Djamschid Khan ist hinter dicken Gefängnismauern dünn geworden. Leicht wie Papier, sodass ihn eines Tages ein Windstoß erfasst und ihn fortträgt, über die Mauern des Gefängnisses hinweg und hinaus in die weite Welt. Immer wieder weht er davon, und immer wieder beginnt er ein neues Leben. Bei der Armee, als Geist, als Prophet, als Geliebter, als fliegende Attraktion – zahllose Wirbel ziehen den Mann mit sich fort, bis er selbst nicht mehr weiß, wer er einmal war und wohin er gehört. Einzig sein Neffe ist auf der Suche nach ihm und nach etwas, das seinem Onkel seine Wurzeln zurückgibt. Eine schwerelose, berührende, auch tragische Geschichte vom sich Verlaufen, vom neu Beginnen und der Frage, wohin wir eigentlich unterwegs sind.
Bachtyar Ali Book order (chronological)




Perwanas Abend
Roman
Für Perwana und ihre Freundinnen hat das tägliche Leben unüberwindbare Grenzen. Die Väter, die Brüder, aber auch die tyrannischen Hüterinnen von Sitte und Glauben sitzen ihnen im Nacken. Hier ist kein Platz für ihre Talente und schon gar nicht für die Liebe. Eine nach der anderen verschwindet aus der Stadt – zusammen mit ihrem Geliebten. Wo ziehen sie hin? Als auch Perwana verschwindet, bricht für ihre Schwester Khandan eine Welt zusammen. Sie sucht Perwanas Spuren bei Freunden und Weggefährten. Sie erfährt vom verborgenen »Tal der Liebe« hoch in den Bergen, in dem die Paare ihre Hoffnungen erfüllen wollten. Was ist geschehen, dass jene, die überlebt haben, keine Worte finden?
Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben. Als der Krieg und die Bombardements beginnen, wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. In einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat in einer Tanzkapelle seine ganze Kunst des Flötenspiels wieder verlernen, um nicht aufzufallen. Das rätselhafte Mädchen Dalia beschützt ihn, weiht ihn ein in ihre Geheimnisse und führt ihn auf einen Weg in die Tiefen seines Landes, der unsere Vorstellungskraft übersteigt. Der monumentale Roman einer Welt, in der der Tod allgegenwärtig ist und die Künste ungeahnte Rettung bringen.
The Last Pomegranate Tree
- 322 pages
- 12 hours of reading
An extraordinary chronicle of war and an occult story of love between a father and his son from one of Iraq’s most celebrated contemporary writers “Whenever he told lies, the birds would fly away. It had been that way since he was a child. Whenever he told a lie, something strange would happen.” So begins Bachtyar Ali’s The Last Pomegranate, a phantasmagoric warren of fact, fabrication, and mystical allegory, set in the aftermath of Saddam Hussein’s rule and Iraq’s Kurdish conflict. Muzafar-i Subhdam, a peshmerga fighter, has spent the last twenty-one years imprisoned in a desert yearning for his son, Saryas, who was only a few days old when Muzafar was captured. Upon his release, Muzafar begins a frantic search, only to learn that Saryas was one of three identical boys who became enmeshed in each other’s lives as war mutilated the region. An inlet to the recesses of a terrifying historical moment, and a philosophical journey of formidable depths, The Last Pomegranate interrogates the origins and reverberations of atrocity. It also probes, with a graceful intelligence, unforgettable acts of mercy.