Viele haben ein Herz für Tiere oder auch für Kinder. Menschen sind miteinander herzlich. Aber es gibt auch eine herzlose Seite an unserer Welt. Karl Marx hatte angesichts des Elends des Industrieproletariats darüber geklagt; Religion war für ihn »der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt«. Ist es – biblisch gesprochen – möglich, der Welt ein neues Herz zu geben? Wie kann es geschehen, dass dieses »neue« Weltherz das persönliche und politische Handeln durchdringt? Wie können Menschen so berührt werden, dass sie »couragiert« leben und wirken, dass also, wie dieses Wort besagt, ihr Herz (cor) handelt (agere)? Dem Blick darauf, was die Welt heute herzlos macht, lässt der Autor »couragierte Meditationen« folgen – Inspirationen für ein Denken und Tun, das Herzlichkeit in die herzlose Welt bringen kann.
Paul Zulehner Book order (chronological)







Europa gilt als das »christliche Abendland«. Aber wie christlich ist der Kontinent heute? Stirbt das Christentum, wie manche vermuten? Oder erlebt es nach dem Ende der Konstantinischen Ära einen tiefgreifenden Übergang? Und schließlich: Wie kann das Evangelium in der taumelnden Welt von heute eine der Hoffnungsquellen sein? Solche Fragen bewegen die hier vorgelegte Europäische Pastoraltheologie. Sie kann sich auf das reichhaltige Material der Europäischen Wertestudien 1981-2020 stützen. Was aber bisher noch fehlte, ist eine pastoraltheologische Reflexion über das Handeln der Kirche auf dem gesamten Kontinent Europas: eine europäische Pastoraltheologie eben. Diese Lücke schließt Paul M. Zulehner, der seit vielen Jahren religionssoziologisch und pastoraltheologisch in den höchst unterschiedlichen Regionen Europas geforscht hat.
Eine gottvergessene Welt wird leidunempfindlich, so der Theologe Johann B. Metz. Diese besorgte Aussage kreist um zwei große Fragen: Wie geht es heute der Welt? Wie den Menschen in ihr? Ihren Sehnsüchten, ihren Hoffnungen und Freuden, aber auch ihren Leiden? Und dann: Wie steht es heute um Gott, welchen Raum geben die Menschen Gott? Welche Bilder haben sie von Gott? Paul M. Zulehner greift diese Fragen auf. In kleinen Texten, fachkundig spirituellen Miniaturen, werden Antworten angedacht. Die Grundmelodie: Die Leidenschaft Gottes für seine Welt erwacht gerade in einer Zeit, die nach Apokalypse riecht (Roland Schwab). Der Autor lädt ein, diese Melodie wahrzunehmen und in sie mit unserem Einsatz einzustimmen.
Die Fallstudien in diesem Band bieten einen tiefen Einblick in die Meinungen und Erfahrungen von Menschen in Bezug auf die Kirche. Sie beleuchten Themen wie die Zufriedenheit mit Papst Franziskus, die Rolle der Kirche in einer von Angst geprägten Gesellschaft und die Bedeutung von Ehe und Familie. Zudem werden Aspekte wie der Missbrauch von Kindern und die Strukturreform innerhalb der Kirche thematisiert. Die Daten zum Handygebrauch von Jugendlichen und deren Liebesvorstellungen ergänzen die Studien. Ziel ist es, eine "implizite" Pastoraltheologie zu entwickeln, die den Kontakt zur Lebensrealität der Gläubigen wahrt.
Ein epochale Reformchance
Zum Synodalen Weg der katholischen Weltkirche
Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Mission. Unter diesem Motto hat Papst Franziskus für die katholische Weltkirche einen Synodalen Weg ausgerufen, der im Oktober 2021 beginnt und in die Weltbischofssynode 2023 mündet. Die Ergebnisse ortskirchlicher Beratungen werden in Bischofskonferenzen gesichtet, kontinental gesammelt und weiterberaten und münden dann in die Weltbischofssynode ein. Damit eröffnet sich eine epochale Reformchance, die Bewegung bringt in die stagnierende Weltkirche. Die Kirche kann werden, was sie ist: synodal, also eine Gemeinschaft, die zusammen auf dem Weg ist. Bereits vor der Ankündigung des Papstes hat Paul M. Zulehner eine interkontinentale Umfrage gestartet, die der Spur des Papstes entspricht. Ideen zur Synodalisierung werden gesammelt, Elemente einer Theologie und Spiritualität einer synodalen Kirche ausgelotet und Vorschläge gesichtet, wie diese in die Strukturen der Kirche und ihr Recht umgesetzt werden können. Ihre Ergebnisse sind in diesen Band eingeflossen, der einen spannenden Beitrag zum Projekt der Synodalisierung der katholischen Kirche leistet.
