Sie hat den besten, sie hat den schlechtesten Ruf: die Schrift. Den einen gibt sie als alphabetisiertes Sinn-Bild, als Chiffre für die „Lesbarkeit der Welt“, ohne die sich Gesellschaft und Individuum nicht im Chaos der Phänomene beheimaten könnten.
Vor dem Hochwasser hat sich die Katze auf einen Baum gerettet. Nun ist er
umgestürzt und treibt mit ihr in den Fluten. Mit den Wellen kommen andere
Tiere, die in Not sind, daher: 'Komm', sagt die Katze und lässt jeden auf den
rettenden Baumstamm - das Schwein, den Hund, Hahn und Henne und viele mehr.
Sogar der Fuchs, vor dem sich viele fürchten, darf 'mit ins Boot' ... Als das
Wasser sinkt, finden alle wieder einen Platz, wo sie leben können.§Mira Lobes
Geschichte zeigt klug und liebevoll, dass man denen, die in Not sind,
selbstverständlich hilft; dass man nicht nur an sich selber denken darf und
dass jeder einen Platz braucht, an dem er leben kann.
Mira Lobes lustige Gedichte handeln von hungrigen Elefanten, verliebten Walrossen, verspielten Krokodilen, von Enten, Nilpferden, Schlangen und anderen Tieren.
Befreiung aus Co-Abhängigkeit und destruktiven Beziehungen. Eine therapeutische Fabel
„Wer sich zum Esel macht, schleppt die Säcke“, liest der Esel Benjamin, als er sich auf den Weg in ein neues Leben macht, das den Sog der Abhängigkeit hinter sich lässt und destruktive Beziehungen überwindet. Angelika Kaufmann, Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin, veranschaulicht das psychosoziale Phänomen der Co-Abhängigkeit, indem sie ihre Erfahrungen von Projekten mit Suchtkranken und deren Angehörigen mit Hilfe der Geschichte des Esels Benjamin weitergibt. Dieser muss eine lange Reise auf sich nehmen, die zur Bewährungsprobe wird. Die eigenen Grenzen erfahrend, kann er schließlich die Angst vor dem Verlassenwerden ablegen und Selbstliebe erfahren. „Benjamin“ wird in über 300 Selbsthilfegruppen der Ländlichen Erwachsenenbildung im Fachbereich Gesundheit und Selbsthilfe eingesetzt und legt den Fokus auf Angehörige von Suchtkranken, die ihre persönliche Situation aufarbeiten. So soll auch dieses Buch Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Wege aufzeigen, den Strudel von Sucht, Gewalt und Abhängigkeit hinter sich zu lassen. „Der ‚Benjamin‘ ist Begleiter auf einem Weg von gefühlter Einsamkeit, Druck und Überforderung zu Selbst(wieder)findung und Lebensfreude.“ (Erwin Vartmann – LEB Fachbereich Gesundheit und Selbsthilfe)
In „Benjamin“ erzählt Angelika Kaufmann die Geschichte eines Esels, der sich auf eine Reise begibt, um Co-Abhängigkeit und destruktive Beziehungen zu überwinden. Das Buch dient als Unterstützung für Angehörige von Suchtkranken und zeigt Wege zur Selbstliebe und Lebensfreude auf. Es wird in Selbsthilfegruppen eingesetzt.
Es war ein Abend mitten in der kühlen Jahreszeit. Auf den Feldern vor Bethlehem kroch eine kleine Schnecke ihres Weges, bedrückt von ihrem schweren Haus und von der Traurigkeit. Was vermochte sie schon auf der Welt, außer zu kriechen und zu fressen und die Last ihres Hauses zu tragen! Plötzlich spürte sie, wie der Boden bebte. Ein Esel kam heran. Schwer war sein Schritt, denn auch er trug eine Last auf seinem Rücken – wie sie selbst – und neben ihm ging ein Mann. Die kleine Schnecke kroch so schnell sie konnte, um fort vom Weg, in Sicherheit zu gelangen. Doch sie war viel zu langsam. Schon konnte sie den Huf des Esels ganz dicht vor sich sehen. Beim nächsten Schritt würde er sie zermalmen. Doch da hielt der Esel plötzlich inne. Er blieb stehen und blickte zu Boden. Ihre Blicke trafen sich und vorsichtig setzte er seine Hufe über sie hinweg. Während der Esel über sie hinweg stieg, spürte die kleine Schnecke, dass er jemand ganz Besonderen auf seinem Rücken trug. Und sie hatte nur noch die eine Sehnsucht, zu erfahren, wer es sei. Ihr schien, ihr ganzes kleines Schneckenleben hinge davon ab. …
»Mir ist kalt, ich hab’ Angst!« sagte das Kind und es begann zu laufen. Es lief und lief und lief. Endlich kam es zu einem Haus. Dort klopfte es an die Tür. »Wer ist draußen?«
Im Sammelband: Die schönsten Tierbilderbücher von Mira Lobe, illustriert von Angelika Kaufmann. Der Sammelband umfasst: * Komm, sagte die Katze * Komm, sagte der Esel * Dann rufen alle Hoppelpopp * Tiny * Die Yayas in der Wüste * Lebe wohl, Fritz Frosch
Und in diesem Augenblick wurde Sinclair Sofokles wach! Willi Einwärts, Sohn des Museumswärters im Naturhistorischen Museum, ist begeistert: Ein kleiner Baby-Saurier wird als neuestes Ausstellungsstück angeliefert. Als er ihn vor Freude und Begeisterung streichelt, schlägt Sinclair Sofokles die Augen auf … Gemeinsam türmen die beiden aus dem Museum und machen sich auf Entdeckungsreise in die große Stadt. Dabei treffen sie Fabrizius, den Fernseher, der eine sehr nützliche Tarnkappe trägt und sie so – gut verborgen – durch die Stadt bringt. Als es Abend wird, erklärt Sinclair Sofokles seinem neuen Freund, dass er einst von den Urzeitgeistern nur einen einzigen Tag auf der Erde geschenkt bekommen hat und daher mit der Dunkelheit zurückkehren muss. Zum Abschied schenkt ihm Willi Einwärts seine funkelnagelneue Taschenlampe und der kleine Saurier verspricht dem traurigen Jungen damit ein ganz besonderes Zeichen zu geben. Und wirklich: Um Mitternacht erscheint am Himmel eine riesige liegende Acht, das Zeichen für unendlich. Ein wunderbar poetischer Text für Kinder von der großen Autorin Friederike Mayröcker, die in diesem Winter ihren 80. Geburtstag feiert. Die Illustrationen dazu stammen von Angelika Kaufmann, die das Buch schon in der Originalausgabe, erschienen 1971, bebildert hatte.