Two opposing views of the future in the Middle Ages dominate recent historical scholarship. According to one opinion, medieval societies were expecting the near end of the world and therefore had no concept of the future. According to the other opinion, the expectation of the near end created a drive to change the world for the better and thus for innovation. Close inspection of the history of prognostication reveals the continuous attempts and multifold methods to recognize and interpret God's will, the prodigies of nature, and the patterns of time. That proves, on the one hand, the constant human uncertainty facing the contingencies of the future. On the other hand, it demonstrates the firm believe during the Middle Ages in a future which could be shaped and even manipulated. The handbook provides the first overview of current historical research on medieval prognostication. It considers the entangled influences and transmissions between Christian, Jewish, Islamic, and non-monotheistic societies during the period from a wide range of perspectives. An international team of 63 renowned authors from about a dozen different academic disciplines contributed to this comprehensive overview.
Klaus Herbers Books






Mirakelberichte des frühen und hohen Mittelalters
- 303 pages
- 11 hours of reading
Mirakelberichte, Wundererzählungen, gehören zu der unermesslich vielfältigen Quellengattung der Hagiographie und wurden bisher – aus Misstrauen eines säkularen Zeitalters – für das Verständnis des Mittelalters viel zu wenig berücksichtigt. Klaus Herbers, einer der besten Kenner mittelalterlicher Hagiographie, hat zusammen mit einem Team von Fachleuten zwölf zum Teil erstmals erschlossene mittelalterliche Mirakelberichte übersetzt und kommentiert. Sie reichen von den ›Virtutes‹ der heiligen Gertrud, einer Tochter Pippins d. Ä., aus dem 7. Jahrhundert bis zum Gründungsbericht des Klosters S. Vicente in Lissabon aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. Jeder dieser zwölf Berichte ist mit einer Einleitung versehen, die einen ersten Zugang zum Text ermöglicht. Der Band bietet ein breites Spektrum früh- und hochmittelalterlicher Religiosität und Heilsvorstellungen und gewährt so Einblick in Mentalität und Vorstellungswelt aus einer ganz neuen Perspektive.
Gab es die Päpstin Johanna? Wenn es sie nicht gab, dann hätte es sie geben sollen! Die Autoren haben die erste wissenschaftlich fundierte Einführung zur Legende der Päpstin Johanna geschrieben. Sie erschließen eine faszinierende Wirklichkeit voller überraschender Wendungen und Einsichten. Johanna hat stärker auf die Menschen gewirkt als viele der historisch nachweisbaren Päpste.
Jakobsweg
Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt
Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela erfreut sich weit über den Kreis frommer Pilger hinaus zunehmender Beliebtheit. Klaus Herbers beschreibt anschaulich, wie der Jakobuskult seit dem 8. Jahrhundert im Westen Spaniens entstand und zum Bollwerk gegen das muslimische Spanien wurde. Er erläutert die historische Funktion der Jakobswege als „Kulturstraßen Europas“ und stellt ihre wichtigsten Stationen vor.
Landergeschichten: Geschichte Spaniens im Mittelalter (German Edition)
- 384 pages
- 14 hours of reading
The author offers a well-informed and thorough introduction to Spanish history of the middle ages, characterised by the interactions of Muslim, Jewish and Christian influences. Processes of cultural transfer don't only govern the relations of the various Iberian realms, but to the outside world Spain functioned as hub for new ideas. These phenomena of cultural exchange are central to this wide historical overview from the time of the Visigoths, through the different realms of the middle ages to the era of the catholic kings. The latter's conquering of Granada and through the voyages of Columbus putting Spain in an excellent position in a new global system.
