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Jürg Laederach

    December 20, 1945 – March 19, 2018
    Alphabetical Africa
    Passion
    Im gewollten Augenblick. Erzählung
    Thomas the Obscure
    edition suhrkamp: Vor Schrecken starr
    Depeschen nach Mailland
    • Depeschen nach Mailland

      • 187 pages
      • 7 hours of reading

      Im Februar 2002 lädt das Schweizer Radio DRS die Autoren Jürg Laederach und Michel Mettler zu einem Gespräch über Jazz ein. Ausgehend von dieser Begegnung im Aufnahmestudio entwickelt sich ein intensiver E-Mail-Diskurs, zunächst über Musik, dann, von der Tonspur des Lebens abweichend und immer wieder fulminant zu ihr zurückkehrend, eine laufende Mitschrift des All­tags, hier ausschließlich aus der Feder von Jürg Laederach, einem großen Meister der Freisprechprosa. Einmal mehr betört er mit vokabularischer Brillanz und der frappierenden Winkelschiefe seiner Art, das zu sehen, was wir, bevor wir ihn lasen, »Wirklichkeit« nannten. Ausgewählte Teile dieser Minutenmitschriften Jürg Laederachs gibt Michel Mettler heraus. Ergeb­nis ist Depeschen nach Mailland, ein Stück Stegreifliteratur, dessen improvisato­rischer Drive so mitreißend ist, daß der Leser sich fragt: Warum bloß ist dies eines der ersten E-Mail-Bücher?

      Depeschen nach Mailland2009
      5.0
    • Thomas the Obscure

      • 124 pages
      • 5 hours of reading

      Before Sartre, before Beckett, before Robbe-Grillet, Maurice Blanchot created the new novel, the ultimate post-modern fiction. Written between 1932 and 1940, Blanchot's first novel, here brilliantly translated by Robert Lamberton, contains all the remarkable aspects of his famous and perplexing invention, the ontological narrative--a tale whose subject is the nature of being itself. This paradoxical work discovers being in the absence of being, mystery in the absence of mystery, both to be searched for limitlessly. As Blanchot launches this endless search in his own masterful way, he transforms the possibilities of the novel. First issued in English in 1973 in a limited edition, this re-issue includes an illuminating essay on translation by Lamberton.

      Thomas the Obscure2007
      4.1
    • Die Entdeckung, die ich machte, war körperlich und emotional zerstörerisch. Ich fühlte mich fasziniert und ausgelöscht, was zu einem überwältigenden Schmerz führte. Trotz der Dunkelheit und meiner unsicheren Verfassung war mir alles klar, doch die Schmerzen schienen aus einer anderen Zeit zu stammen, unerträglich und unpersönlich.

      Im gewollten Augenblick. Erzählung2004
      2.0
    • Alphabetisches Afrika

      • 382 pages
      • 14 hours of reading

      Alphabetisches Afrika, Walter Abishs erstes Roman, ist ein außergewöhnliches sprachliches Kunststück, eine hohe Komödie, die in einem imaginären dunklen Kontinent spielt, der mit unaufhaltsamer Präzision expandiert und kontrahiert, während der Autor nacheinander die Buchstaben des Alphabets hinzufügt und dann wieder entfernt. Während die "geoglyphische" afrikanische Landschaft entsteht und zerfällt, wird sie unter anderem von einer Armee von Treiberameisen angegriffen, von Sansibar überfallen, von der Transvestitenkönigin Quat aus Tansania orange gestrichen und wird zum Jagdgebiet für ein Paar mörderischer Juwelendiebe, die ihre nymphomanische Geliebte verfolgen.

      Alphabetisches Afrika2002
    • Neunundsechzig Arten, den Blues zu spielen

      • 434 pages
      • 16 hours of reading

      Wie Alain Robbe-Grillet, Georges Perec und die großen Oulipo-Autoren konstruiert der Schweizer Schriftsteller Jürg Laederach nahtlose Erzählungen, die auf raffinierten Kompositionsstrategien basieren. Das Telefon weigert sich zu läuten. Ich sitze hier in der 82. Straße; nein, in der 83.; nein, in der 81.; ich vergesse, wo ich bin. Das Telefon weigert sich zu läuten, mich aus dieser erzwungenen Einsamkeit zu reißen, die ich nur zu gut kenne. Diese Einsamkeit, die mich krank macht und mich zu Tränen rührt, aber sicherlich nicht zu Tränen des Mitgefühls. Ein Anruf muss gleich aus dem Village kommen und mir die Gesellschaft bieten, die ich verzweifelt wünsche. Das Telefon klingelt nicht. Die Klingel funktioniert nicht. Geschrieben nach Jürg Laederachs dritter Reise nach New York Ende der 1980er Jahre, wurde 69 Arten als ein Text gefeiert, der "ein zukünftiges Europa voraussagt, wenn die Grenzen sich auflösen." Laederachs Texte, so Abish, "funktionieren als ein Scangerät. Charaktere verschwinden, tauchen wieder auf. Es gibt etwas Unbarmherziges... Alles ist vergänglich. Keine Sentimentalität. Kein Festhalten an der Vergangenheit. Alles steht kurz davor, verworfen zu werden. Alles steht kurz davor, sich aufzulösen. Alles hallt mit bevorstehender Veränderung."

      Neunundsechzig Arten, den Blues zu spielen1998
    • Passion

      Ein Geständnis

      • 222 pages
      • 8 hours of reading
      Passion1993
    • Emanuel, der Protagonist, möchte eine Autobiographie ohne Helden und ohne echtes Ich schreiben. Er thematisiert alles, um Dunkelzonen zu vermeiden, erkennt jedoch, dass er nur ein begrenztes Ich hat. In seiner Biographie beschäftigt er sich mit Literaturgeschichte und formt aus seinen Erfahrungen zwei Frauen, Agnes und Tamara, zu denen er ambivalente Beziehungen aufbaut.

      Emanuel. Wörterbuch des hingerissenen Flaneurs1990
    • Im Verlauf einer langen Erinnerung. Roman

      • 344 pages
      • 13 hours of reading

      Der Autor reflektiert über seine geringen Gesetzesverstöße und die Bestrafungen, die er erlitten hat. Er stellt in Frage, ob seine Bestrafung ein Verbrechen war, das ihm Glück brachte. Er thematisiert das Verhältnis zu Gesetzen und die Bedeutung der Perspektive, ob man die Gesetze macht oder bricht.

      Im Verlauf einer langen Erinnerung. Roman1977