Was passiert, wenn man den nächsten Termin einfach absagt und in die Landschaft eintaucht, die bisher nur am Zugfenster vorbeigerauscht ist? Max Heberer hat seinen Job als Unternehmensberater gekündigt und verschwindet für mehrere Monate in die Berge. Von Bad Reichenhall bis zum Mont Blanc plant er, zu wandern und jeden Tag draußen zu schlafen. Als Wandernovize ist er jedoch alles andere als ein Kenner der Alpenwelt mit ihren Tücken und Gefahren. Er sucht bei Dauerregen ein sicheres Lager, wacht mutterseelenallein auf einem Gipfel in der Morgensonne auf und erlebt, wie aus einem Traum eine Realität wird, die mit dem Traum nicht mehr viel zu tun hat. Hinter tausend Gipfeln und Tälern findet er Antworten, doch als seine Eltern und seine Freundin sich ihm anschließen, werfen sie neue Fragen auf. Max sehnt sich danach, dass die wilden Berge ihn verschlingen, um den Größenwahn seiner Generation loszuwerden und mit einem einfachen Lebensweg zufrieden sein zu können. Die Erzählung ist kurzweilig und begleitet den sympathischen Max auf seiner abenteuerlichen Reise. Sie bietet eine schonungslose Psychoanalyse, eine Apotheose der alpinen Demut und eine Orientierungshilfe für die Seele, die den Leser hautnah an Heberers Erfahrungen teilhaben lässt.
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