Pro Pope Francis
Weltweite Unterstützung für den Papst aus dem Kirchenvolk
Er hat frischen Wind in die römisch-katholische Weltkirche gebracht: der Bischof von Rom, von weit hergeholt, wie er selbst bei seiner ersten Rede vom Balkon der Peterskirche sagte. Das Konzil setzt er mutig fort. Er reformiert die Kurie. Das Wirken des Geistes Gottes sieht er nicht nur in Rom, sondern in allen Kontinenten. Daher zitiert er unentwegt regionale Bischofskonferenzen. Er hört auch auf die Betroffenen, zum Beispiel jene, die nach dem Ende einer Ehe sich wieder ehelich verbündet haben und ihr Leben auf der Spur des Evangeliums gestalten wollen. Diese neue Pastoralkultur hat dem Papst Widerstand eingebracht. Eine Handvoll Kardinäle will geklärt wissen, ob er nicht gar ein Häretiker ist. Tomás Halík aus Prag und Paul M. Zulehner aus Wien haben zur Unterstützung des Papstes und seines Kirchenkurses aufgerufen. 75.000 Personen aus aller Welt haben den Offenen Brief unterstützt. An einer Onlineumfrage haben sich über 5.000 Personen beteiligt. Aus aller Welt kamen zudem Beiträge von Theologinnen und Theologen, die den Papst fachkundig ermutigen. Er soll weiterhin seinem Traum von einer Kirche als Mutter und Hirtin folgen. - Die Unterstützungsaktion Pro Pope Francis ist in diesem hochaktuellen Buch vollständig dokumentiert.
Rückenwind für den Papst
- 144 pages
- 6 hours of reading
Papst Franziskus steht seit seinem Schreiben »Amoris laetitia« über die Liebe in der Familie kirchenintern in der Kritik. Auf die Attacken gegen den Papst und das nachsynodale Schreiben reagiert die am 16.10.2017 gestartete internationale katholische Initiative »Pro Pope Francis« um den Wiener Pastoraltheologen Paul Zulehner und den tschechischen Soziologen und Religionsphilosophen Tomáš Halík, die den Papst öffentlich unterstützt. Sie steht für eine pastorale Kultur, die sich an der Barmherzigkeit orientiert, für einen Weg, den die Kirche zusammen mit ihrem Papst einschlagen möge. Der vorliegende Debattenband versammelt die Stellungnahmen wichtiger Kirchenvertreter, Ordensleute, Theologen, Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, Spiritueller Begleiter und engagierter Laien. Mit Beiträgen von Bischof Franz-Josef Overbeck, Gerda Schaffelhofer, Alois Glück, Eva-Maria Faber, Margit Eckholt, Anselm Grün, Christian Bauer, Klaus Lüdicke, Hubert Wolf, Rita Süssmuth.
Ich träume von einer Kirche als Mutter und Hirtin
Die neue Pastoralkultur von Papst Franziskus
- 168 pages
- 6 hours of reading
Papst Franziskus hat in wenigen Jahren die Pastoralkultur der katholischen Kirche tiefgreifend verändert. Unter dem großen Vorzeichen des Erbarmens soll die Kirche in der Nachfolge des Heilands Heil-Land für die Menschen sein, oder wie der Papst sagt: ein Feldlazarett, um die Wunden der Menschen wie der Menschheit zu heilen. Akzente verlagern sich: von der Sünde zur Wunde, vom Gerichtssaal zum Hospiz, vom Moralisieren zum Heilen, vom Gesetz zum Gesicht, vom Ideologen zum Hirten. Trotz aller Widerstände wirbt der Papst unentwegt für diesen Kurswechsel zu einer Kirche, von der er sagt: „Ich träume von einer Kirche als Mutter und als Hirtin.“ Paul M. Zulehner folgt Franziskus bei seinem Versuch, dadurch die Pastoralkultur der Kirche zu kräftigen, indem er an die Wurzeln geht und das Handeln der Kirche am Erbarmen Gottes ausrichtet. Das wird Leben und Wirken der Kirche verändern.
