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Hans Blumenberg

    July 13, 1920 – March 28, 1996

    Hans Blumenberg was a German philosopher and intellectual historian, regarded as one of the most significant German thinkers of the 20th century. His work delves into metaphors and linguistic idioms, which he posited as the closest path to truth and the farthest from ideology. Blumenberg's approach, known as 'metaphorology,' investigates how language and its common expressions help us grasp the world in its most fundamental reality.

    Hans Blumenberg
    Beschreibung des Menschen
    Theorie der Unbegrifflichkeit
    Die Legitimität der Neuzeit
    Quellen, Ströme, Eisberge
    Matthäuspassion
    History, Metaphors, Fables
    • History, Metaphors, Fables

      • 606 pages
      • 22 hours of reading

      "The philosopher Hans Blumenberg (1920-1996) has, in the quarter-century since his death, become a modern classic in his native Germany, making him one of the most important philosophers of the post-war period. This collection offers an invaluable guide, containing both his most important philosophical essays as well as selections of his non-academic writings that appeared in newspapers and cultural magazines. The topics covered include modernity and secularization, the philosophy of history, the history of science and technology, language philosophy and rhetoricity, aesthetics and literary theory, philosophical anthropology, theology, and mythical thought"--

      History, Metaphors, Fables
    • Anreicherung eines weiten Horizonts von Erinnerungen an Gedachtes und Gestaltetes, von Gebärden und Symbolen, von Heil und Unheil, Imagination und Abstraktion, ist in jedem der Texte dieses Buches gemeint.

      Matthäuspassion
      5.0
    • Quellen, Ströme, Eisberge

      Beobachtungen an Metaphern

      • 303 pages
      • 11 hours of reading

      Um der übermächtigen Wirklichkeit zu entkommen, erfinden Menschen Bilder und Mythen, metaphysische und kulturelle Systeme, denn sie bieten Orientierung, auch wenn sich ihre »Wahrheit« kaum beweisen läßt. Von dieser Überlegung geleitet, interessierte sich der Philosoph Hans Blumenberg lebenslang für bestimmte Metaphern, die als »regulative Ideen« dem Denken einen Rahmen geben, ohne es ganz festzulegen. Metaphern, so war seine Überzeugung, bilden den Untergrund der Ideengeschichte. Seit 1978 schwebte ihm ein eigenes Buch zu den drei »Wassermetaphern« Quellen, Ströme und Eisberge vor, denen er zentrale Bedeutung zumaß. Er sammelte umfangreiche Materialien und Belege in seinen Zettelkästen, und in seinem Nachlaß fand sich ein nahezu druckfertig ausgearbeiteter Text, der hier zum ersten Mal veröffentlicht wird. Anhand zahlreicher Beispiele – von den Vorsokratikern bis hin zu Werbetexten der Gegenwart – zeigt er anschaulich: Wasser ist, auch als Metapher, buchstäblich lebensnotwendig.

      Quellen, Ströme, Eisberge
      5.0
    • Die Legitimität der Neuzeit

      • 707 pages
      • 25 hours of reading

      Unter der übergreifenden Fragestellung nach der »Legitimität« analysieren die einzelnen Teile dieses Buches in sich geschlossene Themenkomplexe zur Konstitution der Neuzeit anhand einer Kritik des Grundbegriffs der »Säkularisierung«, mit dem sich das Selbstverständnis der Moderne sowohl freisetzen als auch seiner rückwärtigen Bindungen versichern wollte: es wird nach den Bedingungen für die Herauslösung einer Epoche aus ihren Vorgegebenheiten gefragt. Das Ganze des Werks sucht die sich formierende Neuzeit aus den Antrieben zu erfassen, die aus dem Zusammenbruch des Mittelalters herkamen und zu einem seinen Erwartungen strikt entgegengesetzten Konzept führten. Das obligate Thema des Gesamtwerks ist das Verhältnis von Vernunft und Geschichte.

