Explore the latest books of this year!
Bookbot

Vladimir Vertlib

    June 2, 1966
    Vladimir Vertlib
    Mein erster Mörder
    Zebra im Krieg
    Letzter Wunsch : Roman
    Schimons Schweigen
    Die Heimreise
    Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur
    • Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur

      • 429 pages
      • 16 hours of reading

      Ausgezeichnet mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2001 und dem Anton-Wildgans-Preis 2001! Über neunzig Jahre alt ist Rosa Masur, als sie für ein Jubiläumsbuch, das anläßlich der 750-Jahr-Feier der deutschen Stadt Gigricht erscheint, aus ihrem Leben erzählen soll. Erst wenige Monate zuvor ist sie mit Sohn Kostik und Schwiegertochter Frieda aus Russland ausgewandert; da kommt das Honorar für die Mitarbeit an dem Buch gerade recht. Und Rosa erinnert sich: an Schmuggler, Menschenfresser und Hexen, Antisemiten und Bürokraten, an den jüdischen Flüchtling Gebels, der 1941 für einen Verwandten von Reichspropagandaminister Goebbels gehalten wird, an den fehlenden Buchstaben in einer Hausübung, der ihren Sohn ins Gefängnis bringt, und an Stalin, mit dem sie eine ganz besondere Geschichte verbindet. Ein Städtl im polnisch-russischen Grenzgebiet, in dem die kleine Rosa aufwächst, die Pogrome während des Bürgerkriegs, die Stadt Leningrad in der »Aufbauphase« des Kommunismus, der polnische Terror der dreißiger Jahre, die Leningrader Blockade im Zweiten Weltkrieg und Stalins Judenverfolgung bilden den Hintergrund für dieses russisch-jüdische Frauenschicksal. Und immer wieder verwischen sich die Grenzen der Erinnerung, begleitet von den Schilderungen des oft absurden Immigrantenalltags im Deutschland der Gegenwart.

      Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur
      4.5
    • Die Heimreise

      • 352 pages
      • 13 hours of reading

      „Die Heimreise“ ist die berührende Hommage des Autors an seine Mutter, eine kämpferische Frau mit unverwüstlichem Humor, und zugleich eine gnadenlose Satire auf die Absurdität der sowjetischen Diktatur in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts: Lina, eine junge Studentin aus Leningrad, die der Mutter des Autors nachempfunden ist, leistet im Sommer ihren verpflichtenden Arbeitsdienst im fernen Kasachstan, als sie eine Nachricht von zu Hause erreicht. „Vater schwer krank! Komm rasch!“ Mit Hartnäckigkeit, Verzweiflung und wechselnden Weggefährtinnen wird Lina ihre Reise durch das sowjetische Riesenreich antreten, das von absurden Regelungen und willkürlicher Polizeigewalt beherrscht wird. Wird sie rechtzeitig nach Hause kommen, um ihren Vater noch lebend zu sehen?

      Die Heimreise
      4.2
    • Schimons Schweigen

      • 272 pages
      • 10 hours of reading

      Eine humorvolle Auseinandersetzung mit Herkunft, Heimat und Identität Warum haben der Vater und sein Freund Schimon dreißig Jahre lang kein Wort miteinander gewechselt? In der Sowjetunion kämpften sie Seite an Seite im Untergrund. Diesem Rätsel spürt Vladimir Vertlibs Alter Ego auf einer Reise nach Israel nach, die bald zu einer so berührenden wie dramatischen Suche nach der eigenen Identität als Migrant, Jude und Österreicher russischer Herkunft wird.

      Schimons Schweigen
      4.2
    • Letzter Wunsch : Roman

      • 389 pages
      • 14 hours of reading

      Gabriel Salzinger versucht den letzten Willen seines verstorbenen Vaters zu erfüllen: ein Grab auf dem jüdischen Friedhof der deutschen Kleinstadt Gigricht, neben seiner Frau. Doch das Begräbnis wird unterbrochen: eine Mitarbeiterin der Israelitischen Kultusgemeinde hat herausgefunden, dass Gabriels Vater nach orthodox jüdischem Verständnis kein Jude gewesen ist - die Großmutter mütterlicherseits war Christin - und demnach auf dem jüdischen Friedhof nicht begraben werden darf. Was folgt, ist der immer absurder werdende Kampf des Sohnes um das Recht des Vaters auf einen Grabplatz auf dem jüdischen Friedhof.

