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Gini Müller

    Possen des Performativen
    rePUBLICart: Possen des Performativen
    • rePUBLICart: Possen des Performativen

      Theater, Aktivismus und queere Politiken

      • 183 pages
      • 7 hours of reading

      Die Zeit und der Raum des Theaters und der Politik sind durch Bewegung definiert. Beide sind Machtfelder von Disziplinierungskräften, zugleich aber auch aktuelle und virtuelle Spielfelder für subversiv-performative Handlungen. Ein weiter Begriff des Theaters aktualisiert und simuliert Körpererfahrung im Verhältnis zur Anderen, die nicht nur als ZuschauerIn, sondern auch als SpielerIn im politischen Konfliktraum verstanden werden kann. Die Politik von Theater und Performance liegt dabei in der Macht der Erfindung und Herstellung performativer Akte. Die kreative Potenz dieses subversiven Theaters im Kampf gegen die uniformierenden Kontroll- und Disziplinarmächte eröffnet die Konstruktion eines spielerisch-politischen Raums für performative Setzungsmöglichkeiten. 'Possen des Performativen' ist die kontextübergreifende Auseinandersetzung mit einer Politik der Performativität und der daraus folgenden kritischen theatralen Handlungstheorien und Praktiken. Unter Einbeziehung und gleichzeitiger Überschreitung aktueller theaterwissenschaftlicher Diskurse des Postdramatischen sieht die Autorin die Frage nach der performativen Handlungsmacht in der Gesellschaft des Spektakels letztlich darin gegeben, 'die Welt zu verändern, ohne die Macht zu übernehmen' (John Holloway).

      rePUBLICart: Possen des Performativen
    • Possen des Performativen

      Theater, Aktivismus und queere Politiken

      Ein Philosoph und Kunsttheoretiker erweitert die poststrukturalistische Theorie der Revolution auf das Zusammenspiel von Kunst und Aktivismus. Gerald Raunig hat eine alternative Kunstgeschichte des "langen zwanzigsten Jahrhunderts" verfasst, die von der Pariser Kommune von 1871 bis zu den turbulenten Gegen-globalisierungsprotesten in Genua im Jahr 2001 reicht. Sorgfältig bewegt er sich von den Situationisten und Sergei Eisenstein über den Wiener Aktionismus bis zum PublixTheatreCaravan. Kunst und Revolution behandelt die Geschichte revolutionärer Überschreitungen und skizziert optimistisch ein Aufeinandertreffen aus Geschichten tragischen Scheiterns und eindeutiger Katastrophen. Indem Raunig eloquent Deleuze' und Guattaris Idee der "Maschine" anwendet, erweitert er die poststrukturalistische Theorie der Revolution bis zu dem explosiven Zusammenspiel von Kunst und Aktivismus. So hoffnungsvoll wie scharfsinnig ermutigt Kunst und Revolution eine neue Generation von Künstlern und Denkern, sich den müden Vorgaben von Markt und Autorität zu verweigern und stattdessen radikal neue Methoden des Engagements zu schaffen. Raunig entwickelt ein unverzichtbares, zeitgenössisches Konzept politischen Wandels – ein Konzept, das die überholten Formulierungen von Aufstand und Widerstand übersteigt. Zu viel Blut und Tinte wurde vergossen, damit die Kunstmaschinen und die revolutionären Maschinen getrennt bleiben.

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