Katrin Weber schildert humorvoll die Tücken des Alltags und die Fettnäpfchen, die uns begegnen. Sie beschreibt bekannte Situationen mit viel Esprit und Witz, die zum Schmunzeln anregen.
Die Kinder sind aus dem Haus und Stefan Schwarz muss endlich kein Vorbild mehr sein! Hurra, das pädagogische Elterntheater hat geschlossen! Er kann wieder in Unterhosen durch die Wohnung spazieren, seiner Frau mit einer zerplatzten Brötchentüte ein wichtiges Telefonat vermasseln, mit der zur Pflege überlassenen Katze hinterm Kachelofen sauber machen, für Freunde im örtlichen Buchhandel nach Kackabüchern zur Windelentwöhnung suchen, sich an seine Vergangenheit als Heu-Baby und Heulsuse erinnern, ganz ohne Symptome vor seinem Hausarzt rumsitzen, und überhaupt und überall seinen Senf dazu geben. Stefan Schwarz im leeren Nest. Nicht völlig korrekter Humor für alle Menschen zwischen Akne und Arthose.In deiner Audible-Bibliothek findest du für dieses Hörerlebnis eine PDF-Datei mit zusätzlichem Material.
Mit Mitte fünfzig bekommt Stefan Schwarz Krebs. Besser gesagt, der Krebs bekommt ihn. Denn Schwarz ist erfahren im Umgang mit existenziellen Verwerfungen: «Wenn das Schicksal zuschlägt, schlage ich zurück!» Wie eine «Marie Kondo der Seele» beginnt er, sein Leben aufzuräumen, und macht dabei überraschende Entdeckungen. Auch legt er die Hast ab, die wir alle in unserem Alltag kennen, den ständigen Druck, mit irgendetwas fertigwerden zu müssen. Und besinnt sich auf die Langsamkeit, den Moment. Von all dem erzählt Stefan Schwarz mit großer Klarheit – und mit seinem einzigartigen Humor, in dem eine ganze Lebensphilosophie steckt. Ruhig, tief und mit wohltuender Selbstironie blickt er auf sein Dasein; innerlich frei und doch um Zukunft kämpfend, schreibt er über das mögliche Ende und das damit verbundene Aufwachen: «Das ist doch der ganze Sinn von Krebs. Dass man aufhört, sich und anderen was vorzumachen, dass man innehält, dass man aufwacht und sich die Augen reibt.» Und er schreibt über das, was stattgefunden hat und stattfindet: das Leben in seiner Fülle, das Stefan Schwarz wie unter einem Brennglas erfasst. Ein außergewöhnliches Buch – aufrüttelnd, bewegend, befreiend.
Es könnte nicht besser laufen für Tom Funke. Tom ist die deutsche Stimme des Hollywoodstars Bill Pratt, von dessen ersten Rollen an. Keiner spielt Helden mit dem gewissen Etwas besser als Pratt, und niemand synchronisiert Pratt besser als Funke, mit markant-warmem Timbre und ein wenig Restschärfe. Weil Toms Honorare entsprechend steigen, ist er ein bisschen übermütig geworden, hat eine neue Flamme, Birte; bald auch ein neues Haus, Potsdam, Havelblick, Hypothek. Und nun kommt Bill Pratt auch noch zur Premiere seines neuen Films nach Berlin und will Tom treffen. Eine Begegnung mit Folgen, denn schon am nächsten Morgen ist die Welt eine andere: Ein Skandal, wie ihn auch das skandalgewohnte Hollywood nicht jeden Tag erlebt, erschüttert den Filmstar. Tom weiß sofort, dass sein Schicksal damit verknüpft ist. Adieu, Havelblick. Adieu, Birte. Zurück auf Los. Tom muss handeln, und er handelt. Stefan Schwarz, der Meister des hintersinnigen Humors, schreibt über einen Mann, der einem anderen seine Stimme leiht und damit ungeahnt sein Leben aus der Hand gibt, ein Mann, der erst nur wie ein Held klingt, bevor er wirklich einer werden muss. Ein Roman über einen aberwitzigen Kollateralschaden in der modernen Empörungsgesellschaft.
