlinge und einer Leistungsinitiative in den MINT-Fächern an der Oberschule. Die Tennisjugend hat das Landesfinale gewonnen, und die Wände sind mit Antidrogenplakaten der Champions geschmückt, die zum Verzicht auf Drogen aufrufen. Benedikt Jäger und seine Freunde Vince und Prechtl sind tief in dieser scheinbar perfekten Welt verwurzelt, während sie die nächtlichen Feiern im »Butterhof« genießen und ihre Schulleistungen vor den ehrgeizigen Eltern geheim halten. Die Situation wird komplizierter, als die Lady-Lions den berüchtigten Betreiber des »Butterhofs«, Crystal-Mäx, beim Bau von Flüchtlingswohnungen finanziell unterstützen. Die Geschichte wird anarchisch und humorvoll erzählt, voller bitterbösem Witz. Die Erzählung fängt die Essenz der Jugend ein und lässt den Leser in Erinnerungen schwelgen, während er gleichzeitig die Freiheit des Erwachsenseins genießt. Die Kritiken loben das Werk als eines der besten deutschen Romane der letzten Jahre, das sowohl witzig als auch tiefgründig ist. Es ist eine fesselnde Lektüre, die den Leser in die aufregende Welt der Jugend zurückversetzt.

      Wie ich fälschte, log und Gutes tat
      3.6
    • Paradiso

      • 199 pages
      • 7 hours of reading

      Es ist heiß. In der flirrenden Luft einer Tankstelle wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der ihn nach München bringen soll, von wo er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen will. Doch dann trifft er auf Konrad, den „Loserkonrad“ aus Schulzeiten, und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In atemlosen Monologen schärft er einen Zünder nach dem anderen und landet in der nördlichen Oberpfalz, seiner alten Heimat, wo es nach Zerstörung riecht. Bei einem Fest am Paradiso, einer Kiesgrube im Wald, versammeln sich all jene, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, darunter sein bester Freund und die Frau, die er verlassen hat. Während die Erinnerungen hochkommen, beginnt es in Böhm zu ticken. Nach Sonnenaufgang verlässt er das Fest, und nichts ist mehr wie zuvor. Zurück bleiben verbrannte Erde, eine zerstörte Liebe und ein halbtoter Freund im Wald. Am Morgen findet sich Alex in einer oberbayerischen Dorfkirche wieder und bittet die Gläubigen, ihn zum Münchner Flughafen zu bringen. Das Debüt von Thomas Klupp ist ein bitterböser Roman über einen Charakter ohne moralisches Innenleben, einen Blender im Hier und Jetzt. Anarchisch und mit tiefschwarzem Humor erzählt, hinterlässt er den Leser atemlos und mit weit aufgerissenen Augen.

      Paradiso
      3.3