Vor hundert Jahren begann der Erste Weltkrieg – der Krieg, der alles veränderte. Herfried Münklers großes Zeitpanorama des epochalen Konflikts. Er fegte die alte Welt hinweg und haftet seit vier Generationen im kollektiven Gedächtnis: der Große Krieg. Als Ausbruch aus einem scheinbar stillstehenden Zeitalter der Sicherheit wurde sein Beginn am 1. August 1914 von vielen noch euphorisch begrüßt. An seinem Ende, im November 1918, waren zu bilanzieren: 17 Millionen Tote, eine in Trümmer gestürzte Weltordnung und ungestillte Revanchegelüste. Der Erste Weltkrieg veränderte alles. Nicht nur betraten die USA und die Sowjetunion die Weltbühne, auch die Ära der Ideologien und Diktaturen begann, die zu Hitler und schließlich zum Zweiten Weltkrieg mit all seinen Verwerfungen führte. Herfried Münkler schildert in seiner großen Gesamtdarstellung diese «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts, zeigt, wie der Erste Weltkrieg das Ende der Imperien besiegelte, wie er Revolutionen auslöste, aber auch den Aufstieg des Sozialstaats und der Nationalismen förderte. Ein Zeitpanorama von besonderem Rang, das nicht nur die politischen und menschlichen Erschütterungen vor Augen führt, sondern auch zahlreiche Neubewertungen dieses epochalen Ereignisses vornimmt. Wenn wir den Ersten Weltkrieg nicht verstehen, wird uns das ganze 20. Jahrhundert ein Rätsel bleiben.
Herfried Münkler Books
Herfried Münkler is a German political scientist renowned for his work on political theory. His scholarship delves into the history of political ideas, state-building, and the theory of war, offering deep insights into the nature of power and governance. As a frequent commentator on global affairs in German-language media, Münkler brings a sharp analytical perspective to contemporary issues. His writings explore the fundamental principles of political authority and its historical manifestations.







Lust an der Erkenntnis: politisches Denken im 20. Jahrhundert
- 392 pages
- 14 hours of reading
Dieser neue Band der erfolgreichen Reihe " Lust an der Erkenntnis " stellt die Schlüsseltexte des politischen Denkens unseres Jahrhunderts vor.
Humanitäre Intervention
- 313 pages
- 11 hours of reading
Haben Staaten oder regionale Bündnisse das Recht, den Schutz der notleidenden oder verfolgten Zivilbevölkerung eines anderen Landes notfalls mit militärischer Gewalt zu erzwingen? Sind sie dazu sogar verpflichtet? Der Kosovo-Einsatz der NATO im Frühjahr 1999 hat eine kontroverse Debatte um die Legalität und Legitimität humanitärer Interventionen ausgelöst, die angesichts der weltweit wachsenden Zahl von Krisenherden weiter an Intensität gewinnt. Die Autoren dieses Bandes nehmen die Komplexität der Problematik aus den Perspektiven unterschiedlicher Disziplinen in den Blick. Sie bieten völkerrechtliche und politische Analysen, erörtern moralische und strategische Fragen, diskutieren sowohl militärische als auch zivile Alternativen und skizzieren zukünftige Herausforderungen und Tendenzen.
In den Geschichten, die in den Mythen erzählt werden, haben sich die »kollektiven Phantasien« (Claude Levi-Strauss) der Völker verdichtet. Sie sind sozusagen die Arsenale gemeinschaftlicher Erfahrungen, Symbole, Sehnsüchte, Ängste und Träume. Gleichgültig, ob sie vorwiegend von Personen oder von Situationen handeln, ob sie die Sprache des Konflikts oder die der Besänftigung, ja der Verklärung sprechen, sie sind »Zeichen«, in denen sich die Weltauffassung einer Kultur, einer Gruppe, einer Epoche verkörpert hat. Herfried Münkler versucht in dem vorliegenden Band eine poliusch-ikonographische Lektüre mythischer Figuren und Konfigurationen. In acht Studien erkundet er das Verständnis menschlichen Handelns und Zusammenlebens, das in bis heute geläufigen mythologischen Entwürfen verschlüsselt ist: die Geschichte in den Geschichten, die Politik im Mythos.
Seit zwei Jahrhunderten schon sucht die deutsche Nation ihren Gründungsmythos: Was für die französische Revolution der Sturm auf die Bastille war, das sollte im Deutschen Reich das Nibelungenlied vorstellen. Die Einheit des Reiches, Ruhm und Größe der Nation – dies konnte im 20. Jahrhundert für die vaterländische Jugend Deutschlands nur Ergebnis eines Siegfriedens sein. In zwei Weltkriegen wurde der Nibelungenmythos fortgeschrieben, bis zum totalen Krieg, bis zum letzten Gefecht. Nach dem Untergang des Dritten Reiches erlebte Europa den Kalten Krieg, dann den \"atomaren Frieden\". Deutschland ging entzwei. Sind die Deutschen aus Siegfrieds Schatten herausgetreten?
Als am 23. Mai 1618 protestantische Adelige die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, konnte niemand ahnen, was damit seinen Anfang nahm: der längste Krieg auf deutschem Boden, zugleich der erste «europäische Krieg». Fesselnd erzählt Herfried Münkler vom Schwedenkönig Gustav Adolf, von großen Feldherrn wie Wallenstein oder Tilly, von geschickter Bündnispolitik, dramatischen Schlachten und einer nie dagewesenen Gewalt. Dabei behält er unsere Zeit im Blick: Besser als alle späteren Konflikte läßt uns dieser die Kriege der Gegenwart verstehen. Münklers Bestseller wurde von der Presse als neues Standardwerk gefeiert.
