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Marie von Ebner-Eschenbach

    September 13, 1830 – March 12, 1916

    Marie von Ebner-Eschenbach was an Austrian writer, celebrated as one of the most significant German-language authors of the late 19th century. She is renowned for her psychologically astute novels, which delve deeply into the complexities of human nature. Her works masterfully capture the nuances of interpersonal relationships and moral quandaries, offering profound insights into the human condition. Her literary legacy continues to resonate with readers for its timeless relevance and deep humanity.

    Marie von Ebner-Eschenbach
    Bertram Vogelweid
    Aphorismen
    Aus Franzensbad
    Nichts bist du ohne die anderen. Aphorismen und Gleichnisse
    Agave
    Krambambuli: The Story of a Dog
    • Agave

      • 98 pages
      • 4 hours of reading

      Zu Beginn des Goldenen Zeitalters Italiens lebte im Städtchen Ariccia, unweit von Rom, der Töpfer Pietro Venesco. Er war ein kleiner, unscheinbarer Mann, der sein mürrisches Wesen nicht einmal seinen besten Kunden gegenüber ablegte. Das brachte aber seinem Geschäfte keinen Schaden. Die Ware, die er führte, war eben von ganz vorzüglicher Art, und daß dem Padrone nicht gerade Frohsinn aus den Augen blickte, nahm ihm niemand übel; es gab dafür schwerwiegende Gründe. Dieser Venesco hatte eine schöne Frau und einen herrlich schönen Sohn. Wer den Jüngling Antonio daherkommen sah in seiner Pracht über die Piazza oder durch die Gassen des Städtchens, so hochgewachsen, so stark und so schlank, der dachte: Du Gottgeliebter! und folgte dem Beispiel des Höchsten und liebte ihn auch...

      Agave
      5.0
    • Aus Franzensbad

      • 158 pages
      • 6 hours of reading

      Das vielfältige Werk der Marie von Ebner-Eschenbach mit seiner feinen Psychologie und seiner klar formulierten Gesellschaftskritik verdient eine aktuelle Lesart. Gerade die Geschichte von Pavel, dem „Gemeindekind“, der von der Gemeinschaft ausgestoßen wird, dem aber gegen alle Widerstände ein sozialer Aufstieg gelingt, ist von bestürzender Modernität. Auch das unkonventionelle Debüt der Autorin – die 1858 anonym erschienene Briefnovelle „Aus Franzensbad“ – demontiert erfrischend scharf und voller Sprachwitz den damaligen Zeitgeist.Beide Werke zeigen ihren wachen Blick für die brennenden Fragen der Zeit und ihre kritische Haltung zu den Konventionen ihres eigenen Standes.

      Aus Franzensbad
      4.5
    • Marie von Ebner-Eschenbach schrieb in der Überzeugung, ihre Worte könnten die Gedanken ihrer Zeit verändern. Ihre Aphorismen, in denen sie pointiert ihre Weltsicht formuliert, zeugen von ihrem Scharfsinn, ihrer Menschenkenntnis und ihrem Selbstbewusstsein als Frau. »Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: – alle dummen Männer«, lautet eine ihrer Einsichten.

      Aphorismen
      4.3
    • Bertram Vogelweid

      • 114 pages
      • 4 hours of reading

      Marie von Ebner-Eschenbach: Bertram Vogelweid Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2015 Vollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie der Autorin bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Erstdruck: Berlin, Paetel, 1896 Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger Reihengestaltung: Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Marie von Ebner-Eschenbach (Gemälde von Karl Blaas, 1873) Gesetzt aus Minion Pro, 10 pt.

      Bertram Vogelweid
      4.0
    • Marie von Ebner-Eschenbach: Der gute Mond / Er laßt die Hand küssen / Ihr Traum. Drei Erzählungen Drei Erzählungen aus den »Neuen Dorf- und Schloßgeschichten«, die 1886 erschienen. Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2013 Vollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie der Autorin bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Der gute Mond: Erstdruck: In: Westermanns deutsche Monatshefte, Braunschweig (Westermann) 29. Jg., 1884/85, Bd. 57; erste Buchausgabe in: Neue Dorf- und Schloßgeschichten, Berlin (Gebrüder Paetel) 1886. Er laßt die Hand küssen: Erstdruck: In: Vom Fels zum Meer, 5. Jg., 1885/86; erste Buchausgabe in: Neue Dorf- und Schloßgeschichten, Berlin (Gebrüder Paetel) 1886. Ihr Traum: Erstdruck: In: Deutsche Dichtung, 3. Jg., 1887/88; erste Buchausgabe in: Gesammelte Schriften, 4. Band, Berlin (Gebrüder Paetel) 1893. Textgrundlage sind die Ausgaben: Marie von Ebner-Eschenbach: [Gesammelte Werke in drei Bänden.] [Bd. 1:] Das Gemeindekind. Novellen, Aphorismen, [Bd. 2:] Kleine Romane, [Bd. 3:] Erzählungen. Autobiographische Schriften. Herausgegeben von Johannes Klein, München: Winkler, 1956-1958. Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger Reihengestaltung: Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Marie von Ebner-Eschenbach (Gemälde von Karl Blaas, 1873) Gesetzt aus Minion Pro, 10 pt.

      Der Gute Mond. Er laßt Die Hand Küssen. Ihr Traum
      3.0
    • Der Roman 'Božena' schildert den Leidensweg einer böhmischen Magd vor dem Hintergrund sozialer und politischer Wirren. Marie von Ebner-Eschenbach demaskiert die Heuchelei des Bürgertums ebenso gnadenlos wie den mangelnden Realitätssinn des Adels. Obwohl die Geschichte versöhnlich und hoffnungsvoll endet - es bleibt doch ein bitterer Nachgeschmack.

      Božena
      3.5
    • Das Gemeindekind: Sonderausgabe

      • 176 pages
      • 7 hours of reading

      Die Erzählung beleuchtet das Schicksal eines Waisenkindes, das in einer kleinen Gemeinde aufwächst. Durch die Augen des Kindes werden die sozialen Strukturen und die oft harten Lebensrealitäten der Dorfbewohner sichtbar. Die Autorin thematisiert die Spannungen zwischen Mitgefühl und gesellschaftlicher Ablehnung, während sie die Charaktere mit ihren individuellen Kämpfen und Hoffnungen portraitiert. Mit feinem Gespür für menschliche Emotionen und gesellschaftliche Normen bietet das Werk tiefgründige Einblicke in die Herausforderungen des Lebens und die Suche nach Zugehörigkeit.

      Das Gemeindekind: Sonderausgabe
      3.7
    • Klassikerinnen neu entdeckt von Schriftstellerinnen der Gegenwart Marie von Ebner-Eschenbach erzählt in ihrem Roman von einer Frau, die sich im 19. Jahrhundert in einer Männerdomäne zu behaupten weiß. Lotti bleibt sich treu, verfolgt ihren eigenen Weg und ist nicht nur darin ein Vorbild. »›Lotti, die Uhrmacherin‹ ist eine literarische Anregung dafür, einem eigenen Rhythmus zu folgen, das Timing selbst zu bestimmen – ein Plädoyer also fürs Unzeitgemäße, für sein emanzipatorisches und widersprüchliches Potential.« – Eva Schörkhuber

      Lotti, die Uhrmacherin
      3.9
    • Marie von Ebner-Eschenbach: Unsühnbar Der 1890 erschienene Roman erzählt die Geschichte der Maria Wolfsberg, deren Vater sie nötigt, einen anderen Mann als den, den sie liebt, zu heiraten. Liebe, Schuld und Wahrheit in Wien gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2013 Vollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie der Autorin bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Erstdruck: In: Deutsche Rundschau, Berlin, Bd. 61, 1889; erste Buchausgabe in zwei Teilen: Berlin (Gebrüder Paetel) 1890. Textgrundlage ist die Ausgabe: Marie von Ebner-Eschenbach: [Gesammelte Werke in drei Bänden.] [Bd. 1:] Das Gemeindekind. Novellen, Aphorismen, [Bd. 2:] Kleine Romane, [Bd. 3:] Erzählungen. Autobiographische Schriften. Herausgegeben von Johannes Klein, München: Winkler, 1956-1958. Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger Reihengestaltung: Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Marie von Ebner-Eschenbach (Gemälde von Karl Blaas, 1873) Gesetzt aus Minion Pro, 10 pt.

      Unsühnbar
      2.0
    • Ein illoyaler Wilderer verkauft seinen treuen Jagdhund Krambambuli für ein paar Flaschen Brandwein an einen Jäger. Nur mit Mühe gewöhnt sich der Hund an seinen neuen Besitzer. Als der neue und der alte Besitzer eines Tages aufeinandertreffen, muss Krambambuli entscheiden, wem seine Treue gehört. Großartig erzählt von Marie von Ebner-Eschenbach.

      Krambambuli und andere Tiergeschichten
      3.8
    • Marie von Ebner-Eschenbach verkörpert die geistige Tradition der altösterreichischen Dienstaristokratie. Ihr Werk verbindet zeitlose Werte mit der Erzählkunst des Unaufdringlichen und Vornehmen. Die Auswahl "Dorf- und Schloßgeschichten" umfasst sechs bedeutende Erzählungen, die bleibende Werte vermitteln.

      Dorf- und Schloßgeschichten. Ausgew. u. m. einem Nachw. vers. v. Joseph P. Strelka
      3.6
    • Meistererzählungen

      • 490 pages
      • 18 hours of reading

      Die Klassiker der deutschen und weltweiten Literatur in einer einzigartigen Reihe. Lesen Sie die besten Werke großer Schriftsteller und Autoren auf Ihrem Kindle Reader.Die Freiherren von GemperleinKrambambuliDer KreisphysikusEr laßt die Hand küssenMašlans FrauDer Vorzugsschüler

      Meistererzählungen
      3.0
    • Das Gemeindekind

      Ebner-Eschenbach, Marie von – Klassiker des 19. Jahrhunderts – 8056

      • 222 pages
      • 8 hours of reading

      Der Roman »Das Gemeindekind« gilt als Hauptwerk Ebner-Eschenbachs und erzählt vom Schicksal des in Außenseiterschaft gezwungenen Pavel Holub. Dieser kämpft als Kind verurteilter Eltern mit seinem Schicksal und um einen Platz in der Gesellschaft. Die hochadlige Autorin übt Kritik an der Aristokratie und skizziert mit psychologischem Blick die Situation der ländlichen Unterschicht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

      Das Gemeindekind
      3.7
    • Krambambuli. Die Geschichte eine Hundes

      • 32 pages
      • 2 hours of reading

      Die bekannte österreichische Tiergeschichte von Marie von Ebner-Eschenbach erzählt vom Schicksal des Jagdhundes Krambambuli, der für zwölf Flaschen Kirschbranntwein verkauft wird. In einem dramatischen Moment muss er sich zwischen seinem neuen und seinem alten Besitzer entscheiden. Ein Klassiker, der Generationen begeistert.

      Krambambuli. Die Geschichte eine Hundes
      2.9
    • Krambambuli

      Eine Erzählung

      • 31 pages
      • 2 hours of reading

      In einer Grillparzer nahen Haltung sagt Marie von Ebner-Eschenbach in einem Aphorismus: »Die Treue ist etwas so Heiliges, dass sie sogar einem unrechtmäßigen Verhältnisse Weihe verleiht.« Der herausfordernde Sinn dieses Satzes lässt sich nicht nur an der scharf gesellschaftskritischen Novelle »Er lasst die Hand küssen«, sondern auch an der bekanntesten Tiergeschichte der deutschsprachigen Literatur überprüfen, die diesem Bändchen den Titel gibt. Mit Erinnerungen an die Dichterin von Franz Dubsky. - Text in neuer Rechtschreibung

      Krambambuli
      3.4
    • Marie von Ebner-Eschenbach präsentiert drei Erzählungen aus den »Neuen Dorf- und Schloßgeschichten«, die 1886 veröffentlicht wurden. Diese Ausgabe, bearbeitet von Theodor Borken, bietet einen durchgesehenen Neusatz und eine Biografie der Autorin. Die Erzählungen sind: „Der gute Mond“, „Er laßt die Hand küssen“ und „Ihr Traum“, die ursprünglich zwischen 1884 und 1888 in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Die Textgrundlage stammt aus den gesammelten Werken, die zwischen 1956 und 1958 herausgegeben wurden. Die Ausgabe ist im Großdruck von 16 pt gesetzt und im Berliner Format (210 x 297 mm) erhältlich. Marie von Ebner-Eschenbach, geboren 1830 in Mähren, genoss eine klassische Bildung und begann früh mit dem Schreiben. Nach ihrer Heirat lebte sie in Klosterbruck und später in Wien, wo sie auch eine Uhrmacherlehre absolvierte. Ihr literarischer Durchbruch kam 1880 mit „Lotti, die Uhrmacherin“. Sie gilt als bedeutende Vertreterin des kritischen Realismus und beschreibt sowohl Adel als auch Kleinbürgertum mit scharfsinniger Detailtreue. Ihre Werke wurden posthum anerkannt, und sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Ehrendoktorwürde der Universität Wien. Marie von Ebner-Eschenbach starb 1916 im Alter von 85 Jahren in Wien.

      Der gute Mond / Er laßt die Hand küssen / Ihr Traum (Großdruck)
    • Unsühnbar (Großdruck)

      Roman

      • 216 pages
      • 8 hours of reading

      Der 1890 erschienene Roman erzählt die Geschichte von Maria Wolfsberg, die von ihrem Vater gezwungen wird, einen anderen Mann zu heiraten als den, den sie liebt. Die Themen Liebe, Schuld und Wahrheit sind in Wien gegen Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Diese Ausgabe ist im lesefreundlichen Großdruck (16 pt) und umfasst 210 x 297 mm. Sie basiert auf der Berliner Ausgabe von 2020 und enthält eine Biographie der Autorin, bearbeitet von Theodor Borken. Der Erstdruck erschien 1889 in der Deutschen Rundschau, gefolgt von der ersten Buchausgabe 1890 in zwei Teilen. Die Textgrundlage stammt aus den gesammelten Werken von Marie von Ebner-Eschenbach, herausgegeben von Johannes Klein. Die Umschlaggestaltung verwendet das Bild „Paar im Walde“ von August Macke. Marie von Ebner-Eschenbach wurde 1830 in Mähren geboren und erhielt eine klassische Bildung. Sie begann früh mit dem Schreiben und veröffentlichte 1876 ihren ersten bedeutenden Roman über die Magd Bozena. Ihr Durchbruch kam 1880 mit „Lotti, die Uhrmacherin“. Ihre Werke, darunter „Das Gemeindekind“ und „Unsühnbar“, zeichnen sich durch eine scharfsinnige und kritische Darstellung von Adel und Kleinbürgertum aus. Als bedeutende Vertreterin des kritischen Realismus wurde sie von der Universität Wien zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt und erhielt als erste Frau das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft. Sie starb 1916 in Wien im Alter von 85 Jahren.

      Unsühnbar (Großdruck)
    • Der Vorzugsschüler / Der Herr Hofrat

      Zwei Erzählungen (Band 165, Klassiker in neuer Rechtschreibung)

      • 84 pages
      • 3 hours of reading

      In der Reihe »Klassiker in neuer Rechtschreibung« präsentiert Klara Neuhaus-Richter bedeutende Werke der Weltliteratur in der empfohlenen Schreibweise nach Duden. Die Sammlung umfasst zwei späte Novellen von Marie von Ebner-Eschenbach, die einmal bemerkte: »Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: alle dummen Männer.« Die erste Erzählung, Der Vorzugsschüler, wurde 1898 in der Deutschen Rundschau veröffentlicht und fand 1901 ihren Weg in die erste Buchausgabe der Gesammelten Schriften. Die zweite Erzählung, Der Herr Hofrat, entstand 1912 und erschien erstmals 1915 in Stille Welt. Die Textgrundlage dieser Neuausgabe basiert auf den Gesammelten Werken von 1956-1958, wobei die Paginierung der Originalausgaben zeilengenau mitgeführt wird. Klara Neuhaus-Richter hat die Werke neu herausgegeben und mit einer Biografie der Autorin versehen. Marie von Ebner-Eschenbach, 1830 in Mähren geboren, erhielt eine klassische Bildung und begann früh mit dem Schreiben. Nach ihrer Heirat lebte sie in Klosterbruck und später in Wien, wo sie auch eine Ausbildung zur Uhrmacherin absolvierte. Ihr literarischer Durchbruch kam 1880 mit dem Roman »Lotti, die Uhrmacherin«. Als bedeutende Vertreterin des kritischen Realismus hinterließ sie ein umfangreiches Werk, das Adel und Kleinbürgertum scharfsinnig und kritisch beleuchtet. Sie wurde von der Universität Wien zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt und starb 1916 in Wien.

      Der Vorzugsschüler / Der Herr Hofrat
    • RITTMEISTER BRAND; BERTRAM VOGELWEID

      • 212 pages
      • 8 hours of reading

      Dietrich Brand entstammte einer angesehenen Kaufmannsfamilie, deren Rohseidengeschäft in Wien seit fast einem Jahrhundert florierte. Dieses Unternehmen hatte seine Gründer und Nachfolger wohlhabend gemacht und trotz widriger Umstände keinen Rückgang erlebt. Der Erfolg war dem Fleiß des Chefs zu verdanken, und alle erwarteten, dass sein willensstarker Sohn die Nachfolge antreten würde. Doch Dietrich hegte wenig Interesse am Kaufmannsstand und offenbarte seinen Eltern schließlich seinen unerschütterlichen Entschluss, Soldat zu werden. Diese Nachricht traf sie wie ein Schock. Warum Soldat und nicht Beamter oder Landwirt? Dietrich wollte dazu beitragen, die aus der Bahn geratenen Menschen wieder zu disziplinieren und zu erziehen, wie er es schon seit seiner Kindheit getan hatte. Seine Eltern mussten dies akzeptieren. Er hatte bereits Erfolg mit den Tieren seiner Mutter und den Vögeln, die er mit Brotkrumen anlockte. Im Sommer, während der Aufenthalte in der Villa in Neuwaldegg, umgab ihn stets eine Gruppe von Kindern, die ihm folgten und ihm gehorchten, denn es war selbstverständlich, dass man Dietrich Brand gehorchte.

      RITTMEISTER BRAND; BERTRAM VOGELWEID
    • Doktor Nathanael Rosenzweig hatte eine entbehrungsreiche Jugend durchlebt, in der er das Genießen nicht kannte. Sein Leben war geprägt von Hunger und dem ständigen Streben, genug zu verdienen, um am nächsten Tag weiterzuleben. Nachts schlief er erschöpft in einer Ecke des Kellers und erwachte oft beim Weinen seiner Großmutter, die sich entschuldigte, dass sie ihm noch zur Last fiel. Sein Alltag bestand darin, Wissen und Geld zu erwerben, um die Gunst seiner Professoren zu gewinnen, während er gleichzeitig keine mitleidige Regung kannte und nichts umsonst hergab. Die Welt bestand für ihn aus ihm und seiner Großmutter, und obwohl seine Welt klein war, waren seine Ziele klar und nah. Das erste und schwerste Ziel war es, genug Geld zu sparen, damit sie nicht sofort hungern mussten, sollte ein unvorhergesehenes Unglück eintreten. Als er dieses Ziel erreicht hatte, fühlte er sich wie ein Kapitalist und tröstete seine Großmutter mit den Worten, dass sie nun ruhiger leben könnten, da sie nicht so leicht in Schwierigkeiten geraten würden.

      EIN BUCH, DAS GERN EIN VOLKSBUCH WERDEN MÖCHTE
    • Fünfhundert Aphorismen

      (Band 38, Klassiker in neuer Rechtschreibung)

      • 76 pages
      • 3 hours of reading

      In der Reihe »Klassiker in neuer Rechtschreibung« gibt Klara Neuhaus-Richter bedeutende Werke der Weltliteratur in der empfohlenen Duden-Schreibweise heraus. Marie von Ebner-Eschenbachs »Fünfhundert Aphorismen« enthält prägnante Gedanken, darunter: »Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und du bist unsterblich.« Der Erstdruck stammt aus dem Jahr 1880 und basiert auf der Ausgabe Gesammelte Schriften, Erster Band, Berlin, 1893. Neu herausgegeben von Klara Neuhaus-Richter, Berlin 2021, mit einer Biografie der Autorin. Das Cover stammt von Rainer Richter und verwendet eine Porträtzeichnung von Josefine Weinschrott. Marie von Ebner-Eschenbach wurde 1830 als Freiin von Dubsky in Mähren geboren und erhielt eine klassische Bildung. Bereits mit siebzehn begann sie literarisch zu arbeiten. Nach ihrer Heirat lebte sie bis 1856 in Klosterbruck und dann bis zu ihrem Lebensende in Wien, wo sie 1879 eine Uhrmacherlehre absolvierte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten veröffentlichte sie 1876 den Roman »Bozena«, gefolgt von ihrem Durchbruch 1880 mit »Lotti, die Uhrmacherin«. Ihre Werke zeichnen sich durch scharfsinnige und kritische Darstellungen von Adel und Kleinbürgertum aus. Als bedeutende Vertreterin des kritischen Realismus und eine der großen Autorinnen des 19. Jahrhunderts wurde sie von der Universität Wien zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt und erhielt das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft. Sie starb am 12

      Fünfhundert Aphorismen