Theologisch-politische Protokolle
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Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: I. Religion, ja - Gott, nein (Metz), II. Evangelische Ratschläge - therapeutische Ratschläge (Peters). Wie kann man aus der Krise herauskommen, in der die heutige klösterliche Spiritualität eine mürrische Elite formt, die "mit geschlossenen Augen Mystik" praktiziert und weder andere noch die Welt um sich herum wahrnimmt, insbesondere das Leiden des anderen; wie kann man aus dem selbstmitleidigen Beschäftigen mit sich selbst herauskommen; wie kann man die klösterlichen Gelübde nicht nur als Verzicht auf etwas, sondern als leidenschaftliches Engagement für evangelische Werte verstehen; wie kann man in einer Zeit, die der Religion ohne Gott zugeneigt ist, den Glauben als nicht kurzfristigen psychotherapeutischen Trost gestalten? Auf diese und andere drängende Fragen nicht nur des zeitgenössischen Ordenslebens, sondern der Gläubigen im Allgemeinen bieten diese beiden Theologen angemessene und auf dem Evangelium Jesu basierende Antworten.
Die Moderne gibt sich demonstrativ gottlos, wird aber Gott nicht los. Ihre Säkularität wird zunehmend sichtbar als eine Fiktion, die das, was sie entschieden ablehnt – das Verlangen nach dem Religiösen – gegenwärtig selbst hervorbringt. Wie ist Gott erfahr- und erkennbar innerhalb einer durch die Katastrophen der Geschichte gezeichneten Welt? Welche Aufgaben stellen sich den Theologinnen und Theologen und christlich Engagierten von heute? Zeitdiagnostisch nimmt sich Tiemo Rainer Peters den sich aufdrängenden Fragen an, denn selten war die Theologie subjektiv so verunsichert und objektiv so gefordert wie heute.
Von welchem Gott reden wir eigentlich? Zwei große Theologen - der „konservative“ Kardinal Ratzinger und Johann Baptist Metz, der „Vater“ der Neuen Politischen Theologie - haben sich zum öffentlichen Streitgespräch getroffen. Der öffentliche Disput zwischen den beiden Antipoden war ein vielbeachtetes Ereignis, das in diesem Buch dokumentiert wird.