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Hannes Leidinger

    January 1, 1969
    Streitbare Brüder
    Der Erste Weltkrieg
    Habsburgs schmutziger Krieg
    Freud, Adler, Frankl: Die Wiener Welt der Seelenforschung
    Zuhause ist anderswo. Eine Geschichte der Migration in Mitteleuropa – von Ötzi bis heute
    In russischer Gefangenschaft
    • „Wir sind die Anderen“ ist eine fesselnde Sammlung von Geschichten, die zeigt, dass Migration der Normalzustand war. Von Ötzi bis zu den Integrationsproblemen des Alarich wird die Geschichte der Migration durch individuelle Schicksale beleuchtet. Das Buch lädt ein, die Geschichte Mitteleuropas neu zu betrachten.

      Zuhause ist anderswo. Eine Geschichte der Migration in Mitteleuropa – von Ötzi bis heute2024
      5.0
    • Habsburgs langes Sterben

      Eine kurze Geschichte vom schleichenden Untergang der Donaumonarchie

      • 256 pages
      • 9 hours of reading
      Habsburgs langes Sterben2024
    • Kriegsgefangenschaft in Österreich-Ungarn 1914-1918

      Historiographien, Kontext, Themen

      • 672 pages
      • 24 hours of reading

      Neue Sichtweisen auf Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg Wie ist es den Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs im Habsburgerreich tatsächlich ergangen? Wie wurde und wird das Schicksal der Gefangenen in der Geschichtsschreibung beleuchtet? Der Band bündelt hierzu neue Forschungsergebnisse und setzte sich mit zentralen Fragen zur Thematik auseinander.Das Schicksal der Soldaten, die im Zuge des Ersten Weltkriegs von der k.u.k. Armee gefangengenommen wurden, spiegelt die Dramatik der letzten Lebensjahre des Habsburgerreichs auf vielfältige Art und Weise wider. Unterschiedliche Zuständigkeiten im Kriegsgefangenenwesen der Donaumonarchie führten zu einem Ringen um die Einhaltung völkerrechtlicher Verpflichtungen gegenüber den Feindsoldaten ebenso wie zu deren gnadenloser Ausbeutung. Zehntausende starben, Hunderttausende waren bis Kriegsende Teil eines verästelten Systems organisierter Zwangsarbeit. Bis heute wird das Los der Gefangenen in ihren Herkunftsländern oft wenig beachtet oder in nationale Narrative vom Ersten Weltkrieg eingepasst. Der Band beschäftigt sich mit den jeweiligen länderspezifischen Historiographien und untersucht darüber hinaus die Frage, welchen Prioritäten das Habsburgerreich in der Kriegsgefangenenbehandlung folgte. Aktuelle Untersuchungen verbinden sich vor diesem Hintergrund mit einer Neupositionierung der Thematik in der internationalen Kriegsgefangenenforschung.

      Kriegsgefangenschaft in Österreich-Ungarn 1914-19182022
    • Sigmund Freud, Alfred Adler, Viktor Frankl – herausragende Größen des Wiener Geisteslebens, die innerhalb kurzer Zeit die Wissenschaft der Seelenforschung revolutioniert haben. Sie wurden zu den Gründungsvätern bis heute maßgeblicher Theorien und Behandlungsmethoden:der Psychoanalyse, der Individualpsychologie und der Logotherapie. Aus welchen sozialen Milieus stammten sie, welches familiäre Umfeld hat sie geprägt und wie sahen ihre beruflichen Netzwerke aus? Die Autor*innen erzählen auf spannende Weise eine hundertfünfzigjährige Kultur- und Wissenschaftsgeschichte und beleuchten dabei auch die komplizierten Beziehungen zwischen diesen drei Persönlichkeiten.