Die Jahrhunderte währende Zeit der Volkskirche ist definitiv zu Ende. Christsein ist nicht mehr Schicksal, sondern Wahl (Peter L. Berger). Die Kirchen sind auf dem Weg in eine neue Ära, in der sie sich wieder dem biblischen Normalfall annähern. Wie sieht aber der Weg in die neue Ära unserer Kirchen praktisch und theologisch aus? Viele Diözesen haben mit hohem Einsatz die Kirchengestalt umgebaut, um mit weniger Personal, Mitgliedern und Finanzen über die Runden zu kommen. Manche Diözesen befinden sich im zweiten Strukturumbau. XXL-Pfarreien als Ziel. Ist das die Zukunft? In der Spur von Papst Franziskus ermutigt Paul M. Zulehner, eine neue Gestalt von Kirche zu suchen, die aus der Verwurzelung in Gott solidarisch bei den Menschen ist.
Entängstigt euch!
Die Flüchtlinge und das christliche Abendland
Seit Monaten kommen Flüchtlinge in großen Scharen zu uns: Frauen, Männer, kleine Kinder, Alte. Das ruft bei der Bevölkerung Gefühle wach, die in ganz unterschiedliche Richtung gehen: Die einen fühlen Ärger, andere Sorge, wieder andere Zuversicht. Wer Ärger fühlt, tendiert zur Abwehr. Die Zuversichtlichen hingegen sind bereit zum Einsatz. Man findet sie als Freiwillige auf Bahnhöfen, sie arbeiten in zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und Kirchengemeinden mit. Wie aber kommt es, dass die einen abwehren und die anderen sich einsetzen, die einen zu Wutbürgerinnen, die anderen zu Gutbürgerinnen werden, die einen hetzen, die anderen helfen? Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Entscheidung fällt auf Grund der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur. Es sind die Ängste eines Menschen, welche zur Abwehr oder zum Einsatz veranlassen. Immer deutlicher wird am Beispiel der Flüchtlinge, dass wir in einer Angstgesellschaft leben. Paul M. Zulehner geht in diesem aktuellen Zwischenruf den Ursachen dieser Ängste nach und den Möglichkeiten, sie zu überwinden. Er tritt Pauschalisierungen entschieden entgegen und entwickelt eine Vorstellung davon, was Christsein in der Flüchtlingszeit heißen kann. Und er geht der Frage nach, welche Rolle die Kirchen spielen und was sie tun können, um von der Angst zu heilen. Denn: Wird die Angst kleiner, kann der solidarische Einsatz größer werden
Přijď království tvé
- 272 pages
- 10 hours of reading
Praktické učení o církvi. / Tato kniha vděčí za svůj vznik přednáškové činnosti dvou předních současných teologů v Pekingu. Byli sem opakovaně zváni čínským studijním děkanem katolického semináře. Také zde se církev snaží v obtížné a pro ni spíše cizí kulturní situaci působit jako kvas a sůl země a budit naději, že Boží království přijde a že jeho počátky už nastávají. Oba evropští teologové přitom vycházeli z rozhodnutí Druhého vatikánského koncilu, že křesťanská zvěst má být hlásána v každé společnosti, ovšem s plným respektem k jejím kulturním a duchovním tradicím. Tato průkopnická publikace vyšla nejprve v čínštině, ale postupně pak rusky, chorvatsky, německy, slovensky, maďarsky, polsky a posléze vyjde nyní i česky.
Auslaufen, das kann bedeuten: Es geht zu Ende mit der Kirche im nachchristlichen Europa. Nicht wenige Zahlen scheinen dafür zu sprechen. Franziskus steht für eine andere Art von Auslaufen: Das Schiff der Kirche soll aus dem Hafen der Selbstbeschäftigung auslaufen und an die Ränder des Lebens und der Gesellschaft gehen, zu denen, die vom Leben verwundet sind. Dafür steht er prophetisch ein und für ein solches Auslaufen will er die Kirche umbauen. Ausgehend vom Leben des Papstes zeigt Paul M. Zulehner dessen Kernanliegen: seinen Einsatz für eine Kirche der Armen und für eine neue Kultur des Umgangs miteinander in der Kirche - wie bei der Vorbereitung und Durchführung der Familiensynode. Beide Themenfelder werden vertieft durch Beiträge ausgewiesener Experten wie dem Politiker Wolfgang Schüssel, dem Sozialethiker Friedhelm Hengsbach und dem Familienforscher Wolfgang Mazal. Ein leidenschaftliches Plädoyer, daran mitzuwirken, dass mit einem neuen Verständnis und einer veränderter Praxis das Schiff Kirche neu Fahrt aufnimmt.