Demokratie und Rechtsstaat sind bedroht: durch Autokraten wie Putin von außen, die fürchten, auch für sie könnte das Streben der Bevölkerung nach politischer Selbstbestimmung gefährlich werden; durch Autokraten im Inneren, die auf einer Welle populistischer Erregung ins Amt kommen und den Rechtsstaat aushöhlen; durch eine lethargische und politisch gleichgültige Bürgerschaft, die zwar seit längerem in einer Demokratie angelangt ist, sich nun aber an dieser langweilt und nicht mehr engagiert. Die Welle der Demokratisierung, die 1989 losgebrochen ist, ist verebbt. Inzwischen gibt es weltweit wieder mehr autokratische Regime als Demokratien. Wohin steuern wir, und können wir die Zukunft der Demokratie lenken? Erhellend wie präzise analysiert Herfried Münkler die Bedrohungen der Demokratie, um daraus Reformvorschläge und Lösungsstrategien für ihre Zukunft zu entwickeln.
Staatserzählungen
Die Deutschen und ihre politische Ordnung
Wer über Politik spricht, muss über den Staat sprechen. Der Staat durchdringt alle Lebensbereiche, prägt unsere politische Ordnung – und will immer wieder aufs Neue hinterfragt werden: Was ist der Staat eigentlich? Und was bedeutet es heute, Staatsbürger zu sein? Diesen und anderen Fragen widmen sich in diesem Band einige der renommiertesten Vertreter ihres Faches aus unterschiedlichsten Perspektiven. So zeigt der Kunsthistoriker Horst Bredekamp , wie sich die Bilder des Staates – wortwörtlich verstanden – in der Bundesrepublik gewandelt haben. Das komplizierte Verhältnis von Beratern und Machthabern bis zu den Einflüsterern der Kanzlerin schildert Jürgen Kaube , während der Völkerrechtler Georg Nolte ganz aktuell nach dem Recht des Staates im Krieg fragt: Was darf er tun, um Gewalt und Terror zu bekämpfen? Neben weiteren Beiträgen erklärt Herfried Münkler , warum wir eine neue Erzählung Europas brauchen, und all dies ergänzt Wolfgang Schäuble durch den Blick aus der politischen Praxis auf das Verhältnis von Staat und Religion in der pluralistischen Gesellschaft. In Zeiten von Extremismus, Globalisierung und weltpolitischen Verwerfungen ist diese Bestandsaufnahme nötiger denn je. Ein Buch, das nicht zuletzt zeigt, wie die Demokratie zukunftsfähig gemacht werden kann.
Lexikon der Renaissance
- 472 pages
- 17 hours of reading
Wie in einem Puzzle fügen sich die 82 Artikel dieses Lexikons zum Gesamtbild einer Epoche. In einem breiten Themenspektrum werden sowohl kunst- und literaturgeschichtliche als auch sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte der Renaissance beschrieben. Längere Überblicksartikel, wie etwa zu Humanismus, Malerei oder Entdeckung und Eroberung werden ergänzt durch kürzere, beispielsweise biographische, die Porträts der wichtigsten Personen, wie Michelangelo oder Shakespeare, entwerfen. So beleuchtet das Lexikon die unterschiedlichsten Facetten dieser Epoche und bietet einen neuen Einblick in die Kultur der Renaissance. .
Als am 23. März amerikanische Panzerverbände südlich von Mainz über den Rhein vorstießen, war die Schlacht um die „Festung Europa“ in ihr letztes Stadium getreten. Die deutsche Kapitulation war nur noch eine Frage der Zeit. Vier Tage zuvor hatte Hitler die totale Zerstörung sämtlicher Verkehrs-, Industrie- und Versorgungsanlagen befohlen; auf die Lebensgrundlagen des deutschen Volkes sollte keine Rücksicht mehr genommen werden. Da der Machtapparat des Regimes jedoch im Zerfall begriffen war, kamen Offiziere und Zivilisten zum Zuge, die im hereinbrechenden Chaos zu retten suchten, was noch zu retten war. Aufgrund der Materialien des Friedberger Stadtarchivs hat Herfried Münkler diese Ereignisse minutiös rekonstruiert. Aus Akten und Erinnerungen steigen gespenstische Szenen auf. Während die Bevölkerung die Vorräte des Heeresproviantamtes plündert, sitzen die meisten Offiziere wie gelähmt in ihrem Gefechtsstand und betrinken sich im Bewusstsein, dass fünfeinhalb Jahre Krieg sinnlos und vergeblich waren. Und während die Bevölkerung sich aller belastenden Requisiten in der Nacht zu erledigen sucht – Orden, Uniformen, Hitlerporträts verschwinden in den Lehmgruben –, setzen ein paar Fanatiker noch über die Kapitulation hinaus ihre Hoffnung in die versprochenen Wunderwaffen.
Němci a jejich mýty
- 552 pages
- 20 hours of reading
Významný německý politolog a historik Herfried Münkler ve své prestižní knize podává celistvý obraz německých dějin od nejstarších časů po současnost. Na rozdíl od standardních historiografických publikací se nesoustředí pouze na faktografii, ale ukazuje, co jednotlivé události znamenaly pro vývoj německé identity. Analyzuje ústřední mýty a mytické struktury, které tuto identitu formovaly, a umožňuje čtenáři porozumět „duchu“ německých dějin. Postupně seznamuje s klíčovými příběhy, postavami a místy, jako jsou Píseň o Nibelunzích, mýtus o Arminiovi, císař Barbarossa, Martin Luther či Goethův Faust. Zmiňuje také genezi snění o Velkoněmecké říši, prušáctví a významná místa jako Výmar, Norimberk či Rýn. Autor se neomezuje pouze na minulost; v kapitole o vývoji po druhé světové válce ukazuje, že ani tato éra nebyla bez mýtů, které se však vztahují k individuálnímu blahobytu a konzumu. Hospodářský zázrak, německá marka a Mercedes představují mýty v jinak zdánlivě mýtuprosté zemi. Münklerova kniha, za kterou získal ocenění, nabízí široké spektrum témat v „dějepise německé sebeprezentace“.
