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Reinhard Grimmer

    Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS
    Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS
    Die Sicherheit Zur Abwehrarbeit des MfS. Bänden 1 und 2
    • Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS

      • 1247 pages
      • 44 hours of reading

      Die Autoren dieser zwei Bände trugen einst klangvolle Titel: Generalmajor, Oberstleutnant, Stellvertreter des Ministers. Sie bildeten fast die komplette Führungsebene des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS). Doch mit der Wende 1989 kam auch für das Spitzenpersonal der Stasi das Aus. Das abrupte Ende ihrer Karriere scheinen die Exagentenführer nicht gut verarbeit zu haben. Hier jedenfalls holen sie auf über 1.000 Seiten aus, um ihre Version der "Wahrheit" zu verkünden: Sie beschreiben das Innenleben des Ministeriums für Staatssicherheit und suchen nach Gründen, warum der Untergang der DDR trotz des gewaltigen Sicherheitsapparates nicht zu verhindern war. Vor allem aber wollen sich die Autoren selbst rehabilitieren. Die "Hexenjagd" gegen ehemalige Stasi-Mitarbeiter müsse endlich aufhören, fordern sie und stellen sich selbst als die eigentlichen Opfer der Wendezeit dar. Von jenen unzähligen Menschen, die zu Opfern der Stasi wurden, ist dagegen keine Rede. Insofern ist das Buch durchaus eine Provokation, wenngleich es im Ton eher bürokratisch-nüchtern daherkommt. Der letzte Innenminister der DDR, Peter-Michael Diestel, bescheinigt den Autoren in seinem Vorwort "Ritterlichkeit" und beklagt, dass die MfS-Mitarbeiter nach 1989 zu Hassobjekten geworden seien. Das Buch sei eine "Arbeit gegen das Ausgrenzen von Menschen und Menschengruppen aus politisch-ideologischen Gründen" -- ein Satz, der zutiefst zynisch klingt angesichts der Tatsache, dass die Stasi genau diese Ausgrenzung jahrzehntelang mit kriminellen Methoden in der DDR praktiziert hat. Die Autoren geben sich in ihren zahlreichen Einzelbeiträgen unbelehrbar. Der Bau der Berliner Mauer sei "friedenserhaltend" gewesen und habe zur Entspannung beigetragen. Dass die DDR ihren Bürgern die Reisefreiheit verweigerte, habe nur deren Schutz gedient. Und überhaupt sei die Stasi ein ganz normaler Geheimdienst gewesen: Die Berichte über Verbrechen, etwa die Misshandlung von Häftlingen in Stasi-Gefängnissen, werden als "infame Hetze" geleugnet. Ein Beitrag zur "Wahrheit" ist dieses Buch also ganz sicher nicht. Lesen lässt es sich dagegen als zeitgeschichtliches Zeugnis: Es enthält Insider-Wissen über die Arbeit des MfS (wenngleich ideologisch gefärbt) und es gibt Einblick in die banale und zugleich brutale Gedankenwelt jener Männer, die einst die Stasi lenkten und damit auch über das Schicksal vieler DDR-Bürger mitbestimmten. --Christoph Peerenboom

      Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS
    • Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS

      • 1324 pages
      • 47 hours of reading

      Die Autoren dieser zwei Bände waren einst hochrangige Offiziere des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS), doch nach der Wende 1989 endete ihre Karriere abrupt. In über 1.000 Seiten präsentieren sie ihre Sicht der "Wahrheit" und analysieren das Innenleben des MfS sowie die Gründe für den Untergang der DDR trotz eines mächtigen Sicherheitsapparates. Ihr Hauptanliegen ist die Selbstrehabilitation; sie fordern ein Ende der "Hexenjagd" gegen ehemalige Stasi-Mitarbeiter und stellen sich als Opfer der Wendezeit dar, während die unzähligen Opfer der Stasi nicht erwähnt werden. Der letzte Innenminister der DDR, Peter-Michael Diestel, beschreibt die Autoren als "ritterlich" und beklagt, dass MfS-Mitarbeiter nach 1989 zu Hassobjekten wurden. Diese Sichtweise wirkt zynisch, da die Stasi jahrzehntelang Ausgrenzung mit kriminellen Methoden praktizierte. Die Autoren zeigen sich unbelehrbar und behaupten, der Bau der Berliner Mauer sei "friedenserhaltend" gewesen und die Einschränkungen der Reisefreiheit hätten dem Schutz der Bürger gedient. Berichte über Misshandlungen in Stasi-Gefängnissen werden als "infame Hetze" geleugnet. Das Buch bietet zwar Insider-Wissen über die Arbeit des MfS, ist jedoch ideologisch gefärbt und gibt Einblick in die Gedankenwelt der Männer, die über das Schicksal vieler DDR-Bürger entschieden.

      Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS