Literatur im öffentlichen Raum: politisch performt – geheim gesprüht – ästhetisch installiert. Wo uns Literatur unerwartet begegnet, bewegt und erregt. Anders als der Begriff der 'Kunst im öffentlichen Raum' (engl. 'Public Art') hat sich die Bezeichnung 'Literatur im öffentlichen Raum' lange Zeit kaum etabliert. Erst in den letzten Jahren kam es zu Neugründungen, wie der Stabsstelle am Deutschen Literaturarchiv Marbach, zu Projekt- und Forschungsinitiativen, die das Verhältnis von Literatur und Öffentlichkeit in den Blick nehmen. Aktionen, die mit urbanen und regionalen Räumen interagieren, ästhetisch irritieren und politisch intervenieren, Öffentlichkeit also nicht nur suchen, sondern selbst erzeugen und gesellschaftskritisch hinterfragen, erregen vermehrt mediale Aufmerksamkeit. Spannend wird es insbesondere dann, wenn, beispielsweise durch Migration, neue transnationale Öffentlichkeiten oder digitale Produktionsräume entstehen. In diesem Sonderband stellen sich Akteure aus Literatur, Wissenschaft und Kulturbetrieb, Archiven, Museen und der freien Kunstszene in Essays, Aufsätzen, Interviews sowie Graffiti-Gedichten der Frage, was eigentlich passiert, wenn sich Literatur statt zwischen zwei Buchdeckeln mitten im gesellschaftlichen Leben abspielt.
Heinz Ludwig Arnold Book order (chronological)






In Graz ist eine Gasse und in Wien eine Straße nach ihr benannt: die Österreicherin Mela Spira debütierte erst als Schauspielerin in Berlin, ging nach der Heirat mit dem jüdischen Rechtsanwalt Robert Spira nach Graz und London – als Mela Hartwig schrieb sie Literaturgeschichte. Die schriftstellerische Karriere Mela Hartwigs (1893–1967) begann fulminant: Ihr Novellenband „Ekstasen“ (1928) und der Debütroman „Das Weib ist ein Nichts“ (1929) sorgten gegen Ende der Weimarer Republik für Aufsehen. Allerdings konnte ihr zweiter Roman „Bin ich ein überflüssiger Mensch?“ Anfang der 1930er Jahre aus politischen Gründen schon nicht mehr erscheinen. Die Beiträge erschließen Hartwigs verfügbares literarisches Werk: von den ersten Prosawerken über die Lyrik bis hin zum 2018 erstveröffentlichten Roman „Inferno “. Sie beleuchten vor dem Hintergrund der Zäsuren von 1933 und 1945 sowohl thematische Verschiebungen als auch ästhetische Kontinuitäten und Veränderungen und liefern so den ersten Überblick über die von Brisanz und Drastik geprägte schriftstellerische Produktion der lange vergessenen Autorin. Vor dem nationalsozialistischen Antisemitismus warnte Hartwig noch mit ihrer 1936 im Pariser Emigrantenverlag Éditions du Phoénix erschienenen Novelle „Das Wunder von Ulm“. Zwei Jahre später floh sie aus Österreich nach London, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.
Ob koloniale Raubkunst im Humboldt-Forum, Corona-Pandemie oder Flüchtlingspolitik – wie kaum ein anderer beobachtet Volker Braun seine Gegenwart, die er durchforstet, angreift, deren literarische und kulturelle Traditionen er aufzeigt, ohne je die Hoffnung auf Veränderung aufzugeben. Volker Braun (*1939) ist noch immer einer der maßgeblichen und produktivsten deutschen Autoren der Gegenwartsliteratur. Während sein mannigfaltiges Werk weiter wächst, ermöglichen Archivmaterialien neuerdings ein erweitertes Verständnis seines künstlerischen Schaffens. Die Beiträge der Neufassung widmen sich dem Werk und Wirken Volker Brauns vor allem seit den 1980er Jahren und nehmen aktuelle Perspektiven der Forschung ein: Sie lesen Bekanntes in neuen Konstellationen, stellen Brauns Werk in intermediale und internationale Zusammen-hänge und konturieren Formen seines Schaffens, die erst in den letzten Jahren in den Fokus geraten sind – von den autobiografischen Schriften bis zu den Lesespuren in seiner Privatbibliothek. In allen Facetten seiner literarischen Produktion zeigen sich das kritische Bewusstsein und der ausgeprägte Gestaltungswille des Autors im Zusammenspiel von Kunst, Politik und Gesellschaft.
