Vor 180 Jahren erfand der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann die Figuren »Hanns Guck-in-die Luft«, den »Suppen-Kaspar« und natürlich den »Struwwelpeter«, die Titelgeschichte des gleichnamigen Buchs von 1845. Was als Weihnachtsgeschenk für den Sohn gedacht war, eroberte die Welt – und ist bis heute aktuell. Im Jahr 2016 wurde Donald Trump erstmals Präsident der Vereinigten Staaten. Was damals als Unfall galt, wiederholte sich acht Jahre später und versetzte die Welt in Schockstarre. Mit kindlichem Egoismus dreht sich die Welt des amtierenden Präsidenten um sich selbst und bietet täglich mediale Vorlagen des Schreckens. Mit sagenhaftem Humor nähert sich der Wiener Illustrator Jörg Schorn dem ungezogenen Amerikaner und zeichnet sein Verhalten dem des Struwwelpeters nach. Ein kurzweiliges und herausragend gezeichnetes Buch über einen kleinen Teil der bisherigen Verfehlungen des amerikanischen »bösen Bubens«.
Jörg Schorn Books


Gute Literatur ist stets Ausdruck eines reichen Lebens – wobei reich nicht immer schön bedeutet. »Die Bachmann« – so pflegte man von ihr zu sprechen – hat ihre Beziehungen zu anderen wichtigen Menschen ihrer Zeit genossen, durchlitten und sprachlich verarbeitet, vor allem die Beziehungen zu ihren »Lebensmännern«, wie sie sie nannte, zu dem Schriftsteller Hans Weigel, dem Lyriker Paul Celan, dem Komponisten Hans Werner Henze, und zu Max Frisch. Dazu kommen Freunde wie Heinrich Böll oder Henry Kissinger, die anregende Runde der Gruppe 47. Bachmann wird berühmt, wie kaum eine Autorin vor ihr, zur Ikone als weibliche Intellektuelle. Aber es ist wohl nicht zuletzt ihre Berühmtheit, der Druck, sich dauernd bewähren zu müssen und die Eifersucht der anderen, der sie in die Sucht und ins Unglück treibt. Und so beginnt diese illustrierte Biographie mit ihrem tragischen Tod in Rom.