Paul M. Zulehner bedenkt in seiner Autobiografie der etwas anderen Art spirituell und theologisch das, was er freudig erlebt und dunkel erlitten hat. Seine Lebensgeschichte erscheint als roter Faden, an dem sich bedeutende gesellschaftliche wie kirchliche Themen der letzten Jahrzehnte entlangreihen. So wird seine Biografie zu einem Spiegel, in dem sich kirchlich und theologisch Engagierte wiederfinden und die jüngere Kirchengeschichte in einem manchmal überraschenden Licht betrachten können. Paul M. Zulehner gehört zu den bekanntesten Theologen Europas, der keine Angst vor der Wahrheit hat, wenn es um die Situation und Zukunft der Kirche geht. Doch ist seine Kritik immer konstruktiv und geprägt von einer großen Loyalität. Das macht ihn zu einem inspirierenden Vordenker und geschätzten Gesprächspartner.
Gleichstellung in der Sackgasse?
- 300 pages
- 11 hours of reading
Am besten Weg zur Geschlechtergerechtigkeit: Frauen sind mehrheitlich berufstätig, die Wirtschaft funktioniert nicht ohne sie. Männer gehen den umgekehrten Weg, engagieren sich in Kinder- und Altenbetreuung und unterbrechen mitunter ihre Berufstätigkeit. Erfolg auf ganzer Linie? Nicht ganz! In den letzten zehn Jahren hat die Entwicklung in Richtung Gleichstellung massiv an Schwung verloren. Anstelle von Rollenzuweisungen fordern immer mehr Menschen Selbstbestimmung bei der Lebensgestaltung. Doch wie frei können Männer und Frauen wirklich entscheiden? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es dafür? Der renommierte Pastoraltheologe und Werteforscher Paul M. Zulehner widmet sich mit der Sozialethikerin Petra Steinmair-Pösel der Frage, wie sich die Rollenbilder von Frauen und Männern verändern und vor welchen Herausforderungen die „erschöpfte Familie“ heute und zukünftig steht. Basierend auf zwanzig Jahren einschlägiger Forschung fordern die Autoren zu einem gesellschaftlichen Diskurs auf Augenhöhe mit den Betroffenen auf. Es gilt, eine Balance zwischen Modernisierung und Selbstbestimmung zu finden!
Mit Freuden ernten
Biblisches Saatgut für Zeiten und Prozesse des Übergangs
- 136 pages
- 5 hours of reading
Cirkev v dnešnom svete - potreba alebo prežitok
- 242 pages
- 9 hours of reading
Der Aufruf zum Ungehorsam österreichischer Pfarrer vom Juni 2011 hat weltweit Aufmerksamkeit erregt. Die Themen sind nicht neu, wohl aber die Reformstrategie. Die Initiatoren verabschieden nicht mehr (wirkungslose) Resolutionen, sondern kündigen verantwortliches evangeliumskonformes Handeln an: etwa in der Frage der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion. Die Abteilung Religion des ORF hat eine kreuz & quer-Umfrage in Auftrag gegeben, um zu eruieren, inwieweit die Pfarrerschaft diesen Aufruf unterstützt. Paul M. Zulehner legt hier die brisanten Ergebnisse der Studie vor. Sie können die Trittfestigkeit aller Beteiligten in dieser turbulenten neuesten Entwicklung stärken, in der es um das schon alte Thema geht, wie die katholische Kirche ihr Verhältnis zur Lebenswelt heutiger Menschen bestimmt.
Christen in der Arbeitswelt
- 232 pages
- 9 hours of reading
Die vorliegende Sammlung von Reden und Aufsätzen des bekannten Religionssoziologen Paul M. Zulehner kreist um die Arbeit sozialpolitisch engagierter Christinnen und Christen. Ihr Engagement wird von den Werten Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit (Sinn) begleitet. Diese sind miteinander unlösbar verwoben. In den Schlüsselbegriffen der Katholischen Soziallehre heißt dies Solidarität, Subsidarität und Personalität. Nicht zuletzt ist eine den Soziallehren der Kirche verpfl ichtete Politik auch darauf angewiesen, dass die Kirchen selbst kraftvoll sind und sich nicht in die spirituelle Innerlichkeit zurückziehen. Christinnen und Christen dürfen sich nicht aus Politik und Kultur verabschieden. Wer in Gott wirklich eintaucht, taucht immer neben den Armen auf. Das macht ihn wie Gott selbst politisch.