„Souverän bewegt er sich zwischen den Gattungen und Stilen und folgt dabei offenbar nur einer einzigen Grundregel: Leserin und Leser niemals zu langweilen, vielmehr stets einen komischen Mehrwert zu erzeugen.“ Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2023 Gerhard Henschels (*1962) autobiografisch angeregte Martin-Schlosser-Romanreihe wurde von der FAZ als „faszinierendste[r] Zyklus der deutschen Gegenwartsliteratur“ bezeichnet. Das Projekt umfasst das ehrgeizige Ziel, sich bis an die Gegenwart des Autors heranzuschreiben. Dafür gibt es nicht nur einen genauen Zeitplan, sondern auch ein akribisch geführtes Archiv. Im Genre des Kriminalromans ist Henschel ebenfalls ein 'Serientäter', wobei seine Krimis immer auch Gattungsparodien sind. Die Sprach- und Kulturkritik erweist sich ebenso wie die kommentierte Zitatcollage als Konstante in seinem vielschichtigen und vielseitigen Werk. Dessen Spektrum umfasst sprach- und kulturkritische Arbeiten, Satiren, Romane, Lyrik, Zeitreisen, Übersetzungen, Novellen, Fußballbücher und Wandertagebücher. Der Band möchte Gerhard Henschels Werk in seiner Breite würdigen. Neben Studien zu einzelnen Werken oder Romanzyklen gibt es auch werkübergreifende Analysen; zu Wort kommen Weggefährten, Literaturwissenschaftler, Autoren, Journalisten, Lyriker, Übersetzer und ein Filmemacher.
„Jedesmal, wenn man etwas von Dir liest, glaubt man, man müsse sich augenblicklich totlachen. Doch dann merkt man plötzlich, daß man schon tot war und daß man sich wieder lebendig gelacht hat.“ Diese Worte von Wolfgang Hilbig über Adolf Endler (1930–2009) fassen die komplexe Wirkung des Dichters zusammen. Endler, ein eigensinniger Denker, wurde sowohl gefürchtet als auch geschätzt, und hinterließ bedeutende Spuren in der Kulturlandschaft der frühen Berliner Republik. Nach seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR im Jahr 1979, infolge des Protests gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, hatte er Schwierigkeiten, seine Texte offiziell zu veröffentlichen. In den 1980er Jahren publizierte er fast ausschließlich in halb illegalen Zeitschriften in der DDR und Westdeutschland. Durch Nachdichtungen aus verschiedenen Sprachen förderte er nachhaltige kulturelle Beziehungen in Europa. Ende der 1980er Jahre wurde er Mentor der Prenzlauer-Berg-Connection und nutzte die neu entstandenen gegenkulturellen Freiräume, um seine surrealistische, „phantasmagorische“ Welt zu entfalten. Die Beiträge des Heftes beleuchten sein vielseitiges Werk, das die Doktrin des sozialistischen Realismus mit surrealen Motiven unterläuft, und würdigen sein nachhaltiges Wirken als Schriftsteller.
Außer der Reihe
Literatur zur Zeit
Wir feiern 60 Jahre TEXT+KRITIK mit einem besonderen Heft unveröffentlichter Texte von Autorinnen und Autoren, die der Zeitschrift gewidmet wurden. Diese Stimmen prägen maßgeblich die deutschsprachige Gegenwartsliteratur in ihrer Vielfalt. Die erste Ausgabe erschien 1963 zu Günter Grass, herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold, der die Reihe ein Leben lang betreute. Seit 2011 wird TEXT+KRITIK von einem erfahrenen Redaktionsgremium und wechselnden Herausgebern fortgeführt. Die Zeitschrift hat sich den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen angepasst und erscheint auch elektronisch. Die Beiträge reflektieren die Zeit in verschiedenen Formen und Perspektiven – persönlich, literarisch, politisch und mehr. Felicitas Hoppe lobt TEXT+KRITIK als unverzichtbar für alle, die auf Vernunft und Leidenschaft setzen. Thomas Meinecke empfindet es als Ehre, Teil dieser Reihe zu sein. Veronika Schuchter hebt hervor, dass die Reihe sowohl Gegenwart als auch historische Autoren ins Rampenlicht rückt. Die Redaktion umfasst zahlreiche namhafte Persönlichkeiten, die zur literarischen Landschaft beigetragen haben. Mit Beiträgen von Autoren wie Ulrike Draesner, Durs Grünbein und Thomas Hürlimann wird die Lust aufs Lesen vermittelt. TEXT+KRITIK bleibt eine bedeutende Plattform für die Auseinandersetzung mit Literatur und Gesellschaft.
