Lars Gustafsson was a Swedish poet, novelist, and scholar. His work delved into questions of theory and philosophy, often blending academic rigor with poetic imagination. His writings explore the intricate connections between language, reality, and human consciousness. Gustafsson's distinctive perspective and profound intellectual inquiry left an indelible mark on Swedish and international literature.
Caldwell lives by the lakeside at Austin, Texas, with his wife of thirty
years. He is a judge in the Federal Bankruptcy Court. And the dog? A mongrel
that kept upsetting his dustbins as it rooted about in them, until the judge
went after it and secretly beat its brains out with the edge-trimmers.
Laut Wahrscheinlichkeitsrechnung tendiert die Wahrscheinlichkeit unserer Existenz gegen Null – und dennoch sind wir hier. Wir lesen diesen Text oder spazieren durch schneebedeckte Landschaften in Schweden, während unser Hund einer Wildspur folgt und wir uns orientieren müssen. Wo bin ich? In solch schlechten Kontexten ist Orientierung schwierig! Wir benötigen Anhaltspunkte, um Klarheit zu gewinnen. Lars Gustafsson, der große Erzähler aus dem Norden, wirft einen scharfen Blick auf die Logik und verknüpft deren Aussagen zu einer neuen Perspektive auf die menschliche Existenz. Er nutzt anschaulich moderne Physik und Mathematik und führt deren komplexe Antworten verständlich zurück zur zentralen Frage: dem menschlichen Bewusstsein. In einem zutiefst kalten Universum schreibt Gustafsson die unwahrscheinliche menschliche Wärme in die Logik ein. So leuchtet das menschliche Dasein im Spiegel der Betrachtung auf, und es wird spürbar, wie kostbar der Moment des Menschseins ist. Die Notwendigkeit des Erzählens wird sichtbar in einer Welt, die erst durch Geschichten lebendig wird. Um sich von der Null zu entfernen und somit lebendig und sterblich zu sein, nähern wir uns wieder der Null. – „Ahnen Sie, worüber wir sprechen?“
Den Palast seiner Erinnerungen richtet Gustafsson mit Bildern, Gegenständen und Personen seiner Vergangenheit ein. Er führt den Leser durch eine bunte Sammlung persönlicher Stationen: seine Jugend im Gymnasium von Västerås, Kriegsjahre und denkwürdige Begegnungen mit Max Frisch und Uwe Johnson. Auch findet sich in seinem Palast hie und da Platz für philosophische Fingerzeige, wie sie den Lesern Gustafssons schon lange vertraut sind. »Den Plaudereien dieses gelassenen, blitzgescheiten Lebenskünstlers könnte man immer weiter zuhören! Vielleicht, hoffentlich folgt bald die Fortsetzung.« SPIEGEL EXTRA
In seinen Essays belegt Gustafsson auf das schönste, wie sich in dieser eigenständigen Gattung Zeitgeschichte, Literatur und Zeitgenossenschaft miteinander verbinden. Der Leser lernt, ohne belehrt zu werden, und gewinnt überraschende Einsichten. Spaziergänge in die Themenbereiche Utopie, Zeit, Fragment und Jugendstil und Skizzen zu den Autoren Peter Weiss, Baudelaire, Rainer Maria Rilke u. a.
Lars Gustafsson verknüpft in drei Lebensgeschichten von den fünfziger bis zu den achtziger Jahren die Entwicklung des Lebens. Er untersucht, wie Entscheidungen unsere Persönlichkeit prägen und fragt, nach welchen Kriterien wir unser Leben vorstellen und Entscheidungen treffen.