Boualem Sansal is an Algerian author whose work delves into the complex social and political fabric of his homeland. Despite facing censorship, Sansal remains in Algeria, driven by a belief that artists can pave the way toward peace and democracy. His novels, deeply influenced by the turbulent era of Algeria's civil war, strive to enter the minds of his compatriots, seeking to understand and explain the roots of political and economic impasses and the rise of fundamentalism. Sansal's literary approach is characterized by an exploration of what led to the current situation, offering a profound examination of societal struggles.
Two women, a lonely, unmarried pediatrician and a spontaneous, pregnant 16 year-old teenager, forge a strong, unlikely emotional bond after a short time living together in a crumbling mansion in the slums of Algiers.
"It is the year 2084. In the kingdom of Abistan named after the prophet Abi, earthly messenger of the god Yolah, citizens submit to a single god, demonstrating their devotion by kneeling in prayer nine times a day. Autonomous thought has been banned, remembering is forbidden, and an omnipresent surveillance system instantly informs the authorities of every deviant act, thought, or idea. The kingdom is blessed and its citizens are happy, filled with a sense of purpose and piety. Those who are not, the heretics, are put to death by stoning or beheading in city squares. But Ati has met people who think differently; in ghettos and caves, hidden from the authorities, exist the last living heretics and free-thinkers of Abistan. Under their influence, Ati begins to doubt. He begins to think. Now, he will have to defend his thoughts with his life."--Amazon.com
Schwungvoll und heiter, schonungslos und beißend, anklagend und satirisch lässt Boualem Sansal die Kultur der sogenannten westlichen Welt auf die der islamischen prallen und deckt dabei überraschende Gemeinsamkeiten auf. In dem grauenerregenden Zuchthaus von Lambèse (Algerien) unterhalten sich zwei zum Tode Verurteilte: der Franzose Pierre und der Algerier Farid. Pierre wurde 1957 in Vialar (heute Tissemsilt) geboren. Er ist heimlich nach Algerien zurückgekehrt, um seine Mutter wiederzufinden, die ihn kurz nach seiner Geburt ausgesetzt hat. Er erlebt ein Land, das die Geister der Vergangenheit nicht loslassen. Vor allem aber deckt er gefährliche Wahrheiten über gewisse Aspekte des Unabhängigkeitskrieges auf. Farid hingegen hat sich in seinem früheren Leben an den Grausamkeiten beteiligt, die die Islamisten oder diejenigen, die sie auf zynische Weise benutzten, verübten. - Während Pierre und Farid über das Leben und Algerien diskutieren, bereitet sich eine internationale Menschenrechtskommission darauf vor, das Gefängnis zu besuchen. Angesichts dessen gerät die Verwaltung von Lambèse in helle Aufregung.
Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat erneut einen offenen Brief verfasst. Es ist ein an die Adresse der Völker und Nationen der Erde gerichtetes humanistisches und atheistisches Manifest. Ausgehend von der aktuellen Lage in seiner algerischen Heimat, in der die Bürger noch immer Woche für Woche jeden Freitag für eine demokratische Regierung auf die Strasse gehen, richtet Sansal seinen Blick in die Ferne und untersucht, wer bzw. was die Freiheit der Menschen auf dem Planeten bedroht. In gewohnter Weise barocke Sprache und analytischen Scharfsinn mischend identifiziert Boualem Sansal vier weltweite Freiheits-Feinde: das Geld, die Religion, schlechte Ernährung und ?die Spiele in der Arena?. Um dann die Vision einer föderalen Welt-Republik mit einer eigenen ?universellen Verfassung? für alle Völker und Nationen der Erde zu entwerfen. Sansal formuliert mit bissiger Ironie und Humor, aber voller Wut. (Verlagswerbung)
Die Bar des Amis in Algier ist Treffpunkt einer fröhlichen Truppe: Ein Schriftsteller, ein alter Widerstandskämpfer, ein Verliebter, Dok Tarik und andere. Bei Zigarettenrauch und endloser Trinkerei kursieren die unglaublichsten Geschichten. Hier wird Algerien neu erfunden: Zwischen Traum, Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht und dem Elend des Alltags.
Boualem Sansal gehört zu den wenigen Intellektuellen Algeriens, die noch in der Heimat leben und dort unerschrocken Kritik an den im Land herrschenden politischen, kulturellen und sozialen Verhältnissen üben. In seinem 2006 in Frankreich erschienenen offenen Brief appelliert Boualem Sansal an den Dialog. Diese Einladung zum Gespräch richtet sich jedoch keineswegs nur an die Landsleute in der Heimat und die vielen in der Emigration lebenden Algerier. Sansal hält mit seiner nüchternen, messerscharfen Analyse der Verhältnisse einmal mehr auch den Bürgern der westlichen Welt den Spiegel vor. So ist sein offener Brief eine Aufforderung an alle aufgekärten Weltbürger, öffentlich für Freiheit und Menschlichkeit und gegen Verblendung und Indoktrinierung durch politische Systeme und Kasten einzutreten.
