Die Zeitungstexte von Adelheid Duvanel zeigen eine bisher unbekannte Seite dieser Meisterin der kleinen Form. In den 1960er- und 1970er-Jahren arbeitet sie als freie Kulturjournalistin und schreibt zahlreiche Feuilletons und Kolumnen für die angesehenen «Basler Nachrichten» sowie – unter dem Decknamen Martina – für die Gratiszeitung «Doppelstab». Diese Texte faszinieren durch ihren Facettenreichtum, von präzisen Alltagsbeobachtungen, persönlichen und zeitkritischen Bemerkungen bis hin zu fantastischen Szenerien mit fliessendem Übergang zu Erzählungen. Sie kommen oft leichtfüssig und ironisch daher, spielen im Bus, auf der Strasse oder im Café und handeln von den Abenteuern und Abgründen des Alltäglichen. Die Rezensionen vermitteln uns den eigensinnigen Blick der Autorin auf Literatur. Adelheid Duvanel schreibt etwa über Ingeborg Bachmann, Vladimir Nabokov – und über die, mit denen sie später häufig verglichen wird: Robert Walser und Franz Kafka.
Adelheid Duvanel Book order (chronological)
- Judith Januar






Nah bei Dir. Briefe 1978–1996
- 896 pages
- 32 hours of reading
Adelheid Duvanel berichtet bis kurz vor ihrem Tod in Briefen an die Autorin Maja Beutler über ihr schwieriges Leben, ihre Klinikaufenthalte und die Probleme in ihrer Familie. Die Briefe sind eine Mischung aus Lakonie und Verzweiflung und reflektieren auch ihren kreativen Prozess. „Nah bei Dir“ ist ein eindringliches Selbstporträt einer kämpferischen Autorin.
Adelheid Duvanel ist eine Meisterin der kleinen Form. Die radikale poetische Kraft ihrer Sprache macht sie zu einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre kurzen Erzählungen sind Momentaufnahmen aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die sich aber in ihren fatalen Verhältnissen mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegen. In ihrem eigensinnigen Beharren auf ihre Sicht der Welt bewahren sie sich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens. Ja, sie finden gerade in der Abweichung vom Verlangten eine Kühnheit, die den Texten ihre umwerfende Energie gibt. Sie sind von hoher poetischer Präzision, jede Figur «in Einzelanfertigung». Trotz ihres manchmal finsteren Inhalts leben die Texte von überraschenden, absurden Wendungen und einer wunderbaren hintergründigen Komik. Diese Ausgabe vereinigt erstmals alle in Buchform publizierten und einige der in Zeitschriften und Zeitungen erschienenen Erzählungen Adelheid Duvanels in einem Band, der dieser grossartigen Autorin wieder den Platz in der Schweizer Literatur einräumt, der ihr gebührt.
Beim Hute meiner Mutter. Erzählungen
- 172 pages
- 7 hours of reading
Adelheid Duvanel, eine bedeutende Schweizer Autorin, wird in diesem Band von Peter von Matt neu entdeckt. Er versammelt ihre eindrücklichsten Erzählungen, darunter einige Erstmals veröffentlichte. Die Prosaminiaturen erzeugen einen fesselnden Sog und verbinden Leichtigkeit mit düsterer Gegenwart.
Adelheid Duvanels Erzählungen zeichnen sich durch Kraft und Dichte aus und beschreiben das Leben von Frauen und Kindern, die sich nicht geschlagen geben. Ihre Geschichten sind prägnant und erfassen ganze Biografien, oft in herausfordernden Lebenssituationen. Der Essayist Peter von Matt beschreibt ihr Werk als "eminente Kunst".
Anna und ich
- 106 pages
- 4 hours of reading
Windgeschichten
- 126 pages
- 5 hours of reading