Gab es die Papstin Johanna? Wenn es sie nicht gab, dann hatte es sie geben sollen! Jedenfalls ist die Uberlieferung zu Johanna so reich, dass es lohnt, auf dem Stand der Wissenschaft eine Einfuhrung zur Legende der Papstin Johanna zu geben, zur Biographie ihrer geschichtlichen Uberlieferung. Bei einem solchen Gegenstand konnen Historiker angesichts popularer Romane oder Filme leicht zum Spielverderber werden. Sie entmythologisieren. Den Autoren geht es darum, die Quellen, die von der Papstin Johanna berichten, als eine Geschichte nachzuzeichnen, die ihrerseits eine faszinierende Wirklichkeit erschliesst. Die Geschichten rund um die Legende sind voll von uberraschenden Wendungen und Einsichten. Sie hat starker auf die Menschen gewirkt als viele der historisch nachweisbaren Papste. Wenn also die Legende wie eine Lebensgeschichte ernst genommen wird, dann berucksichtigt dies auch Uberlegungen der Geschichtswissenschaft, die Fiktionen als einen Teil der Wirklichkeit ernst nimmt.
Der Weg der Jakobspilger
- 364 pages
- 13 hours of reading
Seit dem hohen Mittelalter ziehen Gläubige aus ganz Europa nach Santiago de Compostela, wo man zu Beginn des 9. Jahrhunderts glaubte, das Grab des Apostels Jakobus des Älteren entdeckt zu haben. Die Anziehungskraft des Jakobsweges ist auch heute noch ungebrochen. Jedes Jahr begeben sich Tausende Menschen auf den „Weg der Sehnsüchte“ – wie ihn viele nennen –, auf der Suche nach einem tiefen Sinn in ihrem Leben. Der vorliegende Bildband macht mit der Geschichte des Jakobuskultes vertraut und geht vor allem auf die einzelnen Wegstationen im Norden der Iberischen Halbinsel des sogenannten Camino Francés (Frankenweg) ein. Wunderschöne Fotos erzählen von romanischer Architektur, verfallenen Pilgerherbergen, wilden Landschaften und von einem Weg, der wohl niemanden gleichgültig lässt.
Pilgerwege im Mittelalter
- 128 pages
- 5 hours of reading
Verlag: Wissenschaftliche Buchgesellschaft - sonst gutes Exemplar / Herausgegeben in Zusammenarbeit mit DAMALS - das Magazin für Geschichte und Kultur -
Mittelalterliche Rechtstexte und mantische Praktiken
- 152 pages
- 6 hours of reading
Prognostik, Divination, Mantik und Wahrsagerei sind im mittelalterlichen Recht vielfach gegenwartig. Doch rechtfertigt die Gegenwart dieser Thematik in den Rechtsquellen einen Ruckschluss auf die Praxis? Reagierten die einzelnen Texte tatsachlich auf jeweils zeitgenossische Praktiken oder wurde vielleicht nur alteres Traditionsgut aus rechtssystematischen Grunden immer wieder fortgeschrieben? Von der Beantwortung dieser Frage hangt auch ab, welchen Stellenwert die prognostischen Praktiken in der Lebenswelt besassen. In diesem Band analysieren ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur, in welcher Varianz und in welcher Kontinuitat die Thematik der Prognostik in Rechtstexten des fruhen und hohen Mittelalters erscheint, sondern fragen auch nach Uberlieferung und Sitz im Leben. Zu den untersuchten Quellen gehoren Sammlungen kirchlichen und weltlichen Rechts, Bussbucher sowie papstliche Schreiben.