      Freud, Adler, Frankl: Die Wiener Welt der Seelenforschung2022
      5.0
    • Die Herrschaft von Nikolaus II. endete mit der Februarrevolution 1917. Das Zarenreich ging unter. In den folgenden Machtkämpfen entfaltete sich erschreckende Gewalt, die alle Regionen und Gesellschaftsgruppen des Imperiums betraf. In der opferreichen Zeit der »Übergangswirren«, aus denen die kommunistische Sowjetunion hervorgehen sollte, standen sich unterschiedliche Parteien, Ideologien, nationale Kräfte, soziale Schichten und ausländische Interventionsmächte gegenüber. Neben den politischen und militärischen Entwicklungen zeichnet das Buch auch das Alltagsleben der Menschen in der Katastrophe nach. Was unter der Bezeichnung »Russischer Bürgerkrieg« bekannt ist, bedarf einer grundlegend anderen Charakterisierung. Die Reihe »Kriege der Moderne«, herausgegeben vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellt die wichtigsten militärischen Konflikte des 19. und 20. Jahrhunderts nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen vor und erläutert ihre geschichtlichen Ursachen und politischen Folgen.

      Der Russische Bürgerkrieg 1917-19222020
    • Die Autoren schließen eine Lücke der Geschichtsforschung: Jenseits psychologischer Spekulationen stellen sie Hitlers Familie, Kindheit und Jugend im sozialen und kulturellen Kontext dar. Sie konzentrieren sich auf Hitlers Zeit in Braunau bis zu den Erfahrungen in Wien und lassen dabei charakterliche und weltanschauliche Prägungen erkennbar werden. Sie untersuchen Hitlers Werdegang sowie sein gesellschaftliches Umfeld. Nationaler Fanatismus, Rassenhass und Antisemitismus sind in der Gesellschaft längst verankert, ehe Hitler und die Nationalsozialisten ihren Aufstieg beginnen. Hitlers radikalisierte Rhetorik konnte erst dann wirksam werden, als sein Publikum bereits wusste, wovon er sprach. Leidinger und Rapp zeigen Hitlers Kindheit und Jugend in neuem Licht.

      Hitler : prägende Jahre : Kindheit und Jugend 1889-19142020
    • Umstritten, verspielt, gefeiert

      Die Republik Österreich 1918/2018

      Was haben das Jahr 1945 und die gegenwärtige Demokratiekrise gemeinsam? Welche Parallelen bestehen in der Entstehung von Feindbildern zwischen Vergangenheit und Gegenwart? Im Jahr 2018, im Zeitalter der Globalisierung, zeigt sich, dass Österreichs Herausforderungen ähnlich wie zu Beginn der Nationsfindung 1918 sind. Hannes Leidinger und Verena Moritz stellen eindrucksvoll Brüche und Kontinuitäten gegenüber und erzählen fundiert und mitreißend von Österreichs Weg in die Gegenwart. Im Jubiläumsjahr 2018 feiert die Republik Österreich ihren 100. Geburtstag. Ein Jahrhundert voller turbulenter Entwicklungen ist seit 1918 vergangen: der Übergang von der Monarchie zur Republik, unterbrochen von Jahren des Faschismus, bis hin zum Eintritt in die Europäische Union. Die renommierten HistorikerInnen eröffnen ein breites Geschichtspanorama, das mehr ist als eine reine Chronologie. Leserstimmen loben das Duo Leidinger und Moritz für die erfrischend neue und verständliche Präsentation von 100 Jahren Geschichte. Der kluge Aufbau des Buches lässt Kontinuitäten deutlich erkennen und bietet eine kritische, aber unkomplizierte Darstellung der österreichischen Geschichte seit 1918. Besonders geschätzt wird, dass die AutorInnen nicht nur die Vergangenheit betrachten, sondern auch einen Ausblick auf die Zukunft wagen.

