Der neue Gedichtband Alfred Kolleritschs versammelt Gedichte von melancholischer Schönheit eines philosophischen Dichters. Alfred Kolleritschs Gedichte sind die Gedichte eines Einzelgängers ohne Schule, der seinen eigenen Weg verfolgt. In den zumeist kurzen, reimlosen Gebilden dieses Bandes vereinen sich philosophische Einsichten, Liebesanrufungen, Zeitgenössisches, Reflexionen über Zeit und Tod sowie Naturerfahrungen. Die Landschaft des Gedichts ist dabei eine wundversehrte, die Gedichte handeln von Schmerz, Abschied und Verlust. Die Gedichte zeichnen sich durch ihren spezifischen Ton aus, der trotz aller Brüche, Abgründe und Trennungen gleichmäßig bleibt und in dem die Gedichte ihren Gegenständen nachspüren. Die Melodie dieser Gedichte gibt dabei vor, wie diese zu lesen sind. Erst durch den Nachvollzug der sprachlichen Bewegung erschließen sich dem Leser die Gedichte ganz, ohne dass sich diese auf eine Pointe zubewegen.
Alfred Kolleritsch Book order (chronological)
Alfred Kolleritsch's work delves into the exploration of human existence and the intricacies of interpersonal relationships. His style is characterized by penetrating psychological depth and poetic precision. The author frequently engages with themes of identity, memory, and the search for meaning in the modern world. Through his prose and poetry, he offers readers thought-provoking reflections on the essence of life and human understanding.






Befreiung des Empfindens
- 104 pages
- 4 hours of reading
Graz / Europa Erlesen
- 390 pages
- 14 hours of reading
Die Summe der Tage
- 86 pages
- 4 hours of reading
„Die grüne Seite“ ist eine drei Generationen umspannenden Geschichte der Erziehung der Söhne durch die Väter, ein Entwicklungsroman, der die Sicherheiten und Eindeutigkeiten des Genres ad absurdum führt, ein Vaterroman, lange bevor die Abrechnung mit den Vätern in der Literatur Mode wurde, und eine Liebeserklärung an die südsteirische Landschaft. Vor allem aber ist „Die grüne Seite“ ein in der deutschsprachigen Literatur einzigartiger philosophischer Dialog-Roman, der in wunderbaren Details und Episoden die Verfestigung unserer Wahrnehmung und unseres Wissens zu Bildern und Ideologien beklagt. Mit „Die grüne Seite“ (1974 zum ersten Mal veröffentlicht) schrieb Kolleritsch eine gleichermaßen sinnlich-detailreiche wie abstrahierende Zusammenfassung österreichischen Provinzlebens im 20. Jahrhundert. Im Großvater, dem anarchischen Außenseiter des Dorfes, und in seinem Sohn Gottfried, der, um nicht wie sein Vater zu scheitern, ein Leben der erzwungenen Anpassung führt, schuf er eindrückliche Figuren im Kampf um 'die grüne Seite' des Lebens.
German
Über das Kindsein
- 32 pages
- 2 hours of reading
Gedichte
- 131 pages
- 5 hours of reading
Landschaften
- 87 pages
- 4 hours of reading
German
German
Die Pfirsichtöter Seismographischer
- 128 pages
- 5 hours of reading
Die grüne Seite
- 219 pages
- 8 hours of reading
Kolleritsch erzählt die Geschichte einer Familie, in der der Vater, ein Lehrer, seinen Sohn Gottfried fotografieren lässt, um ihm eine Identität zu geben. Dieser erste Versuch führt bei Gottfried zu einem vorübergehenden Verlust der Sprache. Auf dem grünen Diwan eines Nervenarztes konfrontiert er zum ersten Mal das Trauma seiner Familie, gefangen zwischen Ohnmacht und Auflehnung. Um Gottfried eine lebbare Identität zu vermitteln, bestimmt der Vater für ihn den Beruf eines Gutsverwalters, was ihn jedoch tiefer in die Verhaltensweisen des Vaters verstrickt. Diese Dynamik wiederholt sich zwischen Gottfried und seinem Sohn Josef. Als Gottfried erkrankt, verwandelt sich sein Leben in Schreckbilder. Die Suche nach der "grünen Seite" des Lebens, als Hoffnung auf eine andere Zukunft, durchzieht den Roman. Kolleritsch verwendet kein psychologisches Narrativ, sondern spannt die Familiengeschichte über ein gedanklich-strukturelles Raster. Immer wiederkehrende Bilder versperren den Weg in die Zukunft. Der Ausweg aus der Ohnmacht ist die Erkenntnis, dass ein permanenter Kampf gegen jede Form von Identifikation notwendig ist. Das Glück, die "grüne Seite", ist flüchtig und steht für die Übereinstimmung mit der Natur, jenseits von Fragen und Bedrohungen. Romantische Sehnsucht ist spürbar, während Skepsis gegenüber Vergleichen und Poesie präsent bleibt.
Die Pfirsichtöter
- 163 pages
- 6 hours of reading
Erinnerter Zorn
- 64 pages
- 3 hours of reading
Manuskripte 31-32/71
Zeitschrift für Literatur und Kunst
Manuskripte 28'70
Zeitschrift für Literatur Kunst Kritik