Von anderen Einführungen unterscheidet sich dieser Band nicht nur durch die umfangreiche und praxisorientierte Darstellung aller Teilgebiete der Politikwissenschaft, sondern vor allem durch den dritten Teil, in dem die Berufsfelder eines Politikwissenschaftlers, weiterführende Bildungsangebote, aber auch Hinweise zu Schreibtechniken sowie allgemeinere Ausführungen zum wissenschaftlichen Arbeiten gegeben werden. Jeder Beitrag enthält die Bestandteile: Grundlagen - Dimensionen - Probleme - Perspektiven - Bibliographie.
Machiavelli gilt dem „common sense“ als Symbolfigur politischer Skrupellosigkeit. Seit Jahrhunderten haben die einen sich an ihm berauscht, die anderen ihn mit moralischem Pathos bekämpft. Seine politischen Schriften wurden entweder rabiat und oberflächlich zum Zwecke der Rechtfertigung von Machtinteressen ausgemünzt oder in ihrer Geltung auf das Italien zu Beginn des 16. Jahrhunderts eingeengt. Die ambivalente politische Rezeption und die Zwiespältigkeit der wissenschaftlichen Einordnungsversuche signalisieren die paradoxe Aktualität dieses Denkers, ohne jedoch diese Aktualität in den Griff zu bekommen. Die vorliegende Studie stellt sich die Aufgabe, den blinden Schematismus von Ausschlachtung oder Abwehr zu durchbrechen. Das setzt voraus, daß sowohl die realgeschichtlichen Daten, die politische, soziale und ökonomische Geschichte von Florenz, als auch die geistesgeschichtlichen Rahmenbedingungen, die Tradition des politischen Denkens in Antike und Mittelalter, genau erfaßt werden.
Imperien
- 331 pages
- 12 hours of reading
Imperien, glaubte man in Europa bis vor kurzem, seien Relikte der Vergangenheit. Umso bestürzter waren die Europäer, als die USA ihre Vormachtstellung offen demonstrierten – ratlos nahm man die Wiederkehr des tot geglaubten «Imperialismus» zur Kenntnis. Plötzlich stellen sich drängende Fragen: Wodurch zeichnen sich Imperien aus? Welche Risiken birgt eine imperiale Ordnung? Und welche Chancen bietet sie? Herfried Münkler zeigt, wie Imperien für Stabilität sorgen und welche Gefahren ihnen drohen, wenn sie ihre Kräfte überdehnen. Er beschreibt, was es heißt, im Machtbereich eines Imperiums zu leben, und macht die Logik deutlich, nach der es funktioniert. Im alten China und im Römischen Imperium, im Reich der Mongolen und der russischen Zaren, im portugiesischen, spanischen oder britischen Weltreich – überall herrschten andere Bedingungen. Die grundlegenden Prinzipien der Machtentfaltung und -erhaltung aber gelten heute noch. Herfried Münkler unternimmt nicht nur einen souveränen Gang durch die Geschichte, er liefert auch die brillante Analyse eines hochaktuellen Themas.
Über den Krieg
Stationen der Kriegsgeschichte im Spiegel ihrer theoretischen Reflexion
Die Friedenshoffnungen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts währten nur kurze Zeit: Die Kriege im Kaukasus, auf dem Balkan, in Afghanistan, Afrika und Südostasien zeigen überdeutlich, daß mit dem Ende des 20. Jahrhunderts nicht das Zeitalter der Kriege, sondern allenfalls das der zwischenstaatlichen Kriege zu Ende gegangen ist. Der Krieg wechselt, einem Chamäleon gleich, nur seine Erscheinungsform. Die meisten der gegenwärtig geführten Kriege sind innergesellschaftliche und transnationale Auseinandersetzungen, in denen reguläre Armeen - wenn überhaupt - nur noch ein Akteur unter anderen sind. Mit einemmal wird in seiner ganzen Dramatik sichtbar, was sich seit mehreren Jahrzehnten angekündigt hatte: die Entstaatlichung des Krieges.
Der Abzug westlicher Truppen aus Afghanistan und der russische Überfall auf die Ukraine markieren das Ende der bisherigen Weltordnung. Die globale Situation ist instabil, und es stellt sich die Frage, wie sich die Welt im 21. Jahrhundert neu sortieren wird. Eine auf Werten und Normen basierende Ordnung zu etablieren, übersteigt die Möglichkeiten des Westens. Die USA ziehen sich, trotz internationaler Bemühungen, zurück, während die UN sich selbst blockiert. Europäische Länder sind nicht in der Lage, eine neue Weltordnung zu gestalten. In dieser unsicheren Lage ist ein Blick in die Geschichte und frühere geopolitische Konstellationen hilfreich, um Hinweise auf die künftige Ordnung zu gewinnen. Die Analyse zeigt, wo die zukünftigen Konfliktlinien verlaufen könnten. Es wird erwartet, dass ein neues System regionaler Einflusszonen entsteht, dominiert von fünf Großmächten. Die Herausforderungen und Chancen dieser neuen Ordnung sind vielfältig. Ist es ein ausgewogenes Mächtegleichgewicht oder führt es zu Chaos? Zudem wird erörtert, wie Europa und Deutschland auf die bevorstehenden globalen Auseinandersetzungen reagieren sollten. Ein spannender Ausblick auf die Machtverhältnisse im 21. Jahrhundert wird präsentiert.
Thomas Hobbes
- 180 pages
- 7 hours of reading
Kaum eine Theorie ist für das Studium der politischen Ideengeschichte so geeignet wie die von Thomas Hobbes. Hobbes' Denken, das nicht abzulösen ist von den europäischen Konfessions- und Bürgerkriegen des 17. Jahrhunderts, stellt einen Paradigmenwechsel innerhalb der politischen Philosophie dar. Ging diese seit Platon und Aristoteles von der Opposition zwischen gerechtem und ungerechtem Gemeinwesen aus, so „erfand“ Hobbes für sein Zeitalter eine neue Opposition: die von Herrschaftslosigkeit und Herrschaft. Chaos und Krieg sollten durch die Einsetzung eines absoluten Souveräns gebannt werden.
