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Martin Walser

    March 24, 1927 – July 28, 2023

    Martin Walser is a German writer renowned for depicting the internal conflicts of his anti-heroes. His prose offers profound insights into the human psyche, exploring the moral dilemmas of modern society. Walser's distinctive style, marked by precise language, masterfully renders complex characters whose struggles and search for identity resonate deeply with readers.

    Martin Walser
    Nietzsche lebenslänglich
    Spätdienst
    Die Anselm-Kristlein-Trilogie
    Am Wasser. Ein Bilderbuch.
    Runaway Horse
    Halbzeit
    • Heimatlob

      Ein Bodenseebuch

      Martin Walser reflektiert in Prosa und Lyrik über seine Lebenslandschaft: den Bodensee. Zutage treten dabei Naturempfindungen, Landschaftswahrnehmungen und einfühlsame Schilderungen der Menschen, die hier leben oder gelebt haben - mal heiter, mal tiefsinnig. Gespeist von einen großen Geschichtsbewusstsein, entfaltet sich in den Texten dieses Bodenseebuches das heiter-melancholische Heimatlob eines kritischen Geistes, der mit wachen Augen und Ohren in seiner Heimat lebt und sie als seinen Resonanzraum begreift. Der Fotograf Jürgen Ritter zeigt mit seinen beeindruckenden Aufnahmen den See in unterschiedlichsten Aspekten und Stimmungen, dabei an die Landschaftsgemälde von Caspar David Friedrich erinnernd.

      Heimatlob2024
    • Martin Walsers hiesige Texte sind ein Schatz, der lange darauf gewartet hat, aus den Tiefen des Bodensees ins Licht der Öffentlichkeit gehoben zu werden.

      Fisch und Vogel lassen grüßen2023
    • Die drei Marien

      • 46 pages
      • 2 hours of reading

      Essays über die drei großen oberschwäbischen Schriftstellerinnen Maria Beig, Maria Menz und Maria Müller-Gögler.

      Die drei Marien2023
    • Die Amerikareise

      • 90 pages
      • 4 hours of reading

      WER ERKLÄRT MIR MEIN HEIMWEH NACH AMERIKA? WIE MUSS DER TON BESCHAFFEN SEIN, DER VON HIER BIS TEXAS REICHT UND SO LANGE HÄLT WIE DORT DER SCHÖNE HIMMEL? WOHIN MIT DEN ZIERLICHEN EICHEN, DEN ZEDERN, DEN UNZÄHLIGEN, DIE MIR IM KOPF NACHGEWACHSEN SIND? WAS ANFANGEN MIT UNSTERBLICHEN SÄTZEN AUS DEM SUPERMARKT, DIE NOCH AN SICH HABEN DIE SÜDLICHE WINDUNG DER LIPPEN, AUS DER SIE ENTSTANDEN? WARUM BLEIBT MIR DIE TANKSTELLE ALS WÄRE SIE VON MICHELANGELO?

      Die Amerikareise2023
    • Der edle Hecker

      • 70 pages
      • 3 hours of reading

      Der berühmte Heckerzug von 1848 zur Ausrufung der Republik, gesehen und auf je eigene Art und Weise faszinierend interpretiert von zwei bedeutenden Künstlern.

      Der edle Hecker2023
    • Lieber träumen wir alles, als dass wir es sagen

      Ein Gespräch mit Michael Albus. Mit einem Essay von Arnold Stadler

      • 224 pages
      • 8 hours of reading

      Am 24. März 2022 wird Martin Walser 95 Jahre alt. Der Gesprächsband mit Michael Albus – unter Beteiligung von Arnold Stadler – entstand auf Wunsch des Autors. Ein spannendes Unternehmen: Wovon träumt ein ebenso anerkannter wie umstrittener deutscher Schriftsteller, wenn die großen Kämpfe des Lebens ausgekämpft sind? Martin Walser spricht darüber, was nach einem langen und erfüllten Leben immer noch von Bedeutung ist und was nicht. Eine Auswahl von Zitaten aus Walser-Texten verknüpft Interview und Lebenswerk. In einer ausführlichen Nachschrift würdigt Arnold Stadler – mit dem Walser Alemannisch spricht, wenn beide unter sich sind – den Älteren aus seiner eigenen poetischen Perspektive: »Jeder wirkliche Dichter hat eine Verletzung, eine Wunde, aus der es weiterblutet. Erinnerungsweise« (Arnold Stadler).

      Lieber träumen wir alles, als dass wir es sagen2022
    • Das Traumbuch

      Postkarten aus dem Schlaf

      • 141 pages
      • 5 hours of reading

      Dieses Buch hält Träume aus fünfundzwanzig Jahren fest, geträumt und aufgeschrieben von Martin Walser, zu Bildern gemacht, auf Bildern inszeniert von Cornelia Schleime. Und es ist wie so oft: Der Träumer kann fliegen, im Handumdrehn kommt er von einem Ort zum nächsten, er macht sich lächerlich und muss erkennen, dass er, während er sich lächerlich macht, gerade auf einer Bühne steht, vor Zuschauern ... Und so berichtet der Schriftsteller von Witz und Schrecken, Peinlichkeit und Rettung in seinen Träumen, und die Malerin folgt ihm kongenial. Natürlich taucht Unbekanntes auf, der Selbstkostenpreis Gottes zum Beispiel. Oder gefiederte Hunde. Oder Wörter wie branghementique , die es nicht gibt, oder Kinder, die mit Krawatten auf die Welt kommen. Aber auch Bekanntes und Bekannte haben ihren Auftritt, die Stadt Wasserburg vor allem, dann auch Thomas Mann und Rudolf Augstein und Pete Sampras. Oder Maria Stuart, Edgar Selge und Jürgen Habermas. Und die bekannte unbekannte Schönheit, naheliegenderweise. Immer wieder.

      Das Traumbuch2022
      3.0
    • Sprachlaub oder. Wahr ist, was schön ist

      Texte von Martin Walser mit Aquarellen von Alissa Walser

      • 144 pages
      • 6 hours of reading

      «Du musst den Wörtern kündigen», notiert der Schriftsteller, oder: «Ich bin durchsichtig wie ein leeres Marmeladenglas.» In Augenblickstexten, Augenblickspoesien sammelt Martin Walser noch einmal Eindrücke von der Welt, wobei sein Sehen oft ein Sichversenken ist, sein Anschauen einer Wasseroberfläche, einer Lilie oder Baumkrone schon eine Art, über diese Dinge nachzudenken. Die Aquarelle Alissa Walsers entsprechen diesem Nachdenken; indem sie ausschweifen ins Sinnliche, weisen sie hin auf die landschaftlichen Quellen. Sie grundieren die Stimmungen des Autors mit dem Spektrum jahreszeitlicher Farben. Die Themen, die hier auf wenigen Seiten Platz finden, sind vielfältig und weitgespannt. Vor fast 80 Jahren hat Walser mit dem Schreiben begonnen, und noch immer tut er, was er auch damals getan hat, fixiert die eigenen Zustände, als wären sie endgültig, versucht gleichzeitig, offen zu bleiben. Motive: einer sein wollen, der man nicht ist; Sätze, die man sagen wollte und nicht sagte; Texte, die man schreiben wollte und nicht schrieb; Streit und Liebe. «Schicksal». Gespräche mit dem eigenen Knie oder einer Katze. Und dann das Hauptmotiv: dass es bald enden könnte. Der Schriftsteller richtet sich darauf ein, bereitet sich vor, sagt aber auch: «Ich wehre mich nicht, ich bin bedacht und will bis zum letzten Abend leben.»