Eigentlich könnte Stefan Schwarz entspannen. Der Sohn ist aus dem Haus und räumt jetzt anderswo sein Zimmer nicht auf. Die Tochter macht ihr Abitur und Gott sei Dank nicht seins. Aber dann kauft seine Frau plötzlich ein anderes Brot als sonst, bestellt ein Paillettenkleid aus einer chinesischen Chemiefabrik und bezweifelt auch noch, dass die zehn Kondome in seiner Waschtasche für den gemeinsamen Urlaub sind. Als wäre das nicht schon Unbill genug, will sein Vater nicht mit der Logopädin über rote Gießkannen sprechen, möchte sein verstorbener Kollege als Lesezeichen wieder zu ihm zurückkehren, und sein bester Freund verkündet, sich das Lid straffen zu lassen. Stefan Schwarz in seinen Fünfzigern: lebensklug, charmant und so witzig wie weise. Mit seinen Geschichten über das Leben, das Lieben und ja, auch das Sterben, zeigt Stefan Schwarz, was Humor alles kann.
USA 1860. Nach der niederträchtigen Hinrichtung ihres Vaters flieht die junge Einwanderin Anna in die Wildnis der ehemaligen Indianergebiete. Es ist der Beginn eines gnadenlosen Überlebens-kampfes, der Anna immer weiter in brutale Auseinandersetzungen verstrickt. Sie schwört den Mördern ihres Vaters Rache, wird zur Kriegerin und Teil des Kampfes zwischen den Stämmen und des US-Militärs. Während im Osten der noch jungen Nation der Bruderkrieg tobt, sieht sich Anna in einem Leben zwischen den Welten gefangen, die ihrer Liebe zu einem jungen Offizier das Äußerste abverlangt. Die Weiße Krähe wird zur Legende, die den Lauf der Geschichte für immer verändern wird … Aufwühlend … mitreißend … spannend …! Der Debütroman des Münchner Autoren Stefan ein fesselnder, hervorragend recherchierter Roman. Eine Lebensgeschichte, eingebettet in die tatsächlichen Begebenheiten einer Epoche, deren verbrecherische Machenschaften immer wieder in Vergessenheit zu geraten drohen …
Wenn der grüne Daumen nach unten zeigt. Garten ist, wenn du von Selbstversorgung träumst und mit einer halben Tasse schrumpeliger Erdbeeren nach Hause kommst. Garten ist, wenn auf dem Nachbargrundstück die Kindergeburtstagsfeier beginnt, sobald du in den Liegestuhl sinkst. Garten ist, wenn Unkräuter dir Mathe-Nachhilfestunden in exponentieller Vermehrung geben. Garten ist, wenn du dir irgendwann wünschst, dass Obstbäume für immer beschnitten bleiben. Stefan Schwarz, seit zwanzig Jahren einer der erfolglosesten Kleingärtner Leipzigs, erzählt auf umwerfend komische Weise vom Scheitern im Grünen und warum alles vergebliche Stutzen, Jäten, Sprengen, Zupfen dennoch glücklich macht.
