Peter Glotz was a German politician and social scientist whose work primarily explored communication and media. His academic career included leadership roles at prominent universities and professorships in communication sciences and media studies. Glotz's dual background in politics and academia provided him with a unique perspective on societal dynamics and discourse.
Peter Glotz, der als Kind selbst aus dem Sudetenland vertrieben wurde, erzählt am Beispiel Böhmens von der Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Sein Buch ist eine ebenso genaue wie erschütternde Darstellung des Unrechts und Leids, die ein seit 1848 entfesselter Nationalismus verursacht hat. Der Fall Böhmen zeigt: Jede Vertreibung ist ein Verbrechen gegen die Menschenrechte.
Im Zusammenhang mit der geplanten Stationierung amerikanischer Pershing II-Raketen und Cruise Missiles auf deutschem Boden wird – von manchen befürchtet, von anderen gewünscht – ein »heißer Herbst« vorausgesagt. In dieser Debatte hat der bisher in der deutschen politischen Kultur nicht heimische Begriff des »zivilen Ungehorsams« eine prominente Stellung erlangt: von den einen wird er als Gewalt abgelehnt, von anderen als legitimer Bestandteil der Rechte jedes einzelnen angesehen. Die hier wiedergegebenen Vorträge und Diskussionen einer Veranstaltung des »Kulturforums der Sozialdemokratie« im September 1983 unternehmen es, Voraussetzungen, Mittel und Konsequenzen zivilen Ungehorsams zu bestimmen.
Die Stationen der Telekom von einem auf Deutschland beschränkten, monopolistischen Staatsbetrieb zu einer Aktiengesellschaft auf dem Weg zum Global Player sowie Erfolge und Misserfolge des seit 1995 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer.
Dieser Band richtet seinen Blick auf die jüngste Vergangenheit - die Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten, den Nahostkonflikt, die Welt and der Jahrtausendwende - und gibt einen Ausblick auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Die unmerkliche Verwandlung der Deutschen 1989 bis 1994
Die Wiedervereinigung erzeugt in Deutschland einen neuen Zeitgeist. Ein gerade zur Formel erstarrender Gedanke lautet: Deutschland müsse jetzt, nachdem es seine volle Souveränität zurückerhalten habe, eine Rückkehr zur Normalität der deutschen und europäischen Üblichkeiten vollziehen. Die zweite Hälfte dieser Denkfigur benutzt den Begriff des »Sonderwegs«: Eine Abweichung von der »Norm« des europäischen Nationalstaats sei eine neue Variante des verderblichen Sonderwegs der Vergangenheit. Ist es nicht ein »Sonderweg«, wenn wir entschieden aus dem Korsett des Nationalstaats ausbrechen wollen und uns für einen europäischen Bundesstaat einsetzen? Ist es nicht ein »Sonderweg«, wenn wir uns weigern, Soldaten zur Befreiung aller möglichen Konflikte in die Welt zu schicken? Müssen die Deutschen nicht »erwachsen« werden, ein »normales Nationalgefühl« entwickeln? Peter Glotz wehrt sich gegen eine solche Philosophie der Normalisierung. Er fragt, ob die Deutschen aus ihrer nationalen Katastrophe nicht etwas Besonderes gelernt haben könnten. Er widerspricht der Sehnsucht, do zu werden wie die Franzosen oder Engländer, und setzt sein Konzept einer Zivil- und Technologiemacht Deutschland gegen die Rehabilitierung von Nationalstaat, Ethnizität und Machtstaat. Seine These lautet: Es gibt eine unmerkliche Verwandlung der Deutschen seit 1989.
Als »Großdenker« und »Kommunikationsgenie« hat man Peter Glotz (1939– 2005) bezeichnet. Er selbst, als Kommunikationswissenschaftler in die Politik geraten, sah sich dort als »Fechtmeister und Sänger«. Seine größte Sorge um diese Gesellschaft war die notorische Diskussionverweigerung der politischen und medialen Eliten. Dagegen kämpfte er mit einer Strategie des Dialogs. Die Beiträge zur Kommunikations-, Medien- und Kulturpolitik in diesem Band demonstrieren, wie er das machte: kenntnisreich, klug, brillant zuspitzend, manchmal zornig und polemisch, immer mit Respekt vor Gegnern. Die theoretische und praktische Substanz dieser Beiträge provoziert eigenes Denken über Kommunikation und Medien. Und auch nach Jahrzehnten noch macht es Spaß, Glotz zu lesen.
Peter Glotz war ein Grenzgänger par excellence. Als Heimatvertriebener, der sich nie in das konservative Lager der Vertriebenen fügte, als Linker, der mit den Achtundsechzigern nur wenig anfangen konnte, aber auch als Wissenschaftler, Politiker und Publizist saß er zwischen allen Stühlen und hat doch seine Heimat gefunden. In seinen Erinnerungen erzählt der Vordenker und Intellektuelle der SPD aus seinem bewegten Leben und zieht eine persönliche Bilanz.
Internationale Delphi-Befragung zur Entwicklung der Online-Kommunikation
205 pages
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Das Internet steht in der öffentlichen Diskussion als Symbol für technischen Fortschritt, kulturelle Globalisierung und wirtschaftliches Wachstum. Evangelisten und Apokalyptiker des „digitalen Zeitalters“ prophezeien revolutionäre gesellschaftliche und kulturelle Folgen. Doch wie werden wir das Internet in ein bis zwei Jahrzehnten wirklich nutzen? Werden wir nicht nur unsere Bankgeschäfte und Einkäufe via Computernetz tätigen, sondern tatsächlich an virtuellen Universitäten lehren und lernen? Wird Telearbeit zum Normalfall der „Informationsgesellschaft“, und wer wird „virtuelle Gemeinschaften“ der direkten Kommunikation vorziehen? Diese und eine Vielzahl weiterführender Fragen über Verbreitung, Bedeutung und mögliche Folgen der Online-Kommunikation waren Gegenstand einer internationalen Expertenbefragung, deren Ergebnisse hier dokumentiert und analysiert wurden.