      Sprachlaub oder. Wahr ist, was schön ist2021
      4.0
    • Nirgends wäre ich lieber als hier

      Mit Martin Walser unterwegs am Bodensee. Herausgegeben von Lorenz L. Göser und Elmar L. Kuhn. Herausgegeben von Lorenz L. Göser und Elmar L. Kuhn

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Martin Walser hat in seinem Werk immer wieder seine Heimat gepriesen und den Menschen rund um den Bodensee mehr als nur ein Denkmal gesetzt. Hier sind die schönsten Zeugnisse dieser Liebe zu einer Region in einem literarischen Reiseführer zusammengestellt. Mit Texten aus den frühen Tagebüchern der 60er- und 70er-Jahre, den großen Romanen wie Ein springender Brunnen, Das Einhorn, Seelenarbeit oder Muttersohn u. a. m., aus Hörspielen und Aufsätzen ist diese Auswahl eine Einladung zu Streifzügen in der vielleicht lieblichsten Region Deutschlands, in der die »Hügel aussehen wie Kissen am See«. Und dazu, Walser wieder zu lesen.

      Nirgends wäre ich lieber als hier2020
    • Für alle Walser-Leser ein Fest des Wiedersehens: Schon in seinen Tagebüchern von 1961 finden sich Eintragungen zu «Mädchenleben», jetzt hat Martin Walser eine Geschichte daraus gemacht.Es geht um das Mädchen Sirte Zürn, das seinen eigenen Weg geht. Sie gräbt sich im Sand ein, rennt bei Sturm in den See und soll auf Wunsch ihres Vaters heiliggesprochen werden. Doch nicht nur sie ist anders, denn was hat es mit den seltsamen Eltern auf sich? Warum ist der Untermieter auf Sirte so fixiert?Mit Staunen lassen wir uns gefangen nehmen von der Geschichte eines jungen Mädchens, das anders ist als andere – zerbrechlich und sonderbar und ausgestattet mit einem ins Himmlische reichenden Gespür.

      Mädchenleben oder Die Heiligsprechung2019
      3.2
    • «Was, bitte, wäre ich lieber als ich? Alles andere als ich.» Martin Walsers viel diskutierter Roman über Beziehungen und darüber, was passiert, wenn ein Mann gleich zwei Frauen liebt. Justus Mall, der früher einmal anders hieß, war Oberregierungsrat, zuständig für Migration, bis er etwas Unbedachtes machte. Seitdem ist er Philosoph, zuständig für alles und nichts. Doch das ist nicht das einzige Dilemma seines Lebens: Er liebt gleich zwei Frauen. Und weil das nicht gehen kann, beginnt er, einen Blog zu schreiben – auf der Suche nach einem Menschen, der genau das ist, was ihm fehlt. Ein völlig geklärt geschriebener Roman über lauter Ungeklärtes, ein ungeheuerliches, überwältigendes Buch.

      Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte2018
      2.1
    • "Ich würde heute ungern sterben"

      Interviews von 1978 bis 2016

      • 576 pages
      • 21 hours of reading

      Die wichtigsten Interviews aus 40 Jahren: intellektuell brillant, weitsichtig und streitlustig. «Meine Muse heißt Mangel» – so hat Martin Walser schon früh den Ausgangspunkt seines Schreibens gefasst. Was es heißt, ein Leben als Schriftsteller und Intellektueller mit diesem Mangel zu führen, darüber geben die wichtigsten Interviews Martin Walsers Auskunft – und über so viel mehr: über Kafka, natürlich, über das Verhältnis von Literatur und Welt, die Gruppe 47, deutsch-deutsche Geschichte, große Zeitenwenden und die Größe der kleinen Momente, über das Schreiben als Belebung. Ein tiefer Einblick in das Werk und das Denken Martin Walsers.

      "Ich würde heute ungern sterben"2018
    • Spätdienst

      Bekenntnis und Stimmung

      • 208 pages
      • 8 hours of reading

      «Der berühmteste lebende deutsche Schriftsteller» (Zeit) zieht eine literarische Bilanz seines Lebens.«Das Alter ist ein Zwergenstaat, regiert von jungen Riesen.» Wer sagt das? Ein lyrisches Ich zwischen Glücksmomenten und Schwärze, Leere, Sturz. Beim Durchkämmen des Hundefells, beim Aufschneiden eines Apfels oder immer dann, wenn die Berge im Blau stehen, der Wind in den Bäumen rauscht, die Blätterschönheit den Atem raubt, kommt sie auf, die Frage, ob das das Glück sei, denn lange währt es nie. Schon fährt etwas dazwischen, Wörter, die wehtun, ausgesprochen von anderen, gegen die nur eines hilft: «Sich in Verse hüllen, als wären es Schutzgewänder, schön, weltabweisend, die Einbildung heißt Aufenthalt.» In Martin Walsers neuem Buch finden sich Lebensstenogramme, mal sind sie lyrisch, mal essayistisch, immer aber berührend, tief empfunden, wahr.

      Spätdienst2018
      4.6
    • Die 1955 gegründete Vierteljahresschrift wurde in Anknüpfung an die von Friedrich Schiller herausgegebene Monatsschrift benannt und widmet sich »ohne Scheuklappen und unabhängig von Moden« (WDR) allen Aspekten zeitgenössischer Literatur. Er ist der bedeutendste spanische Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts: Federico Garcia Lorca (1898 – 1936). Die Theaterstücke des Autors, der mit 38 Jahren von Franco-Putschisten erschossen wurde, werden bis heute weltweit gespielt, vor allem Bernarda Albas Haus, Bluthochzeit oder Yerma. Seine Gedichte sind lebendig geblieben wie wenige aus dieser Zeit, es gibt sie in unzähligen Sprachen, und – auch das ist nicht selbstverständlich – in ständig neuen Übersetzungen. Lorcas Werk kann stets aufs Neue entdeckt werden, und dazu lädt diese horen-Ausgabe ein. Mit Essays, Gedichten, Prosatexten, dramatischen Szenen und Übersetzungen u. a. von Mirko Bonné, Renata Burckhardt, Ralph Dutli, Martin Gelzer, José F. A. Oliver, Hendrik Rost, Julia Trompeter.