      Die Legitimität der Neuzeit
      5.0
    • Theorie der Unbegrifflichkeit

      • 121 pages
      • 5 hours of reading

      Hans Blumenbergs Buch Schiffbruch mit Zuschauer endet mit einem Text, der den etwas enigmatischen Titel »Ausblick auf eine Theorie der Unbegrifflichkeit« trägt. Zu Lebzeiten blieb es bei diesem Ausblick auf eine Theorie, die den Grundbedingungen der Theorie – nämlich begrifflich verfaßt zu sein – zu widersprechen schien und somit vielerlei Rätsel aufgab. Zu den wunderbaren Entdeckungen, die im Nachlaß Hans Blumenbergs zu machen sind, gehört nicht nur eine Mappe mit kleinen Entwürfen, sondern auch ein längeres Manuskript, das den »Ausblick« bis zu einer ausgewachsenen »Theorie der Unbegrifflichkeit« führt, die zudem ein Text von programmatischem Charakter für Blumenbergs philosophisches Projekt insgesamt ist: eine philosophische Programmschrift. Die Theorie der Unbegrifflichkeit kann als Pendant, als Weiterentwicklung und als Gegenentwurf der berühmten Paradigmen zu einer Metaphorologie von 1960 gelten. Mit ihr ist die Kontinuität des metaphorologischen Projekts im Werk Blumenbergs in wünschbarer Klarheit nachzuvollziehen.

      Theorie der Unbegrifflichkeit
      4.5
    • Beschreibung des Menschen

      • 918 pages
      • 33 hours of reading

      Hans Blumenbergs Anthropologie ist eine philosophische Entdeckung ersten Ranges. Sie setzt ein mit einer einfachen, aber überaus folgenreichen These: Weil der Mensch als einziger unter den Primaten dauerhaft aufrecht steht und geht, kann er zwei Dinge besonders gut: sehen – und gesehen werden. Die Optimierung der visuellen Wahrnehmung geht einher mit dem Risiko erhöhter Visibilität. So exponiert zu sein, formt sein Weltverhältnis und macht ihn zum Virtuosen der Selbstinszenierung, aber auch der Selbstverstellung und Selbstverhüllung. Sichtbarkeit bedeutet deshalb auch: Der Mensch ist undurchsichtig – für andere wie für sich selbst. Blumenbergs überaus materialreiche Anthropologie hat ihren theoretischen roten Faden in dieser dezidiert phänomenologischen Ausrichtung.

      Beschreibung des Menschen
      5.0
    • Goethe zum Beispiel

      • 245 pages
      • 9 hours of reading

      Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ›Halbjude‹. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls . Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.

      Goethe zum Beispiel
      4.8
    • Höhlenausgänge

      • 827 pages
      • 29 hours of reading

      Blumenbergs Höhlenausgänge haben ihre Stelle im Entwurf einer Theorie der Unbegrifflichkeit, die sich mit der Identifizierung von Philosophie und Abstraktion nicht abfinden lassen will. Dabei ist weder an eine Gegenwelt noch an eine Unterwelt zur Rationalität zu denken: Die Arroganz des Begriffs gegenüber der Anschauung, der Deduktion gegenüber der Beschreibung wird auf ihr Maß »reduziert«, das im Anlehnungsbedürfnis aller theoretischen Begrifflichkeit an imaginative - mythische, metaphorische, narrative - Orientierungen besteht.

      Höhlenausgänge
      4.5
    • Zu den Sachen und zurück

      • 354 pages
      • 13 hours of reading

      »Zu den Sachen!« Das war die Devise und das Programm der von Edmund Husserl begründeten Phänomenologie. Die Art, wie Hans Blumenberg an sie anknüpft, wird bereits im Titel seines Buches deutlich genug. Neben und nach der Unmittelbarkeit der Anschauung muß auch die Distanz zu ihrem Recht kommen: der Begriff, das Symbol, die Metapher, alle Formen der Indirektheit und der Delegation. Zu den Themen Blumenbergs, die sich daraus ergeben, gehört das Verhältnis von Tastsinn und Sehsinn, von Aufmerksamkeit und Auffälligkeit, von Reflexion und Reduktion, von Retention und Erinnerung, von Subjektivität und Intersubjektivität. Zu den Sachen und zurück erweist sich als eine philosophische Grundlegung für Blumenbergs Projekt einer im Gegenzug zu Heidegger konzipierten genuin phänomenologischen Anthropologie.