Die Straß zu Sankt Jakob - Der älteste deutsche Pilgerführer nach Santiago de Compostela
- 128 pages
- 5 hours of reading
Der Reisebericht des Hieronymus Münzer
Ein Nürnberger Arzt auf der „Suche nach der Wahrheit“ in Westeuropa (1494/95)
- 300 pages
- 11 hours of reading
Der Nürnberger Arzt Hieronymus Münzer floh 1494 nicht nur vor der Pest, sondern er wollte mehr. Mit Verweis auf Aristoteles wollte er sich "der Suche nach der Wahrheit" widmen. Sein Itinerarium zeugt davon, in welchem Maße ihm das gelang. Vorkenntnisse aus Studium und Nürnberger Zusammenhängen sowie die Unterstützung von Kaufleuten, Druckern, Gelehrten und Höflingen halfen ihm, erfolgreich zu suchen. Sein Itinerarium, das hier erstmals in deutscher Übertragung vorgelegt wird, dokumentiert die Ergebnisse. Es ist ein bunter Strauß an kulturgeschichtlich interessanten Aufzeichnungen aus einer bewegten Zeit. Zwei Jahre nach der ersten Seereise des Kolumbus und nach der Eroberung Granadas ist Hieronymus Münzer am Puls der Zeit, wie er nicht zuletzt in einer Rede von der Katholischen Königen in Madrid darlegt. Die zahlreichen Beschreibungen von Menschen und Orten, Religionen und Gebräuchen, Klöstern und Pilgerzentren, Kunstwerken und Reliquien, Fauna und Flora regen dazu an, auch heute wieder auf Münzers Spuren den Westen Europas neu zu entdecken
Das römische Papsttum beansprucht für sich in ungebrochener Kontinuität über die Jahrhunderte die höchste Autorität in der Christenheit. Unvergleichlich in seiner Verbindung aus transzendentalem Heilsversprechen, irdischem Glanz und Verstrickung in die weltliche Politik errang es seit dem 11. Jahrhundert auch politisch eine ungeheure Macht, die erst durch die Umbrüche des Reformationszeitalters erschüttert wurde. Klaus Herbers gelingt eine souveräne und umfassende Darstellung der Entwicklung des Papsttums von den Anfängen bis zur Renaissance. Ausgesprochen anschaulich, problemorientiert und mit hervorragender Sachkenntnis schreibt er eine Geschichte der Päpste als Oberhäupter der Kirche. Dabei bezieht er auch die Sozial-, Kultur- und Geistesgeschichte mit ein. Herbers Darstellung macht überzeugend die politische Dimension des Papsttums deutlich, die die Uniformierung des christlichen Abendlandes erst ermöglicht hat. Ein grosses, neues Werk zum Papsttum, dem nichts Vergleichbares zur Seite steht. (www.primusverlag.de).
Jakobus und Karl der Große
Von Einhards Karlsvita zum Pseudo-Turpin
Karl der Große und Jakobus gehören zweifelsohne zu den wichtigen Gestalten, auf die sich viele beziehen, die die Wurzeln des mittelalterlichen Europas ergründen wollen. Das Bild Karls und Jakobus' wurde in den Schriften des sogenannten Pseudo-Turpin im 12. Jahrhundert auf eine kunstvolle Art und Weise „zusammengeschweißt“. Der Band behandelt die innere Struktur dieses ausgesprochen erfolgreichen Textes des hohen Mittelalters, geht auf Überlieferungskontexte sowie auf Facetten seiner Verbreitung ein. Damit entsteht das Panorama der vielschichtigen Verbindungen zwischen Jakobus und Karl dem Großen.
Der Jakobuskult in Ostmitteleuropa
Austausch - Einflüsse - Wirkungen
Aufbruch in eine neue Epoche
Vergangenheit und Zukunft im Bericht des Nürnberger Arztes Hieronymus Münzer über seine Westeuropareise 1494/1495
- 48 pages
- 2 hours of reading
Lange Zeit hat man Reiseberichte vor allem mit Blick auf Alteritätserfahrungen gelesen. Lohnend ist aber auch der Fokus auf implizite Zukunftsvorstellungen, mit dem der Autor den Reisebericht des Hieronymus Münzer über seine Westeuropareise 1494/95 betrachtet: Aus diesem kulturgeschichtlich einzigartigen Itinerarium lassen sich die Perspektiven einer Zeitenwende vielfältig erschließen. So wird die Frage, inwieweit Reiseberichte vorhandene Wissensbestände erweiterten, hier auch mit Blick auf praktisches Handlungswissen gestellt. Der Autor interessiert sich außerdem für die Verknüpfungen: Wissenschaftliche und bildungsbestimmte Anliegen, kaufmännische, diplomatische, religiöse und repräsentative Aspekte zeigen, wie vielfältig die Motivationen des Arztes und Humanisten Münzer schon beim Aufbruch gewesen sein mögen. Zudem wird deutlich, welch vielfältige Netzwerke Münzer während der Reise aufbaute und nutzte, um neue Perspektiven zu entwickeln.