War der kühne Siegfried ein eitler Gockel mit Hang zu schlechten Scherzen? Die schöne Kriemhild eine üble Bitch? Ihr Bruder Gunter ein geldgeiler Sack? Und der finstere Hagen in Wahrheit ein Staatsmann mit großem Weitblick und, nebenher, unverhohlen homoerotischen Neigungen? Welche Bad Bank hat das Rheingold verzockt, und wer war eigentlich diese Tante Edda? Frei von altertümelndem Bardendeutsch, dafür mit viel Gespür für alle peinlichen Details, an denen andere Nachdichter entweder jugendschonend oder pathetisch vorübereilten, erzählt Stefan Schwarz die deutschen Heldensagen. Mit unbändiger Fabulierlust, Spaß und ironischem Blick für die moralischen Ungeheuerlichkeiten dieser Geschichten lässt er die Figuren des deutschen Sagenkreises wiederauferstehen, nicht als strahlende Recken oder huldvolle Damen, dafür etwas dreckig, lebensprall, ungewöhnlich nachvollziehbar und mit einem losen Mundwerk sondergleichen. Ein Buch für alle, die vergessen haben, was genau sich damals zugetragen hat, und die nun auf amüsante Weise Bildungslücken stopfen wollen: klug und hintersinnig in die Gegenwart übertragen und zugleich die komischste Nachdichtung, die man sich vorstellen kann. Auch unsterbliche Geschichten leben nur weiter, wenn man sie immer wieder neu erzählt.
Aus der Praxis für die Praxis - Online-Version in der eRef
230 pages
9 hours of reading
Dieser Titel ist ideal zur Einarbeitung in die Lungenfunktionsdiagnostik und Spiroergometrie. Die Autoren sind erfahrene Experten mit langjähriger Lehrtätigkeit. Sie kennen die Verständnisprobleme genau und verstehen es hervorragend, die komplexen Themen klar und anschaulich zu erklären.Lungenfunktionsprüfungen verstehen und anwenden- Methoden, Durchführung und Befundung- alle Indikationen und Einflussfaktoren- korrekte Interpretation der Messergebnisse- Berücksichtigung der neuen Leitlinien zur Durchführung der Spirometrie und der GLI Normwerte- allergologische Prick und Intracutanteste-arbeitsplatzbezogene Provokation- die wichtigsten EKG-Formen verstehen und beurteilen - vom Ruhe-EKG bis zum Belastungs-EKG- exakte Anleitungen zur Durchführung für das AssistenzpersonalPlus- exakte Anleitungen zur Durchführung für das Assistenzpersonal
Unbequeme Wahrheiten aus dem Liebes- und Alltagsleben eines gereiften Mannes
144 pages
6 hours of reading
Mit humoristischer Präzision berichtet Stefan Schwarz vom wankenden Alltag nicht mehr ganz so junger Männer. Wer hat mehr vom spontanen Stehsex? Die Liebste oder die Bandscheiben-Operateure? Was tun, wenn die eigene Frau wieder von ihrem Jugendfreund umschwärmt wird? Ein treuherziger Kumpel plötzlich mit seiner Eroberung prahlt? Eine reizende Kollegin mit hohen Absätzen um Aufmerksamkeit klackert? Überhaupt: Soll man so oft wie man will oder nur wenn man kann?
Der Schauspieler Jannek Blume wird gern als Märchenprinz gebucht. Im richtigen Leben allerdings ist er schon ein paar Schritte weiter. Die Ehe mit der schönen Larissa war nämlich doch nicht die ganz große Romanze, und nun soll endlich auseinandergehen, was nie zusammengehörte: die Hamburger Chefarzttochter und der überimpulsive Sohn einer alleinerziehenden Berliner Köchin. Dummerweise ist da noch der kleine Timmi, ein kluges Kind und notorischer Terrorbolzen. Jannek legt es auf einen Sorgerechtsentscheid an und hat schnell die Bude voll mit Gutachtern und Experten. Ein Mandala aus Teufelskreisen – denn je länger der Streit dauert, umso «verhaltensorigineller» wird Timmi. Und umso schwerer kann Jannek seine Neigung zum Jähzorn beherrschen, die Larissa aber immer noch recht attraktiv findet. Jannek muss handeln: Er braucht quasi sofort eine Stiefmutter mit Nerven aus Stahl und was Besseres als Prinzenjobs, und er muss den mysteriösen Mann finden, der einst in tiefer DDR sein Erzeuger wurde und wohl einiges erklären könnte. Eine Geschichte, die ungewöhnlicher klingt, als sie ist. Eigentlich passiert sie jeden Tag irgendwo in Deutschland. Aber niemand kann so komisch davon erzählen wie Stefan Schwarz.