Juli Zeh
- 109 pages
- 4 hours of reading
Sie wird als politisch engagierte Autorin wahrgenommen, die sich in öffentliche Debatten einmischt. Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen vielbeachteten Gesellschaftsroman vorgelegt: ein Bestseller, der als Dreiteiler im ZDF filmisch adaptiert wurde. Zeh wird zudem oftmals geehrt; 2018 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Doch Kritik und Literaturwissenschaft begegnen der studierten Schriftstellerin und promovierten Juristin, deren Themen und Plot-Konstruktionen im Vordergrund ihrer Erzähltexte stehen, auch skeptisch. Komplexe Theoreme etwa der Physik („Schilf“) entwirft die Autorin im Genre des Kriminalromans. Durchgängig finden sich apokalyptische Szenerien: als Zeitdiagnose („Spieltrieb“) oder Vorausdeutung (wie in „Corpus Delicti“ und „Leere Herzen“). Schlussbilder und Wendepunkte ihrer Narrationen oder grotesken Theaterstücke bieten überwiegend surreal überzogene Exzesse (etwa „Neujahr“), welche die vorigen, 'realistischen' Psychologisierungen ihrer Figuren auffällig und überraschend konterkarieren. Der vorliegende Band möchte dem besonderen, ja einzigartigen Rang Juli Zehs gerecht werden und versammelt deshalb Essays zu Einzelwerken, aber auch zu übergreifenden Fragestellungen sowie Gesamtdeutungen ihrer bisherigen Publikationen.
"Willi Winkler nannte Wolfgang Welt (1952-2016) den "grössten Erzähler des Ruhrgebiets", auch wenn der Aussenseiter des Literaturbetriebs lange als Geheimtipp gehandelt wurde - bis Peter Handke dafür sorgte, dass Welts Texte im Suhrkamp Verlag erschienen.Zunächst Anfang der 1980er Jahre Popjournalist für regionale und überregionale Magazine, galt der Bochumer aufgrund seines unverblümten Stils und seiner kompromisslosen Haltung schnell als Provokateur der Musikjournalistenszene. Nachdem eine psychische Erkrankung ihn dazu zwang, kürzer zu treten, wurde Welt hauptberuflich Nachtportier im Schauspielhaus und blieb es bis an sein Lebensende. Sein Werk umfasst neben fünf Romanen ("Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe", "Peggy Sue" und "Doris hilft" u. a.) zahlreiche kleinere Schriften: Rezensionen, Reportagen, Erzählungen, die aus dem Leben in der Zeitschriftenredaktion und dem Nachtleben berichten. Das Heft erkundet anhand von Werkanalysen, aber auch von Gesprächen und von Berichten von Zeitgenossen Welts zentrale Rolle im Kontext der deutschen Popliteratur und stellt sein eigenwilliges Verständnis einer autofiktionalen Literatur dar, die sich durch strenge Subjektivität und regionale Bindung auszeichnet."--Provided by vendor
Gespräche mit Autoren
- 723 pages
- 26 hours of reading
Heinz Ludwig Arnold war einer der besten Kenner der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – und bis zu seinem Tod am 1. November 2011 ihr engagiertester Vermittler. Legendär sind seine ausführlichen Gespräche mit Autoren, die heute moderne Klassiker sind: Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt, Wolfgang Hildesheimer, Jurek Becker, Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass, Martin Walser, Rolf Hochhuth, Peter Handke. Dieser Band stellt die aufschlussreichsten Gespräche zusammen, viele davon in Buchform unveröffentlicht – ein Gipfeltreffen der Literaten, ein Fest für den Leser. »Meine Gespräche sollten Lektüre nicht ersetzen, sondern darauf neugierig machen … als neugieriger Partner der Schriftsteller im Gespräch wollte ich stellvertretend für ihre Leser fragen.« Heinz Ludwig Arnold
Abenteuer, Liebe und Verbrechen – die deutsche Literatur ist voll von spannenden Geschichten und Figuren. Ob märchenhaft oder realistisch, der erzählerischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Hinzu kommt immer wieder eine beeindruckende kritische Distanz: der Gesellschaft, der Sprache, dem eigenen Erzählen gegenüber. Dieser umfangreiche Band versammelt die schönsten und klügsten Erzählungen der deutschen Literatur. Mit Texten von E.T.A. Hoffmann, Theodor Storm, Thomas Mann und vielen anderen.
