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Desmond Durkin-Meisterernst

    Grammatica Iranica - 1: Grammatik des Westmitteliranischen (Parthisch und Mittelpersisch)
    Alexander von Humboldt, Franz Bopp Briefwechsel
    • Alexander von Humboldts Korrespondenz mit Franz Bopp, dem Begründer der Indogermanistik und dem wohl einflussreichsten Sanskritisten seiner Zeit, öffnet den Blick auf ein bislang kaum erforschtes Interessensgebiet des Naturforschers Humboldt. Angeregt durch die Sprachstudien seines Bruders Wilhelm, fand Alexander von Humboldt in der vergleichenden Sprachforschung ein Mittel, um der Frühzeit der Menschheitsentwicklung nachzuspüren. Der Gelehrte sah in den verschiedenen Sprachen die Wanderungen der Völker gespiegelt. So nutze er beispielsweise den Vergleich der Bezeichnungen von Nutzpflanzen als Beleg für Kulturkontakte alter Völker. Der Briefwechsel illustriert einerseits die kulturhistorische Neugier Humboldts, andererseits ist er ein Ausweis der detaillierten Gelehrsamkeit des Sprachforschers Bopp. Die Erkenntnisse dieses wissenschaftlichen Gespräches fanden ihren Niederschlag in Humboldts Werken, vor allem in den "Kritischen Untersuchungen über die historische Entwickelung der geographischen Kenntnisse von der Neuen Welt" und im "Kosmos". Die Briefe bieten die Möglichkeit, den Weg der Humboldt'schen Wissensgenerierung von der schriftlichen Kommunikation zum gedruckten Werk nachzuvollziehen. Der vorliegende Band umfasst 60 Briefe aus den Jahren 1816 bis 1859 sowie zwei Abhandlungen Humboldts zur Geschichte der Zahlzeichen in kritischer Edition. Die Korrespondenz wird durch zahlreiche Abbildungen illustriert.

      Alexander von Humboldt, Franz Bopp Briefwechsel2025
    • Nach mehreren Einzelbeschreibungen der Phonologie und Morphologie der Sprachen Mittelpersisch und Parthisch sowie einem Vergleich der Syntax beider Sprachen ist die „Grammatik des Westmitteliranischen (Parthisch und Mittelpersisch)“ der erste umfassende Versuch, alle Aspekte dieser beiden verwandten Sprachen gemeinsam zu behandeln. Der Überblick über das vorhandene Material und die Beschreibung der verwendeten Schriften bilden den Einstieg. Darauf folgen Kapitel zu Phonologie, Morphologie und Syntax. Die etwa tausendjährige gemeinsame Geschichte dieser benachbarten Sprachen macht eine vereinte Betrachtung besonders wertvoll, da epigraphische Zeugnisse des 3. Jahrhunderts und manichäische Materialien aus Turfan an der Seidenstraße diese Sprachen in Wechselwirkungen belegen. Diese Quellen bieten eine zuverlässige Grundlage für die Beschreibung. Auch literarisches Mittelpersisch aus dem Sasanidenreich wird berücksichtigt, jedoch nicht die „scholastische“ zoroastrische Literatur des 9. Jahrhunderts. Die Darstellung ist klar und verständlich, mit deutlich gekennzeichneten Belegen. Im umfangreichen Kapitel zur Syntax werden die Belege in einer klaren Umschrift präsentiert, während die Originaltexte in einem Verzeichnis aufgeführt sind. Forscher und Studenten der iranischen Sprach-, Kultur- und Religionsgeschichte sowie Manichäologen und Indogermanisten werden dieses Werk als wertvolle Ressource nutzen.

      Grammatica Iranica - 1: Grammatik des Westmitteliranischen (Parthisch und Mittelpersisch)2014