Politische Theorie und Ideengeschichte
Eine Einführung
Was hat man zu unterschiedlichen Zeiten unter "Gemeinwohl", "Tugend" oder "Gerechtigkeit" verstanden? Welche Möglichkeiten gibt es "Staat", "Demokratie" und „Freiheit“ zu denken? Und wie lassen sich politische Ideengeschichte und politische Theorie für das Verständnis unserer Gegenwart nutzen? An den politikwissenschaftlichen Instituten gehört die Einführungsvorlesung zur Politischen Theorie zu den Pflichtveranstaltungen. Dieses anschaulich geschriebene Lehrbuch konzentriert sich auf zentrale Begriffspaare, die im ideenhistorischen Durchgang in ihrer Entwicklung und Relevanz dargestellt werden, und zeigt, welches Potential die Theorie der Politik für das politikwissenschaftliche Arbeiten besitzt - eine aufregende Reise durch das Universum politischen Denkens, die auch für den interessierten Laien viele intellektuelle Anregungen zu bieten hat.
Die Welt ist seit dem Ende des Kalten Krieges nicht friedlicher geworden, sondern hat sich in Bezug auf Gewaltformen gewandelt. Der Politologe Herfried Münkler analysiert, dass "neue Kriege" die traditionellen Konflikte abgelöst haben. Während früher Staaten als Monopolisten des Krieges agierten, dominieren heute lokale Kriegsherren, Söldnerfirmen und Guerillagruppen. Diese Kämpfe drehen sich oft um Bodenschätze oder ethnische Vorherrschaft und können Jahrzehnte andauern. Tragischerweise sind nicht mehr Soldaten die Hauptopfer, sondern Zivilisten, die in etwa 80 Prozent der Fälle getötet werden. Münkler beschreibt, wie Zivilisten gezielt angegriffen werden, sei es durch ethnische Säuberungen oder durch Plünderungen, um den Krieg zu finanzieren. Er argumentiert, dass Armut weniger eine Ursache für Kriege ist, sondern vielmehr eine Folge. Die "Ökonomie der neuen Kriege" spielt eine zentrale Rolle, wobei politische Ziele oft in den Hintergrund treten und "Kriegsunternehmer" die Kämpfe für den eigenen Profit führen. Trotz gelegentlichem Politologen-Jargon bietet Münkler eine gut lesbare Analyse der Erscheinungsformen und Ursachen dieser Konflikte und vergleicht sie mit dem Dreißigjährigen Krieg, was zeigt, dass die "neuen Kriege" einen Rückschritt in eine vermeintlich überwundene Vergangenheit darstellen.
Die beiden Weltkriege haben den politischen Globus geprägt – aber das Wesen von Krieg und Gewalt selbst hat sich seither gewandelt. Herfried Münkler zeichnet diese kulturelle wie politische Evolution nach: So begünstigte gerade das Verschwinden von Imperien neue, endlose Kleinkriege – die teilkollabierten Gebiete im Nahen Osten etwa gründen auf dem Machtvakuum, das das untergegangene Osmanische Reich hinterließ. Die Soldaten solcher Konflikte sind heute weniger in Armeen als in kleinen Trupps formiert, deren brutalste Spielart der terroristische Einzelkämpfer ist. Auch die geopolitischen Konfliktlinien verlaufen nur noch selten entlang physischer Grenzen, sondern vielmehr zwischen konkurrierenden Werten, zwischen Demagogie und Aufklärung, Arm und Reich, zwischen Datenschutz und Datenspionage in künftigen Cyberkriegen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen plädiert Herfried Münkler, der sich einmal mehr als ein Meister der Zeitdiagnostik erweist, vehement für eine echte geopolitische Strategie des Westens. Ein Buch, das uns die neuen Formen der Gewalt und die Welt von heute besser begreifen lässt.
Marx, Wagner, Nietzsche – diese drei Denker haben das 19. wie das 20. Jahrhundert tief beeinflusst. Als Zeitgenossen, die sich wechselseitig mit Verehrung, Ablehnung oder Ignoranz gegenüberstanden, prägten sie eine Zeit von enormer wissenschaftlicher Vielfalt und gesellschaftlicher Dynamik. Ihre Antagonismen und Widersprüche führen ins Herz der deutschen Entwicklung. Herfried Münkler folgt diesen drei faszinierenden Gestalten und ruft damit eine ganze Epoche wach. Er schildert die verblüffenden Parallelen im Leben von Marx und Wagner: die Beteiligung an der 1848er-Revolution, Flucht, Vertreibung und Exil, vielerlei Wirren und dann doch das Schaffen eines überragenden Werkes, die Bildung einer großen Anhängerschaft und die schwierige Verantwortung für das, was diese Anhängerschaft aus den Entwürfen gemacht hat. Nietzsche, der etwas Jüngere, ist dann ein philosophisches Ereignis, wie Marx prägt er Generationen. Alle drei sprengen die Konventionen der bürgerlichen Welt, erschaffen Neues – das aber dann zu einer anderen, unerwarteten Wirklichkeit wird: Das so vielversprechende, reiche deutsche 19. Jahrhundert geht über ins Zeitalter der Extreme, der politischen Katastrophen. – Ein aufregendes Buch über drei große Denker, die Signatur der modernen Welt und, nicht zuletzt, die Mentalität der Deutschen.
