Die Geschichte der römischen Republik erstreckt sich über 500 Jahre und wird von bedeutenden Persönlichkeiten wie Brutus, Cato, Sulla, Caesar und Augustus geprägt. Doch was hielt diese Welt zusammen? Es waren ausgeklügelte Zeremonien und strenge Rituale, die in Rom wie auf einer Bühne inszeniert wurden. Triumphzüge, Götterkulte, Volksversammlungen und Leichenzüge bildeten eine unendliche Aufführung, in der jeder Bürger seinen Platz im römischen Kosmos erkannte. Pomp und Zeremonie waren nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern das Fundament des römischen Staates. Die zahlreichen Bauwerke und Denkmäler Roms, die Größe und Ordnung der römischen Welt beschwören, erweisen sich als lebendige Kulisse für das Theater der Macht, in dem Götter, Priester, Politiker und Volk interagierten. Die choreografierten Triumphe, Trauerfeiern und Kulthandlungen waren für die Zeitgenossen von entscheidender Bedeutung, da sie die unvergängliche Macht Roms legitimierten. Der Alltag der Politik und die außergewöhnliche Welt der Zeremonien spiegelten sich gegenseitig und durchdrangen sich. Das Repertoire an Gesten, Gebärden und Formeln in öffentlicher Rede und Ritualen sicherte die Akzeptanz der römischen Ordnung und verpflichtete alle Beteiligten. Dieses Werk bietet grundlegende Einsichten in die römische Republik und verdeutlicht die Bedeutung von Circus, Triumph und Leichenzug als Ansporn zu neuer Größe.
Karl-Joachim Hölkeskamp Book order (chronological)





Karl-Christ-Preis für Alte Geschichte - 3: Ethos - Ehre - Exzellenz
Antike Eliten im Vergleich
- 128 pages
- 5 hours of reading
Der Karl-Christ-Preis würdigt herausragende Leistungen in der Alten Geschichte und angrenzenden Disziplinen sowie der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Altertums. Die dritten Preisträger, Prof. Dr. Karl-Joachim Hölkeskamp und Prof. Dr. Elke Stein-Hölkeskamp, haben über viele Jahre hinweg bedeutende altertumswissenschaftliche Projekte und Publikationen in enger Zusammenarbeit realisiert. Ihre zahlreichen herausragenden Arbeiten haben die Diskussionen über das archaische Griechenland und die römische Republik maßgeblich geprägt. Sie vertreten theoretische Zugänge zur Alten Geschichte und haben die Rezeption ihrer Forschung weit über die Grenzen des Fachs hinaus gefördert. Durch ihre intellektuelle Neugierde haben sie neue Perspektiven eröffnet und die deutschsprachige Althistorie mit der internationalen Forschung vernetzt. Zudem setzen sie sich dafür ein, Fragestellungen ihrer Disziplin einem breiten Publikum verständlich zu machen, was ein zentrales Anliegen Karl Christs ist. Bei der Preisverleihung am 29. April 2017 hielten sie eine gemeinsame Rede zum Thema: Ethos – Ehre – Exzellenz. Antike Eliten im Vergleich, die hier zusammen mit den Laudationes von Hartmut Leppin und Stefan Rebenich veröffentlicht ist.
Rituale und andere performative Vollzüge einerseits und Räume, sakrale und politische Topographien andererseits stehen schon lange im Mittelpunkt des Interesses der modernen Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Die diesbezüglichen Potentiale der neueren Forschung zu performativen Medien und ihrem Eingeschriebensein in Räume bzw. Raumordnungen, zu ihrer Bedeutung für die (Selbst)Konstitution von herrschenden Gruppen, Monarchen und anderen Führungsfiguren und damit zur Darstellung respektive sogar zur Herstellung von Macht, Hierarchien und Herrschaft in vormodernen Kulturen – insbesondere im interkulturellen und interepochalen Vergleich – müssen aber erst noch systematisch ausgelotet werden. Dem soll dieser Band dienen, in dem theoretische Grundlagen, methodische Ansätze und Modelle einerseits, empirische Fallstudien zu den 'Syntaxen' von Ritualen im Raum andererseits in einen Dialog gebracht werden.
Die griechische Welt. Erinnerungsorte der Antike
- 696 pages
- 25 hours of reading
Mykene und Troia, Marathon und Athen - geschichtsmächtige Orte, deren Namen auch nach Jahrhunderten nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben. Sie stehen wie der Parthenon und der Pergamonaltar, wie die Epen Homers und das Geschichtswerk des Herodot, wie das Orakel von Delphi und die griechische Philosophie, wie die Olympischen Spiele und die Erfindung der Demokratie für eine strahlende Morgenröte, die Europa der griechischen Antike verdankt. In insgesamt 33 meisterhaften Beiträgen präsentieren herausragende Autorinnen und Autoren die wichtigsten Erinnerungsorte der griechischen Geschichte.
Die Nobilität der klassischen Republik war nicht einfach eine Erweiterung des Patriziats. Sie war die besondere, spezifisch römische Variante eines "rationalen Amtsadels", die sich erst in einem höchst komplexen historischen Prozeá herausbildete. Der Autor analysiert diesen Prozeá, seine einzelnen Stadien und das vielschichtige Geflecht von strukturellen gesellschaftlichen und institutionellen Voraussetzungen, innen- und vor allem auáenpolitischen Gegebenheiten, das ihn vorantrieb.