      Umstritten, verspielt, gefeiert2018
    • Im November 1918 liegt die Habsburgermonarchie in Trümmern. Die Armee löst sich auf, und Kaiser Karl verlässt Schloss Schönbrunn durch die Hintertür. War dieses Ende unausweichlich oder gar verspätet? Mit dem Tod von Kaiser Franz Joseph 1916 verlor die Monarchie nicht nur ihre Symbolfigur. Doch war der Untergang lediglich eine Verkettung unglücklicher Umstände? Der Krieg hatte die Situation Österreich-Ungarns nicht erleichtert, doch trotz sozialer Spannungen und wirtschaftlicher Krisen blieben die Anzeichen eines völligen Zusammenbruchs begrenzt. Hannes Leidinger bietet einen neuen Blick auf die Geschichte der Habsburger und beleuchtet Alltagsgeschichten sowie die Taten und Beschlüsse alter und neuer „Herren“, die weitreichende Konsequenzen für Europa hatten. Zudem untersucht er die spannende Frage, ob die Monarchie in vielen kleinen Imperien bis heute fortbesteht. Leser äußern sich begeistert über die spekulativen Ansätze Leidingers, die auf soliden Quellen basieren. Seine Fähigkeit, Geschichte unterhaltsam und neu zu erzählen, macht das Werk besonders lesenswert. Leidinger regt an, über die möglichen Auswirkungen eines Fortbestehens der Monarchie auf die europäische Geschichte nachzudenken und liefert dabei fundierte, aufschlussreiche Antworten.

      Der Untergang der Habsburgermonarchie2017
    • Trügerischer Glanz: der Wiener Kongress

      Eine andere Geschichte

      • 328 pages
      • 12 hours of reading

      Der Wiener Kongress war ein rauschendes Fest, das viele Zeitzeugen als solches erlebten. Bälle, Paraden und Volksfeste sollten die Sieges- und Friedensstimmung verbreiten. Doch die Herrscher Europas kamen nicht nur zum Feiern, sondern um nach Napoleons Niederlage Europa neu zu ordnen. Innerhalb des engsten Entscheidungskreises herrschte jedoch Uneinigkeit, bis Napoleon erneut zur Bedrohung wurde. Mit seiner Niederlage konnten die Beschlüsse des Kongresses umgesetzt werden, doch wie lange hielt die neue Ordnung? Hannes Leidinger beleuchtet umfassend den Wiener Kongress aus verschiedenen Perspektiven, erklärt Hintergründe, Entwicklungen und Folgen für Österreich und Europa. Darüber hinaus beschreibt Leidinger erstmals das Leben abseits der „großen Historie“ und berichtet vom Alltag der Menschen, der oft nicht dem Klischee des „tanzenden Kongresses“ entsprach. Er gewährt Einblicke hinter die Kulissen und erzählt von den Vergnügungen der Reichen, geheimen Machenschaften und Absprachen zwischen Herrschern und Diplomaten. Der trügerische Glanz des Kongresses überstrahlt die Probleme der Frühindustrialisierung, wie die wachsende Armut und geheime Oppositionsnetzwerke. Wissenschaftlich fundiert und unterhaltsam präsentiert Leidinger eine andere Geschichte des Wiener Kongresses, abseits von Glanz und diplomatischer Neuordnung.

      Trügerischer Glanz: der Wiener Kongress2015
    • Habsburgs schmutziger Krieg

      Ermittlungen zur österreichisch-ungarischen Kriegsführung 1914-1918

      • 325 pages
      • 12 hours of reading

      Verbrechen – Grausamkeiten – Pflichtverletzungen: Die schonungslose Bilanz zur k. u. k. Kriegsführung im Ersten Weltkrieg Neue Erkenntnisse über die düstersten Kapitel des Ersten Weltkriegs: Die Autoren untersuchen die Beschlüsse und Kalkulationen der habsburgischen Entscheidungsträger. Sie zeigen, wie ohne Rücksicht auf die Konsequenzen der Krieg entfesselt wurde. Ihre Arbeit wirft zudem ein erschreckendes Schlaglicht auf Befehlsketten, Feindbilder und die eskalierende Gewalt gegenüber Verdächtigen, Wehrlosen und „verwalteten Massen“.