Stefan Schwarz klärt Fragen, Rätsel und Wunder einer gleichbleibend unvollkommenen Beziehung. Der Mann von mittlerer Statur und sehr mäßiger Toleranz lernt, dass der Gedanke an Scheidung schlank macht, wehrt sich gegen arrogante Vorwärtsfahrer, verhindert, dass sein Vater stillgelegt wird und muss erklären, warum er beim Sex die Augen zu hat. Außerdem entdeckt er, dass Schiebetüren Wutanfälle dämpfen, fühlt sich von seiner Frau angehäkelt, verteidigt neunjährige Hyperaktivisten und wird verlegen, wenn seine Tochter sagt: Ich habe euch gehört. Stefan Schwarz im Zenit seines Lebens. Überraschende Gedanken in eleganten Formulierungen in unmöglichen Situationen und umgekehrt. Ein Lesefest für alle Menschen zwischen Flitterwochen und Rentenbescheid.
Aus der Sicht eines Betroffenen wird vom Leben mit der Fußfessel berichtet. Kritisch, reflektiert und informativ, ohne die Gründe der Verurteilung zu verschweigen oder zu verharmlosen, aber mit dem Bewusstsein um die Tilgung seiner Schuld erzählt der Autor vom Leben mit der Fußfessel. Ein Thema, das in letzter Zeit verstärkt diskutiert wird, viel zu oft emotional und polemisch statt rational und auf Daten und Fakten basierend. Dieses Büchlein bietet Interessierten, Neugierigen und Fachkräften aus Justiz und Vollzug einen Einblick in die Grenzen und Möglichkeiten des Strafvollzuges durch die Fußfessel.
Ausgerechnet an seinem Geburtstag bekommt Dr. Ullrich Hasselmann Post vom Jugendamt. Das Wohl seines Kindes sei gefährdet! Seltsam: Seine beiden Töchter, allerliebste Zwillinge, sitzen gesund und munter vor ihm. Auch seine Frau Maike, eine züchtige Bibliothekarin, macht ihm nicht den Eindruck, als ob sie ihre Kinder vernachlässigen würde. Nur sehr langsam dämmert dem braven Uni-Dozenten, dass dieses Schreiben mit einer gewissen Jelena Jefimkina zu tun haben könnte, mit der er vor achtzehn Jahren gegen reichlich Geld eine Scheinehe einging. Auf der Suche nach seinem unbekannten Sohn arbeitet sich der hypochondrische Altphilologe in die Abgründe seiner völlig zu Recht verdrängten Vergangenheit vor, in der ein alkoholkranker Heiratsvermittler, eine zu allem entschlossene sibirische Volleyballerin und ein äußerst misstrauischer Ausländerbeamter eine Rolle spielen – sowie die Frage: «Kann es Liebe geben zwischen einem sehr kleinen Deutschen und einer sehr großen Russin?» Durch sein etwas pedantisches Wesen bringt Dr. Hasselmann dabei innerhalb von wenigen Stunden zwei eigentlich rivalisierende osteuropäische Mafia-Banden komplett gegen sich auf. Ja, es gibt auch Tote. Und zwar hallo.
Standardprobleme einer deutschen Mittelgewichtsehe. Kann man den Charakter eines Mannes daran erkennen, wie er sein Auto funkfernschließt? Wer kriegt eigentlich nach einer Scheidung die Freunde? Und was meint der Mann wirklich, wenn er sagt: «Ich höre dir zu, Schatz»? Stefan Schwarz, der reizende, bisweilen auch etwas gereizte Ehemann, Liebhaber und Familienvater ist zurück! Als letzter untätowierter Mann auf diesem Planeten und einziger Mensch ohne Facebook-Account erzählt er vom würdevollen Scheitern im Alltag: wahnsinnig, wahr und unterhaltsam.