Die Beiträge des Bandes nähern sich dem komplexen Thema um Pilgern, Heil und Heilung aus unterschiedlichen Richtungen: Dabei geht es zunächst um die historischen Erfahrungen, von Wundergeschichten um den hl. Jacobus bis hin zu beispielhaften Pilgerspuren, welche die Suche nach Heil und Heilung verbinden. Hier wird die Verbindung von körperlicher Heilung und seelischem Heil konkret, ebenso wie liturgische Formen Heilssuche und Heilsvermittlung in einem festen religiösen Rahmen wiederfinden lassen. Auch die Gnadenmittel der Kirche werden vorgestellt, die „Heiligen Jahre“ und die Frömmigkeitstheologie des späten Mittelalters, die zu Heil und Heilung führen sollten. Die aktuellen Bezüge des Themas werden aus philosophischer Perspektive lebensnah betont, ebenso wie die therapeutische Wirkung des Pilgerns aus medizinischer Sicht beeindruckt. Die Vielfalt von Heilssuche und Heilserwerb im Spannungsfeld von Realität und Imagination erscheint zeitlos und erhält hier deutliche Konturen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven.
Das Heilige Römische Reich
- 343 pages
- 13 hours of reading
Vor den Augen des Lesers läßt diese reich bebilderte und anschaulich erzählte Darstellung ein herrschaftliches Gebilde aufleben, das etwa ein Jahrtausend lang die kulturelle, soziale und politische Geschichte weiter Teile Europas maßgeblich bestimmt hat. Ausgehend von seinen Schauplätzen spüren die Autoren der Entstehung und Entwicklung, aber auch dem Ende des Heiligen Römischen Reiches nach. So entsteht 200 Jahre nach seinem Niedergang ein umfangreicher Querschnitt seiner vielschichtigen Wirklichkeit.
Die Straß zu Sankt Jakob
- 127 pages
- 5 hours of reading
Wer sich heute auf die Pilgerreise nach Santiago de Compostela begibt, wandelt auf den Spuren unzähliger mittelalterlicher Pilgern, die dort ihr Heil suchten. Wohl jeder auf dem „camino“ hat sich schon einmal gefragt, wie seine Vorgänger in früheren Zeiten ihren Weg fanden, für Herberge und Verpflegung sorgten. Dabei stand ihren dieses Buch zur Seite, das 1495 zwei Wege von Deutschland nach Santiago beschreibt, auf Herbergen, Wasserstellen, Geldwechsler, aber auch auf Gefahren hinweist. Der Faksimile-Nachdruck der Originalausgabe führt in die Atmosphäre der Zeit ein, die gegenübergestellte Übersetzung in heutiges Deutsch und die Einleitung stellen die Beziehung zur Gegenwart her. Der historische Bericht wird illustriert durch die stimmunsvollen Schwarz-Weiß-Photographien von Gerhard Weiß, die die Spuren der Vergangenheit einfangen.
Ex ipsis rerum documentis
Beiträge zur Mediävistik: Festschrift für Harald Zimmermann zum 65. Geburtstag
- 664 pages
- 24 hours of reading
German
Aus demZur Einfü Jakobusverehrung in europäischer und regionaler Perspektive ·· Religiöse Mobilität zwischen Elbe und Saale am Ende des Mittelalters ·· Wiprecht von Groitzsch und der hl. Jakobus ·· Die Leipziger Jakobskirche - ein Schlüssel zur frühen Stadtgeschichte? ·· Reliquienschatz und Pilgerstrom. Spuren der Verehrung des Apostels Jakobus maior am Halberstädter Dom ·· Zum Kult des Heiligen in der Oberlausitzer Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern ·· Zwischen Devotion und Repräsentation. Fürstliche Heiligenverehrung in Mitteldeutschland vor der Reformation ·· Pilgerreisen wettinischer Fürsten im späten Mittelalter ·· Der wiederentdeckte Reisebericht des Hans von Sternberg ·· Handelsstraßen als Pilgerwege ·· Die Jakobsbruderschaft in Altenburg ·· Evangelische Erfahrung und Kritik des Pilgerns im Horizont von Konfessionalisierung und Ökumene
Wol auf sant Jacobs Straßen!
Pilgerfahrten und Zeugnisse des Jakobuskults in Süddeutschland
- 227 pages
- 8 hours of reading