      Die Horen - 268: Es gibt ein Bruchstück des Morgens, Federico Garcia Lorca, noch einmal gelesen2017
    • Der Höhepunkt in Martin Walsers Alterswerk – ein neuer Roman als Summe und Bilanz. „Mit der Unwahrheit ein Glückskunstwerk zu schaffen, das ist die menschliche Fähigkeit überhaupt.“ Wer sagt das? Seine Frau nennt ihn mal Memle, mal Otto, mal Bert, er versucht zu erkennen, wie aus Erfahrungen Gedanken werden. Den Widerstreit von Interessen hat er hinter sich gelassen, Gegner und Feinde auch, sein Wesenswunsch ist, sich herauszuhalten, zu schweigen, zu verstummen. Am liebsten starrt er auf eine leere, musterlose Wand, sie bringt die Unruhe in seinem Kopf zur Ruhe. „Mir geht es ein bisschen zu gut“, sagt er sich dann, „zu träumen genügt“. „Statt etwas oder Der letzte Rank“ ist ein Roman, in dem es in jedem Satz ums Ganze geht – von größter Intensität und Kraft der Empfindung, unvorhersehbar und schön. Ein verwobenes Gebilde, auch wenn es seine Verwobenheit nicht zeigen will oder sogar versteckt. Ein Musikstück aus Worten, das dem Leser größtmögliche Freiheit bietet, weil es von Freiheit getragen ist: der Freiheit des Denkens, des Schreibens, des Lebens. So nah am Rand der Formlosigkeit, ja so entfesselt hat Martin Walser noch nie geschrieben. Das fulminante Porträt eines Menschen, ein Roman, wie es noch keinen gab.

      Statt etwas oder Der letzte Rank2017
      3.3
    • Das Leben wortwörtlich

      • 352 pages
      • 13 hours of reading

      Martin Walser ist Schriftsteller. Jakob Augstein ist Journalist. Und sie sind Vater und Sohn. In diesem Buch sprechen sie über das Leben von Martin Walser, über dessen Jugend in Wasserburg am Bodensee, über den Vater, der Hölderlin gelesen hat, und die Mutter, die das Gasthaus geführt hat. Sie sprechen über den Krieg, über das Schreiben, über Geld und das Spielcasino in Bad Wiessee, über Uwe Johnson und Willy Brandt. Sex sei kein Sujet, sagt Walser, und so sprechen sie stattdessen über das Lieben. Und dann über das Beten. Jakob Augstein fragt Walser nach der umstrittenen Rede in der Paulskirche und der öffentlichen Fehde mit Marcel Reich-Ranicki. Und natürlich spielen Auschwitz und die deutsche Vergangenheit eine Rolle, ohne die das Leben und die Romane von Walser nicht zu denken sind. Und sie sprechen auch über sich. „Das Leben wortwörtlich“ ist ein gemeinsamer Blick auf eine deutsche Lebensgeschichte, bewegend und voller überraschender Einsichten.

      Das Leben wortwörtlich2017
      4.2
    • Ewig aktuell

      Aus gegebenem Anlass

      Ein großer Schriftsteller und seine Zeit. Vom Beginn seines schriftstellerischen Schaffens an hat Martin Walser das politische und gesellschaftliche Geschehen begleitet, er hat beobachtet, teilgenommen und sich eingemischt. „Ewig aktuell“ versammelt Äußerungen, Aufsätze und Reden, die in mehr als einem halben Jahrhundert aus aktuellen Anlässen entstanden sind. In den sechziger Jahren protestierte er gegen die deutsche Haltung zum Vietnamkrieg der Amerikaner, ab den siebziger Jahren wollte er sich nicht mehr mit der Anerkennung der deutschen Teilung als Resultat einer Katastrophe zufrieden geben; dann die Wiedervereinigung, die Golfkriege und der Flüchtlingsstrom. Immer wieder stellte er sich der deutschen Schuld, beschäftigte sich mit der Ungeheuerlichkeit, dass Auschwitz menschenmöglich war. Er setzte sich mit Zeitgenossen – dem, was andere taten, dachten – rege auseinander, wurde zu einem scharfen Kritiker der Instrumentalisierung der Medien durch die Politik. „Ewig aktuell“ ist eine Reise durch nahezu sechzig Jahre Zeitgeschichte aus dem Blickwinkel eines großen Schriftstellers und zugleich das persönliche Zeugnis eines Beobachters, der das Geschehen nicht von einem fernen Planeten aus beschreibt, sondern sich selbst immer auch als Teil des Geschehens verstanden hat. Die politische Entwicklung der Bundesrepublik von den Anfängen bis in die Gegenwart, sie wird in diesem Band lebendig.

      Ewig aktuell2017
    • Ein sterbender Mann

      • 288 pages
      • 11 hours of reading

      Theo Schadt, 72, ist ein Firmenchef und erfolgreicher „Nebenherschreiber“, der von seinem engsten Freund Carlos Kroll, einem Dichter, verraten wird. Nach diesem Verrat ist Theo beruflich ruiniert und arbeitet im Tangoladen seiner Frau in München. In seiner Verzweiflung meldet er sich in einem Online-Suizid-Forum an, um mit anderen über seine Erfahrungen zu sprechen. Eines Tages wird er von einer Kundin an der Kasse überwältigt; ihr Blick löst eine Lichtflut in ihm aus. Seine Frau vermutet einen Schlaganfall, doch es sind die Augen dieser Frau, die ihn fesseln. Er findet ihre Adresse und beginnt, ihr E-Mails zu schreiben, die ihm eine Illusion des Weiterlebens bieten. Nach 38 Ehejahren verlässt er seine Frau, da ihm Sitte, Anstand und Moral nichts mehr bedeuten. Doch bald erfährt er, dass die Frau, die ihn fasziniert, mit demjenigen in einer offenen Beziehung lebt, der ihn verraten hat. Ist sein Leben eine „verlorene, nicht zu gewinnende Partie“? Der Roman thematisiert das Altsein, Liebe und Verrat und beeindruckt durch sprachliche Schönheit und emotionale Kraft.

      Ein sterbender Mann2016
      2.8
    • Schreiben und Leben

      Tagebücher 1979 - 1981

      • 704 pages
      • 25 hours of reading

      «Der Mensch ist ein Dichter. Und wenn er kein Dichter mehr ist, dann ist er auch kein Mensch mehr», schreibt Martin Walser im April 1979 in sein Tagebuch. Leben und Schreiben? So waren seine Tagebücher bisher überschrieben, aber nun, in diesem vierten Band, ist die Gewichtung eine andere. «Schreiben und Leben» heißt es jetzt: Das Schreiben erst gibt dem Leben seinen Sinn. Und es bringt Schönheiten hervor, die genauso Wahrheiten sind – dafür liefert dieses Tagebuch hinreißende Beweise. Der vierte Band von Martin Walsers Tagebüchern: Einblick in Schreiben und leben der frühen 80er Jahre

      Schreiben und Leben2015
    • Unser Auschwitz

      Auseinandersetzung mit der deutschen Schuld

      • 400 pages
      • 14 hours of reading

      Unser Auschwitz – so hat Martin Walser im Jahr 1965 einen Aufsatz überschrieben, in dem er festhält, was er als Beobachter beim Auschwitz-Prozess erlebt hat. Seitdem setzt er sich mit der deutschen Schuld immer wieder auseinander. Dabei gab es – etwa als Reaktion auf seine sogenannte Paulskirchenrede – Kontroversen, in denen seine Haltung zur deutschen Vergangenheit mitunter heftig infrage gestellt wurde. Dieses Buch zeigt, wie vielfältig und kontinuierlich sich Martin Walser seit seinen schriftstellerischen Anfängen mit der deutschen Schuld beschäftigt – als Erzähler, Stückeschreiber, Essayist und Redner, in Artikeln und Interviews.

