Lukas Meschik beobachtet das urbane Leben und dokumentiert es in freien Dreizeilern. Seine Gedichte sind eine Mischung aus Alltagsbeobachtungen, sprachlichen Stunts und Aphorismen. Mit über tausend Kurzgedichten zeigt er, dass man in minimaler Form viel erzählen kann. Eine Sammlung, die weiterhin wächst.
Lukas Meschik Book order (chronological)






Es beginnt mit unspektakulären Demonstrationen, unzufriedenen Menschen, die auf Spaziergängen ihre Meinung kundtun. Der Fotograf Lester begleitet diese Märsche, dokumentiert die Empörung und überrascht, irritiert, ja provoziert mit differenzierten Überlegungen – Gut und Böse, Richtig und Falsch gibt es nicht mehr. Dem jungen Ich-Erzähler kommen im Austausch mit ihm immer größere Zweifel an den eigenen Überzeugungen; sein Blick auf die Mitmenschen schärft sich, und was er sieht, beunruhigt nicht nur ihn. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse: Zunehmende Radikalisierung, immer offenere Gewaltbereitschaft und Einschränkungen durch den Staat erzeugen einen Strudel, der unweigerlich ins Verderben führt. Ausgerechnet die Zärtlichkeit der Polizistin Lexi und ihres Hasen Boca vermögen es, in all dem Chaos eine Insel der Geborgenheit zu schaffen … In einem hautnah gegenwärtigen Roman stellt Lukas Meschik die drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie weit ist Protest legitim? An welchem Punkt kippt die berechtigte Grundskepsis des mündigen Bürgers in toxischen Zweifel? Welche Verantwortung tragen die Medien? Meschik präsentiert keine einfachen Lösungen – er legt den Finger in die Wunde.
Einladung zur Anstrengung
Wie wir miteinander sprechen
Wir haben verlernt, miteinander zu sprechen – so beginnt Lukas Meschik seine Betrachtungen, die verdichtet wiedergeben, was uns alle beschäftigt: die vielbeschworene Polarisierung der Gesellschaft und das Erodieren unserer Kommunikationskanäle; eine von den sozialen Netzwerken befeuerte Entwicklung, die unsere Demokratie gefährdet. Der Autor dreht eine Runde, entsorgt Altglas, geht einkaufen und in die Bücherei, und im Gehen macht er sich Gedanken über Empörung und digitale Pranger, über Affektsprache und den heiligen Furor, mit dem wir uns für die gute Sache einsetzen. Was Meschik schließlich artikuliert, ist weder Aufruf noch Aufschrei, sondern eine Einladung: Sich selbst und uns alle lädt er ein, das Gespräch miteinander zu suchen – eine Anstrengung, die sich lohnt.
Eine Entführung. Ein mit allem Nötigen ausgestatteter Kellerraum: Valentin Kemp findet sich nach einer trunkenen Nacht in einem Pub allein in einem türenlosen Raum wieder. Warum ist er hier? Wer hält ihn fest? Wozu? Jemand hat große Pläne mit dem jungen Schriftsteller, wird sich zeigen, jemand glaubt zu wissen, was gut für ihn ist. Ein Stapel Papier liegt bereit, Valentin beginnt nach und nach, die Seiten zu füllen. Monate später kehrt er in sein Leben mit Marion zurück, aber in Schleifen und Kreisen zieht es ihn wieder und wieder in diesen Kellerraum. An welchen Punkten entscheidet sich, welches Leben man lebt? Wer trifft diese Entscheidungen? Auf den Spuren von Paul Austers Reisen im Skriptorium führt Lukas Meschik durch fünf Räume mit immer weniger deutlichen Konturen in eine geheimnisvolle, unheimliche Geschichte, in der allmählich alle Grenzen verschwimmen: zwischen Wahr und Erfunden, zwischen Zwang und Freiwilligkeit, zwischen Gut und Böse.
Über Wasser
Roman
Sommer in der Großstadt, flirrend, schimmernd, pulsierend vor Hitze und Leben, Noah mittendrin, schauend, intensiv wahrnehmend, hin- und herdenkend. Noah ist ein Sich-Durchschwindler, ein Projekt-Mensch mit Projekt-Leben. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, betreibt eine Kunst-Sache, die niemand so recht versteht. Manchmal schaut er ein bisschen fernen Krieg, der ablenkt von den lächerlichen Kriegen in ihm selbst. Lähmt ihn die Angst, weiß er, es geht vorbei. Gudrun studiert derweil in Tokyo. Wird sie noch seine Freundin sein, wenn sie zurückkommt? Oder sollte Noah die Geldspritze seiner Eltern nehmen und sich nach Japan aufmachen? Lukas Meschik, junge Stimme der österreichischen Literatur, porträtiert seine Generation – die nicht mehr ganz Jungen, noch nicht ganz Erwachsenen – in sensibler, vorsichtig exakter Sprache, mit präzisen, fremd-bekannten Bildern.
Anleitung zum Fest. Erzählungen
- 238 pages
- 9 hours of reading
In Lukas Meschiks Erzählungen geht es um eine trägen Jugend, nächtliche Stadtstreifzüge und die Suche nach erfüllender Liebe. Die Texte bieten Einblicke in die Perspektiven und Stimmungen der Protagonisten und zeigen das hohe stilistische Können des jungen Erzählers.
