Anforderungen an die Produktsicherheit bei späterem Fortschritt von Wissenschaft und Technik
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Wirtschaftswachstum und Wohlstand moderner Gesellschaften erfordern technischen Fortschritt, insbesondere in der Industrie, wo Produkt- und Prozessinnovationen vorangetrieben werden. Diese Innovationskraft führt jedoch zur schöpferischen Zerstörung, was die Entwertung veralteter Produkte und Produktionsmittel zur Folge hat. Hersteller stehen vor der Herausforderung, den neuesten Stand der Wissenschaft und Technik in ihre Konstruktion und Fertigung zu integrieren. Dies kann jedoch unökonomisch und existenzgefährdend sein, insbesondere wenn wissenschaftliche Erkenntnisse erst nach Abschluss der Planungen oder während der (Serien)Fertigung fortschreiten und neue Techniken mit höherer Produktsicherheit ermöglichen. Dies wirft die zentrale Frage auf, welche Anforderungen an die Produktsicherheit bei späterem Fortschritt von Wissenschaft und Technik gestellt werden sollten und unter welchen Bedingungen Hersteller haftbar gemacht werden können, wenn sie technologisch nicht mithalten können. Anhand von Beispielfällen werden die Auswirkungen auf Konstruktions-, Fabrikations- und Instruktionspflichten sowie die Beweislastverteilung untersucht. Zudem wird die Reichweite des Produkthaftungsgesetzes und die Folgen eines Fehlerverdachts beleuchtet.
