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Jana Vorsich

    Die Maßgeblichkeit des Gesellschaftswohls für die Bestellung und Tätigkeit des gerichtlich bestellten Sonderprüfers gemäß § 142 Abs. 2 Satz 1 AktG
    • Die Ausübung der Einsicht und Prüfungsrechte des Sonderprüfers kann unter angloamerikanischem Recht zu einem Verlust der Legal (Professional) Privileges führen. Im deutschen Aktien- und Zivilprozessrecht fehlen hinreichende Schutzmechanismen. Eine individuelle Vereinbarung zur Beschränkung der Rechte des Sonderprüfers ist denkbar. Der Sonderprüfer besitzt umfassende Einsichts- und Prüfungsrechte, deren Ausübung das Risiko birgt, dass Legal Privileges in angloamerikanischen Rechtsstaaten (teilweise) aufgehoben werden. Dies bedeutet, dass Dokumente nicht mehr privilegiert sind und im Rahmen des Beweiserhebungsverfahrens an die gegnerische Partei herausgegeben werden müssen. Dies führt zu einem signifikant erhöhten Prozessrisiko für die Gesellschaft in angloamerikanischen Verfahren. Die Dissertation untersucht, welche Maßnahmen die Gesellschaft ergreifen kann, um diesem erhöhten Prozessrisiko zu begegnen. Besonders im Fokus steht die Frage, ob und inwieweit eine (vertragliche) Beschränkung der Rechte des Sonderprüfers zulässig ist. Themen sind die Auswirkungen der Sonderprüfung auf Legal (Professional) Privileges, bestehende Schutzmechanismen im deutschen Aktien- und Zivilrecht, denkbare Schutzmaßnahmen sowie die Auswirkungen interner Untersuchungen auf die gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers.

      Die Maßgeblichkeit des Gesellschaftswohls für die Bestellung und Tätigkeit des gerichtlich bestellten Sonderprüfers gemäß § 142 Abs. 2 Satz 1 AktG