      Zu den Sachen und zurück
      4.7
    • Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ›Halbjude‹. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls . Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.

      Begriffe in Geschichten
      4.7
    • Die Genesis der kopernikanischen Welt

      • 803 pages
      • 29 hours of reading

      Band 1: Die Zweideutigkeit des Himmels. Eröffnung der Möglichkeit eines Kopernikus. Band 2: Typologie der frühen Wirkungen. Der Stillstand des Himmels und der Fortgang der Zeit. Band 3: Der kopernikanische Komparativ. Die kopernikanische Optik

      Die Genesis der kopernikanischen Welt
      4.4
    • 1947 legt Hans Blumenberg aus Bargteheide in Holstein an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel seine unter schwierigsten persönlichen Umständen entstandene Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie vor. Hinter diesem Titel verbirgt sich eine mit ständigem Bezug auf die Philosophie Heideggers und seine »Fundamentalontologie« geführte Auseinandersetzung mit dem Denken des christlichen Mittelalters, in dem die Frage nach dem Grund des Seins eine so krisenhafte wie produktive Zuspitzung erfahren hatte. Die Dissertation wird von den Gutachtern Ludwig Landgrebe und Rudolf Schneider mit »ausgezeichnet« bewertet, aber sämtliche Bemühungen, zeitnah einen Verlag für die Arbeit zu finden, scheitern

      Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie
      5.0
    • Die Zeit - das Lexikon 2

      • 704 pages
      • 25 hours of reading

      §B§Die ZEIT bringt Bewegung in die Welt des Wissens§§§S§20 Bände Wissen, jeweils 700 Seiten stark. 145.000 Stichwörter, Nebenstichwörter und Fakten, dazu rund 8.000 Abbildungen, Karten und Tabellen.§§Das Besondere daran: Zu den wichtigsten Einträgen werden bedeutende ZEIT-Artikel präsentiert - aus beinahe sechzig Jahren ZEIT-Geschichte. Hochkarätige Autoren werfen ihren ganz eigenen Blick auf die Menschen und Dinge.§§Umfang: 20 Bände, jeweils 700 Seiten stark, mit§ rund 145.000 Stichwörtern, Nebenstichwörtern und Fakten §rund 5.600 Abbildungen §rund 2.400 Grafiken und Karten§rund 200 Tabellen §§Im Nachschlagewerk enthalten sind:§ Umfassende Lexikonreihe (Band 1 bis 16)§ Deutsches Wörterbuch (Band 17 bis 19) §Bedeutende Zitate und Redewendungen (Band 20)§§ Jeder Lexikon-Band besteht aus zwei Komponenten:§600 Seiten lexikalische Einträge §100 Seiten ZEIT-Artikel von bekannten Autoren des Blattes, die sich auf wichtige Einträge zu den lexikalischen Themen und Personen eines jeden Bandes beziehen.§

      Die Zeit - das Lexikon 2
      5.0
    • Rigorismus der Wahrheit

      »Moses der Ägypter« und weitere Texte zu Freud und Arendt

      »Moses der Ägypter« ist ein Text von Hans Blumenberg, in dem dieser sich mit zwei prägenden Figuren der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt: Sigmund Freud und Hannah Arendt. Entstanden Ende der 1980er Jahre, aufbewahrt in der Mappe »Unerlaubte Fragmente«, gehört er zu den vielleicht spektakulärsten Stücken aus dem Nachlass des Philosophen. Blumenberg setzt ein mit Freuds im Jahr 1939 publiziertem Alterswerk Der Mann Moses und die monotheistische Religion, das er als dessen »große und letzte Kränkung der Menschheit in Gestalt ihrer Leidendsten« bezeichnet, und geht dann über zu einer an Schärfe kaum zu überbietenden Auseinandersetzung mit Arendt und ihrem Buch Eichmann in Jerusalem. Sowohl bei Freud als auch bei Arendt sieht Blumenberg einen Rigorismus am Werk, der im Namen der Wahrheit auftritt, aber in Rücksichtslosigkeit umschlägt, weil er blind macht für das Politische und taub für das Unfassliche. »Wie Freud den Mann Moses seinem Volk genommen hatte, nimmt Hannah Arendt Adolf Eichmann dem Staat Israel« – so lautet eine der vielen bemerkenswerten Schlussfolgerungen in diesem dichten Text, der auch etwas von Blumenbergs Haltung zum Judentum und zum Zionismus preisgibt. »Moses der Ägypter« wird hier erstmals vollständig publiziert – versehen mit Kommentaren des Herausgebers und ergänzt um weitere Texte aus dem Nachlass zu diesem Themenfeld.

