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Jan Faktor

    Jan Faktor
    Fremd im eigenen Land?
    Jiříkovy starosti o minulost
    Trottel
    Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag. Roman
    Schornstein
    • Ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis 2005 In seinem ersten Roman begegnet Jan Faktor todernsten Dingen mit subversivem Witz: Schornstein, der unverdrossene Ich-Erzähler, hat seinen Herzinfarkt verdrängt und sich mit einer seltenen Stoffwechselkrankheit abgefunden. Nicht abfinden kann er sich damit, dass man ihm plötzlich die Bezahlung der Therapie verweigert. Es beginnt Schornsteins Mission für sein Recht und die Gerechtigkeit, in deren Verlauf er in die Mühlen der Wissenschafts- und Gesundheitsbürokratie gerät. Mit detektivischem Spürsinn horcht er Ärzte aus, sammelt Informationen und ermittelt Betroffene. Und mit beängstigender Rasanz gerät sein Alltag aus den Fugen, seine geliebte Frau an den Rand der Verzweiflung und seine Identität ins Wanken. In grotesk-komischen Szenen besinnt sich Schornstein auf seine jüdische Herkunft, belächelt sein Selbstmitleid, kümmert sich um die Penner im Park und die verwahrloste Frau Schwan im Erdgeschoss – und schließlich ist es die Liebe, die ihn rettet. Lakonische Genauigkeit, ein entromantisierender Ton und überraschender Wortwitz in bester tschechischer Erzähltradition prägen diesen Roman und verhelfen selbst körperlichen Entgleisungen zu literarischem Glanz.

      Schornstein
      3.1
    • Trottel

      Roman

      • 400 pages
      • 14 hours of reading

      Von der Prager Vorhölle, einer schicksalhaften Ohnmacht, einem Sprung und dem seltsamen Trost von Chicorée. Mit »Trottel« ist Jan Faktor ein funkelnder, anarchischer, ein großer Roman gelungen. Im Mittelpunkt: ein eigensinniger Erzähler, Schriftsteller, Trottel – und die Erinnerung an ein Leben, in dem immer alles anders kam, als gedacht. So durchzieht diesen Rückblick auch eine dunkle Spur: die des »engelhaften« Sohnes, dessen früher Tod alles aus den Angeln heben wird. Ihren Anfang nimmt die Geschichte des Trottels in Prag, nach dem sowjetischen Einmarsch. Auf den Rat einer Tante hin studiert der Jungtrottel Informatik, hält aber nicht lange durch. Dafür macht er groteske Erfahrungen mit der Liebe und übersiedelt nach einer Begegnung mit der »Teutonenhorde«, zu der auch seine spätere Frau gehört, nach Ostberlin, taucht ein in die Undergroundszene vom Prenzlauer Berg, wundert sich über die »ideologisch morphinisierte« DDR und wird später auch noch vom Mauerfall überrascht.

      Trottel
      2.5
    • Jiříkovy starosti o minulost

      • 496 pages
      • 18 hours of reading

      Román o dospívání v divoké době. Hlavní hrdina Jiřík, alter ego autora, vyrůstá v Praze padesátých a sedmdesátých let v domácnosti, které vládnou ženy. V příběhu hraje velkou roli nejen politika a osud Jiříkovy židovské rodiny, ale i jeho bouřlivé dospívání. Realita románu má silně autobiografické rysy. Kniha však nabízí mnohem více než jen řadu absurdních historek: díky fabulačnímu umění autora a jeho sebeironii mutují často i následky zážitků holocaustu jeho příbuzných do neobvyklých grotesek. Román vyšel původně německy a byl dokonce nominovaný na prestižní Německou knižní cenu. Pro české vydání text ve spolupráci s předkladatelem Radovanem Charvátem výrazně upravil. Generační výpověď o normalizační době je svým zpracování i v rámci české literatury naprosto ojedinělá.

      Jiříkovy starosti o minulost
      2.8
    • Fremd im eigenen Land?

      • 150 pages
      • 6 hours of reading

      Annette Simon, eine ostdeutsche Psychoanalytikerin, und Jan Faktor, ein in Ostdeutschland lebender tschechischer Schriftsteller, sind seit ihrer Jugend im geistigen Austausch und seit über zwanzig Jahren verheiratet. In ihren vereinten Vorträgen und Essays reflektieren sie die politischen und gesellschaftlichen Konflikte ihrer Vergangenheit. Diese emotionalen Erlebnisse führten zu Brüchen in ihren gewohnten Lebensbereichen und thematisierten das „Fremdsein“. Jan Faktor zog 1978 in die DDR und entdeckte eine fremde Kultur mit unerwarteten, aber auch fragwürdigen Freiräumen. Er wurde mit der deutschen Sprache und der anderen Kultur konfrontiert. Nach der Wiedervereinigung musste er sich mit der Stasi-Vergangenheit seiner Mitstreiter und dem westdeutschen Kulturbetrieb auseinandersetzen. Annette Simon erlebte die Okkupation der CSSR, was zu einer politischen Entfremdung von ihren früheren sozialistischen Idealen führte. In ihren Texten analysiert sie die anhaltenden Entfremdungsgefühle bei ehemaligen Oppositionellen und Befürwortern der DDR im Zuge der deutschen Einheit. Zudem reflektiert sie ihren Werdegang als Psychotherapeutin und beleuchtet die Hintergründe des Psychotherapiealltags in der DDR.

      Fremd im eigenen Land?