      Unser Auschwitz2015
      3.7
    • Shmekendike Blumen

      • 144 pages
      • 6 hours of reading

      In seinem neuen Essay ist Martin Walser ganz Leser und Entdecker, und als solcher bereist er eine sonst kaum beachtete literarische Landschaft – die jiddische Literatur. Einem ihrer großen Autoren und Mitbegründer der modernen jiddischen Literatur, Sholem Yankev Abramovitsh (1835-1917), will er schreibend ein Denkmal setzen: ihm und seinem Werk, das er «ein Lesewunder» nennt und in dem ihm ein Erzählen «unter einem Himmel voller Bedeutungen» begegnet. Martin Walser ist begeistert von der Vielfalt der Sprachwelten, die sich ihm darin eröffnet. Die enthusiastische Leseerfahrung, die in seinem Essay ihr Echo findet, lässt auch einen Autor in neuem Licht erscheinen, zu dem er seit seinen Anfängen immer wieder zurückgekehrt ist: Franz Kafka. So ist Martin Walsers Essay nicht nur die Erkundung einer vernichteten Lebenswelt, sondern auch eine emphatische Einladung an das Publikum, sich in diesen wieder entdeckten Landstrich der Literatur zu begeben: «Ich hoffe, es gehe jedem Leser so: Man möchte diese Sprache sprechen.»

      Shmekendike Blumen2014
      5.0
    • Die Inszenierung

      • 173 pages
      • 7 hours of reading

      Augustus Baum, ein berühmter Theaterregisseur, liegt nach einem leichten Schlaganfall im Krankenhaus. Herausgerissen aus der Inszenierung der Möwe von Anton Tschechow, inszeniert er weiter, vom Krankenzimmer aus. Nicht nur das Stück, sondern auch sich selbst. Die Nachtschwester Ute-Marie, seine Frau Dr. Gerda und er sind die Personen, die er so handeln lässt, dass ein Roman draus wird. Es ist ein Roman, der ohne Erzähler auskommt. Die Figuren handeln durch Rede und Gegenrede, mit einander und gegen einander redend handeln sie: Sie stehen auf dem Spiel, darum müssen sie sprechen. Obwohl es in der «Inszenierung» um nichts als Liebe geht, ist, was darin verhandelt wird, etwas Unerhörtes, eine Sensation: Dr. Gerda, die Ehefrau, und Ute-Marie, die Nachtschwester, sind bei aller Lebensverschiedenheit gleich gut, gleich bedeutend, gleich zurechnungsfähig und auch gleich schön. Das gibt dem Uralt-Thema eine überraschende Aktualität. Nicht erst seit seinem flammenden Roman «Ein liebender Mann» kreist Martin Walser um Themen wie Leidenschaft, Abhängigkeit und Wahn. «Die Inszenierung» ist ein zwischen Ironie und Tragik oszillierendes Kammerspiel über das Kunstwerk der Verheimlichung, die Ehe, und das seriöseste und zugleich lächerlichste Leiden überhaupt: die Liebe.

      Die Inszenierung2013
      3.1
    • Meßmers Momente

      • 103 pages
      • 4 hours of reading

      «Ich leide an Verfolgungswahn. Das ist das Einzige, was mich von meinen Verfolgern unterscheidet.» So beginnt der lang erwartete dritte Band von Martin Walsers Meßmer-Büchern – eine Sammlung irrlichternder Gedanken, Sinnsprüche, Seelennotate. «Jeder weiß, wie alt du bist. Nur du nicht», heißt es da melancholisch oder: «Ich bin die Asche einer Glut, die ich nicht war.» Meßmers Momente sind Augenblicke, die bemerkenswert sind – wegen ihrer Schwere. Sie leben vom Selbstausdruck mit jedem Risiko, und genau dieses Risiko birgt auch die Schönheitschance, die Erlösung. «Ich muss mich meiden. Wie meidet man sich?» Je dunkler seine Stimmung ist, desto heller leuchtet, was dieser Meßmer durchs In-Worte-Kleiden daraus macht. Und tatsächlich, Meßmers Momente sind ein Balanceakt: schwebende Momente der Schwere, leuchtende Momente des Dunklen, durch sprachlichen Ausdruck zum Funkeln gebrachte Düsternis. Hier, nur scheinbar verborgen hinter dem Namen Meßmer, zeigt sich ein Ich im Widerstreit zwischen Welterkundung und Subjektivität, Wirklichkeit und Wunsch.

      Meßmers Momente2013
      3.8
    • Gerechtfertigt zu sein, sagt Martin Walser, war einmal das Wichtigste. Staaten legitimieren sich durch Gesetze, Regierungen durch Wahlen. Aber der Einzelne? Zum Beispiel Josef K. im Proceß von Franz Kafka. Für Martin Walser ist das Buch der «Roman einer Gewissenserforschung, einer Suche nach Rechtfertigung», so wie Josef K. für ihn der letzte Romanheld ist, der das Fehlen von Rechtfertigung als Drama erlebt und daran zugrunde geht. Demgegenüber leben wir seit langem ohne das Bedürfnis nach Rechtfertigung, ja ohne auch nur die Frage danach. Rechtfertigung wird ersetzt durch Rechthaben. Dass uns recht zu haben genügt, nennt Martin Walser eine Verarmung. Um deutlich zu machen, was uns abhandengekommen ist, geht er zurück in die Vergangenheit: von Kafka zu Augustinus; zu Luther, Calvin und Max Weber; zu Nietzsche und Karl Barth, in deren Gegenüberstellung das Buch seinen Höhepunkt hat. «Einschlafen», sagt er, «könnte ich ohne sie. Aber um aufzuwachen aus dieser und jener Verschlafenheit, brauche ich beide.» Über Rechtfertigung ist Gewissenserkundung und Suche, Annäherung an Vorbilder und Vordenker, um über «verführerische Sprachbewegungen» zu den entscheidenden Fragen des Lebens, Glaubens und Schreibens vorzudringen. Oder zumindest zu einer Ahnung von dem, was fehlt.

