Vom Kampf gegen Unterdrückung zum Traum einer Republik
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Im Zentrum der Erhebung in Tirol steht Michael Gaismaier, der die Bauern und Städter erfolgreich hinter sich vereinte und die Macht im Fürstbistum Brixen übernahm. Im Gegensatz zu anderen Regionen, wo die Aufstände blutig niedergeschlagen wurden, forderte Gaismaier den Ausschluss von Adel und Klerus aus der Regierung und stellte sich militärisch der Habsburger Großmacht entgegen. Seine visionären politischen Ideen, verkörpert in der "Landesordnung" von 1526, legten den Grundstein für einen radikalen politischen Umbruch und eine erste Vorstellung einer Republik Tirol.
Im Frühjahr 1525 erhoben sich die Bauern im Deutschen Reich, jedoch ohne einheitliche Strategie. In Tirol plante Michael Gaismair eine fortschrittliche Bauernrepublik, die Adel und Klerus von der Regierung ausschloss, was den Verfassungsentwurf für Jahrhunderte herausragend machte.
Ralf Höller lässt die damals in München lebenden Schriftsteller die Geschichte dieser Revolution erzählen. Rainer Maria Rilke war glühender Anhänger, Thomas Mann zwischen den Extremen hin- und hergerissen, Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Mühsam übernahmen sogar Regierungsposten. Und Lion Feuchtwanger verarbeitete, noch während draußen der Kampf tobte, alles zu einem Drama.
EIN DICHTER IN DER SCHAFFENSKRISE VERSUCHT SEIN GLÜCK AUF STORD „dieser brief soll ein monstrum werden EINE ART FORTSETZUNGSROMAN“, schreibt Norbert C. Kaser im SOMMER 1970 an Christian Alton, den Südtiroler Landsmann und Wiener Wohnungsnachbarn. Kaser sitzt auf der NORWEGISCHEN INSEL STORD, drei ganze Monate wird er dort verbringen. Gerade 23 Jahre alt geworden, durchlebt er SEINE ERSTE SCHAFFENSKRISE und erhofft sich vom Tapetenwechsel neuen Antrieb. Außerdem braucht der notorisch Mittellose Geld. FASZINIERENDE BEOBACHTUNGEN AUS DER PERSPEKTIVE DES AUSSENSEITERS In der Folge bringt Kaser seine Eindrücke, Empfindungen und Erlebnisse zu Papier: Einfühlsam und distanziert, immer aber treffsicher und schonungslos schildert der Dichter als TEILNEHMENDER BEOBACHTER ein Land, das ihm fremd bleibt und ihn gerade deshalb AN DIE SÜDTIROLER HEIMAT erinnert. FAST EIN BRIEFROMAN Neben seinen berühmten „STADTSTICHEN“ ergeben die Briefe aus Stord Kasers einziges längeres zusammenhängendes Prosastück. Dieser kleine UND UNVOLLENDETE BRIEFROMAN LIEGT NUN ERSTMALS EIGENSTÄNDIG VOR. Weiters in dem Band zu finden sind die Gedichte, die Kaser auf Norwegen verfasst hat, sowie viele bisher UNVERÖFFENTLICHTE FOTOGRAFIEN. Mit erläuternden Beiträgen des Herausgebers RALF HÖLLER. *********************************************************************** „Norbert C. Kaser hat noch postum die poetische Kraft, zu einem Stern erster Ordnung zu werden.“ DIE ZEIT „In der Sprache Norbert C. Kasers weitet sich das regional Beschränkte zur Provinz des Menschen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter, heißt es in der Toskana. Beim guten Redner ist es ähnlich: Er bewährt sich erst, wenn es wirklich kritisch wird. Hier setzen Ralf Höllers Rhetorik-Tipps an: eine echte Fundgrube für Redefüchse und solche, die es werden wollen. Wer kennt das nicht: Man wurde von einer sich spontan ergebenden Situation überrascht, und die gute Antwort fällt einem erst auf dem Weg nach Hause ein. Für solche Fälle bietet Ralf Höller Lösungen in 50 heiklen Rede- und Debattensituationen, die uns im beruflichen und privaten Alltag immer wieder begegnen. Sein amüsant zu lesender Ratgeber bietet keine theoretischen Erwägungen, vielmehr steht der praktische Nutzen im Vordergrund. Wer gezielt nach Lösungen für sein Redeproblem sucht, wird dank dem übersichtlichen Aufbau des Buches sofort fündig - und weiß bald, wie er sich das nächste Mal in einer ähnlichen Situation verhalten soll.