Der Schauplatz von RUGIA liegt abseits der touristischen Attraktionen, wo der Kreidefelsen – das Wahrzeichen von Rügen – symbolisch durch ein vergilbtes Foto an der Wand für Heimat steht. Die Landschaft dient als Kulisse für Lebensentwürfe der Menschen, die hier verwurzelt sind. An Orten, wo Gewohnheiten fortgelebt werden und die Vergangenheit leise in Vergessenheit entschwindet, entfaltet sich eine durch Sehnsucht befeuerte Ode an Vertrautheit, Bindung und Zugehörigkeit. Es ist eine Hommage an die Rüganer, die Traditionen fortsetzen und mit ihrem Leben zufrieden sind. „Nicht Glanzmomente, sondern der gewöhnliche Alltag macht die Identität aus“, erklärt die Autorin im Begleittext zu Bildern authentischer Wirklichkeiten, die von Lebensinhalt und Nützlichkeit durchdrungen sind. Die Fotokünstlerin nimmt uns mit zu Fischern, Bauern und Jägern und zeigt uns die visuellen Früchte unbeabsichtigter Begegnungen. Seit ihrem Fotobuch „Zum Fischen geboren“ ist Iwona Knorr für gefühlsstarke Bilder bekannt, die gelebten Werten auf den Grund gehen. In RUGIA begleitet sie uns auf der Suche nach einem Heimatgefühl, das ihr biographisch abhandengekommen ist. Mit der Wendung „In diese Erde versenke ich meine Wurzeln. Nährt sie mich, werde ich heimisch“ legt sie das Gelingen ihrer Verwurzelung in die Hände derjenigen, an deren Werten sie sich festhalten könnte.
Knorr Iwona Books