      Über Rechtfertigung, eine Versuchung2012
    • Die meisten leiden ohne Gewinn – so steht es im Roman, der diesen Satz widerlegen will. Er beginnt mit einem Festessen im Schloss Bellevue, wo ein Mann an einem Tisch einer ihm unbekannten Frau nicht vorbeischauen kann. Bald darauf beginnt ein intensiver Briefwechsel zwischen ihm, einem Schriftsteller, und ihr, einer Theologin. Beide beteuern, glücklich verheiratet zu sein, gestehen jedoch, dass sie in ihren Schreiben aus sich herausgehen können und ihre Partner betrügen. Ihr Briefabenteuer bleibt aufgrund der Unmöglichkeit eines persönlichen Treffens erlaubt, während die Buchstabenketten wie Hängebrücken über den Abgrund der Realität wirken. Als die Theologin mitteilt, ihr Mann sei schwer erkrankt, feiert sie mit ihm in der Wildnis Kanadas das Leben, während der Schriftsteller auf Nachrichten wartet. Eine neue Nachricht verändert alles. Der Roman thematisiert eine Liebe, die durch ihre Unmöglichkeit an Tiefe und Lebendigkeit gewinnt, und zeigt, dass Lieben ohne Hoffnung das eigene Leben erst fühlbar macht. Es ist eine bewegende, lebenskluge Geschichte über zwei Menschen, deren Unmöglichkeit ihrer Liebe zu intensiven Gefühlen führt. Kritiker loben das Werk als Meisterwerk der Schreib- und Empfindungskunst und als eine der bewegendsten Liebesgeschichten der Literatur.

      Das dreizehnte Kapitel2012
      3.4
    • Meine Lebensreisen

      • 151 pages
      • 6 hours of reading

      Der Heimatschriftsteller Martin Walser zeigt in diesem Band eindrucksvoll, dass er auch als Reiseschriftsteller glänzt und keineswegs provinziell ist. Er präsentiert Tagebuchaufzeichnungen aus seinen Reisen zwischen 1952 und 1981. Früh zieht es den jungen Rundfunk- und Fernsehredakteur nach London und Paris, aber auch nach Warschau und Karlovy Vary, wo der alte k. u. k-Geist auf den Charme des Sozialismus trifft. Spätere Reisen führen ihn per Schiff und Flugzeug in die USA, etwa zu Henry Kissingers Summerschool in Harvard oder als Gastdozent in Austin, Texas. Walser ist auch auf Lesereisen in Portugal und Frankreich, wo er den exzentrischen Leiter des Goethe-Instituts humorvoll karikiert. In einem japanischen Gebirgsdorf leitet er ein Literaturseminar und nimmt in Moskau an einem pompösen Schriftstellerkongress teil. Er bereist Tobago im Auftrag des stern, dessen Reportage aufgrund ihrer ernsten Töne nicht veröffentlicht wird. Auf einer Lese- und Erkundungsreise in die DDR beschreibt er 1981 präzise die Verwicklungen eines Lebens, das durch Mangel und Diktatur geprägt ist. Walser bleibt ein bewusster Fremder, der die Umgebung genau beobachtet und die Eigenheiten spielerisch ergründet.

      Meine Lebensreisen2012
      3.5
    • Muttersohn

      • 504 pages
      • 18 hours of reading

      «Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag. «Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage – es ist.» FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG «Ein heiteres, altersweises Spiel, das von Normen und Begrenzungen nichts mehr wissen will.» ADAM SOBOCZYNSKI, DIE ZEIT «So luzide kann Wahn nur in irre großer Literatur sein.» SABINE VOGEL, BERLINER ZEITUNG «Dies ist kein wunderliches Alterswerk, sondern ein großer Wurf.» RICHARD KÄMMERLINGS, WELT AM SONNTAG «Martin Walsers neuer Roman ist ein Liebes-Evangelium.» JÖRG MAGENAU, LITERATUREN «Er war noch nie so gut wie jetzt.» JOBST-ULRICH BRANDT, FOCUS

      Muttersohn2011
      3.3
    • Mein Jenseits

      • 119 pages
      • 5 hours of reading

      Augustin Finli, Chef des Psychiatrischen Landeskrankenhauses Scherblingen, weiß, was Älterwerden bedeutet. Ab dreiundsechzig hat er mit dem Zählen der Geburtstage aufgehört und sein Lebenscredo gefunden:>>Glauben heißt lieben.< >Wir glauben mehr als wir wissen.<<Das ist der Kernsatz dieser Lebensgeschichte. Es ist ein heftiges Credo, das aus dieser Lebensgeschichte tönt. In der Musik, in der Malerei, überhaupt in der Kunst ist dieses Credo die Voraussetzung der Kreativität

      Mein Jenseits2010
      3.3
    • Nietzsche lebenslänglich

      • 95 pages
      • 4 hours of reading

      »Man kann nicht vorhersagen, was ein Leser mit Walsers lebendigem Büchlein entdeckt. Es wird aber etwas Neues sein. Und Erhellendes.«

      Nietzsche lebenslänglich2010
      4.7
    • „Die Seelenlebensgeschichte eines Großautors … und ein faszinierendes Zeitdokument.“ (Focus) Im zweiten Band der Tagebücher hält Martin Walser seine Eindrücke während des Frankfurter Auschwitz-Prozesses fest, seine Reisen nach Moskau, Eriwan und Tibilissi, dann kreuz und quer durch Europa und Nordamerika. Er kommentiert die Studentenproteste, spricht über durchzechte Nächte mit seinem Verleger und immer wieder über das Schreiben selbst: Erzählen ist ihm „der Versuch, mit geschlossenem Mund zu singen.“ Seine Tagebücher gewähren überraschende Einblicke, sie zeigen „einen verletzlichen Martin Walser, den man bisher noch nicht kannte“ (Die Zeit).

      Leben und Schreiben : Tagebücher 1963-19732009
    • Ein liebender Mann

      • 284 pages
      • 10 hours of reading

      Marienbad, 1823. Goethe – Witwer und so berühmt, dass sein Diener heimlich Haare von ihm verkauft – liebt die junge Ulrike von Levetzow. Martin Walser erzählt die Geschichte dieser unmöglichen Liebe aufwühlend und zugleich zart.«Es gibt das Paradies:Zwei für einander.Es gibt die Hölle:Einer fehlt.»

      Ein liebender Mann2008
      3.4
    • Kinderspielplatz

      • 117 pages
      • 5 hours of reading

      Martin Walser begibt sich auf eine abenteuerliche Suche nach Geistesgegenwart und reflektiert über den Zeitgeist, der oft als mächtiger Schutzpatron der Kritik fungiert. Er untersucht, welche Kriterien den Zeitgeist bestimmen und hebt hervor, dass Mütter möglicherweise die einzigen Wesen sind, die bejahend auf ihre Kinder reagieren, wenn sie ihnen etwas beibringen wollen. Diese mütterliche Seite hat Walser geprägt, ihn zum Förderer unbekannter Autoren gemacht und gleichzeitig zu einem leidenschaftlichen Nichterzieher. Sein Bedürfnis nach Zustimmung hat vielen Autoren den Weg zur Anerkennung im Literaturbetrieb geebnet, den er gut kennt. Walser hat sowohl Kritik als auch Zustimmung erfahren und bringt seine Einsichten über den Zeitgeist in seinen Überlegungen zur Sprache. Er betont, dass Kritiker, wenn sie über ihn schreiben, auch über sich selbst reflektieren sollten, was seiner Meinung nach in der Kritik oft fehlt. In seinen Reden von 2008 zieht er eine persönliche Bilanz zu Kritik und Zustimmung. Der Anhang mit Tagebuchauszügen von 1957 bis 2004 zeigt, wie Walser direkt auf Kritik und den Zeitgeist reagiert und sich mit ihnen auseinandersetzt. Diese Tagebuchsätze ermöglichen einen tiefen Einblick in das Bewusstsein des Autors und seine innere Auseinandersetzung.

