Goethes Beitrag zur Sage von Wilhelm Tell wird aus literaturwissenschaftlicher und historischer Sicht untersucht. Unter dem Titel „Hätte Goethe in Stäfa den besseren Tell geschrieben“ hielt der emeritierte Professor für Literaturwissenschaft Michael Böhler die Festrede zum 225-Jahr-Jubiläum von Goethes dritter Schweizerreise in der reformierten Kirche Stäfa, die in leicht redigierter Form abgedruckt wird. Bernhard Schneider stellt unter dem Titel „Aegidius Tschudi und Goethes literarische Verarbeitung der Fabel von Wilhelm Tell“ fest, dass Goethe als Politiker und Schriftsteller erkannte, wie Tschudi als eidgenössischer Landvogt in der 1415 eroberten habsburgischen Grafschaft Baden eine politische Botschaft in die Sage von Wilhelm Tell goss. Tschudi hatte die Sagengestalt des Reichsvogts Gessler in einen Landvogt umgewandelt, er selbst war Gessler, nicht Tell.
Michael Böhler Books
January 1, 1940



Nationale Literaturen heute - ein Fantom?
- 315 pages
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Der Begriff der Nationalliteratur ist im 20. Jahrhundert in Verruf geraten. Davon unbeeindruckt redet man weiterhin von der Schweizer oder von der italienischen Literatur, ohne dass dabei das Schweizerische oder das Italienische leicht zu bestimmen wären.