      Rigorismus der Wahrheit
      4.5
    • Lebenszeit und Weltzeit

      • 378 pages
      • 14 hours of reading

      Der Lebensanteil an der Welterfahrbarkeit schrumpft trotz der Mechanismen zum Zeitgewinn, zum Aufholen der Erlebnisrückstände, die den Einzelnen betreffen – und sei es als Anteil an jenen Lebensmittekrisen, die mit dem Bewußtsein verbunden sind, daß ein Leben zum Erleben der„Welt“ nicht ausreicht. Universalien und Konstruktivismus Zum Problem menschlicher Invarianten in den Human-wissenschaften.

      Lebenszeit und Weltzeit
      4.4
    • Briefwechsel 1965-1994

      • 182 pages
      • 7 hours of reading

      Über drei Jahrzehnte pflegten Hans Blumenberg und Reinhart Koselleck eine von Sympathie, aber auch von Distanz geprägte Korrespondenz. Sie zeigt zwei akademische Akteure, die in hochschulreformerischen Aufbruchszeiten über Universitätsgründungen und Interdisziplinarität diskutieren – und zwei sensible Gelehrte, die sich über zentrale Aspekte ihrer Forschung zu verständigen suchen: Begriffsgeschichte und Metaphorologie, den Fortschritt und die Machbarkeit der Geschichte sowie die lange Debatte zur Säkularisierung, in der sie anfangs gegensätzlich positioniert waren. Der Philosoph und der Historiker lernen sich 1963 beim ersten Kolloquium der Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik« kennen, wirken bald darauf für einige Jahre an der neu gegründeten Ruhr-Universität Bochum und engagieren sich beim Aufbau der Universität Bielefeld. Dann jedoch trennen sich ihre Wege: Während sich Blumenberg immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzieht, um ungestört seine großen Monographien schreiben zu können, bleibt Koselleck nicht nur als Herausgeber der Geschichtlichen Grundbegriffe vom Wissenschaftsbetrieb absorbiert. Diese Diskrepanz verleiht ihrem Gipfelgespräch seine eigentümliche Grundstimmung

      Briefwechsel 1965-1994
      5.0
    • Zu den heftig diskutierten Themen der zeitgenössischen Philosophie gehört die Frage nach der Lebenswelt. Oft erscheint sie als eine Welt des alltäglichen Handelns, aus der die Philosophie entspringt, ohne doch in ihr aufgehen zu können. Zum 90. Geburtstag von Hans Blumenberg präsentiert der Suhrkamp Verlag nun einen Nachlaßtext, in dem der Philosoph das Problem weit radikaler faßt. Blumenberg begreift die Lebenswelt nicht als faktische Welt oder Alltagswelt, sondern als die Welt, wie sie wäre, wenn es in ihr keine unbeantworteten Fragen, keine unbefriedigten Bedürfnisse, keine ungesicherten Aussagen gäbe. In dieser Welt der Selbstverständlichkeit ist Philosophie noch nicht möglich oder nicht mehr nötig. Von Kants »Ding an sich« über die Schwarzen Löcher der Astronomen bis hin zum Zustand wunschlosen Glücks reichen Blumenbergs Vergleiche, die auf immer wieder überraschende Weise beleuchten, worin die Schwierigkeiten liegen, die Lebenswelt überhaupt zum Gegenstand von Erkenntnis zu machen. Es zeigt sich, daß die Beziehung zwischen Theorie und Lebenswelt in einer Erfahrung des Verlusts gesucht werden muß: Wissenschaft ist nichts anderes als der Versuch, mit den Folgen des Verschwindens von Selbstverständlichkeit fertig zu werden.

