Zur Förderung der Zivilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung der Balkanhalbinsel wird ein Vorschlag unterbreitet, eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 30 Millionen Gulden unter dem Namen »Zadruga« in Wien zu gründen. Die Aktien haben einen Nennwert von 200 fl und sind auf den Inhaber ausgestellt. Zunächst werden 40% des Kapitals eingezahlt, während die restlichen 60% je nach Bedarf eingefordert werden. Nach vollständiger Einzahlung des Kapitals kann mit Genehmigung der Regierung eine Priorität bis zu 60 Millionen ausgegeben werden. Das Verwaltungsgebiet der besetzten Länder garantiert die Rückzahlung des Kapitals samt 5% Zinsen innerhalb von 50 Jahren. Der »Zadruga« wird das Recht eingeräumt, ein zusammenhängendes Gebiet von bis zu 250 Quadratmeilen im besetzten Gebiet zu erwerben, einschließlich aller Grundstücke, Gebäude, Bergwerke und Industrieanlagen sowie Kommunikationswege, mit Ausnahme bestehender Eisenbahnen im Privatbesitz. Zunächst wird »Zadruga« dieses Recht begrenzt nutzen und ihre Erwerbungen durch Kauf und gegebenenfalls Expropriation im Einklang mit den materiellen, moralischen und zivilisatorischen Erfolgen erweitern.
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