Reclams Fremdsprachen-Lektüreschlüssel beziehen sich auf den fremdsprachigen Originaltext (vorzugsweise in Reclams Roter Reihe). Sie sind auf Deutsch verfasst und unterstützen ebenso die Lektüre der deutschen Übersetzung. Sie enthalten Checklisten in der Fremdsprache und bieten Übersetzungshilfen und Schlüsselbegriffe in der Fremdsprache. Jeder Band enthält: Erstinformationen zum Werk - Inhaltsangabe - Personen (Konstellationen) - Werk-Aufbau (Strukturskizze) - Wortkommentar - Interpretation - Autor und Zeit - Rezeption - Checkliste zur Verständniskontrolle - Lektüretipps mit Filmempfehlungen - Raum für Notizen.
Seit über 6000 Jahren baut der Mensch Weintrauben an und entwickelte daraus eines der köstlichsten Getränke des Planeten. Und seit über 2000 Jahren inspiriert der vergorene Traubensaft die Dichter – neben den Frauen ist der Wein eines der Lebenselixiere, das die Dichter am meisten beflügelt und befeuert, in Wort und Tat, in Gedichten und als berühmte Trinker. Gottfried August Bürger hat es bündig formuliert: „Wann der Wein im Himmelsklang / Wandelt mein Geklimper, / Sind Homer und Ossian / Gegen mich nur Stümper.“ Mit Texten von Hafis, Johann Wolfgang Goethe, Richard Dehmel und vielen anderen.
Die Nacht spendet Erholung durch den Schlaf. Gleichzeitig ist sie – als Gegenstück zum vernünftigen Licht des Tages – Heimat des Unheimlichen und Verbotenen. Sie symbolisiert Wahnsinn und Krankheit, ist die Zeit von Träumen und Vorahnungen. Sie erlaubt aber auch das heimliche Zusammentreffen von unerlaubt Liebenden und hüllt in ihren Schutz alle, die unerkannt bleiben wollen – oder müssen. Mit Texten von William Shakespeare, Matthias Claudius, Novalis und vielen anderen.
Tennessee Williams, A streetcar named desire
- 62 pages
- 3 hours of reading
Reclams „Fremdsprachen-Lektüreschlüssel“ folgen dem bewährten Aufbau- und Darstellungsprinzip der Lektüreschlüssel zur deutschen Literatur. Sie beziehen sich auf den fremdsprachigen Originaltext (wenn möglich in Reclams Roter Reihe), sind aber auf Deutsch verfasst und unterstützen ebenso die Lektüre der deutschen Übersetzung. Eine „Checkliste“ enthält Aufgaben zur Verständniskontrolle in der Fremdsprache. Unter dem Darstellungstext stehen Übersetzungshilfen und Schlüsselbegriffe in der Fremdsprache, um die Bearbeitung dieser Aufgaben und ein fremdsprachiges Referieren über das Werk zu erleichtern. Lektüreschlüssel für Schüler erschließen einzelne literarische Werke. Um eine Interpretation als Zentrum gruppieren sich 10 wichtige Verständniszugänge: * Erstinformation zum Werk * Inhaltsangabe * Personen (Konstellationen) * Werk-Aufbau (Strukturskizze) * Wortkommentar * Interpretation * Autor und Zeit * Rezeption * „Checkliste“ zur Verständniskontrolle * Lektüretipps mit Filmempfehlungen * Raum für Notizen
Reclams „Fremdsprachen-Lektüreschlüssel“ folgen dem bewährten Aufbau- und Darstellungsprinzip der Lektüreschlüssel zur deutschen Literatur. Sie beziehen sich auf den fremdsprachigen Originaltext (wenn möglich in Reclams Roter Reihe), sind aber auf Deutsch verfasst und unterstützen ebenso die Lektüre der deutschen Übersetzung. Eine „Checkliste“ enthält Aufgaben zur Verständniskontrolle in der Fremdsprache. Unter dem Darstellungstext stehen Übersetzungshilfen und Schlüsselbegriffe in der Fremdsprache, um die Bearbeitung dieser Aufgaben und ein fremdsprachiges Referieren über das Werk zu erleichtern. Lektüreschlüssel für Schüler erschließen einzelne literarische Werke. Um eine Interpretation als Zentrum gruppieren sich 10 wichtige Verständniszugänge: * Erstinformation zum Werk * Inhaltsangabe * Personen (Konstellationen) * Werk-Aufbau (Strukturskizze) * Wortkommentar * Interpretation * Autor und Zeit * Rezeption * „Checkliste“ zur Verständniskontrolle * Lektüretipps mit Filmempfehlungen * Raum für Notizen
Literatur und Migration
- 285 pages
- 10 hours of reading
Migration prägt in Zeiten der Globalisierung zunehmend auch die Literatur. Transkulturelle Bewegungen bestimmten literarische Themen, Schreibweisen und poetologische Konzepte. Im Zentrum des Bandes steht die Auseinandersetzung mit Texten von Autorinnen und Autoren wie Emine Sevgi Özdamar, Yoko Tawada, Feridun Zaimoglu, Terézia Mora u. a., die das Gesicht der deutschsprachigen Literatur verändert haben.