      Theorie der Lebenswelt
      5.0
    • Die Vollzähligkeit der Sterne

      • 557 pages
      • 20 hours of reading

      Die Vollzähligkeit der Sterne ist eine Sammlung astronoetischer Glossen. »Astronoetik« ist Blumenbergs ironische Antwort auf die Frage, die immer wieder gestellt wurde, als Ende der fünfziger Jahre der erste falsche Komet, der piepende Kunstmond »Sputnik«, die Erde umkreiste und in der westlichen Welt den »Sputnik-Schock« auslöste: Und was haben wir Vergleichbares? »Die Texte dieses Buches sind in fast drei Jahrzehnten entstanden, als leise Ausbildung einer Umkreisung des Begriffs von Theorie aus der instrumentellen Ohnmacht und dem Schwund des Spektakulären heraus: Wie befand man sich in dieser Welt von Welten und zu ihr? Was blieb den Daheimgebliebenen der Astronautik? Sicher nicht nur, Glossen zu machen, aber das doch auch als heitere Kompensation dafür, daß dieses Daheim nicht gemütlicher werden wollte.« Hans Blumenberg

      Die Vollzähligkeit der Sterne
      4.4
    • Die nackte Wahrheit

      • 199 pages
      • 7 hours of reading

      Seit der frühen Neuzeit und verstärkt seit der Aufklärung sollte das göttliche Privileg vom unbedingten Besitz der Wahrheit demokratisiert werden. Die Enthüllung der Wahrheit war auch ein herrschaftskritisches Motiv. Hans Blumenberg verfolgt in diesem späten Nachlasstext die Figur der nackten Wahrheit durch die Philosophiegeschichte, allerdings mit einer verstärkten Aufmerksamkeit für die Kosten jenes Enthüllungsgestus. Nietzsche, der Verteidiger der Rhetorik, und Freud, der die Entwicklung seiner Theorie ohne Rücksicht auf das Wohl einzelner Patienten verfolgt habe, sind für Blumenberg dabei die zentralen Antipoden.

      Die nackte Wahrheit
      4.2
    • Die Verführbarkeit des Philosophen

      • 208 pages
      • 8 hours of reading

      Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur 1939 durfte er aufgrund seiner Herkunft keine reguläre Hochschule besuchen und studierte von 1939 bis 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in verschiedenen Städten. 1947 promovierte er mit einer Dissertation über die mittelalterlich-scholastische Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1950 habilitierte er sich mit einer Untersuchung zur Krisis der Phänomenologie Husserls. Während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe sein Lehrer. 1958 wurde Blumenberg außerordentlicher Professor für Philosophie in Hamburg und 1960 ordentlicher Professor in Gießen. 1965 wechselte er nach Bochum und 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz, des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der Forschungsgruppe „Poetik und Hermeneutik“. Manfred Sommer, geboren 1945, war bis zu seiner Pensionierung 2010 Professor für Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Herausgeber zahlreicher Schriften Blumenbergs aus dem Nachlass.

      Die Verführbarkeit des Philosophen
      4.4
    • InhaltsverzeichnisEinleitung Lebenswelt und Technisierung unter Aspekten der Phänomenologie „Nachahmung der Natur“. Zur Vorgeschichte der Idee des schöpferischen Menschen Anthropologische Annäherung an die Aktualität der Rhetorik Sprachsituation und immanente Poetik Paradigma, grammatisch Ernst Cassirers gedenkend bei Entgegennahme des Kuno-Fischer-Preises der Universität Heidelberg

      Wirklichkeiten, in denen wir leben
      4.3
    • Die Lesbarkeit der Welt

      • 415 pages
      • 15 hours of reading

      Mit ›Die Lesbarkeit der Welt‹ hat Hans Blumenberg nach ›Schiffbruch mit Zuschauer‹ ein weiteres ausgearbeitetes Stück seiner ›Metaphorologie‹ vorgelegt und damit einen weiteren Baustein zu einer Theorie der Unbegrifflichkeit geliefert, auf die er im Schlußteil von ›Schiffbruch mit Zuschauer‹ einen Ausblick gegeben hat.

      Die Lesbarkeit der Welt
      4.3
    • Paradigmen zu einer Metaphorologie

      • 199 pages
      • 7 hours of reading

      Metaphern haben Geschichte in einem radikaleren Sinn als Begriffe, denn der historische Wandel einer Metapher bringt die Metakinetik geschichtlicher Sinnhorizonte und Sichtweisen selbst zum Vorschein, innerhalb deren Begriffe ihre Modifikationen erfahren. Durch dieses Implikationsverhältnis bestimmt sich das Verhältnis der Metaphorologie zur Begriffsgeschichte als ein solches der Dienstbarkeit: die Metaphorologie sucht an die Substruktur des Denkens heranzukommen, an den Untergrund, die Nährlösung der systematischen Kristallisationen, aber sie will auch faßbar machen, mit welchem »Mut« sich der Geist in seinen Bildern selbst voraus ist und wie sich im Mut zur Vermutung seine Geschichte entwirft.

      Paradigmen zu einer Metaphorologie
      4.3
    • In den letzten Jahren seines Lebens hat Hans Blumenberg eine Auswahl von Glossen zur Publikation zusammengestellt, die über sein »mögliches Selbstverständnis« Auskunft geben sollten. In der schließlich auf zwei Bände verteilten Sammlung ging es um Blumenbergs »Lebensthemen«: die Macht von Begriffen und Metaphern, das Lesen und Verlesen, die Rolle der Zuschauer, den Menschen als Distanzwesen, seine Sterblichkeit, Endzeittümelei und die Schrecknisse reiner Theorie. Die Texte der beiden Bände, die erst aus dem Nachlass publiziert werden konnten, erscheinen nun in einem Band in einer überarbeiteten Neuausgabe. Sie können als Wegweiser durch Blumenbergs Denken dienen

      Ein mögliches Selbstverständnis
      4.0
    • Arbeit am Mythos

      • 699 pages
      • 25 hours of reading

      Hans Blumenberg gehört fraglos zu den großen, solitären Gestalten in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. In einzigartiger Weise hat er es verstanden, Philosophiegeschichte mit anthropologischen und anderen philosophischen Fragestellungen zu verbinden und Querverbindungen zur Literatur, aber auch zu ganz alltäglichen, scheinbar nebensächlichen Ereignissen und Erfahrungen zu knüpfen. Blumenbergs Bücher vermitteln eine Leseerfahrung, »für die es innerhalb der Philosophie keine Parallele gibt«, wie Henning Ritter in seinem Nachruf auf Blumenberg schrieb. Dies gilt auch für Arbeit am Mythos, das nun erstmals in einer Taschenbuchausgabe vorliegt und in dem sich Blumenberg mit philologischer Präzision und der Kunst des genialen Exegeten der Arbeit des Philosophen am Mythos widmet. Ein Klassiker. Hans Blumenberg (1920 –1996) war Professor für Philosophie an der Universität Münster. Sein Werk erscheint im Suhrkamp Verlag.

      Arbeit am Mythos
      4.1
    • Schriften zur Technik

      • 301 pages
      • 11 hours of reading

      Hans Blumenberg schwebte in den 1950er und 1960er Jahren eine Verbindung von Technik- und Zeitphilosophie vor, auf die bis heute nur selten Bezug genommen wird. Das mag daran liegen, dass er nie eine »Philosophie der Technik« geschrieben hat – allerdings findet sich in seinem Nachlass eine Reihe von kleineren Schriften, in denen er seine Überlegungen zu diesem Thema pointiert entfaltet. Standen diese zunächst noch unter dem Eindruck einer klaren Differenz von Natur und Technik, distanziert er sich im Umfeld der Legitimität der Neuzeit zunehmend von ihr, und die Konzepte der Selbsterhaltung und Selbstbehauptung treten in den Vordergrund. Der Band stellt erstmals sämtliche Beiträge Blumenbergs aus diesem Kontext zusammen und macht seine Philosophie der Technik greifbar.