Der Reichtum der Kirche sind ihre Menschen
Pfarrgemeinderäte beleben die Kirchengemeinden
- 303 pages
- 11 hours of reading
Als wichtiges Moment einer lebendigen 'Kirche im Volk' wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Mitbestimmung der Laien konstituiert. Seitdem sind Gremien wie Pfarrgemeinderäte den Entwicklungen von Aufbruch und Erfolg, Gewohnheit und Frustration unterworfen. Die Kirche in Österreich hat nun eine breit angelegte Studie in Auftrag gegeben, die in Vorbereitung auf die nächsten Wahlen die Stärken dieser Art von Mitbestimmung hervorheben und neue Impulse für die Arbeit der Gremien geben soll. Hier werden die Ergebnisse vorgestellt, die weit über Österreich hinaus von Bedeutung sind.
Der Missbrauch von Kindern in kirchlichen Einrichtungen hat die katholischen Priester ins mediale Scheinwerferlicht gerückt und den gesamten Klerus unter Generalverdacht gestellt. Gerhard Klein von der Abteilung Religion im ORF-Fernsehen hat daraufhin die Frage „Wie geht’s, Herr Pfarrer?“ in den Raum gestellt. Die Ergebnisse einer Telefonumfrage werden in diesem Buch präsentiert und bieten Einblicke in das Leben und Arbeiten von katholischen Priestern. Die Vielfalt zölibatärer Lebensformen wird beleuchtet, und es gibt überraschende Erkenntnisse, die Sprengkraft besitzen. Viele Pfarrer befürworten eine Erweiterung des Priesteramts durch Menschen mit Nebenberufen, partnerschaftlichem Leben oder weiblichen Erfahrungen. Die Kluft zwischen der Kirchenleitung und den Priestern in Bezug auf Berufs- und Privatleben wird deutlich, ebenso wie die Differenz zwischen weltoffenen und weltabgewandten Priestern, unabhängig vom Lebensalter. Das Buch zeigt, wie vielschichtig das Bild der Kirche für die ist, die sie täglich leben und deren Beruf aus Berufung besteht. Aus der Frage „Wie geht’s, Herr Pfarrer?“ entwickelt sich die weit größere Frage: „Wie geht’s weiter, Herr Pfarrer?“ Diese betrifft nicht nur die Befragten, sondern alle, denen die Kirche in Gegenwart und Zukunft wichtig ist.
Damit die Kirche nicht rat-los wird
Pfarrgemeinderäte für zukünftigsfähige Gemeinden
- 144 pages
- 6 hours of reading
Längst haben Laien eine unvertretbare Eigenverantwortung für das Leben und Tun in Pfarrgemeinden übernommen. Ohne sie sind viele Aktivitäten nicht mehr denkbar. Soll solches Engagement – auch im Pfarrgemeinderat – glücken, sind tragfähige Visionen und eine stimmige Arbeitskultur unverzichtbar. Professionelle Leitung, zeitliche Begrenzung des Engagements, die Fähigkeit, Konflikte schöpferisch zu bearbeiten, und eine Kultur der Wertschätzung sind aus Sicht der Autoren wesentlich, damit Ehrenamtliche maßgeblich mitgestalten und ihre Fähigkeiten einbringen können. Das Buch bietet eine Fülle von Anregungen, wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann, damit Ehrenamtliche auch in Zukunft engagiert und mit Spaß wirken können – und Gemeinden nicht rat-los werden.
Wer sich mit spirituellen Fragen auf einen inneren Weg macht, orientiert sich am besten an jenen, die vorangegangen sind. Meister der geistigen Traditionen haben Zeugnisse ihrer mystischen Erfahrungen hinterlassen, etwa Meister Eckart oder Teresa von Ávila. Auch Menschen von heute tauchen tief in das göttliche Geheimnis und kleiden ihr mystisches Berührtsein in Worte. Sie lassen ahnen, zu welcher Würde und Liebeskraft ein Mensch erblühen kann, der sein Leben auf Gott gründet. Solches Leben aus der Quelle lässt uns werden, was wir Gottes Ebenbilder. Paul M. Zulehner hat für dieses Lesebuch wertvolle Textperlen ausgesucht. Sie begleiten auf einem spirituellen Pilgerweg, der ins Innerste des Menschseins führt.