Abschied vom Abstieg
Eine Agenda für Deutschland
Ein Gespenst geht um in Deutschland, das Gespenst des Abstiegs. Immer mehr Untergangsszenarien sind im Umlauf oder werden sogar bewusst geschürt. Wenn es um die Zukunft geht, gilt es als ausgemacht, dass es unseren Kindern einmal schlechter gehen wird als uns. Doch diese Aussage ist ebenso grundlos wie gefährlich. Herfried und Marina Münkler zeigen eindrucksvoll, warum solche diffusen Ängste den Zusammenhalt einer Gesellschaft gefährden und allen Populisten, aus welcher Richtung sie auch kommen, Angriffspunkte bieten. Mehr noch: Das Abstiegsgerede hindert die Politik daran, über die wirklichen Schwachstellen der Gesellschaft zu sprechen und sie anzugehen. Bildung, Demokratie, europäische Integration: Das sind die Felder, auf denen jahrzehntelang nichts geschah und auf denen jetzt die Probleme heranwachsen, die auf mittlere Sicht unseren Wohlstand und, schlimmer, die Architektur unserer Gesellschaft gefährden können. «Dieses Buch leistet, was eigentlich Aufgabe der Bundesregierung gewesen wäre», schrieb der «Spiegel» über das Vorgängerbuch «Die neuen Deutschen» – und das gilt genauso für dieses: Es bekämpft falsche, gefährliche Ängste und zeigt, was Deutschland jetzt braucht und wie wir die Zukunft zurückgewinnen können.
Mitte und Maß
Der Kampf um die richtige Ordnung
Der Begriff der Mitte beherrscht die politische Debatte. Aber was genau ist unter Mitte zu verstehen – gesellschaftlich, politisch, geographisch? Wo liegt sie? Wer gehört dazu? Und warum ist sie seit eh und je mit der Idee vom «rechten Maß» verbunden? Herfried Münkler nimmt in diesem Buch gleichsam eine Neuvermessung der Mitte vor, indem er zeigt, wie sich die Vorstellungen von Mitte und Maß entwickelt haben – von Aristoteles über Karl Marx bis zur Gier-Debatte unserer Tage, von der Entstehung der Städte als Zentren der Macht bis zur schrumpfenden Mittelschicht in den Gesellschaften des 21. Jahrhunderts. «Dies ist ein wichtiges, mutiges Buch: Es begibt sich mitten in die zentralen Fragen einer Gesellschaft im Umbruch.» Frankfurter Rundschau «Herfried Münkler erzählt souverän und gut lesbar. Hier spricht die klare Stimme der Vernunft.» Süddeutsche Zeitung
Der neue Golfkrieg
- 160 pages
- 6 hours of reading
Herfried Münkler, geboren 1951, ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Viele seiner Bücher gelten als Standardwerke, etwa «Die Deutschen und ihre Mythen» (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sowie «Der Große Krieg» (2013), «Die neuen Deutschen» (2016), «Der Dreißigjährige Krieg» (2017) oder «Marx, Wagner, Nietzsche» (2021), die alle monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste standen. Zuletzt erschien «Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert», ebenfalls ein «Spiegel»-Bestseller. Herfried Münkler wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung und dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship.
Deutschland ist aus seiner Behaglichkeit gerissen worden. Die «Flüchtlingskrise» hat die Grundprobleme unserer Gesellschaft sichtbar gemacht und gezeigt, dass das alte Deutschland unwiderruflich vergangen ist. Herfried und Marina Münkler betten die aktuelle Situation – jenseits der Aufgeregtheiten der Tagespolitik – in den historischen Zusammenhang ein und weisen darauf hin, dass Wanderungs- und Fluchtbewegungen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Deutschland hat sich immer wieder – mit neuen Menschen – neu aufgestellt. Das wird auch heute nicht ohne Brüche und Probleme abgehen: Mächtige, oft divergierende Kräfte werden in der deutschen Gesellschaft freigesetzt. Wie können sie beherrscht werden, was muss man tun, damit wir ihnen nicht wehrlos gegenübertreten? Herfried und Marina Münkler benennen die Risiken und Gefahren präzise und realistisch; gleichzeitig zeigen sie aber auch die großen Chancen auf, die sich uns bieten. Die neuen Deutschen – das sind wir. Nur wenn wir die Grundfragen klären, in welchem Land wir leben wollen, wie es sich verändern soll und wie nicht, kann dieser größte Umbruch seit der Wiedervereinigung gelingen.
Macht im Umbruch
- 432 pages
- 16 hours of reading
Wir alle spüren, dass Deutschland eine Macht im Umbruch ist, ein Land, das tiefgreifende Veränderungen erfährt. Was bedeutet der Wandel der Welt für das Selbstverständnis Deutschlands, vor welchen Herausforderungen stehen wir, und was müssen die Deutschen jetzt tun, um nicht abgehängt zu werden, sondern aktiv gestalten zu können, innen- wie außenpolitisch? Herfried Münkler kreist die neuralgischen Punkte der deutschen Politik ein und entwirft hellsichtig eine Strategie für das künftige Agieren. Die Frage nach der neuen Rolle Deutschlands wird wesentlich davon abhängen, ob es dem größten Land in der Mitte Europas gelingt, seine ökonomische, politische und kulturelle Macht so einzusetzen, dass ein Auseinanderfallen Europas verhindert werden kann. Hierfür sind nicht nur grundlegende Reformen dringend nötig, Deutschland und die EU müssen sich auch als widerstandsfähig gegen Russland, selbstbewusst im Umgang mit China und, falls es nötig werden sollte, als unabhängig von den USA erweisen. Eine tiefschürfende, richtungsweisende Analyse, die zeigt, wie Deutschlands Rolle neu gedacht werden kann und muss, wenn Europa sich im 21. Jahrhundert im Spiel der großen Mächte behaupten möchte.