      Letzter Wunsch : Roman
      4.2
    • Zebra im Krieg

      Roman nach einer wahren Begebenheit

      • 286 pages
      • 11 hours of reading

      Liebevoller Vater und wütender Hassposter: Paul ist beides, und als er im Netz bloßgestellt wird, kämpft er um seine Würde, Familie – und sein Leben. Mit der Geschichte von Paul Sarianidis gelingt Vladimir Vertlib in „Zebra im Krieg“ ein meisterhaft ironischer, jedoch stets von Zuneigung und Humanität erfüllter Blick in menschliche und politische Abgründe: Paul lebt mit seiner Familie in einer vom Bürgerkrieg heruntergewirtschafteten osteuropäischen Stadt am Meer. Als er arbeitslos wird, verstrickt er sich immer tiefer in die wüsten Debatten, die in den Sozialen Medien toben. Doch eines Tages wird Paul von Boris Lupowitsch, einem Rebellenführer, den er im Internet bedroht hat, verhaftet. Lupowitsch rechnet mit ihm vor laufender Kamera ab. Paul wird verhöhnt und gedemütigt, das Video millionenfach gesehen. Wie kann er mit dieser Schande weiterleben?

      Zebra im Krieg
      3.5
    • In der Titelgeschichte „Mein erster Mörder“ wird ein bis dahin unbescholtener Mann wegen Totschlags zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Was haben sein Vater und dessen Rolle im Zweiten Weltkrieg mit dem Sohn und seiner Tat zu tun? In insgesamt drei Geschichten zeichnet Vladimir Vertlib das Leben von Menschen, die zwischen politischer Willkür und schicksalhaften Gegebenheiten ihre Würde oder auch nur ihr nacktes Leben zu bewahren versuchen, nach: ganz ruhig und unaufgeregt, stets auf Augenhöhe mit den Menschen, ohne sich über sie zu erheben - und gerade deshalb umso spannender.

      Mein erster Mörder
      3.4
    • Am Morgen des zwölften Tages

      • 558 pages
      • 20 hours of reading

      Astrid Heisenberg und ihr Großvater haben auf sehr unterschiedliche Weise eine enge Beziehung zum Orient. Astrid hat eine Schwäche für orientalische Männer. Doch der Vater ihrer mittlerweile 19-jährigen Tochter, Khaled aus dem Irak, hat sich noch vor der Geburt des Mädchens aus dem Staub gemacht. Und auch ihre aktuelle Affäre steuert auf eine Katastrophe zu. Um sich abzulenken, beginnt Astrid, die Lebenserinnerungen ihres Großvaters aufzuschreiben. Sebastian Heisenberg war ein bekannter deutscher Orientalist. Im Zweiten Weltkrieg war er für das Reichspropagandaministerium und die deutsche Abwehr tätig und verfasste ein Buch, in dem er eine „faschistische Perspektive für die Welt des Islam“ zeichnete. Vladimir Vertlib widmet sich in seinem neuen Roman den großen Themen der Gegenwart: dem Gegensatz zwischen Orient und Okzident in Religion und Kultur - und dennoch dem Verbindenden zwischen den Menschen.

      Am Morgen des zwölften Tages
      3.0
    • »Ein großes Stück Literatur.« Profil Eine Urne in einer Plastiktüte fällt während einer Straßenbahnfahrt in St. Petersburg zu Boden, ein jüdisches Kind bekommt ein Zigarettenetui mit einer Landkarte des Großdeutschen Reiches als Geschenk, ein altes russisches Ehepaar schleppt ein Bett vom Sperrmüll durch die Straßen von New York. Authentisch und exemplarisch für die Emigrationserfahrung im 20. Jahrhundert erzählt Vladimir Vertlib die Geschichte der Irrfahrten einer russisch-jüdischen Familie auf dem Weg in die erhoffte Freiheit. Die Stationen dieser voller skurriler und überraschend komischer Episoden steckenden Reise sind Wien, Israel, Holland, Italien, die USA und abermals Wien, wo die Familie, einem Bumerang gleich, immer wieder landet und wo sie schließlich versucht, in der Heimatlosigkeit eine Art Heimat zu finden. 

      Zwischenstationen
      3.8
    • Lucia Binar und die russische Seele

      • 320 pages
      • 12 hours of reading

      Lucia Binar gegen den Rest der Welt. Lucia Binar ist 83, und sie ist verärgert. Die Große Mohrengasse, in der sie seit Langem lebt, soll aus Gründen der politischen Korrektheit in „Große Möhrengasse“ umgetauft werden. Und die soziale Einrichtung, die sie versorgt, hat versagt: Ihr Essen wurde nicht geliefert. Der Telefondienst ist in ein Callcenter ausgelagert, dort rät ihr eine überforderte Mitarbeiterin, sich von Manner-Schnitten zu ernähren. Lucia ist empört. Sie will die Frau aufsuchen und zur Rede stellen.