      Schriften zur Technik
      3.5
    • Vor allem Fontane

      • 187 pages
      • 7 hours of reading

      Ob es um den Aufstieg des Bürgertums geht oder um Beobachtungen des Wanderers durch die Mark Brandenburg, um die sprechenden Namen im Stechlin oder um die Birnen des Herrn von Ribbeck, um die Theaterkritik zur Uraufführung von Hauptmanns Vor Sonnenaufgang oder um preußische Grenadiere, um die Wahrheit oder um Sterben - wie ein roter Faden zieht sich eine Fontane-Spur durch Hans Blumenbergs nachgelassenes Werk: Reflexionen zu einzelnen Werken, oft nur Sätzen Fontanes, teils eng am Text, teils nur durch das auslösende Stichwort, die Fontane Formulierung, damit verbunden. Allen diesen Texten ist eines gemeinsam: es sind - fern aller philologischen Detailbesessenheit - anekdotische, gedankliche und sprachliche Miniaturen von höchster Kostbarkeit, Klarheit und Prägnanz. Hans Blumenberg (1920-1996) war zuletzt Ordinarius für Philosophie an der Universität Münster: Seine bekanntesten Bücher sind Die Legimität der Neuzeit (1966). Arbeit am Mythos (1979) und Die Lesbarkeit der Welt (1981). Postum erschien 1997 Die Vollzähligkeit der Sterne.

      Vor allem Fontane
      3.0
    • Löwen

      • 117 pages
      • 5 hours of reading

      Der vor einigen Jahren aus dem Nachlaß des Philosophen Hans Blumenberg (1920-1996) edierte Band umfaßt zweiunddreißig Betrachtungen, die Löwen beschreiben, kommentieren und ebenso erhellend wie erstaunlich und amüsant in Beziehung setzen. Die Funde reichen vom Prediger Salomo und von Euripides bis zu Thomas Mann, Odo Marquard und Oskar Lafontaine. Für die Neuausgabe schreibt Martin Meyer, langjähriger Gesprächspartner Blumenbergs, ein Nachwort.»Das aus dem Nachlaß Hans Blumenbergs veröffentlichte Bändchen Löwen ist ein Beispiel für die Geburt der Philosophie aus der Anekdote – oder anders gewendet, die Kondensation der Philosophie in der Anekdote … Mit der intellektuellen Unerbittlichkeit des Weisen faßt Blumenberg seine Leseblüten in kleine Texte, deren Genre man noch klären müßte. Das eigentümlich Offene, das seltsam Unfaßbare, die höhere Konsequenz, mit der Blumenberg lächelnd auf die Welt schaut, kennzeichnen die Löwengeschichten. In manchen blitzt so etwas wie die Altersweisheit der chinesischen Parabel auf. Allerdings im europäischen Gewand, um nicht zu sagen im akademischen Talar.« Berliner Zeitung

      Löwen
      3.7
    • Das Lachen der Thrakerin

      Eine Urgeschichte der Theorie

      • 162 pages
      • 6 hours of reading

      Die Urgeschichte der Theorie werden wir weiter entbehren müssen, weil wir von ihr nichts wissen können. Es fehlte der theoretische Antrieb, von ihr Kunde zu hinterlassen. Eine Urgeschichte der Theorie kann die Urgeschichte nicht ersetzen, nur daran erinnern, was uns entgangen ist. Hans Blumenberg

      Das Lachen der Thrakerin
      3.8
    • Schiffbruch mit Zuschauer

      Paradigma einer Daseinsmetapher

      • 105 pages
      • 4 hours of reading

      Was sich der Anstrengung des Begriffs entzieht, ist in jeder Kultur der langwierigen Arbeit an den Bildern überliefert: der Blick auf das Ganze von Wirklichkeit, Welt, Leben und Geschichte. In den großen Metaphern und Gleichnissen schlägt sich nieder, wird abgewandelt und ausgebaut, was an imaginativer Orientierung gewonnen wurde. Eine der immer präsenten Prägungen ist die vom Leben als Seefahrt. Sie umspannt Ausfahrt und Heimkehr, Hafen und fremde Küsten, Ankergrund und Navigation, Sturm und Windstille, Seenot und Schiffbruch, nacktes Überleben und bloßes Zuschauen. Die Metapher gibt sowohl den Umriß eines Ganzen von vielen Bedingungen und Möglichkeiten als auch die Grenzwerte des nahezu Unmöglichen, das allen anderen im besten Falle als Seemannsgarn angeboten wird.

