Planung und Auswertung von Untersuchungen im Rahmen des allgemeinen linearen Modells
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Psychologen streben danach, menschliches Verhalten zu beschreiben, zu erklären, vorherzusagen und zu beeinflussen, wobei ein besonderes Augenmerk auf Entscheidungen in subjektiv wichtigen Situationen gelegt wird. Die vorliegende Arbeit fokussiert sich auf die Vorhersage von Entscheidungen, die für Individuen von persönlicher Bedeutung sind. Zunächst wird eine allgemeine Definition von Erwartung präsentiert, ergänzt durch 12 Merkmale oder Facetten, die bei jeder Erwartung zu beachten sind. Zu jeder Facette werden empirische Studien aus der Literatur herangezogen. Anschließend werden die Wert-Erwartungstheorien in der Psychologie und deren Herausforderungen erörtert, um die Relevanz linearer Modelle für die Entscheidungsprognose zu verdeutlichen. Ein neuartiges Modell zur Vorhersage von Entscheidungen, das Bewertungen von Erwartungen integriert, wird vorgestellt. Dieses Modell ist auf individueller Ebene formuliert und wird daraufhin untersucht, wie effektiv es bei der Vorhersage persönlicher Entscheidungen ist. Im zweiten Kapitel werden sieben Untersuchungen zusammengefasst, die die Anwendung und Validität des Modells beleuchten.
Das psychologische Konstrukt der sozialen Gehemmtheit wird aus dem alltagspsychologischen Konzept der Schuchternheit abgeleitet und erstmals aus differential- und entwicklungspsychologischer Sicht systematisch untersucht. Eine Langsschnittstudie mit Kindern und mehrere Untersuchungen an Erwachsenen zeigen, dass soziale Gehemmtheit schon im Kindergartenalter ein relativ stabiles Personlichkeitsmerkmal ist, das in fremdartigen und sozial-evaluativen Situationen wirksam wird und eine deutliche Kontinuitat zwischen dem Kindes- und dem Erwachsenenalter aufweist."