Im stürmischen Herzen von Masuren liegt Dolina Róz, ein Städtchen, das es in sich hat. Der 15-jährige Bartek hat es schwer, in diesem Eldorado der schrägen Vögel seinen Platz zu finden und mit seinen Träumen zurande zu kommen. Manchmal singt und tanzt er für seine große Liebe: Meryl Streep. Dann kommt plötzlich einer seiner Großväter aus der verheißungsvollen Fremde zurück nach Dolina Róz – und die Frauen zücken ihre Lippenstifte …
Artur Becker Books
Artur Becker, the son of German-Polish parents, primarily expresses himself literarily in German, though he debuted in Polish. His work encompasses novels, short stories, poems, and essays, often exploring themes of identity and cultural transition. Becker's poetic performances with a jazz band add another dimension to his work. As a translator and essayist, he actively participates in the literary landscape, appreciated for his ability to bridge diverse cultural perspectives.






Ausgerechnet an Allerseelen stirbt Karol, ehemaliger Fabrikdirektor und unbelehrbarer Kommunist, bei einem Deutschlandbesuch – und Mariola und ihr Cousin Arek verbringen eine Nacht im Zimmer des Aufgebahrten. Vor einem Vierteljahrhundert hatten sie eine verbotene Liebe miteinander, und in den Stunden mit Karol kommen nun alte Erinnerungen hoch: an längst verstorbene oder vergessene Freunde, an gefährliche Abenteuer wie an philosophische Diskurse; an lange Tage am See und Fahrten auf den Wassern Masurens – auf dem Hintergrund der politischen Transformation Polens zwischen 1980 und 1994. Der aufmüpfigen Mariola und dem introvertierten Arek gelingt eine berauschende Totenfeier: Gemeinsam gehen sie bis ans Ende der Nacht und wieder zurück, durch Raum und Zeit: vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Onkel Jimmy, die Indianer und ich
- 287 pages
- 11 hours of reading
Als Teofil mit Onkel Jimmy von Masuren nach Kanada auswandert, meint Tante Ania: Teofil, kommt mir nie wieder zurück! Es sei denn, ihr könnt die Wände mit Geldscheinen tapezieren! Neun Jahre später kehren die beiden zurück - mit einem einzigen Koffer und voller wilder Geschichten. Dass sie auf der Flucht sind, nur Schulden, aber keine Geldscheine haben, das versuchen sie mit immer neuen Geschichten zu verheimlichen.
Ein witzig-böser Roman1983 packt der Pole Chopin seine Sachen und geht nach Bremen, wo er sich als Autohändler versucht. Auch die wahre Liebe will er finden und begegnet schon bald den grünen Augen Maria Magdalena Sobottas. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Ein wunderbarer, witzig-böser Roman über deutsche und polnische Mentalität, über Männerfreundschaften und die Liebe.
Ein Liebesroman, über dem der polnische Himmel leuchtet, „sternhagelvoll wie die Männer von Bartoszyce“ Kuba Dernicki ist ein glücklicher Mensch. Er hat Arbeit und Familie und lebt seit vielen Jahren im Paradies: in Deutschland. Doch eines Tages treibt ihn die Sehnsucht nach einer alten Liebe zurück nach Polen, in die Heimat, an die Stätten seiner Kindheit, an den Dadajsee. Kuba verliebt sich in die Hoteldirektorin Justyna Star, die Marta, seiner Liebe von früher, aufs Haar gleicht. Und von nun an spielt ein ganzes Dorf verrückt, der Bürgermeister Król wie der alte Pfarrer Kazimierz, die einäugige Tante Ala wie Wojtek, ihr Galan. Und in deren Mitte taumelt Kuba von Augenblick zu Augenblick, hinein ins Herz der Erinnerung.