      Schiffbruch mit Zuschauer
      3.9
    • Die Sorge geht über den Fluß

      • 222 pages
      • 8 hours of reading

      »Plötzlich kommt einer«, schrieb Frank Schirrmacher 1987 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Erstveröffentlichung dieses Bandes des Philosophen Hans Blumenberg (1920–1996) in der Bibliothek Suhrkamp, »und erzählt ganz neue, abenteuerliche und poetische Geschichten. ... Wir werden künftig, wenn wir von den führenden Schriftstellern des Landes reden, auch den Namen Blumenberg erwähnen müssen.«

      Die Sorge geht über den Fluß
      3.8
    • Realität und Realismus

      • 229 pages
      • 9 hours of reading

      Was meinen wir, wenn wir von Realität sprechen? Was bedeutet Realismus im Denken? Wie tritt der Mensch in Kontakt mit der Wirklichkeit und bildet ein Bewusstsein von ihr aus? Diese Grundfragen der Philosophie haben Hans Blumenberg zeit seines Lebens beschäftigt und sind als wichtige Unterströmung in vielen seiner Bücher präsent. Eine eigene Monographie zum Thema hat er nie publiziert, er hat sie aber projektiert, wie aus seinem Nachlass hervorgeht. Dort findet sich unter dem Kürzel REA ein umfangreiches Konvolut druckreifer Texte aus den 1970er Jahren, und auch einen Buchtitel hatte sich Blumenberg schon »Realität und Realismus«.In intensiver Auseinandersetzung mit dem Wirklichkeitsbegriff, und zwar sowohl in systematischer als auch in historischer Hinsicht, arbeitet Blumenberg meisterhaft dessen historische, anthropologische und kulturelle Dimensionen heraus. Er zeigt unter anderem, dass die Thematisierung dessen, was wir Wirklichkeit nennen, auf Umwegen geschieht und auch erst dann, wenn wir durch eine Störung gezwungen werden, unseren selbstverständlichen Weltzugang zu hinterfragen. Realismus und Realität ist ein Glanzstück und entscheidender Baustein von Blumenbergs Theorie der Lebenswelt.

      Realität und Realismus
    • Auf die Frage, welchen Gegenwartsphilosophen er für den bedeutendsten halte, antwortete Hans Jonas mehr als einmal: Hans Blumenberg. Umgekehrt hatte Blumenberg vor wenigen seiner Kollegen mehr Respekt als vor Jonas. Ihr Briefwechsel legt Zeugnis ab von dieser gegenseitigen Wertschätzung, aber auch von gelegentlichen Spannungen, und erlaubt Einblicke in biographische und werkgeschichtliche Hintergründe dieser beiden so wirkmächtigen Philosophen

      Briefwechsel 1954-1978 und weitere Materialien
    • Der Mann vom Mond

      Über Ernst Jünger

      • 185 pages
      • 7 hours of reading

      In der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts ist kaum eine überraschendere Konstellation denkbar als die zwischen Hans Blumenberg und Ernst Jünger. Ernst Jünger, der „Mann vom Mond“, gehört zu denjenigen Autoren der Gegenwart, die polarisiert und Anlaß zu überaus heftigen Kontroversen gegeben haben. Zwischen Nationalbolschewismus und Postmoderne oszilllierend, sind Ernst Jüngers Werke Streitschriften.

      Der Mann vom Mond
    • Paradigmy k metaforológii

      • 223 pages
      • 8 hours of reading

      Paradigmy k metaforológii, ktoré po prvý raz vyšli v roku 1960, možno považovať za kľúčové dielo nemeckého filozofa Hansa Blumenberga. Blumenberga zaujíma spôsob filozofickej artikulácie nášho sebaporozumenia a porozumenia svetu. V desiatich kapitolách Paradigiem formuluje na pozadí filologických, filozofických a teologických poznatkov dejinnofilozofické a dejinnovedné analýzy vzťahu medzi pojmovým, nepojmovým a preneseným (metaforickým) spôsobom vyjadrovania.

      Paradigmy k metaforológii