Die "Zeitschrift für Ideengeschichte" fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Ideen neu zu entdecken. Die "Zeitschrift für Ideengeschichte" wird von den großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach und Wolfenbüttel, der Klassik Stiftung Weimar, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
Als am 23. März amerikanische Panzerverbände südlich von Mainz über den Rhein vorstießen, war die Schlacht um die Festung Europa in ihr letztes Stadium getreten. Die deutsche Kapitulation war nur noch eine Frage der Zeit. Vier Tage zuvor hatte Hitler die totale Zerstörung sämtlicher Verkehrs-, Industrie- und Versorgungsanlagen befohlen; auf die Lebensgrundlagen des deutschen Volkes sollte keine Rücksicht mehr genommen werden. Da der Machtapparat des Regimes jedoch im Zerfall begriffen war, kamen Offiziere und Zivilisten zum Zuge, die im hereinbrechenden Chaos zu retten suchten, was noch zu retten war. Aufgrund der Materialien des Friedberger Stadtarchivs hat Herfried Münkler diese Ereignisse minutiös rekonstruiert. Aus Akten und Erinnerungen steigen gespenstische Szenen auf. Während die Bevölkerung die Vorräte des Heeresproviantamtes plündert, sitzen die meisten Offiziere wie gelähmt in ihrem Gefechtsstand und betrinken sich im Bewusstsein, dass fünfeinhalb Jahre Krieg sinnlos und vergeblich waren. Und während die Bevölkerung sich aller belastenden Requisiten in der Nacht zu erledigen sucht Orden, Uniformen, Hitlerporträts verschwinden in den Lehmgruben , setzen ein paar Fanatiker noch über die Kapitulation hinaus ihre Hoffnung in die versprochenen Wunderwaffen.
Das bisherige institutionell arrangierte Verhältnis von Sicherheit und Risiko ist angesichts der massiven Veränderungen der inneren, der sozialen und der äußeren Sicherheit in der Krise. Moderne Gesellschaften stehen vor der Frage, wie und in welchen Formen dieses Verhältnis neu bestimmt und auf soziale, rechtliche und politische Weise neu arrangiert werden kann. Der Fokus dieses Bandes zielt auf die Evaluierung politischer, sozialer und technischer Umgangsweisen mit Risiko sowie auf die Analyse der gesellschaftlichen Imaginationen, die mit diesen unweigerlich verknüpft sind.
Clausewitz' Theorie des Krieges
- 28 pages
- 1 hour of reading
Konzeptionen der Gerechtigkeit
- 428 pages
- 15 hours of reading
Nationenbildung
- 350 pages
- 13 hours of reading
Die Herausforderung durch das Fremde
- 774 pages
- 28 hours of reading
Furcht und Faszination
- 281 pages
- 10 hours of reading
Bürgerreligion und Bürgertugend
- 356 pages
- 13 hours of reading
Reich - Nation - Europa
- 150 pages
- 6 hours of reading
Gewalt und Ordnung
- 249 pages
- 9 hours of reading
Kultur und Politik
Brechungen der Fortschrittsperspektive heute Für Iring Fetscher
The book explores various currents in literature and their contemporary perspectives, examining literature as a means of coping with existential losses, with specific references to Peter Weiss and Christa Wolf. It discusses political satire in Germany and analyzes Roman Catholicism as a form of power through the lens of Carl Schmitt and Thomas Bernhard. The aesthetic dimensions of Critical Theory are scrutinized, focusing on the loss of revolutionary subjects and the political implications of modern and postmodern aesthetics. The reconstruction of Adorno's "Aesthetic Theory" is approached critically, defending it against revisionist readings of his philosophy of history, while also reflecting on Adorno's concept of progress in music. The role of writers in shaping political will within democracy is examined, questioning their responsibility and the preservation of cultural discourse. The section on conservative, neoconservative, and postmodern diagnoses addresses the ownership of the masses, the implications of neo-conservatism, and critiques of postmodern enlightenment. It discusses the modern industrial society in light of Ulrich Beck's "Risk Society." The book concludes with three speeches honoring Iring Fetscher, highlighting contributions from various authors.
Ordnung - ein Politisch Umkämpfter Begriff
- 80 pages
- 3 hours of reading
Wer schafft Ordnung, und wer schafft sie ab? Stehen wir der Ordnung als Konsumenten gegenüber oder als Produzierende? Das Sprechen über Ordnung hat immer einen konservativen Beiklang, wenn wir sie errichten, durchsetzen oder erhalten. Ob es eine übergeordnete Ordnung überhaupt geben kann oder ob wir uns mit der Pluralität konkurrierender Ordnungssysteme abfinden müssen, diskutieren der Politikwissenschaftler Herfried Münkler und der Mediävist Michael Borgolte mit der Kraft ihrer Disziplinen, politisch handlungsorientiert, aber auch historisch begriffsgeschichtlich.
Griechische Kultur und Römisches Reich
- 43 pages
- 2 hours of reading
Die Rückerinnerung an die Antike als vergessene Zeit und verlorenes Wissen prägt seit Jacob Burckhardt die Renaissance in Europa. Für die Italiener, die als Kernland der Renaissance gelten, war der Bezug zur römischen Antike selbstverständlich. Mit dem Fall Konstantinopels wandten sie sich auch der griechischen Antike zu, die sie als intellektuelle Vorgeschichte der römischen Antike betrachteten. Während für die Italiener eine Kontinuität der politischen und kulturellen Entwicklung bestand, wurde dies für Deutsche und Franzosen seit dem 18. Jahrhundert, teils schon früher, zu einer entscheidenden Alternative: Griechenland oder Rom? Griechenland wurde mit Philosophie, Dichtkunst und kulturellem Glanz assoziiert, während Rom für politische Machtentfaltung und die Schaffung eines gesicherten Verbreitungsraums für Zivilisation und Kultur stand. Von Winckelmann bis Thomas Mann wird die Oppositionsstellung zwischen Deutschland und Frankreich beschrieben, die zur Selbstverständigung beider Länder führte und deren Identität prägte. Diese Entwicklung, die mit dem Beginn der europäischen Einigung im 20. Jahrhundert politisch entschärft wurde, wird hier in ihren vielfältigen Verschlingungen nachgezeichnet und analysiert.