Reclams »Fremdsprachen-Lektüreschlüssel« folgen dem bewährten Aufbau der Lektüreschlüssel zur deutschen Literatur. Sie beziehen sich auf den fremdsprachigen Originaltext (wenn möglich in Reclams Roter Reihe) und sind auf Deutsch verfasst, um die Lektüre der deutschen Übersetzung zu unterstützen. Eine »Checkliste« enthält Aufgaben zur Verständniskontrolle in der Fremdsprache. Unter dem Darstellungstext stehen Übersetzungshilfen und Schlüsselbegriffe, um die Bearbeitung der Aufgaben und ein fremdsprachiges Referieren zu erleichtern. Die Lektüreschlüssel erschließen literarische Werke und gruppieren sich um eine zentrale Interpretation, ergänzt durch 10 wichtige Verständniszugänge: Erstinformation, Inhaltsangabe, Personen, Werk-Aufbau, Wortkommentar, Interpretation, Autor und Zeit, Rezeption, eine »Checkliste« zur Verständniskontrolle sowie Lektüretipps mit Filmempfehlungen und Raum für Notizen. Der britische Schriftsteller Aldous Huxley beschreibt in seiner Dystopie eine vollständig verwirklichte Wohlstandsgesellschaft, in der Luxus für alle zugänglich ist und Unruhe, Elend und Krankheit überwunden sind. In dieser Welt sind Freiheit, Religion, Kunst und Humanität vergessen, und Individualismus wird als asozial betrachtet. Huxleys 1932 erschienene Arbeit regte 1999 eine philosophische Debatte über moderne Biotechnik an, die zuvor von Peter Sloterdijk in seinem Vortrag »Menschen für den Menschenpark« aufgegriffen wurde.
Von Unvollendeten
Literarische Porträts
Die Literaturgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts wird in 12 persönlichen Autorenporträts lebendig. Heinz Ludwig Arnold, der bereits als Schüler Kontakt zu Autoren suchte, präsentiert in diesen Porträts Schriftsteller, die das Menschliche und Unvollkommene in ihren Werken thematisieren. Er betont, dass Kunst niemals Routine werden kann, und zitiert Heinrich Böll, der darauf hinweist, dass Künstler, die zu Routiniers werden, aufhören, Künstler zu sein. Arnold, mittlerweile ein respektierter Literaturkritiker, Autor und Herausgeber, schildert seine Beziehungen zu den Autoren, die von anfänglichem Respekt bis hin zu engen Freundschaften und gelegentlichen Konflikten reichen. In den Porträts werden verschiedene Autoren und ihre Werke behandelt: Ernst Jünger als Krieger und Anarch, die Unterschiede zwischen Erich Maria Remarque und Jünger, Hans Henny Jahnn und die Entdeckung des Erzählens, Friedrich Dürrenmatt und seine zweite Karriere, sowie Heinrich Böll und die Suche nach dem revolutionären Ich. Weitere Porträts befassen sich mit Peter Weiss, Rolf Hochhuth, Günter Grass, Martin Walser, Uwe Johnson und Hans Joachim Schädlich. Arnold vermittelt seine Leidenschaft und tiefgehende Kenntnis der Werke, wodurch die Autoren und ihre literarischen Beiträge eindrucksvoll zur Geltung kommen.
Arbeiterlyrik 1842-1932
- 255 pages
- 9 hours of reading
TEXT+KRITIK - 9/98: Literatur in der Schweiz - Sonderband
- 262 pages
- 10 hours of reading
Enth. u. a.: S. 144-156: Das nomadische, das hypertrophe und das mythologische Ich : Begegnungen mit Paul Nizon, Hermann Burger und Guido Bachmann / Martin R. Dean. - S. 214-226: "Plättchenleger im Bodenlosen" : Literaturkritik in der deutschen Schweiz ... / Elsbeth Pulver. [Betr. u. a. Josef Viktor Widmann.] - S. 235-249: Jahrhundert der Ungleichzeitigkeiten : zur Rezeption von Werken der deutschschweizer Literatur in Deutschland / Michael Wirth. [Betr. u. a. Robert Walser, Friedrich Dürrenmatt, Verena Stefan, Paul Nizon, Peter Bichsel und Gerhard Meier.].
Querfahrt mit Dürrenmatt
- 201 pages
- 8 hours of reading
Wie wenig andere hatte der Göttinger Publizist und Herausgeber Heinz Ludwig Arnold, der Dürrenmatt 1975 kennenlernte, an dessen Spätwerk als Kritiker, zeitweiliger Lektor und als Freund teil. Arnolds hier versammelte, in intimster Werkstatt-Kenntnis geschriebene Aufsätze und Vorträge gehören zum Besten und Anschaulichsten, was über Dürrenmatt und speziell über die Entstehung des Spätwerks geschrieben wurde.
Meine Schweiz : ein Lesebuch
- 244 pages
- 9 hours of reading
»Ich bin gerne Schweizer«, sagte Dürrenmatt. Damit meinte er nicht die Nation, die sich in Mythen feiert, sondern das Nebeneinander und problematische Miteinander der vier verschiedenen Kulturen. Als Kleinstaat war die Schweiz für den pragmatischen Schweizer eine politische Chance: ein Staatenbund en miniature und als solcher durchaus eine Art Modell für Europa. Als Vaterland war sie ihm oft ein Ärgernis.
Das erotische Kabinett - ein lustvoller Streifzug durch die deutsche Literatur vom Barock bis heute ... Ein Buch, das die Sinne herausfordert und erfreut: mit herrlich anzüglichen bis prall deftigen Texten von Christian Hofmann von Hofmannswaldau bis F.W. Bernstein, von Gotthold Ephraim Lessing bis Erich Kästner, von Johann Wolfgang Goethe bis Robert Gernhardt
Grundzüge der Literaturwissenschaft
- 804 pages
- 29 hours of reading
Das bewährte Standardwerk zu Gegenstandsbereich und Verfahrensweisen der Literaturwissenschaft - systematisch, anschaulich und kompakt dargestellt.
Das literarische Bankett
- 351 pages
- 13 hours of reading
Uferdasein : Deutschsprachige Literatur in Böhmen
- 301 pages
- 11 hours of reading
Die deutsche Literatur 1945 - 1960
- 534 pages
- 19 hours of reading
Die westdeutsche Literatur 1945 bis 1990
- 193 pages
- 7 hours of reading
Literarisches Leben in der Bundesrepublik
- 190 pages
- 7 hours of reading
Bestandsaufnahme Gegenwartsliteratur
- 317 pages
- 12 hours of reading
Karl May
- 299 pages
- 11 hours of reading
Sie reiten (immer) wieder! Doch nicht nur Winnetou und Old Shatterhand stehen im Zentrum des Bandes, sondern die Innovation des Ich-Helden, Machart und Weltanschauung des Kolportagereißers, Vaterkonflikt und ‚große Mutter‘, Reiseziel St. Louis und Friedensmythos – und damit viele unbekanntere Werke des Schriftstellers, „der ungezählten Millionen das Unglück erleichtert, das Glück vermehrt hat“ (H. Wollschläger).
Die Gruppe 47 hat die Aufbaujahre der Bundesrepublik begleitet und geprägt. 1947 gründete Hans Werner Richter diesen losen, aber einflussreichen Verbund von Schriftstellern und Kritikern. Über zwei Jahrzehnte lang verfolgte die Gruppe ihr hochgestecktes Ziel: eine radikale Erneuerung der Literatur und des politisch-gesellschaftlichen Lebens. Nahezu alle deutschsprachigen Autoren von Rang nahmen an einzelnen Treffen der Gruppe teil – von Ingeborg Bachmann und Paul Celan über Heinrich Böll, Martin Walser und Günter Grass bis zu Walter Jens und Marcel Reich-Ranicki.