      Kinderspielplatz2008
      2.5
    • Winterblume

      Über Bücher von 1951 bis 2005

      • 128 pages
      • 5 hours of reading
      Winterblume2007
    • Das geschundene Tier

      Neununddreißig Balladen

      • 88 pages
      • 4 hours of reading

      „Mir wächst keine Blume im Mund“, heißt es in einer der 39 Balladen vom täglichen Leben mit dem Schmerz. Die Rede ist vom Schmerz eines Stürzenden, Geschundenen, Verletzten, der sagt: „Würf ich jetzt ein Blatt ins Wasser/ spränge drauf, es trüge mich, ich/ schwämme davon. So aber geh ich/ unter auf dem festen Land.“ Es sind zarte, dunkle Balladen von nur wenigen Zeilen Länge, aber ihre tragischen Themen sprechen für sich: das Hadern mit Dummheit und Leere, Lüge und Hass, die Klage über Unverständnis, Feindseligkeit und Folter, das Ringen mit dem Stolz, der Finsternis, der Scham. Sehnsüchte, Wünsche werden laut und verstummen gleich wieder. Am Ende jedoch - ein Aufblitzen von Helligkeit - weiß das lyrische Ich seinen Namen, trägt es „den Mond im Geweih“. Diese Sammlung nach 1998 entstandener Gedichte, ergänzt durch einfühlsame Zeichnungen von Alissa Walser, gehört zum Persönlichsten, das Martin Walser bisher vorgelegt hat. Eine Verneigung vor dem Jubilar!

      Das geschundene Tier2007
    • Martin Walser und die Kunst

      • 127 pages
      • 5 hours of reading

      Herausgegeben Von Michael Brunner, Johanna Walser Und Annabel Zettel ; Mit Einem Gespräch Von Martin Zingg Mit Martin Walser ; [autoren, Mario Andreotti ... [et Al.]]. Begleitbuch Zur Sonderausstellung Martin Walser Und Die Kunst, Städtische Galerie Überlingen 26. Mai - 21. Oktober 2007--t.p. Verso. Includes Bibliographical References (p. 124).

      Martin Walser und die Kunst2007
    • „Wie dem Maler die Welt zu einem Andrang von Motiven wird, so boten sich ihm, wo er hinkam, Möglichkeiten an, Geld zu vermehren.“ Karl von Kahn, Anfang 70, ist Anlageberater, Geldvermehren ist sein Beruf, seine Kunst, seine Leidenschaft. Seine Energieformel, aus Bergwanderungen in den Münchner Firmenalltag übertragen, lautet: „Bergauf beschleunigen.“ Unterzugehen kann er sich nicht leisten. Jetzt erfährt er von Gundi, der Frau seines besten Freundes, daß der Freund gelähmt im Krankenhaus liegt. Als er an dessen Bett steht, ist er erschüttert. Gundi bittet ihn, den letzten Wunsch des Freundes zu erfüllen, er unterschreibt den Vertrag, den sie ihm vorlegt. Und eine Firma ist verkauft. Noch am Abend desselben Tages geht es dem Freund besser. Ist Karl von Kahn getäuscht worden? Jetzt verliebt er sich in die Hauptdarstellerin eines Films, den er finanzieren soll. „Sehnsucht ist die einzige Empfindung, in der man sich nicht täuschen kann“, glaubt er und wird wieder getäuscht. Martin Walsers Roman „Angstblüte“ ist ein verschwenderisches, weises, radikales, wildes, umwerfendes Buch über eine Geschichte von Alter und Täuschung, von Liebe, Ehe, Freundschaft und einem Leben, das sich von keiner Moral hemmen lassen will, nur von sich selbst.

      Angstblüte2006
      2.4
    • Leben und Schreiben

      • 590 pages
      • 21 hours of reading

      DER DRITTE BAND VON MARTIN WALSERS TAGEBÜCHERN: EINBLICK IN LEBEN UND SCHREIBEN DER 70ER JAHRE «Martin Walsers Tagebücher sind Skizzenbücher eines Sprachartisten und Sprachsüchtigen. Alles im Leben gerät ihm zu glänzenden Sätzen. Ein literarisches Ereignis.» ZDF Aspekte

      Leben und Schreiben2005
      2.0
    • Die Verwaltung des Nichts

      Aufsätze

      • 283 pages
      • 10 hours of reading

      Das vorläufige Fazit eines der größten lebenden Autoren deutscher Sprache In siebzehn thematisch eng verknüpften Aufsätzen resümiert Martin Walser seine Position als Schriftsteller heute: eine philosophische, künstlerische und gesellschaftliche Standortbestimmung, die in ihrer Erkenntnisschärfe, unbestechlichen Wahrnehmung und stilistischen Schönheit ihresgleichen sucht.

      Die Verwaltung des Nichts2004
    • Gottlieb Zürn, bekannt aus Martin Walsers Romanen „Das Schwanenhaus“ und „ Die Jagd“, Ex-Makler, Privatgelehrter mit Domizil am Bodensee, erhält Besuch von einer Doktorandin. Sie interessiert sich für seine Aufsätze über den französischen Philosophen LaMettrie und überreicht ihm, er ist erstaunt und merkwürdig geschmeichelt, eine Blume. Sie könnte, wie er sieht, seine Enkelin sein. Und doch vernimmt er sofort das Klirren erotischer Möglichkeiten. Sie, nebulös: „Es gibt nichts, wofür man nicht gestraft werden kann.“ Trotzdem, und weil er mit seiner Frau Anna längst im selben Wortschatz untergeht, folgt er ihr nach Kalifornien zu einem Kongreß über LaMettrie. Dort erfüllt sich ihre Prophezeiung - auf eine Weise, die gleich in mehrfacher Hinsicht zum Eklat führt. Eros, Ehe und Erlebnishunger sind die äußeren Markierungspunkte dieses Romans, das Verhältnis von Leben, Literatur und Todeslust ist sein geheimes Motiv.

      Der Augenblick der Liebe2004
      3.0
    • Meßmers Reisen

      • 152 pages
      • 6 hours of reading

      Meßmers Reisen ist eine Selbst- und Welterkundung von geradezu bestürzender Radikalität. Was der Autor hier vorstellt, ist nichts weniger als eine Art Autobiographie der 4. Dimension. Er bezieht nicht den Schutzraum einer erzählten Geschichte, sondern erfindet sich die Figur Meßmer, an die er sich nachdenklich und agressiv wendet; immer wieder wechselt dabei vom "er" zum unverstellten "ich" das sich weder Maske noch Schonung gönnt

      Meßmers Reisen2003
      3.2
    • De levensloop der liefde

      • 571 pages
      • 20 hours of reading

      Een echtpaar van middelbare leeftijd uit Düsseldorf leeft erg langs elkaar heen; na zijn dood blijkt dat hij een miljoenenschuld had.

