»Es gibt Schriftsteller, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen. Die auf ungeahnte Weise in einem ihnen fremden Umfeld hervortreten, ohne dass sie von etwas oder jemandem vorbereitet wurden. Sie sind exzentrisch, unbequem und ungewöhnlich, nicht einzuordnen und unverwechselbar. Gómez Dávila gehört durch die Art, wie er schreibt, und durch das, was er schreibt, zu ihnen. Sein Werk ist in der Literatur- und Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts ein einzigartiger Fall: Das in diesem Werk geschaffene Universum, worin Stil und Ideen zu einer festen Einheit verschmelzen, bietet sich als ein geschlossener Raum dar. Um ihn zu betreten, helfen kein rationales Herangehen und keine logische Folgerung. Das Verständnis ist in diesem Fall tatsächlich eine Frage der Empathie, dass man es vermag, in die Gedankenwelt des Autors einzudringen, indem man Intuitionen und Visionen, Sympathien und Idiosynkrasien, Vorlieben und Anathemata vereint. Glücklicherweise verfügen wir über ein hilfreiches hermeneutisches Instrument, das uns Gómez Dávila hinterlassen hat, ohne eine derartige Absicht damit zu verbinden: die Notas . Es erlaubt uns, seinen Geist zu verstehen, seine Genialität zu ahnen und den unverwechselbaren Stil zu genießen.« Franco Volpi
Ulrich Kunzmann Books






Insel Taschenbuch - 3162: Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der westindischen Länder
- 246 pages
- 9 hours of reading
Die Brevísima relación de la destrucción de las Indias ist ein Buch, das 1552 von dem spanischen Dominikaner Bartolomé de las Casas veröffentlicht wurde, dem Hauptverteidiger der Indios in Amerika, in dem er die Auswirkungen der spanischen Kolonisierung der Neuen Welt auf die Ureinwohner anprangerte.
MALADRÓN – Geschichte oder Fabel, die in der Geschichte verwurzelt ist – spielt um das Jahr 1600, nach der spanischen Eroberung Guatemalas. Abseits des Heeres spanischer Soldaten und tlaxcalanischer Söldner machen sich fünf Spanier auf ihre persönliche Abenteuerreise: die Suche nach dem mythischen Ort, an dem die beiden Ozeane unter den Grünen Anden unterirdisch zusammentreffen. Mit einer üppigen Prosa, die voller musikalischer Resonanzen ist, schafft Miguel Ángel Asturias (1899-1974) eine gewalttätige, überbordende Welt voller enormer Kontraste, in der sich insensibel diese außergewöhnliche Symbiose vollzieht, die den Mestizaje bedeutet.
Die gläserne Grenze
- 333 pages
- 12 hours of reading
'Armes Mexiko, so fern von Gott und so nah bei den Vereinigten Staaten.' Bewegend erzählt Carlos Fuentes von Menschen, die zu 'Grenzgängern' werden zwischen Mexiko und den USA. Getrieben von ihrer Sehnsucht, ein kleines Stück Unabhängigkeit zu erringen, von ihren Träumen oder einfach nur von dem Wunsch, ihre materielle Existenz zu sichern, suchen sie alle nach Erfolg, Freiheit und Glück und zahlen oft einen hohen Preis: den der Vereinzelung und kulturellen Entwurzelung.
Suhrkamp Taschenbuch: Die Farben eines Kontinents
- 200 pages
- 7 hours of reading
Ein Lateinamerikaner auf Reisen durch seinen Kontinent: Immer schon hat Alejo Carpentier die Faszination für Geschichte und Gegenwart des südlichen Amerika umgetrieben, und die hier versammelten frühen Essays, Artikel und Reden über die Musik der Karibik, seine Reisen ins Innere Venezuelas und nach Mexiko werden durch den kenntnisreichen, wißbegierigen Blick des kosmopolitischen Autors auf die Länder, die in den Augen der Europäer oft so exotisch anmuten, zu einer Entdeckungsreise. "Und diese Neue Welt", schreibt Carpentier, "erweist sich schließlich durch ihre Traditionen, ihr Erbe, durch das, was sie empfangen, sich angeeignet und anverwandelt hat, als ebenso alt und hoch entwickelt wie die übrigen Welten der ganzen Welt." §Ein Kontinent ist zu entdecken.
Der Fluss, der uns trägt
- 362 pages
- 13 hours of reading
En El rio que nos lleva, Sampedro dota al titulo de una significacion rica y resonante. El rio es el Tajo, lejos del idealizado por Garcilaso, que nos convierte a todos en una madera ciclica que un dia se estrellara contra el embalse de la muerte. Toda una exaltacion de la dignidad y la libertad. Es la historia de los gancheros, los hombres que llevaban río abajo miles de pinos, desde las aguas altas del Tajo hasta Aranjuez. En esta ocasión se incorporan a la gancherada dos personajes ajenos a ellos: Paula, una misteriosa mujer que desata las pasiones de los rudos hombres que dirigen los troncos, y Shannon, el irlandés recién salido de la guerra europea, que descubre la dignidad viral de estos esforzados héroes desconocidos. José Luis Sampedro, siguiendo la mejor tradición literaria, consigue una magnífica novela que nos conmueve y nos devuelve un mundo perdido.