Wallfahrtsstätten der Nation
- 134 pages
- 5 hours of reading
Oskar Maria Graf
- 224 pages
- 8 hours of reading
„He was one of the earliest and most outspoken opponents of the Nazis“, hieß es im Nachruf der New York Times. So sehr das zutreffen mag, so schillern komplex war Oskar Maria Grafs Persönlichkeit und so kompliziert ist die Einordnung seines umfangreichen Werks. Der Sonderband leistet jenseits aller „Kultmacherei“ die kritische Auseinandersetzung, die Graf selbst sich wünschte.
Ernst Bloch
- 305 pages
- 11 hours of reading
TEXT+KRITIK plädiert für eine neue Rezeption des eigenwilligen, seismografisch auf das Zeitgeschehen reagierenden Philosophen, dessen Werk – im Schnittpunkt von Disziplinen wie Philosophie, Theologie, politischer und ästhetischer Theorie –längst nicht ausgeschöpft ist. Die Beiträge untersuchen die Hauptintentionen Blochs und ziehen Querverbindungen zu Zeitgenossen wie Lukács, Brecht und Benjamin.
Text + Kritik Sonderband: Ingeborg Bachmann
- 217 pages
- 8 hours of reading
Johann Wolfgang von Goethe
- 363 pages
- 13 hours of reading
So vielseitig der Autor, so vielseitig der Sonderband: Mit einer großen Bandbreite verschiedener Fragestellungen nähern sich die Beiträge den unterschiedlichsten Facetten von Goethes Werk und fragen auch nach dessen Aktualität und nach dem Umgang mit dem Klassiker im Klassenzimmer.
Literaturbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland
Ein kritisches Handbuch - 2., völlig veränderte Auflage
- 420 pages
- 15 hours of reading
German
Friedrich Gottlieb Klopstock
- 129 pages
- 5 hours of reading
Sprache und Poetik Klopstocks sind zentrale Themen des Sonderbandes und natürlich sein literarisches Werk: die „Deutsche Gelehrtenrepublik“, die Hermannsdramen, die Oden – Texte eines „Dichtergenies“, dem nicht allein Goethe epochale Bedeutung zumaß.
Text + Kritik 50/51. Friedrich Dürrenmatt 1. Zeitschrift für Literatur
- 141 pages
- 5 hours of reading
Tagebuch einer Chinareise
- 234 pages
- 9 hours of reading
Die bösen Köche
Ein Drama in fünf Akten
Beck'sche schwarze Reihe - 163: Positionen des Dramas
Analysen u. Theorien zur dt. Gegenwartsliteratur
- 286 pages
- 11 hours of reading
German
Theodor W. Adorno
- 194 pages
- 7 hours of reading
Siegfried Lenz
- 54 pages
- 2 hours of reading
Gespräch mit Heinz Ludwig Arnold
- 86 pages
- 4 hours of reading
German
Beck'sche schwarze Reihe - 134: Gespräche mit Schriftstellern
Max Frisch, Günter Grass, Wolfgang Koeppen, Max von der Grün, Günter Wallraff
- 243 pages
- 9 hours of reading
German
Väterchen Franz
- 184 pages
- 7 hours of reading
Wolf Biermann
- 181 pages
- 7 hours of reading
Deutsche über die Deutschen
- 390 pages
- 14 hours of reading
Grundzüge der Literatur- und Sprachwissenschaft. Band 1, Literaturwissenschaft
- 566 pages
- 20 hours of reading
Bd. 1. Literaturwissenschaft -- Bd. 2. Sprachwissenschaft. Herausgegeben Von Heinz Ludwig Arnold Und Volker Sinemus. Includes Indexes. Bibliography: V. 1, P. 506-[554]; V. 2, P. 528-[561]
Dokumentarliteratur
- 190 pages
- 7 hours of reading
Geschichte der deutschen Literatur aus Methoden. Westdeutsche Literatur von 1945-71. Band 2
- 362 pages
- 13 hours of reading
Geschichte der deutschen Literatur aus Methoden. Westdeutsche Literatur von 1945-71. Band I
- 333 pages
- 12 hours of reading
Heinrich Mann
- 159 pages
- 6 hours of reading
Literaturbetrieb in Deutschland
- 248 pages
- 9 hours of reading
























