      Lucia Binar und die russische Seele
      3.1
    • Viktor hilft

      • 288 pages
      • 11 hours of reading

      Viktor ist vor Jahren nach Österreich gekommen, auf der Flucht vor dem Antisemitismus in der Sowjetunion. Nun versucht er, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle in einem Durchgangslager in Salzburg zu helfen. Ständig kehrt die Erinnerung an jene Zeit zurück, als er hier selber fremd war. Dazu kommt die Nachricht einer Jugendfreundin: Ihre Tochter, die übrigens auch seine sei, ist verschwunden. Nachforschungen zufolge macht sie sich in Deutschland für die AfD stark – Viktor begibt sich auf die Suche nach ihr. Mit großer Sensibilität erzählt Vladimir Vertlib in diesem teils autobiografischen Roman von großen Worten und kleinen Gesten, von Hass und Liebe und – vielleicht – Versöhnung.

      Viktor hilft
    • Ich und die Eingeborenen

      Essays und Aufsätze

      • 344 pages
      • 13 hours of reading

      „Heute würden sich viele Künstler freuen, wenn es ihnen wenigstens einmal im Leben gelänge, unangenehm aufzufallen. […] Als Provokation mag man heute den einen oder anderen Werbespot betrachten, aber sicherlich kein Theaterstück und schon gar nicht einen Roman oder ein Gedicht.“ Dennoch, so Vladimir Vertlib, habe er sich den 'subversiven Mut zur Naivität' bewahrt, der es ihm erlaube, das gesellschaftliche Engagement von Literatur noch immer als ein Kriterium von Qualität zu betrachten. Der vorliegende Band versammelt erstmals Vertlibs wichtigste Essays und Rezensionen zu Politik, Gesellschaft, Geschichte und Kunst, die unsere Gegenwart an den Erfahrungen eines 'deutsch schreibenden jüdischen Russen, der zur Zeit in Österreich lebt', spannungsvoll brechen.

      Ich und die Eingeborenen
    • Spiegel im fremden Wort

      • 253 pages
      • 9 hours of reading

      Neben dem subjektiven und dem kollektiven Gedächtnis gibt es noch ein interessanteres, wenn auch seltener zitiertes: nämlich das 'subversive' Gedächtnis. Es treibt mit dem sich Erinnernden allerlei Späße, bedient Erwartungen, macht halsbrecherische Kapriolen, vor allem aber lässt es sich nie festlegen und findet letztendlich doch einen Weg zur so genannten Wahrheit. Im Januar 2006 gab Vladimir Vertlib im Rahmen der 5. Dresdner Chamisso-Poetik-Dozentur einen Einblick in die Bedingungen und Voraussetzungen seines Schreibens. Anhand von Beispielen aus seinen Texten sprach Vertlib über die Rolle des Schriftstellers in unserer Zeit, über sein Schreiben zwischen den Sprachen und über das Spannungsverhältnis von Literarizität und Authentizität in jeder Form von Literatur: „Sogar eine Autobiographie, die sich explizit als solche ausweist, ist eine Fiktion, weil durch die Streiche, welche uns die Erinnerung spielt, durch Auslassungen und Interpretationen, das eigene Leben nachträglich neu ‚erfunden’ wird.“

      Spiegel im fremden Wort
    • Reise nach A.

      • 52 pages
      • 2 hours of reading

      Eine Reise nach A. ist nicht nur eine Reise an einen Ort. Eine Reise nach A. beschreibt die Ambivalenz des Autors zwischen offenen Ängsten und offenen Armen, mit denen wir Asylbewerbern und Flüchtlingen heutzutage begegnen. Aufwühlendes aus den Innenansichten von Vladimir Vertlib.

      Reise nach A.
    • Vyhoštění je autobiografická. Líčí snahu židovské rodiny uchytit se v USA, přesvědčit úřady, aby jí daly povolení k pobytu. Čeká ji nekonečná anabáze nejrůznějšími úřady a nakonec nekompromisní vyhoštění. Čtrnáctiletý mladík vnímá velmi intenzivně korektní, nicméně neosobní chování úředníků, které ve vypjaté situaci vyústí v antisemitské postoje.Tato základní textová linie se prolíná s pohledem na americkou každodennost i se vzpomínkami na ruskou realitu, Vertlib se v krátké epizodě z poválečného Sovětského svazu snaží o obecnější uchopení „ruské duše“.

      Vyhoštění
      4.3