Religion - Kirche - Spiritualität in Österreich nach 1945
Befund, Kritik, Perspektive
Ortsuche
Umfrage unter Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im deutschsprachigen Raum
- 202 pages
- 8 hours of reading
Kircheumbauen - nicht totsparen
- 128 pages
- 5 hours of reading
Die Kirchen erleiden eine tief greifende Umbaukrise. Es fehlt an Priestern und an Geld. Mit Hilfe teuer angekaufter betriebswirtschaftlicher Intelligenz wird der Kirchenbetrieb heruntergefahren und ökonomisiert, ohne nach zukunftsfähigen Modellen Ausschau zu halten. In seinem neuen Buch plädiert Paul M. Zulehner dafür, die Krise als Chance zu begreifen. Er wagt einen neuen, visionären Blick auf die derzeitige Situation und beschreibt Ansatzpunkte, wie Strukturen so verändert werden können, dass nicht nur der Untergang verwaltet, sondern der Übergang gestaltet wird.
"Meine Seele dürstet nach dir"
- 192 pages
- 7 hours of reading
Wir haben viele gute Begriffe für Pastoral geprägt: Kooperative Pastoral, Sozialpastoral. All diese sind Momente an einer umfassenderen pastoralen Bewegung: der GottesPastoral. Der Sinn dieses ungewöhnlichen Wortes ist mehrdeutig. Es könnte eine Pastoral im Sinne Gottes meinen – oder aber Gottes Pastoral selbst. Gott als oberster Seelsorger? Einer solchen GottesPastoral nähert sich der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner zusammen mit dem Münchner Priesterfortbildner Josef Brandner in Bildern, Gedichten und biblischen Meditationen an. Gottes Absichten mit der Schöpfung und in ihr mit dem Menschen werden bedacht, alte Visionen von Kirche erinnert. Die Urbewegungen gläubigen Lebens – empfangen, loben und austeilen – kommen zur Sprache. Es geht dann um Mystik als Gottesverwurzelung, Koinonia als Geschwisterlichkeit und Diakonie als Menschenentfesselung. Die Entwicklung von Personal und Gemeinden werden zum Thema gemacht. All diese knappen meditativen Bausteine, die jeder für sich betrachtet werden kann, gehen davon aus, dass Gott am Werk ist – also GottesPastoral unentwegt geschieht.
Priester in heutiger Kultur
- 164 pages
- 6 hours of reading
Jedem seinen eigenen Tod
- 56 pages
- 2 hours of reading
Ausgehend von den Niederlanden, wo aktive Sterbehilfe gesetzlich erlaubt wurde, hat die Frage der Euthanasie eine neue Aktualität erhalten. Der Ruf nach einem Tod aus Freiheit wird lauter. Aber wie frei sind Menschen wirklich, die unter schweren Schmerzen und unter dem Gefühl leiden, Angehörigen zur Last zu fallen? Sind die Ursachen bekannt, warum nicht wenige unter Umständen eine aktive Tötung unheilbar Kranker und Sterbender wünschen, dann eröffnen sich – bildlich gesprochen – zwei Möglichkeiten zu handeln: entweder das Lebensschiff, das durch „ausweglose“ Krankheit in eine ganz schwierige Lage geraten ist, versenken oder lotsen. Solchen aktuellen Fragen geht dieses Sach- und Meditationsbuch nach und fordert zu einer verantworteten Meinungsbildung heraus.
Religion im gesellschaftlichen Kontext Ost(Mittel)Europas
- 248 pages
- 9 hours of reading
Ein Kind in ihrer Mitte
- 126 pages
- 5 hours of reading
Für KirchenliebhaberInnen und solche, die es werden wollen
- 107 pages
- 4 hours of reading
Der Band umfasst zum einen eine Sammlung mit persönlichen Bekenntnistexten des Autors. Diesen Beiträgen sind argumentative Texte beigefügt: zum einen solche zur mystischen Kirchenkraft, zum anderen solche zur gesellschaftlichen und politischen Kirchenkraft. Sie spiegeln die fruchtbare Spannung zwischen Kontemplation und Aktion, Gottesnähe und Menschennähe, Gottesliebe und Menschenliebe. Gerade in diesen pastoraltheologischen Texten sind die vielen guten Gründe enthalten, warum Paul M. Zulehner auch in - unseren - kirchenverachtenden Zeiten Kirchenliebhaber ist. Das Buch ist nicht nur ein persönliches Bekenntnis des Autors, sondern eine Hommage an die Kirche; eine Kirche, die den Himmel offen hält, eine Kirche, die den Zugang zu den Menschen öffnet und diese zu einer liebenden Solidarität befähigt.
