Die psychoanalytisch-psychodynamisch orientierte Psychosentherapie wird in den letzten Jahren immer häufiger und mit Erfolg angewendet. Auch von Patientenseite wird sie vielfach gern in Anspruch genommen. Darauf reagieren inzwischen die Krankenkassen, die solche Behandlungen in ihren Leistungskatalog aufnehmen. Dazu im Kontrast stehen heftige Widerstände und offene Ablehnung besonders durch eine biologistisch ausgerichtete Psychiatrie und Psychologie. Diese Haltung wird durch einen zeitgemässen Ökonomismus gest|tzt. Aber auch die institutionalisierte Psychoanalyse zeigt sich gegen|ber einer solchen Therapie zur|ckhaltend und zögerlich. Die Gr|nde daf|r sind vielfältig und kaum systematisch untersucht worden. Es könnte sich zum Teil um Unkenntnis der theoretischen Voraussetzungen wie auch den Mangel an praktischen Erfahrungen handeln. Auch Ängste der Behandler vor einer Infizierung durch die gravierende psychotische Symptomatik könnten eine Rolle spielen. In diesem Band analysieren Therapeuten mit positiven Erfahrungen in der psychoanalytischen Psychosentherapie die Gr|nde f|r derartige Widerstände und wollen damit zu deren Überwindung beitragen.
Stavros Mentzos Book order (chronological)







Lehrbuch der Psychodynamik
Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen
Přehled psychodynamiky
- 287 pages
- 11 hours of reading
Funkce psychických poruch. Klasický popisný přístup k diagnostice psychických poruch je pro psychiatra a psychoanalytika Stavrose Mentzose nedostatečný. Mentzos se proto dlouhodobě zabývá psychodynamickými procesy, které jsou v základech symptomů psychických poruch. Z tohoto pohledu hrají ústřední roli intrapsychické konflikty a způsob jejich zpracování. Symptomy je pak nutné chápat nejen jako výraz deficitu, nýbrž i jako dynamický výtvor s vlastní funkcí. Kniha obsahuje psychodynamický výklad jednotlivých poruch – nutkavých stavů, fobií, deprese, mánie, poruch osobnosti, závislostí a psychóz. Kniha je psána pro psychology, psychoterapeuty, psychiatry a pracovníky pomáhajících profesí. Prof. MUDr. Stavros Mentzos je psychiatr a psychoanalytik, působil jako vedoucí lékař oddělení pro psychoterapii a psychosomatiku univerzitní kliniky ve Frankfurtu nad Mohanem.
Depressive Psychosen und die Manien gelten als endogene Erkrankungen, die auch – relativ erfolgreich – mit Psychopharmaka behandelt werden können. Dagegen kann aber auch nicht übersehen werden, dass es sehr häufig schwerwiegende Trennungserlebnisse sind, Verluste, Kränkungen oder Enttäuschungen, die solche Krankheitsmanifestationen auslösen. Und zuvor schon bestehende innerseelische Konflikte, spezifische Abwehrmechanismen und Charakterstrukturen, psychogene Faktoren also, prägen die Symptomatik mit.
Psychodynamické modely v psychiatrii
- 150 pages
- 6 hours of reading
Konfliktový model a psychotická dynamika. Individuálna psychoterapia pri psychotických poruchách. Psychodynamika afektívnych psychóz.Poruchy osobnosti. To sú názvy niektorých kapitol jedinečnej knihy nemeckého psychiatra a psychoanalytika gréckeho pôvodu.
Der Krieg und seine psychosozialen Funktionen
- 227 pages
- 8 hours of reading
Psychose und Konflikt
- 259 pages
- 10 hours of reading
Psychodynamische Modelle in der Psychiatrie
- 141 pages
- 5 hours of reading
Freiburger literaturpsychologische Gespräche - 6: Literatur und Aggression
- 155 pages
- 6 hours of reading
Angstneurose. Psychodynamische und psychotherapeutische Aspekte
- 147 pages
- 6 hours of reading
Neurotische Konfliktverarbeitung
- 325 pages
- 12 hours of reading
Die Psychoanalyse befindet sich im Wandel. Stavros Mentzos hofft, daß der Leser während der Lektüre zunehmend die Überzeugung gewinnt, daß die pathologischen Verarbeitungsmodi des Konflikts, also die neurotischen Symptome, Charaktere, Abwehrmechanismen, Arrangements, zwar leidvolle und letztlich mißglückte »Lösungen« sind, daß sie aber oft bewundernswerte Ich-Leistungen unter extrem schwierigen Bedingungen darstellen, die keineswegs leichtfertig als »eben nur pathologisch« abgetan werden sollten. Gerade in einer Zeit, in der die längst fällige, endlich offene und freie Diskussion über fundamentale theoretische und praktische Fragen und Probleme der Psychoanalyse in Gang gekommen ist, erscheint es sinnvoll, eine vorläufige Synthese in Form einer Systematik neurotischer Störungen einem breiteren Publikum zugänglich machen
Hysterie
- 126 pages
- 5 hours of reading
Die Hysterie, ein Begriff, der ein ganzes Bündel höchst unterschiedlicher psychosomatischer Phänomene bezeichnet, ist keineswegs, wie man glauben möchte, aus dem Katalog seelischer Störungen verschwunden. Das geradezu klassische Syndrom der Psychoanalyse ist so virulent wie eh und je, mögen sich seine Erscheinungsformen auch geändert haben. Stavros Mentzos ist zwar der Meinung, daß die 'Hysterie' als Krankheitseinheit im Sinne der traditionellen Psychiatrie heute als überholt angesehen werden muß, vertritt aber aufgrund seiner klinischen Beobachtungen die Auffassung, daß die Realität der hysterischen Phänomene nicht wegzuleugnen ist, auch wenn es ungemein schwierig sei, aus der Vielfalt der Erscheinungsformen das spezifisch Hysterische herauszuarbeiten. Mentzos hält das Erkennen und differenzierte Beschreiben eines spezifischen hysterischen Modus der neurotischen Konfliktverarbeitung nicht nur für möglich, sondern auch für wichtig und notwendig.
Erst unter dem Einfluß von Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik, Kommunikations-, Interaktions- und Rollentheorie waren auch psychoanalytisch arbeitende Forscher und Praktiker in der Lage, die interaktionell organisierten Abwehrformen aufzudecken und in die praktische therapeutische Arbeit einzubeziehen. Verhaltensweisen, Handlungen und Reaktionen eines Partners ermöglichen, fordern und stabilisieren die neurotische Konfliktabwehr des anderen Partners. Oft ist der Vorgang reziprok, so daß auch die Abwehr des ersten Partners durch den zweiten gefestigt wird. Ähnliches gilt auch für die institutionalisierten Formen der psychosozialen Abwehr, die im zweiten Teil dieses Buches beschrieben werden. Institutionen erfüllen zwar vital wichtige Funktionen und sind fürs Überleben und eine differenzierte Entwicklung unerläßlich: gerade dadurch sind sie aber oft besonders dazu geeignet, in den Dienst der neurotischen Abwehr gestellt zu werden. Auch hier besteht das Grundprinzip in einer Erhärtung, Sicherung und Festigung der intrapsychischen Abwehr durch ihre Verankerung in der Realität. Die Taschenbuchausgabe wurde gegenüber der Erstausgabe von 1976 um zwei Kapitel erweitert: eins über die Kulturtheorie und ein zweites über die psychosoziale Funktion des Krieges.






