Bibliotheca Academica - Reihe Orientalistik - 9: Malula und M'Alloy
Erzählungen aus einem syrischen Dorf
- 247 pages
- 9 hours of reading
Im Qalamun-Gebirge in Syrien liegt das Dorf Malula, dessen Bewohner sich als M'alloy bezeichnen. Die Geschichte des Dorfes reicht von in Felsen gemeißelten Höhlenwohnungen über Lehm- und Steinhäuser bis hin zu modernen Ferienappartements aus Stahl und Beton. Durch politische Integration, Arbeitsmigration und den Ausbau der Infrastruktur hat sich Malula von einem abgelegenen Bauerndorf zu einer beliebten Sommerfrische und einem Vorort von Damaskus entwickelt. Die zahlreichen Betonbauten und der Straßenbau beeinträchtigen zwar die Idylle, werden jedoch von einer jungen Ärztin als positiv wahrgenommen. Die M'alloy, die im Dorf geboren wurden, haben eine tiefe Verbundenheit zu ihrem Heimatort und streben danach, dort zu leben oder zurückzukehren. Diese Sehnsucht nach den Wurzeln ist für die Dorfbewohner von großer Bedeutung. Eine Nonne, die im Libanon arbeitete, verdeutlicht diesen Zustand. Jeder M'allay hat ein Zuhause im Dorf, denn der Verlust der Wurzeln gilt als das größte Unglück. Die Bewohner sind von ihrem Dorf fasziniert und empfinden eine tiefe Liebe zu Malula. Obwohl viele M'alloy nicht mehr dauerhaft dort wohnen können, bleibt die Einzigartigkeit des Ortes und die Geschichte des Dorfes eine verbindende Kraft. So hinterlassen alle M'alloy ihre Spuren in der Welt, geprägt von ihrem Leben in und außerhalb des Dorfes.