Religion in den Reformländern Ost(Mittel)Europas
- 244 pages
- 9 hours of reading
Wie Musik zur Trauer ist eine Rede zur falschen Zeit
- 64 pages
- 3 hours of reading
Kirchenreform
- 215 pages
- 8 hours of reading
Müssen Männer Helden sein?
- 195 pages
- 7 hours of reading
Männer im Aufbruch
- 336 pages
- 12 hours of reading
Kirchen-Ent-Täuschungen
Ein Plädoyer für Freiheit, Solidarität und einen offenen Himmel
- 120 pages
- 5 hours of reading
Církev. Přístřeší duše
- 98 pages
- 4 hours of reading
Sociologicko - spiritualní diagnóza současných duchovních a myšlenkových tendencí v evropě.
Ein Obdach der Seele
- 124 pages
- 5 hours of reading
Wie Europa lebt und glaubt
- 264 pages
- 10 hours of reading
Vom Untertan zum Freiheitskünstler
Eine Kulturdiagnose anhand der Untersuchungen „Religion im Leben der Österreicher 1970 bis 1990“ – „Europäische Wertestudie – Österreichteil 1990“
- 312 pages
- 11 hours of reading
Sterben und sterben lassen
- 101 pages
- 4 hours of reading
Pastorale Futurologie : Kirche auf dem Weg ins gesellschaftliche Morgen
- 332 pages
- 12 hours of reading
Von der Sprengkraft der Mystik
- 104 pages
- 4 hours of reading
Pastoraltheologie. Band 1. Fundamentalpastoral
- 334 pages
- 12 hours of reading
Ungehaltene Hirtenreden : Menschlichkeit darf maßlos sein
- 112 pages
- 4 hours of reading
Leibhaftig glauben - Lebenskultur nach dem Evangelium - bk1009; Herder Verlag; Paul M. Zulehner; pocket_book; 1983
Wider die Resignation in der Kirche
- 109 pages
- 4 hours of reading
Nur der Geist macht lebendig
Zur Lage der Kirche in Deutschland nach 20 Jahren Konzil und 10 Jahren Synode
- 154 pages
- 6 hours of reading
Sie werden mein Volk sein. Grundkurs gemeindlichen Glaubens
- 150 pages
- 6 hours of reading
Denn du kommst unserem Tun mit deiner Gnade zuvor
- 160 pages
- 6 hours of reading
Ein Gespräch zur Theologie der Seelsorge, 1984 zum ersten Mal veröffentlicht, wird einer breiten Öffentlichkeit gekürzt und bearbeitet neuerlich zugänglich gemacht. Es ist das Verdienst des unvergesslichen Theologen und Seelsorgers Rahner, der Kirche mit seinem Entwurf einer „mystagogischen Seelsorge“ den Weg in ihre Zukunft gewiesen zu haben. Mystagogisch ist solche Seelsorge, weil sie „den Menschen hinführt vor jenes Geheimnis, welches das Leben des Menschen im Grunde immer schon ist“. Sowohl für die Alltagsseelsorge eines jeden Christen als auch für die amtlich verantwortete Seelsorge der Kirche als Ganzer werden hier Dimensionen eröffnet, die auch für die inzwischen veränderte Situation wertvolle und weiterführende Anregungen und Impulse geben. Wer um das Heil der Mitmenschen besorgt ist und wer nach neuen Formen und Ansätzen seelsorgerlichen Handelns sucht, erfährt hier Wegweisung, Hilfe und Ermutigung.
Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft
Enzyklopädische Bibliothek in 30 Teilbänden
Helft den Menschen Glauben. Bd. 2. Zeuge sein in Glück und Leid
- 96 pages
- 4 hours of reading
Helft den Menschen leben - Für ein neues Klima in der Pastoral - bk1555; Herder Verlag; Paul M. Zulehner; pocket_book; 1978
Religion nach Wahl
- 169 pages
- 6 hours of reading
Kirche und Austromarxismus
Eine Studie zur Problematik Kirche Staat- Gesellschaft



































