      De levensloop der liefde2002
    • Tod eines Kritikers

      • 218 pages
      • 8 hours of reading

      Der Schriftsteller Hans Lach ist verhaftet worden: Mordverdacht. Auf der Party in der Villa seines Verlegers, zu der er ganz gegen die Regeln geladen war, hatte er einen berühmten Kritiker angepöbelt und bedroht, nachdem dieser am selben Abend in der Fernsehsendung 'Sprechstunde' sein neues Buch böse verrissen hatte. Als am nächsten Morgen der gelbe Cashmere-Pullover des Kritikers blutgetränkt gefunden wird, fehlt zwar zunächst noch die Leiche, aber Zweifel über den Mörder scheint niemand zu hegen. Lediglich Michael Landolf, ein in München lebender Historiker spezialisiert auf Mystik, Kabbala, Alchemie und Rosenkreuzertum, schenkt den Vorwürfen gegen seinen Freund keinen Glauben. Kriminalhauptkommissar Wedekind hingegen will die Schuld Lachs beweisen. Wedekind liest die Bücher des Verhafteten und zieht daraus seine Schlüsse; Landolf befragt Freunde, Kollegen und die Gedichte schreibende Verlegersgattin. Beide müssen sich natürlich nicht zuletzt mit der 'Sprechstunde' beschäftigen... Ein Beitrag zur Aufklärung über Zustandekommen und Wirken der öffentlichen Meinung: Vor und hinter den Kulissen des Kulturbetriebs geht es zu wie beim Boxsport oder an der Börse. Es wird auf Leben und Tod gespielt

      Tod eines Kritikers2002
      2.8
    • Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges von 1944 bis 1945 als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er 1951 in Tübingen promoviert. Von 1949 bis 57 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. In dieser Zeit unternahm er Reisen für Funk und Fernsehen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen und schrieb erste Hörspiele.1950 heiratete er Katharina Neuner-Jehle. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hervor. Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee.

      Der Lebenslauf der Liebe2001
      3.9
    • Am Wasser. Ein Bilderbuch.

      • 110 pages
      • 4 hours of reading

      Das flüssige Element hat auf die Maler immer einen besonderen Reiz ausgeübt: als unbeweglicher Spiegel, als bedrohliche Natur oder als romantischer Bach, der den Wanderer begleitet. Auch in den magischen Bildern von Quint Buchholz nimmt das Wasser in allen Formen einen zentralen Platz ein - als ein Stück Natur, das die Welt verdoppelt und zugleich ihre Geheimnisse zeigt. Wie schon beim "BuchBilderBuch" haben sich Schriftsteller von den Bildern von Quint Buchholz inspirieren lassen. Diesmal sind es Martin (Vater) und Johanna (Tochter) Walser, zwei Wasser-Beobachter vom Bodensee, die in den Bildern von Quint Buchholz gelesen haben. So ist ein einzigartiges Bild-Text-Buch entstanden, das mit wunderschönen Wasserbildern und poetischen Texten die Phantasie beflügelt - eine kleine Kostbarkeit, fast zu schade zum Verschenken!

      Am Wasser. Ein Bilderbuch.2000
      5.0
    • Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges von 1944 bis 1945 als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er 1951 in Tübingen promoviert. Von 1949 bis 57 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. In dieser Zeit unternahm er Reisen für Funk und Fernsehen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen und schrieb erste Hörspiele.1950 heiratete er Katharina Neuner-Jehle. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hervor. Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee.

      Der edle Hecker sowie Episoden aus dem Heckerzug1999
    • Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede

      Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1998

      »Walser zeigt, was es heißt, in einer Geschichte zu leben, deren Ende man nicht kennt. Also zeigt er, was es heißt, in der Gegenwart zu leben.« Frank Schirrmacher

      Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede1998
      2.0
    • Martin Walsers großer Zeit- und Lebensroman: Erzählt wird von Johann, der in den dreißiger Jahren in Wasserburg am Bodensee aufwächst. Erzählt wird von einem, der lernt, sein Leben in die Hand zu nehmen, seinen in Kindertagen gepflanzten Wörterbaum zu pflegen und nur sich, »seinen« Büchern und »seiner« Sprache zu vertrauen. Martin Walser erinnert sich, vergegenwärtigt, enthebt die Zeit ihrer Pflicht. So leuchtend und lebendig kommen die Figuren der – vermeintlichen – Vergangenheit einher, so bis in den Schlag der Zunge genau, daß ihnen eine faszinierende Nähe zur Gegenwart gelingt.

      Ein springender Brunnen1998
      3.8
    • Mit der Schwere spielen. Ein Brevier

      • 207 pages
      • 8 hours of reading

      Die Helden in Martin Walsers Büchern, oft als Kleinbürger bezeichnet, denken in prägnanten und wahrhaftigen Sätzen. Diese Sammlung versammelt die besten Passagen seines Gesamtwerks, die sowohl scharfsinnig als auch nachdenklich sind.

      Mit der Schwere spielen. Ein Brevier1997
    • Deutsche Sorgen

      • 607 pages
      • 22 hours of reading

      In Deutsche Sorgen ist alles gesammelt, was Martin Walser von 1960 bis 1996 in Vers, Prosa, Dialog und Essay geschrieben hat über seinen Umgang mit der Erblast der deutschen Geschichte. Es sind alles Antworten auf die jeweils aktuelle Zuspitzung des deutschen Themas in den Jahrzehnten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

      Deutsche Sorgen1997
    • Das Prinzip Genauigkeit

      Laudatio auf Victor Klemperer - Sonderdruck

      • 52 pages
      • 2 hours of reading

      Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges von 1944 bis 1945 als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er 1951 in Tübingen promoviert. Von 1949 bis 57 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. In dieser Zeit unternahm er Reisen für Funk und Fernsehen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen und schrieb erste Hörspiele.1950 heiratete er Katharina Neuner-Jehle. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hervor. Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee.

      Das Prinzip Genauigkeit1996
      4.0
    • Der Jahre dauernde Kampf des Beamten Fink gegen Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch im Amt wird für ihn zum Kampf auf Leben und Tod.