      Habsburgs schmutziger Krieg2014
      5.0
    • Die BeDeutung der SelbstAuslöschung

      Aspekte der Suizidproblematik in Österreich von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Zweiten Republik

      • 558 pages
      • 20 hours of reading

      Das vorliegende Buch bietet einen ersten Überblick zur Suizidproblematik in der österreichischen Geschichte. Behandelt wird vor allem der Zeitraum ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich im Habsburgerreich sowohl rechtlich als auch hinsichtlich der Datenerfassung die Wahrnehmung der „Lebensmüdigkeit“ änderte. Neben Theorien, Begriffsdefinitionen, Vorbedingungen, Erhebungsmethoden und dem Aussagewert von Statistiken geht es unter anderem um Vergleiche zwischen den Kronländer der Donaumonarchie, den „Alpen- und Donaugauen“ im Nationalsozialismus und den Bundesländern der Alpenrepublik, aber auch um den Versuch, die österreichischen Verhältnisse bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem internationalen Kontext zu bewerten. Religiöse, wissenschaftliche, künstlerische, politische und ideologische Diskurse sowie weltanschauliche oder sozioökonomische Einflussfaktoren und eine gesellschaftliche „Realität“ des Selbstmords werden schließlich am Beispiel unterschiedlicher Epochen und bestimmter Bevölkerungs- oder „Risikogruppen“ ausführlich untersucht.

      Die BeDeutung der SelbstAuslöschung2012
    • Die Autoren stellen den Ersten Weltkrieg im Überblick dar, aus der Sicht der "Feldherrn und Könige" und dem Blickwinkel des "kleinen Mannes". Sie beleuchten die militärische wie die zivile Seite des "großen Waffengangs" und erfassen ihn in seinen globalen Zusammenhängen, Vorbedingungen und Folgewirkungen.

      Der Erste Weltkrieg2011
      3.0
    • Streitbare Brüder

      Österreich : Deutschland / Kurze Geschichte einer schwierigen Nachbarschaft

      • 304 pages
      • 11 hours of reading

      Eine informative wie vergnügliche Zeitreise durch 2000 Jahre österreichisch-deutsche Geschichte Zwischen Nibelungentreue und Piefkeschmäh: Was verbindet Deutsche und Österreicher, was trennt sie voneinander? Und wann genau begannen die Gegensätze sich herauszubilden? Die Antworten führen durch die lange Vorgeschichte bis in die Gegenwart: von der Hermannsschlacht, über Martin Luther, Königgrätz, den Ersten Weltkrieg und den „Anschluss“ 1938 bis zur Wende von 1989 und zum Schulterschluss im vereinten Europa. Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen, Mythen, Klischees und Vorurteile werden aber auch abseits der großen historischen Ereignisse betrachtet. Die Autoren zeigen, wie sich kulturelle Sonderwege und Mentalitätsunterschiede nachvollziehen lassen in Tradition, in Sprache und Film, in den Berg- und Talfahrten des Tourismus und den sportlichen „Ersatzschlachten“ von Cordoba bis zur Europameisterschaft. Ernsthaft, unaufgeregt, kurzweilig: eine Rückschau mit Gelassenheit.

      Streitbare Brüder2010
      3.0
    • Sozialismus

      • 139 pages
      • 5 hours of reading

      Die Überblicksarbeit versucht "den Sozialismus" als breiteres historisches beziehungsweise gesellschaftliches Phänomen zu begreifen. Ein thematischer und zeitlicher Bogen wird gespannt, der zunächst unter anderem von den Formen und Mythen des "Urkommunismus" über sozial motivierte "Ketzerbewegungen" des Mittelalters bis zur Industrialisierung reicht. Ein umfangreicher Teil widmet sich dann Karl Marx, seinen Vorgängern und Widersachern, anarchosyndikalistischen Strömungen, der Sozialdemokratie, dem Staats- und "Realsozialismus" sowie etwaigen historischen Alternativen und neuen Modellen der "postsowjetischen Ära".