" « La parole de Dieu est une, elle tourne inlassablement dans l'univers, d'un infini à l'autre, créant vie et mouvement, mais l'homme, cette glaise imparfaite, entend mal, il faut tout lui répéter, encore et encore. C'est la mission des prophètes et leur liste ne sera jamais close. C'est ce que je comprenais de mes précepteurs. » En 1916, alors que le premier conflit mondial s'étend au Moyen-Orient, Terah, un vieux patriarche chaldéen, ayant compris que son fils Abram est la réincarnation d'Abraham, le charge de conduire la tribu vers la Terre promise, comme jadis son ancêtre de la Genèse. Au terme de ce long périple, Abram parviendra-t-il à fonder la cinquième Alliance, susceptible de guider les hommes et d'apaiser leurs maux? En ces temps de retour angoissé aux questionnements religieux, Boualem Sansal est de ces écrivains qui accompagnent les élans spirituels et illustrent leurs dérives. En actualisant l'histoire ancienne de la Genèse dans le but d'éclairer nos temps obscurs, il nous offre ici une parabole sur la puissance et les faiblesses de la pensée religieuse."--Quatrième de couverture
Dies ist die Geschichte des Deutschen Hans Schiller und seiner beiden Söhne Rachel und Malrich. Die Brüder wuchsen fernab der Eltern in der Pariser Banlieu auf. Sie sind in Frankreich geblieben. Rachel hat Karriere gemacht: er hat einen guten Job, ein kleines Häuschen, ein Auto, eine Frau - und die französische Staatsangehörigkeit. Sein jüngerer Bruder Malrich steht am Rande der Gesellschaft: ohne Ausbildung, ohne Job und ohne Perspektive lebt er als Mitglied seiner multikulturellen Clique in der Vorstadt. Als die Eltern der beiden im fernen Algerien auf grausame Weise bei einem Attentat der Islamisten umgebracht werden, gerät das Leben der Brüder aus dem Lot. Die Trauer um die Eltern bringt zugleich eine erschütternde Erkenntnis zu Tage: Der Vater, den sie bisher als einen vielgeachteten Held des algerischen Unabhängigkeitskampfes kannten, hat eine unerträgliche Vergangenheit. Rachel zerbricht daran; Malrichs Versuch zu verstehen, führt ihn von der Nazi-Vergangenheit seines Vaters in die Abgründe der Gegenwart.
„Ich lehne es ab, mich von der Angst besiegen zu lassen.“ Boualem Sansal Schreiben ist seine Art zu kämpfen, dabei steht der Friedenspreisträger Boualem Sansal eigentlich für Dialog und Verständigung. Trotzdem warnt er eindringlich vor den Gefahren des Islamismus.In seinem Essay beschreibt der algerische Schriftsteller voller Leidenschaft, immer sachlich und ohne Vorurteile zu schüren, die prägenden Epochen des Islam und erläutert seine unterschiedlichen Strömungen. Er erklärt, warum der radikale Islam heute so an Boden gewinnt und nimmt dabei auch den Westen in die Verantwortung. Ein aufrüttelnder Appell zu Versöhnung und Vernunft.
Une maison que le temps ronge comme à regret. Des fantômes et de vieux souvenirs que l'on voit apparaître et disparaître. Une ville erratique qui se déglingue par ennui, par laisser-aller, par peur de la vie. Un quartier, Rampe Valée, qui semble ne plus avoir de raison d'être. Et partout dans les rues houleuses d'Alger des islamistes, des gouvernants prêts à tout, et des lâches qui les soutiennent au péril de leur âme. Des hommes surtout, les femmes n'ayant pas le droit d'avoir de sentiment ni de se promener. Des jeunes, absents jusqu'à l'insolence, qui rêvent, dos aux murs, de la Terre promise. C'est l'univers excessif et affreusement banal dans lequel vit Lamia, avec pour quotidien solitude et folie douce. Mais voilà qu'une jeune écervelée, arrivée d'un autre monde, vient frapper à sa porte. Elle dit s'appeler Chérifa, s'installe, sème la pagaille et bon gré mal gré va lui donner à penser, à se rebeller, à aimer, à croire en cette vie que Lamia avait fini par oublier et haïr.
Am selben Tag werden im Städtchen Rouiba zwei Männer ermordet aufgefunden. Moh, der wohlhabende Pate der Region, und Bakour, ein armer Teufel. Die Autoritäten der Polizei möchten den Fall Moh schnellstmöglichst abschließen und schieben den Mord den Islamisten in die Schuhe. Der alternde Kommissar Larbi ermittelt im Fall Bakour. Als er Hinweise für einen Zusammenhang zwischen beiden Morden hat, begibt er sich in größte Gefahr.