Informationen für den Alltag von Kindern und Jugendlichen mit Asthma, Asthmaverhaltenstraining
148 pages
6 hours of reading
Sicher mit Asthma umgehen „Die Asthmaschule für mein Kind“ hilft Kindern und Jugendlichen mit Asthma bronchiale, sicher mit ihrer Erkrankung umzugehen. Wichtigstes Anliegen des Autors ist das Selbstmanagement der Erkrankung unter Alltagsbedingungen durch die Kinder und ihre Eltern – und die bestmögliche Lebensqualität für die Patienten. Mit diesem Buch erhalten Sie unverzichtbares Wissen: - Informationen über die Ursachen der Krankheit - Mögliche Krankheitszeichen und Auslöser - Verhaltenstraining - Aktuelle Behandlungsmaßnahmen - Die richtige Inhalationstechnik - Die Peak-Flow-Messung - Wichtige Atemtechniken - Sport für Asthmakinder - Allgemeine Möglichkeiten der Stabilisierung - Der Asthma-Notfall-Vermeidungsplan - Die Bewältigung von alltäglichen Problemen - Familie, Schule und Freunde Das Buch orientiert sich an den Qualitätsrichtlinien der AGAS (Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e. V.) und den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften. Alle wesentlichen Informationen, die es für Alltag, Kindergarten oder Schule, Sport und Freizeit zu beachten gilt, hat der Autor übersichtlich dargestellt.
Als Max eines Nachts aufs Klo muss, sitzt da schon wer und sagt nur: «Hi!» Es ist Naddi, eigentlich Nadine, die entsetzlich distanzgeminderte, schwer impulsgeleitete erste Freundin von Sohn Konrad. Die junge Frau kann zwischen Mein und Dein nicht unterscheiden, macht einen Riesenradau im Bett und hat die unschöne Angewohnheit, laufende Fernsehsendungen durchzukommentieren. Bald liegen bei dem Mittelstandspaar Max und Dorit die Nerven blank. Damit nicht genug: Naddi liebt Kinder und will selber möglichst viele. Der achtzehnjährige Konrad ist ihr erotisch vollkommen ausgeliefert – Zeit zu handeln für Max! Nur leider hat er keine. Der Fernsehjournalist ist nicht nur beruflich stark gefordert, er muss sich auch selbst als guter Sohn beweisen: Allabendlich bringt er seinen alten Herrn, Pflegestufe zwei, ins Bett, um ihn vor der resoluten Pflegerin zu bewahren. Und dann passiert auch noch die Sache mit der reizvollen, aber klaustrophobischen Kollegin Nergez im Fahrstuhl, eigentlich harmlos, aber deren türkischer Familie irgendwie nicht zu vermitteln ... Nein, so hatte Max sich seine besten Jahre nicht vorgestellt – jetzt heißt es Steherqualitäten beweisen! Lebensprall, ungemein komisch und ein bisschen weise: Stefan Schwarz’ hinreißender Roman über Glück und Grauen des Familienlebens.
Eigentlich wollte er nie mehr begehren. Doch dann kam Nancy. «Ich will das loswerden! Ich will nicht mehr an Sex denken.» «Max?» «Nancy?» «Es geht nicht dauernd nur um Sex. Sex ist zwanzigstes Jahrhundert.» «Das hast du schon vom Sinn behauptet.» «Stimmt. Sinn ist auch zwanzigstes Jahrhundert. Probier doch mal was anderes!» «Stefan Schwarz ist ein bisschen wie Axel Hacke. Nur eine ganze Ecke jünger, experimentierfreudiger und, nun ja, dreckiger.» Rheinische Post «Schwarz macht mich sprachlos – und das will was heißen. Klüger und witziger geht kaum!» Jürgen Kuttner
Hier betritt ein neuer Autor die Bühne der Schweizer Gegenwartsliteratur: Selbstbewusst und verletzlich zugleich, mit Sprachkraft und Gestaltungs-wille und mit einem Erzählvermögen, das uneingeschränktes Vergnügen und neue Zugänge zu dem verspricht, was man früher Heimat genannt hätte. Es ist eine Welt, die wir heute nur noch aus den Schwarzweiss-Sequenzen der frühen 'Tagesschau'-Sendungen kennen: Und doch, ein knappes halbes Jahrhundert ist es erst her. Stefan Schwarz schlendert in seinem 'Peruanischen Engel' durch seine Jugend in einer Schweizer Kleinstadt, erbarmungslos freundlich, hingebungsvoll katholisch, geradezu akribisch authentisch. Es ist die Jugendzeit unserer Väter, die sich hier auftut, damals, als die Italiener noch mit Pappkartons aus dem Napoli-Roma-Express stiegen, als in der Welt noch oben oben und unten ganz unten war. Wir riechen den Sonntag im Treppenhaus rasch hochgezogener Wohnblocks, und wenn wir genau hinhören, dann geben die dünnen Wände alles preis: Freud und Leid, Liebe und Trauer, Triumph und Tragödie - und über allem schwebt eine starke, eigenwillige Frau: Benigna Bustamante, 'der peruanische Engel'.