      Sozialismus2008
      2.9
    • Die Republik Österreich 1918/2008

      • 286 pages
      • 11 hours of reading

      2008 feiert die Republik Österreich ihren 90. Geburtstag und erinnert sich an die NS-Herrschaft und den „Anschluss“ 1938. Hannes Leidinger und Verena Moritz stellen sich diesem Gedenkjahr und der Frage, wie vor allem die jüngere Generation Österreichs Weg durch das 20. Jahrhundert beurteilt. Die Autoren heben die klassische Gliederung - Erste Republik, „Austrofaschismus“, Nationalsozialismus, Zweite Republik - auf, um Kontinuitäten und längerfristige Veränderungen zu zeigen. Sie eröffnen mittels einer fundamental anderen Betrachtungsweise, die auf Begriffen wie Neutralität, Sozialpartnerschaft oder Fremdenfeindlichkeit beruht, ein weites Geschichtspanorama. Ausgehend von Filmdokumenten der „großen Momente“ der österreichischen Geschichte, Bildern, die das historische Bewusstsein prägen, setzen sie der kontinuierlichen Entwicklung auch Zäsuren entgegen und gehen so der spannenden Frage nach der Wirkung jener Bilder nach, die uns allen in Erinnerung bleiben.

      Die Republik Österreich 1918/20082008
    • In russischer Gefangenschaft

      Erlebnisse österreichischer Soldaten im Ersten Weltkrieg

      Auch heute noch ist für viele Russland das Land der Gefangenschaft, Sibirien weniger geographischer Begriff, als vielmehr ein Synonym für Unfreiheit, Verbannung und Tod. Weitgehend in Vergessenheit geraten ist das Schicksal der Kriegsgefangenen, die im Ersten Weltkrieg, als Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee, in russische Gefangenschaft gerieten. Jene für diesen Band ausgewählten Erinnerungstexte ehemaliger Kriegsgefangener gewähren uns tiefe und lebendige Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen des untergehenden russischen Zarenreiches und in die nachfolgenden revolutionären Umwälzungen. Kaum ein Gefangener konnte sich den Auswirkungen der politischen Entwicklung in Russland ganz entziehen. Die Autoren brechen mit einem Klischee über das Wesen der Gefangenschaft: Die Lager waren für viele nur Zwischenstationen. Mitten im „Feindesland“ lebten und arbeiteten sie und mussten lernen, sich einer ihnen in vieler Hinsicht fremden und unverständlichen Kultur anzupassen. Keinem deutschsprachigen Autor war es zu jener Zeit möglich , Russland in dieser Weise von innen kennenzulernen und die gesammelten Eindrücke aufzuzeichnen. Die Lebensgeschichten der Kriegsgefangenen aus der Donaumonarchie stellen daher ein besonders wertvolles und spannendes Material dar.

      In russischer Gefangenschaft2008
      5.0
    • Dieses Buch wird Kontroversen hervorrufen: Es trifft zum einen ins Herz der Geschichtsmythen, Verklärungen und Verkitschungen, zum anderen verweist es auf Versäumnisse der Historikerzunft. Das Schwarzbuch der Habsburger ist keineswegs der Ruf nach billiger Denunziation, sondern der Aufruf, sich auf die faszinierende Suche nach einer überraschenden und spannenden Vielschichtigkeit zu machen. Es gibt einen allgemeinen Einblick in die Fehlentwicklungen eines Staates auf bestimmten Gebieten wie Krieg, Außenpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft, territoriale Expansion, innerer Widerstand. Untermauert wird der bisher ausgesparte bzw. stark vernachlässigte Blick auf die Habsburger durch Betrachtungen einzelner Persönlichkeiten und Analysen zeitgenössischer Quellen. Dahinter steht der Wunsch anzuerkennen, dass es in der Geschichte kaum ein Entweder-oder, sondern meist ein Sowohl-als- auch gibt. Mit diesem Buch ist ein Anfang für eine moderne ganzheitliche Sicht einer wichtigen Periode der Geschichte gemacht.

      Das Schwarzbuch der Habsburger2003
      3.8