Blasdeggfensdaln
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"Schdoaggschromibuk" ist ein witziger Kumpfmüller, der ländliches und städtisches Leben humorvoll darstellt. Die Geschichten bieten einen Blick auf den Alltag, in dem sich Leserinnen und Leser wiederfinden und schmunzeln können. Zudem fördert das Buch die Innviertler Mundart.
Kumpfmüllers Rezept reduzierte Texte zu schreiben klingt plausibel: »Man darf sich blöd stellen, gescheit stellen kann man sich nicht. Mir hat noch niemand gesagt, was ich schreibe ist ein Blödsinn. Der Grundtenor ist: ›Stimmen tuats eh, aber schreiben brauchst das nicht!‹«
IA ZD SIAX E I A NED EI „Das Heimatland Innviertel kann sich glücklich schätzen, dass hier einer, der Schärfe und Poesie der Sprache dieser Gegend zusammenbringt in gelungenen und zielgenauen Texten wie kein anderer, immer wieder entkommen ist über kleingeistige Ideologiehürden hinweg und über zimperliche Wegsperren hinaus. Und immer noch entkommt. Denn die Quelle seines Ideenreichtums versiegt nicht und seine Bissfestigkeit lässt nicht nach. Hans Kumpfmüller ist abendländischer Wortkünstler und Innviertler Sprachartist gleichermaßen. Seine Heimat ist der Einfallsreichtum. Jeder seiner Texte ist ein beredtes Dokument für die Weltläufigkeit unseres Dialektes, für die Grenzfreiheit unbefangener, nicht standardisierter Phantasie.“ Hans Schusterbauer
Kumpfmüllers Dialektvolksfest ist zu feiern. „maschinenringlgschbui“ führt in die Tiefen innviertlerischen Existierens, eröffnet den Blick unter die Motorhauben jener Maschinerien, die uns an- und umtreiben, demonstriert, wie sehr mancher, nicht immer als solcher erkannte Wahnsinn Methode hat und ermöglicht uns, aus dem - wieder einmal - auszubrechen: in ein unaufhaltbares, durchaus berechtigtes Lachen über uns selbst. Hans Schusterbauer Text: Hans Kumpfmüller
Seit über 30 Jahren „pilgert“ Hans Kumpfmüller mit seiner Kamera nach Südtirol, zu einem abgelegenen Hof im Ahrntal, wo die Zeit langsamer zu vergehen scheint. Dort ist das Leben geprägt von harter Arbeit, ohne über den Sinn nachzudenken, und doch ist dieser Sinn spürbar. Als Fremder stand Hans einst vor den einfachen Bergbauern, staunte, beobachtete und lernte, ihnen zuzuhören. Der alte Hof wurde für ihn zu einer zeitweiligen Zuflucht, sowohl in den warmen Sommern als auch in den harten Wintern. Ohne nostalgische Übertreibung hat er über drei Jahrzehnte das Leben einer Familie dokumentiert, die ihm ans Herz gewachsen ist. Vom Fremden wurde er zum Freund, der Schriftsteller mit der Kamera, der die Familie bei der mühsamen Arbeit auf den steilen Berghängen begleitete. Diese Vertrautheit führte zu eindringlichen, authentischen Bildern, die nicht auf Sensation aus sind. Kumpfmüller gewährt Einblick in ein Leben, das für „Talbewohner“ wie weltvergessen erscheint, und weckt Sehnsüchte nach einem einfacheren Dasein. Die Menschen dort oben scheinen zufriedener zu sein, und vielleicht ist die Wahrheit einfacher, als wir denken. Dieses Buch ist ein einzigartiges Zeitdokument und eine Suche nach Wahrheit, die in dieser Form selten ist.