En 1994, après le massacre du village d'Aïn Deb, les frères Schiller découvrent l'identité de leur père, un Allemand moudjahid. Ce roman, basé sur des faits réels, relie la Shoah, la guerre en Algérie et la situation des banlieues françaises, offrant une réflexion profonde sur des sujets délicats.
Ute von Ebert, héritière d'un empire industriel, vit à Erlingen, assiégée par un ennemi mystérieux. À travers des lettres sarcastiques à sa fille Hannah, elle évoque les Serviteurs, qui imposent la soumission à Dieu comme loi, et l'angoisse d'attendre un train pour évacuer la ville.
«Je l'ai entendu comme un appel de l'au-delà : "Va, retourne à la rue Darwin." J'en ai eu la chair de poule. Jamais, au grand jamais, je n'avais envisagé une seule seconde de retourner un jour dans cette pauvre ruelle où s'était déroulée mon enfance.» Après la mort de sa mère, Yazid, le narrateur, décide de retourner rue Darwin dans le quartier Belcourt, à Alger. «Le temps de déterrer les morts et de les regarder en face» est venu. Une figure domine cette histoire : celle de Lalla Sadia, dite Djéda, toute-puissante grand-mère installée dans son fief villageois, dont la fortune immense s'est bâtie à partir du florissant bordel jouxtant la maison familiale. C'est là que Yazid a été élevé, avant de partir pour Alger. L'histoire de cette famille hors norme traverse la grande histoire tourmentée de l'Algérie, des années cinquante à aujourd'hui. Encore une fois, Boualem Sansal nous emporte dans un récit truculent et rageur dont les héros sont les Algériens, déchirés entre leur patrie et une France avec qui les comptes n'ont toujours pas été soldés. Il parvient à introduire tendresse et humour jusque dans la description de la corruption, du grouillement de la misère, de la tristesse qui s'étend… Rue Darwin est le récit d'une douleur identitaire, génératrice du chaos politique et social dont l'Algérie peine à sortir.
Ist der Gott von heute wirklich der von gestern und vorgestern, und wir selbst, waren wir dessen, was wir zu wissen glaubten, so sicher? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sieht sich der junge Abram, Sohn des sunnitisch irakischen Clan-Anführers Terah, mit seiner Bestimmung konfrontiert: Als Reinkarnation von Abraham, der zentralen Figur des Alten Testaments und Stammvater Israels, liegt es in seiner Verantwortung, sein Volk vor dem Hintergrund der europäischen Unruhen des Ersten Weltkrieges in das Gelobte Land zu führen und so mit dem „Fünften Bund“ eine neue abramische Ära einzuläuten. Friedenspreisträger Boualem Sansal entwirft in seinem wortgewaltigen, komplexen Roman auf einzigartige Weise die Vision einer Versöhnung von Politik und Religion, indem er kontroverse Fragen der Gegenwart mit biblischen Passagen verknüpft und sich nicht davor scheut, die Macht und Schwächen des religiösen Denkens kritisch zu hinterfragen. Was würde geschehen, wenn sich die Offenbarung der Genesis in der Weltgeschichte wiederholt?
Mit Beiträgen von zahlreichen Autoren wird die essentielle Rolle der Literatur für das öffentliche und private Leben hervorgehoben. Sie ist entscheidend für die (Charakter-)Bildung, das Verständnis von Kultur und die menschliche Identität. Die alarmierende Marginalisierung der Literatur in Schulen, Hochschulen und der populären Kultur führt zu einem drohenden Verlust von Wissen, freiheitlichem Denken und gesellschaftlicher Orientierung. Anstatt elitäre Bildungstraditionen zu bewahren, wird auf die Gefahren hingewiesen, die mit der Reduktion auf „das Wesentliche“ und der Vermeidung von Überforderung einhergehen. Die Flut kontextloser Bilder trägt zur Verarmung des Denkens und zur politischen Sterilisierung bei. Besonders besorgniserregend ist der Verlust von Text- und Lesekompetenz sowie der Fähigkeit, in komplexen und ambivalenten Zusammenhängen zu denken und zu empfinden. Auch das, was man als „Möglichkeitssinn“ bezeichnet, ist durch den Verzicht auf Literatur bedroht, was eine wichtige Waffe im Kampf gegen Fundamentalismen gefährdet. Der Band diskutiert sowohl die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung als auch mögliche Vorschläge zum Widerstand.
Rozlehlá říše Abistán vděčí za své jméno prorokovi jménem Abi, „vyslanci“ samotného Yoláha na Zemi. Říše funguje díky všeobecné amnézii obyvatel a podřízení se „jedinému Bohu“. Jakékoliv individuální myšlení je zapovězeno, všudypřítomný dohled umožňuje kontrolu nad úchylkami v idejích i činech. Oficiálně žije lid svorně a šťastně ve víře bez pochybností. Hlavní hrdina Ati však tyto vnucené jistoty zpochybňuje. Pouští se do pátrání po kmeni odpadlíků, kteří žijí v ghettech bez ochranitelské nadvlády víry…