Vortragsreihe Krieg und Frieden in Europa
- 75 pages
- 3 hours of reading
Der Erste Weltkrieg und das Ende der bürgerlichen Welt
- 30 pages
- 2 hours of reading
Liegt die Zukunft Europas in deutscher Hand? Angesichts zahlreicher Krisen und schwindender Akzeptanz der Europäer für das gemeinsame Projekt ist die Frage nach der Rolle Deutschlands aktueller denn je. Einige Staaten fürchten dessen erneutes Erstarken; andere erwarten von ihm, seine Zurückhaltung endlich zugunsten einer klaren, furcht losen Haltung aufzugeben. Muss Deutschland mehr Führung wagen, um ein Auseinanderdriften Europas zu verhindern? Der renommierte Politikwissenschaftler Herfried Münkler kreist die neuralgischen Punkte der deutschen Politik ein, legt historische Bezüge offen und entwirft mit politischer Hellsichtigkeit eine Strategie für das größte Land inmitten des Kontinents. Ob es Deutschland gelingt, diese neue Rolle einer Macht in der Mitte nicht erneut zu missbrauchen, wird wesentlich davon abhängen, ob es sich aus seiner Komfortzone wagt und seine ökonomische, politische und kulturelle Macht zum Wohle Europas einsetzt. Nie zuvor standen die Zeichen dafür besser.
High-Tech-Kriege
Frieden und Sicherheit in Zeiten von Drohnen, Kampfrobotern und digitaler Kriegsführung
- 96 pages
- 4 hours of reading
Die Legitimation von Imperien
Strategien und Motive im 19. und 20. Jahrhundert
- 239 pages
- 9 hours of reading
Im Vergleich zu Nationalstaaten stehen Imperien unter einem besonderen Legitimationsdruck. Anhand theoretischer Zugänge zu Fragen politischer Legitimationsstrategien sowie konkreter historischer Beispiele analysieren die Autorinnen und Autoren des Bandes, wie im 19. und 20. Jahrhundert versucht wurde, normative Ansprüche und imperiale Handlungslogik zu vereinbaren. Imperiale Argumente wie das Versprechen einer universalen Friedensordnung oder einer Zivilisierungsmission haben bis heute Konjunktur, wie etwa die Debatte um ein „American Empire“ zeigt. In diesem Kontext bietet der Band einen wichtigen Beitrag zum Verständnis auch gegenwärtiger politischer Prozesse.
Die umfassende gesellschaftspolitische Problematik von Sicherheit und Risiko in den globalisierten westlichen Gesellschaften ist nicht erst seit »9/11« oder der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise virulent. Dieser Band versammelt die wichtigsten Stimmen der sozial-, kultur- und humanwissenschaftlichen Disziplinen, um nicht nur grundlegend in die Thematik einzuführen, sondern auch, um Antworten zu geben auf die Frage nach dem rasanten Wandel unseres Verständnisses von Gefahr, Bedrohung, Unsicherheit und riskantem Verhalten.
Wege in die neue Bundesrepublik
Politische Mythen und kollektive Selbstbilder nach 1989
- 239 pages
- 9 hours of reading
Nach 1989 musste die Bundesrepublik ihr Selbstbild und ihre historische Tradition neu definieren. Dass Adenauer zum bedeutendsten Deutschen gewählt, die Erinnerung an 68 gepflegt oder sich mit dem »deutschen Herbst« beschäftigt wird, belegt den neuen Umgang mit der eigenen Geschichte. Die Beiträge beleuchten die politisch-kulturellen und ideengeschichtlich relevanten Debatten, auch diejenigen über Patriotismus und Leitkultur.
Strategien der Visualisierung
Verbildlichung als Mittel politischer Kommunikation
- 255 pages
- 9 hours of reading
Seit jeher pflegen politische Gemeinschaften bestimmte Praktiken der Visualisierung. Im politischen Konkurrenzkampf behält meist derjenige die Oberhand, der geschickt suggestive und wirkungsmächtige Bilder einsetzt. Die Autoren gehen der Frage nach, in welcher Weise politische Themen auf bestimmte Formen der Verbildlichung angewiesen sind und wie die Bilder auf das kollektive Bewusstsein einwirken.
Mitgefühl - mit Gefühl
- 186 pages
- 7 hours of reading
'Wir haben verlernt, unseren Gefühlen genauso zu trauen wie unserem angeblich so unbestechlichen und unfehlbaren Verstand.' Elisabeth Schweeger 'Die neuerliche Aufmerksamkeit für Gefühle ist ein Indikator dafür, dass die Hoffnungen und Erwartungen in den durch die Vernunft forcierten gesellschaftlichen Fortschritt sich erschöpft haben oder möglicherweise gar kollabiert sind.' Herfried Münkler Mit Claudia Benthien, Günter Blamberger, Heinz Bude, Martin Butzke, Jens Malte Fischer, Manfred Hettling, Rainer M. Holm-Hadulla, Axel Honneth, Friederike Kammer, Burkhard Liebsch, Sighard Neckel, Henning Ritter, Urs Troller, Ludgera Vogt.
Der Wandel des Krieges
- 397 pages
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Herfried Münkler beschreibt den Wandel vom klassischen Krieg zwischen Staaten zu neuen Kriegsformen, in denen substaatliche Akteure zu Herausforderern des früheren Kriegsmonopolisten Staat geworden sind. Mit diesem Wandel haben sich nicht nur die sicherheitspolitischen Arrangements verändert, sondern es haben auch die völkerrechtlichen Regelungen, die auf den klassischen Staatenkrieg bezogen waren, an Kraft verloren. An ihre Stelle ist eine Konfrontation von Konzeptionen des gerechten Krieges mit solchen des heiligen Krieges getreten.
Deutschlands Eliten im Wandel
- 537 pages
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Eliten sind im letzten Jahrzehnt in Deutschland wieder im Gespräch. Ihre Notwendigkeit und Förderung ist zu einem beliebten Thema der Reformdiskussion geworden. In den Beiträgen wird die abnehmende Bedeutung traditioneller und die Entstehung neuer Eliten mit neuen Handlungsspielräumen untersucht. Es zeigt sich, dass Skepsis angebracht ist gegenüber der Erwartung, eine Rückkehr zum Modell einer Elitengesellschaft könne die aktuellen Probleme lösen. Mit Beiträgen von Dirk Baecker, Rüdiger vom Bruch, Michael Hartmann, Karl Ulrich Mayer, Herfried Münkler, Armin Nassehi, Frank Nullmeier, Birger Priddat, Nico Stehr, Wolfgang Streeck und anderen.