Wer Axel Hacke mag, wird Stefan Schwarz lieben. Beide Schriftsteller und Familienväter haben ein Gespür für das Besondere im Alltäglichen, servieren ihre Episoden in appetitlichen Häppchen und würzen ihre Geschichten mit Humor. Schwarz kämpft etwa am Bankautomaten mit seiner Geheimzahl, während Hacke mit seinem Kühlschrank „Bosch“ spricht. Ihre Sicht auf die Welt steht im Gegensatz zu aktuellen, schrillen Figuren, die sich in sexuellen Experimenten an der deutschen Gesellschaft abarbeiten. Die schreibenden Väter wirken hingegen geerdet. Schwarz’ familiäres Umfeld ist geprägt von „Fragphasen-Trollprinzessinnen“ (Tochter), „Pubertisten“ (Sohn) und der Teilschüchternheit seiner Frau. Während Hacke im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht, schreibt der jüngere Schwarz für ein Berliner Magazin, das als „New Yorker des Ostens“ gilt. Der kleine Seitenstraßen-Verlag kann mit dem Drucken seiner Best-of-Kolumnen kaum nachkommen. In den humorvollen Episoden geht es um eine vorauseilende Vermisstenanzeige, die Taktik der Hauskatze oder was Sex mit einem Bartträger verrät. Schwarzens Notizen sind weniger ungezähmt, sondern bodenständig und geerdet. Der Autor steht überzeugend seinen Mann in Deutschland heute, wo Republikflucht seit über 20 Jahren nicht mehr möglich ist.
Wie man Frauen, Kinder und die eigenen Eltern erzieht
Braucht ein Mann mit zwei Kindern wirklich noch Qualitätssperma? Muß er der Liebsten beim Vorlesen des Einkaufszettels noch Wort für Wort an den Lippen hängen? Und sind erotische Systeme wirklich erst nach fünf Jahren perfekt aufeinander eingestellt? Stefan Schwarz ist durchaus ein Freund von Routine-Exzessen, muß sich aber um Frau, Kinder und die eigenen Eltern gleichermaßen kümmern. Da kann es schon mal passieren, daß ein Niederschlag aus Skatkarten und Kartoffelchips über ihm abregnet. Nach seinem erfolgreichen Kurzgeschichten-Buch 'War das jetzt schon Sex?' beschreibt der Autor im zweiten Anlauf wiederum auf hinreißend selbstironische Weise 'Die Kunst, als Mann beachtet zu werden'.
Was tun, wenn dringender Paarungswunsch besteht? Warum sollte am 14. Tag niemand seinen Turnbeutel vergessen? Und woher kommen die Partikel des Wahnsinns, die es auch in der allerlieblichsten Beziehung gibt? Ein mittelgroßer Mann erklärt Ihnen die mittelgroßen Probleme seiner Welt: Sex und andere Termine, Freuden und Katastrophen des Familienlebens und weitere kleinere bis mittelgroße Desaster des Alltags.