Ein polnischer Spätaussiedler reist mit einer amerikanischen Journalistin auf Spurensuche nach Polen. Chrystian ist ein deutsch-polnischer Spätestaussiedler in Bremen. Er lebt von der Hand in den Mund, ein Lebenskünstler, Schnorrer und Taugenichts. Vergeblich versucht er zu begreifen, warum ihn seine Frau rausgesetzt hat. Da tritt eine junge Amerikanerin in sein Leben. Sie ist Journalistin und jüdischer Herkunft und muss etwas klären: Vor fast sechzig Jahren sind drei ehemalige Häftlinge aus dem KZ Stutthof bei Danzig mit einem Flugboot auf dem Geserichsee gelandet und haben Richard Schmidtke hingerichtet, den Kommandanten eines Außenlagers, der sich dort im Wald versteckt hat. Einer der Männer war Monas Großvater. Gemeinsam fahren Chrystian und Mona auf Spurensuche nach Polen. Für Chrystian wird die Fahrt zur Befreiung von seiner Ehe und von der Geschichte. Endlich, so glaubt er, wird er nicht mehr die Last der Vergangenheit mit sich herumschleppen müssen. Aber dann kommt es anders. Der vielfach ausgezeichnete Artur Becker hat eine Novelle von spröder Schönheit geschrieben, die uns in eine Welt führt, die jahrzehntelang hinter Grenzen und Stacheldraht lag.
Von der Kraft der Widersprüche
- 290 pages
- 11 hours of reading
Artur Becker, ein vielseitiger Schriftsteller und Künstler, wurde 1968 in Polen geboren und lebt seit 1985 in Deutschland. Er ist als Lyriker, Essayist und Romancier aktiv und hat über 20 Bücher veröffentlicht, darunter Romane und Gedichtbände. Becker schreibt seit 1989 auf Deutsch und hat zahlreiche Preise für sein Werk erhalten, darunter den Chamisso-Preis. Zudem ist er in verschiedenen internationalen Städten als Writer in Residence tätig gewesen. Seine Arbeiten sind in mehrere Sprachen übersetzt, was seine europäische und globale Perspektive unterstreicht.
Der Gedichtband "Hinter den Säulen des Herakles" von Artur Becker beeindruckt durch seine stilistische und thematische Wucht. Er erkundet die menschliche Zivilisationsgeschichte, philosophische Zweifel und existenzielle Fragen, während er stets die Hoffnung auf Glück und das Nicht-Verloren-Sein betont. Die Gedichte vereinen Bechers polnische und deutsche Sprache.
Die Rechte und die autoritären Aspirationen mancher Politiker und Regierenden machen uns wieder Angst - die Geschichte darf sich doch nicht wiederholen. Die Linken müssen sich neu aufstellen, müssen kämpfen, damit es in unseren globalisierten Gesellschaften ein Gleichgewicht der verschiedenen Kräfte und Denkweisen gibt. Dabei dürfen sie ihre Wurzeln nicht vergessen - erwachsen aus der Dialektik der Aufklärung besitzen die Linken die stärkste Waffe, die sie progressiv einsetzen können: die Utopie. Nur mit einer Utopie im Gepäck kann die Linke getrost in die Zukunft schauen.
Die Milchstraße
- 223 pages
- 8 hours of reading
»Lesenswerte Anthologie. (...) Ein schön gestalteter und vielstimmiger Band.« Elke Schröder in: Neue Osnabrücker Zeitung, 12. März 2016
Artur Becker ist seinen deutschen Lesern bisher als großer Erzähler und Romanautor bekannt. Doch "dieser außergewöhnliche Wanderer zwischen seiner ursprünglichen Heimat Polen und seiner neuen Heimat Deutschland" – so Manfred Mack vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, beschenkt uns seit Jahren nicht nur mit seinen Gedichten und Prosawerken, sondern auch mit Dutzenden von Rezensionen und Essays, in denen er versucht, sein polnisches Erbe seinen deutschen Lesern zu vermitteln. Nein, nicht nur zu vermitteln, Artur Becker ist ein Missionar, er ist überzeugt, fast besessen davon, seine deutschen Leser zu überzeugen, dass ihr Weltbild unvollständig bleibt, wenn sie nicht die Erfahrungen ihrer polnischen Nachbarn zur Kenntnis nehmen und in ihr Weltbild integrieren. Und er begibt sich auch auf das belastete, verminte Gebiet der deutsch-polnischen Erinnerung an die Geschichte. Souverän und mutig zeigt er Deutschen und Polen einen Ausweg aus der vermeintlichen Erbfeindschaft und ruft das gemeinsame, verbindende jenseits der nationalen Verblendung in Erinnerung."