Demaskierung der Macht
- 211 pages
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Niccolò Machiavelli (1469-1527) gilt auch heute noch als umstrittener politischer Denker. Den einen erscheint er als intellektueller Ziehvater der modernen, empiriegeleiteten Politikwissenschaft, den anderen als der Protagonist der schmutzigen Politik. „Machiavellismus“ wird ein Verhalten von Politikern genannt, das sich allein am Machterhalt orientiert und jeder ethischen Grundlage entbehrt. Die Beiträge dieses Bandes befassen sich mit dem Staats- und Politikverständnis Machiavellis im Rahmen der Themenkomplexe Selbstblendung der Macht, Republik als Vorbild und Epochenbewusstsein der Renaissance.
Der demokratische Nationalstaat in den Zeiten der Globalisierung
Politische Leitideen für das 21. Jahrhundert. Festschrift zum 80. Geburtstag von Iring Fetscher
- 273 pages
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Iring Fetscher (geb. 1922) lehrte von 1963 bis 1987 Politikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. Seine Studien zu Rousseau, seine Forschung im Umfeld des westeuropäischen Marxismus, sein Einsatz gegen Konservatismus und Technokratie und sein menschenrechtlicher Humanismus machen ihn zu einem streitbaren Intellektuellen, seine Märchenbücher zu einem bekannten Schriftsteller. Der Reichweite seines Schaffens und Wirkens gemäß sind in dieser Festschrift zu seinem 80. Geburtstag Beiträge von Weggefährten und Freunden versammelt, die Anstöße geben wollen für ein weiteres Gedeihen zentraler Aspekte seines Denkens. Berührte Themen sind u. a. die Menschenrechte, Probleme der Globalisierung, der moderne Kulturkonflikt und die Zukunft der Demokratie.
Der Partisan
- 391 pages
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Der Gestalt des Partisanen wird in Einzelstudien nachgegangen von der antinapoleonischen Guerilla in Spanien über den deutschen „Werwolf“ bis zum Vietnamkrieg, von Andreas Hofer über T. E. Lawrence bis Che Guevara. Neben historischen Arbeiten stehen Untersuchungen zur Theorie des Partisanen, etwa bei Carl Schmitt, Rolf Schroers und Paul Virilio. Ergänzt werden diese beiden Hauptstränge des Bandes durch eine Arbeit zu psychischen Deformationen im Partisanenkrieg sowie zu dessen Heroisierung in der Filmfigur des John Rambo."(...) Entstanden ist ein bemerkenswertes Kompendium über die faszinierende Gestalt des Partisanen, die aus dem Kriegswesen der Gegenwart nicht wegzudenken ist und die charakterisiert ist vom 'Verlust des Selbst in einem Kampf ohne Fronten'". neue politische literatur 2/1992
Im Namen des Staates
- 427 pages
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Das Blickfeld des Helden
- 164 pages
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Forschungsberichte der interdisziplinären Arbeitsgruppen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften - 1: Gemeinwohl und Gemeinsinn
Historische Semantiken politischer Leitbegriffe
Forschungsberichte der interdisziplinären Arbeitsgruppen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften - 2: Gemeinwohl und Gemeinsinn
Rhetoriken und Perspektiven sozial-moralischer Orientierung
- 318 pages
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Als politischer Leitbegriff hat das Gemeinwohl in den Diskussionen um die Zukunft des Wohlfahrtsstaates, burgergesellschaftliches Engagement und "Sozialkapital" an Bedeutung gewonnen. In einer pluralistischen Gesellschaft muss allerdings stets aufs Neue ausgehandelt werden, was das allgemeine Wohl uberhaupt ausmacht, und folgerichtig bedienen sich verschiedene soziale Akteure der Gemeinwohlrhetorik. Solche Rhetoriken und die sie gestutzte politische Praxis sind Indikatoren des Wandels politischer Orientierungen und Institutionen. Zudem ist nicht auszuschlieen, da zuviel oder unglaubwurdige Gemeinwohlrhetorik zu einem Verbrauch soziomoralischer Ressourcen fuhrt. Das Gemeinwohl ist ein normatives Ideal, das auch Vorstellungen daruber pragt, wieviel Gemeinsinn aufgebracht werden soll.
Die Macht und das Recht
Völkerrecht und Völkerstrafrecht am Beginn des 21. Jahrhunderts
- 461 pages
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Politische Vierteljahresschrift Sonderhefte - 30: 50 Jahre Bundesrepublik Deutschland
Rahmenbedingungen — Entwicklungen — Perspektiven
- 665 pages
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Aus politischer Sicht wird in dem Sonderheft der 'Politischen Vierteljahresschrift' eine Bilanz der vergangenen 50 Jahre der Bundesrepublik gezogen. Der Band umfasst mehr als 40 Einzelbeiträge, die, in der Form knapper wissenschaftlicher Essays, in insgesamt 6 Abschnitten zusammengefasst werden: Entwicklungsgeschichte der Bundesrepublik und der DDR, Verfassung und Verfassungswandel, Kontinuität und Veränderung der öffentlichen Aufgaben. Die Gebietskörperschaften und ihre Verflechtung, Institutionen und Verfahren der Politik, Akzeptanz und Erneuerung.
Pipers Handbuch der politischen Ideen - 2: Mittelalter
Von den Anfängen des Islam bis zur Reformation
Pipers Handbuch der politischen Ideen
Frühe Hochkulturen und europäische Antike 1



