      Finks Krieg1996
    • Walsers Roman basiert auf einem authentischen Fall: Nach einer gewonnenen Landtagswahl versetzt der neue Staatssekretär Tronckenburg den langjährigen Beamten Stefan Fink zugunsten eines Parteigenossen. Fink, der als Verbindungsmann zu kirchlichen Institutionen in der Wiesbadener Staatskanzlei tätig ist, leidet unter dieser Ungerechtigkeit, kann jedoch nichts dagegen unternehmen, da solche Verfahrensweisen nicht unüblich sind. Ein Verfahrensfehler Tronckenburgs und die erfundene Behauptung über Beschwerden gegen Fink zwingen ihn, zu kämpfen. Sein Fall wird zu einer Frage der Ehre. Walser präsentiert hier eine komplexe Thematik, die trotz juristischer Spitzfindigkeiten und dem politischen Alltag in einer hessischen Staatskanzlei fesselt. Der Leser bleibt bis zur letzten Minute gespannt auf Finks wahnwitzigen Kampf. Die Zeit zitierte bei Erscheinen des Buches einen jüdischen Witz: „Kann schon sein, daß ich paranoid bin, aber vielleicht sind sie trotzdem hinter mir her!“ Fink ist tatsächlich paranoid und verwundet. Walser liefert eine beklemmende Fallstudie eines Mannes, der fast wahnsinnig wird bei der Entwicklung seiner Verteidigungsstrategie. Er denunziert, nutzt seine verbliebenen politischen Freunde und kopiert heimlich Akten zu seiner Entlastung. Ein schwitzendes, fuchtelndes Männlein, aber auch ein Held, der alles für die Wiederherstellung seiner Ehre tun wird. Ein exzellenter Einblick in den oft zermürbenden politischen Al

      Finks Krieg1996
      3.5
    • Mit der Schwere spielen

      Lesebuch. Ausgewählt von Hans Christian Kosler

      • 189 pages
      • 7 hours of reading

      Aus dem Inhalt: Vorbemerkung Erfahrungen Schwächen, Stärken Physiognomien, Charaktere Frauen Familie Ehe, Paare Lebensalter Tätigkeiten, Berufe Öffentlichkeit, Gesellschaft Augenblicke, Orte Lesen, Schreiben Editorische Notiz / Quellenverzeichnis / Zeittafel

      Mit der Schwere spielen1995
    • Fingerübungen eines Mörders

      Zwölf Geschichten

      • 118 pages
      • 5 hours of reading

      »Es sind Geschichten, in denen Verhängnisse passieren. Diese Verhängnisse sind nicht passiert in ferner Vergangenheit, sie passieren gerade jetzt in diesen Geschichten. Jede Geschichte ist ein aktuelles Verhängnis. Unabwendbar. Aber man kann es erzählen. Die Verhältnisse stammen allesamt aus unserem Alltag, also aus Lebensangst und Liebesmangel. Die verhängnisvollen Bedingungen: Konkurrenz, Arbeitslosigkeit, Mangel an Genugtuung. Statt Erlebnis-Offenheit herrscht Konvention überall. Diese Geschichten schneiden in die Konventionsfesseln, die uns angelegt werden von Kindheit an. Diese Geschichten sind also Befreiungsversuche.« Martin Walser

      Fingerübungen eines Mörders1994
      3.4
    • Zauber und Gegenzauber

      Aufsätze und Gedichte

      Zauber und Gegenzauber versammelt historisch bedeutsame Aufsätze des »Empfindungspragmatikers« Martin Walser über die wichtigen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten drei Jahrzehnte. Zahlreich sind Martin Walsers Stellungsnahmen zur Zeitgeschichte: Reiseberichte, Würdigungen, Kollegen-Kritik und – nicht zuletzt – Politikerschelte. Daneben tauchen auch immer wieder die Stichworte Auschwitz, Verjährung, Vietnam, Deutsche Bank und USA auf, aber auch Heimat, Literatur, Leser sowie – vor und nach 1989 – deutsch-deutsche Themen. Oft genug geriet Walser durch seine mutigen Äußerungen in Opposition zu dem gerade Üblichen oder Schicklichen. Und Streit und Widerstreit ergeben eine Art Chronik der Versuche einer Selbstvergewisserung eines Deutschen in der zweiten Jahrhunderthälfte.

      Zauber und Gegenzauber1994
      3.0
    • Vormittag eines Schriftstellers

      • 204 pages
      • 8 hours of reading

      Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges von 1944 bis 1945 als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er 1951 in Tübingen promoviert. Von 1949 bis 57 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. In dieser Zeit unternahm er Reisen für Funk und Fernsehen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen und schrieb erste Hörspiele.1950 heiratete er Katharina Neuner-Jehle. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hervor. Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee.

      Vormittag eines Schriftstellers1994
      4.4
    • Ohne einander

      • 226 pages
      • 8 hours of reading

      Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges von 1944 bis 1945 als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er 1951 in Tübingen promoviert. Von 1949 bis 57 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. In dieser Zeit unternahm er Reisen für Funk und Fernsehen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen und schrieb erste Hörspiele.1950 heiratete er Katharina Neuner-Jehle. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hervor. Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee.

      Ohne einander1993
      3.3
    • Boris B.

      18 Autoren und 1 Phänomen

      • 288 pages
      • 11 hours of reading

      Bekannte Autoren (Blickensdörfer, M. Walser, W. Schneyder u.a.) setzen sich mit dem Phänomen Boris Becker auf höchst unterschiedliche Weise auseinander; reich illustriert.

      Boris B.1992
    • Das Sofa

      Eine Farce, 1961

      • 72 pages
      • 3 hours of reading

      Das Sofa - bk1401; Suhrkamp Verlag; Martin Walser; pocket_book; 1992

      Das Sofa1992
    • Wer kennt sich schon

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges als Soldat der Wehrmacht. 1946 machte er in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte anschließend an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. 1951 promovierte er mit einer Dissertation zu Franz Kafka. Von 1949 bis 1957 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk, wo er Reisen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen unternahm und erste Hörspiele schrieb. 1950 heiratete er Katharina Neuner-Jehle, mit der er die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hatte. Ab 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung "Templones Ende" auszeichnete. Sein erster Roman "Ehen in Philippsburg" erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Danach lebte er mit seiner Familie als freier Schriftsteller zunächst in Friedrichshafen und später in Nußdorf am Bodensee.

      Wer kennt sich schon1992
      3.3
    • Auskunft

      • 297 pages
      • 11 hours of reading

      Martin Walser fühlt sich auskunftspflichtig. Während seiner Lehrjahre als Journalist hat er sich das Versprechen gegeben, Interviewwünsche nicht zurückzuweisen. Das Hauptinteresse der Interviewer galt häufig den politischen Ansichten Martin Walsers, der Autor wurde in die Rolle eines Lieferanten von sensationsgeeigneten n gedrängt. Von Anfang an wurden aber auch seriösere Interviewbitten an Martin Walser herangetragen. Die Gespräche sollten zusätzliche Informationen über den Autor, seine Romane und Theaterstücke zutage fördern. Aus diesem Fundus wurden die Gespräche ausgewählt, die für die Werkentwicklung am aussagekräftigsten sind.

      Auskunft1991
    • „Alfred Dorn wehrt sich gegen das Leben, weil es zum Tod führt. Der Vater hat sich getrennt von der Familie; das kann auch eine Folge der Liebe zwischen Mutter und Sohn sein, einer Liebe reich an Krach und Komik und an Trauer und Tragik. Diese Liebes-Geschichte hört nach dem Tod der Mutter nicht auf. Jetzt muß Alfred Dorn erst recht dafür sorgen, daß die Vergangenheit nicht vergeht. Er will alles so bewahren, festhalten, wie es wirklich gewesen ist. Alfred Dorn sagt, die Vergangenheit sei eine Landkarte, die die Tendenz habe, weiß zu werden. Das zu verhindern ist seine Lebensaufgabe. Daß das nicht gelingen kann, weiß jeder, außer Alfred Dorn.“

      Die Verteidigung der Kindheit1991
      3.8