Neuer Staat, neue Identität?
Deutsch-polnisch-jüdische Biografien in Polen nach 1918




Deutsch-polnisch-jüdische Biografien in Polen nach 1918
Aus dem Leben einer polnischen Soziologin
Spannende Zeiten: Die polnische Soziologin Maria Jarosz beschreibt ihr Leben zwischen den Ghettoerfahrungen als Kind und der wissenschaftlichen Karriere, zwischen den Freuden an der Forschung und den Schrecken der Wissenschaftsorganisation im kommunistischen Staat, zwischen Inklusion und Exklusion. Dabei analysiert sie en passant Mechanismen realsozialistischer Lebenswirklichkeit und wirft einen durchaus kritischen Blick auf die Transformationszeit. 'Die Beschreibung von Ereignissen aus dem persönlichen Leben der Autorin (…) – das sind die bisweilen erschütternden, bisweilen paradoxen und lustigen Erinnerungen eines Menschen, der zunächst vor allem um sein Leben gekämpft hat und später um die wissenschaftliche Wahrheit.' (Cezary Kosikowski, Państwo i Prawo) Maria Jarosz (geb. 1931) gehört zu den führenden Vertreterinnen der polnischen Soziologie. Sie ist Professorin am Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie Autorin und Herausgeberin zahlreicher Bücher.
Der Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht, der mit einem erheblichen Gebietszuwachs einherging, fand im Osten insbesondere auf Kosten Polens statt: Ca. 40 % der preußischen Bevölkerung sprach Polnisch und nach Berlin war Warschau die zweitgrößte preußische Stadt; heute liegen ca. 70 % des historischen friderizianischen Preußen auf polnischem Territorium. Friedrich selbst war damit maßgeblich am Untergang Polens beiteilgt, wobei die polnische Wahrnehmung des Preußenkönigs erst mit dem sich in Deutschland im 19. Jahrhundert entwickelnden Kult zunehmend kritisch wurde. Erstmals in deutscher Sprache liefert Hans-Jürgen Bömelburg einen Überblick über die Beziehungen Friedrichs II. zu Polen und die Erinnerungsgeschichte an ihn in Deutschland und Polen. Für die Wahrnehmung der preußischen Geschichte in einem europäischen Kontext wird hier eine unentbehrliche Darstellung vorgelegt, die sich aber auch an den breiten Kreis der Friedrich-Interessierten wendet. Mit Register, Karten und Literaturverzeichnis.
Aspekte einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung