Das Engagement für die Rechte sozialer Minderheiten sieht sich immer stärkerer Kritik ausgesetzt. Es gehe bloß um "Identitätspolitik", die an einem nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel nicht interessiert sei. Das sind Folgen eines poststrukturalistisch geprägten Theorie- und Politikverständnisses. Die Rolle der Sprache wird übermäßig betont - die soziale Realität gerät in den Hintergrund. Diese Entwicklung wird in allen Feldern der Antidiskriminierungs- und Menschenrechtspolitik unter dem Modewort "Intersektionalität" forciert. Dieser Sammelband befasst sich mit den Auswirkungen, die sich für queere Politik ergeben. Mit 10 Beiträgen und ihren Autor_ innen, die exemplarisch dafür stehen, dass nicht jede_r den Glauben an die Kraft kritischer Analysen und Auseinandersetzungen begraben hat
Till Randolf Amelung Books



Transaktivismus gegen Radikalfeminismus
Gedanken zu einer Front im digitalen Kulturkampf
- 64 pages
- 3 hours of reading
Die Auseinandersetzungen zwischen Trans-Aktivist_innen und Radikalfeministinnen schwelt seit Jahren und nimmt immer mehr Fahrt auf. Im Kern geht es um die Fragen, was Geschlecht ist, welche Rolle Biologie dabei spielt, welche Überlappungen es gerade mit anderen Problemen bei Mädchen und Frauen gibt. Inzwischen sind die Fronten so verhärtet, dass sich beide Lager gegenseitig "Auslöschung" vorwerfen. Höchste Zeit also, einen Vermittlungsversuch zu wagen. Quelle:Verlag
Geschlecht – eine Debatte und ihr Ausnahme*Zustand
- 160 pages
- 6 hours of reading
Geschlecht ist gerade heiß umkämpft. Vor allem, wenn es um Fragen geht, wie selbstbestimmt Geschlecht, aber auch Sexualität sein können. Insbesondere Trans steht in Deutschland seit dem Selbstbestimmungsgesetz im Zentrum kontroverser Debatten. Das 2024 verabschiedete Gesetz ersetzt die biologische Grundlage des Geschlechts vollständig durch subjektive Identität und gerät deshalb in Konflikt mit Schutzräumen für Frauen, die bisher auf biologischer Definition basierten. Auch Kinder und Jugendliche werden gefährdet, indem unter dem Paradigma des selbstbestimmten Geschlechts irreversible medizinische Maßnahmen eingeleitet werden, obwohl die Risiken nicht ausreichend geklärt sind. Doch die gesellschaftliche Debatte ist polarisiert. Jede Kritik am Selbstbestimmungsparadigma wird verdächtigt, gegen Menschenrechte gerichtet zu sein. Dieser Sammelband will zeigen, dass dieser Pauschalverdacht nicht hilfreich ist und zu einer differenzierten Debatte einladen.