Die Ausstellungen des Dresdener Hygiene-Museums haben einen guten Ruf. Das Thema "Generationenverhältnis heute" macht neugierig, erscheint allerdings zwischen Buchdeckeln mindestens so gut aufgehoben wie in einer Ausstellung, Aufsätze, Analysen, Interviews, Fotos und Comics beleuchten alltägliche Erkenntnisse und Erfahrungen sowie besondere Sichtweisen. Kultur- und sozialgeschichtliche Exkurse machen den abwechslungsreich gestalteten Katalog zu einer erfreulichen, manchmal auch provozierenden Lektüre, die sich durchaus auch zur Einführung in die Familiensoziologie eignet. (3) (LK/HH: Reimers)
Annette Lepenies Books




Wissen vermitteln im Museum
- 224 pages
- 8 hours of reading
Der Frage, wie das Medium Museum als Lernort im Sinne bürgerschaftlichen Engagements genutzt werden kann, widmet sich dieses Buch. In Anlehnung an amerikanische Traditionen wird dabei entschieden aus der Perspektive des Besuchers argumentiert. Dem Leser wird ein frischer Blick auf eine Museumspraxis geboten, die ohne Bildungshochmut auskommt und der Wissensvermittlung neue und überraschende Wege ebnet. Beispielhaft dafür war die Ausstellung „Alt & Jung. Das Abenteuer der Generationen“, die Annette Lepenies mit großem Erfolg zuerst im Dresdner Hygiene-Museum und dann in einer Wanderfassung zeigte. Es ging darum, Erkenntnisse zum Verhältnis der Generationen wissenschaftlich korrekt, aber zugleich anschaulich und gewitzt einem größeren Publikum zu vermitteln, „Wissen aus den Schranken des Faches zu lösen und praktisch zu machen“ (Walter Benjamin).
Eltern als Experten ihrer Kinder
Das „Early Excellence“-Modell in Kinder- und Familienzentren
- 246 pages
- 9 hours of reading
„Eltern als Experten ihrer Kinder“ ist die deutsche Übersetzung von „Involving Parents in their Children’s Learning, 2nd ed.“ Es zeigt in Fallstudien und Forschungsberichten, wie die Mitarbeiterinnen des Pen Green Centre in Corby, Northants., gemeinsam mit Eltern eine neuartige Form der Zusammenarbeit begründen, in die Eltern, Erzieherinnen und Forscher ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen. Sie berufen sich unter anderem auf den brasilianischen Pädagogen Paulo Freire: „Der Lehrer ist nicht mehr nur Lehrender, sondern lernt selbst im Dialog mit den Studenten, während er lehrt. ... Sie sind gemeinsam verantwortlich für den Prozess, in welchem alle wachsen. ... Hier lehrt niemand jemanden, noch lernt jemand selbst. Die Menschen lehren sich gegenseitig.“
Materialien zum 10. Kinder- und Jugendbericht - 1: Kindliche Entwicklungspotentiale
Normalität, Abweichung und ihre Ursachen
- 360 pages
- 13 hours of reading