Emotions make history, and emotions have a history. Through engaging analysis
of twenty essential and powerful emotions - including anger, grief, hate,
love, pride, shame and trust - Ute Frevert explores the emotional worlds of
Germans to tell a very different story of the 20th century.
The story of how humiliation has been used as a means of coercion and control in the modern age - from the shaving of the heads of alleged women collaborators in occupied France to the social media pillorying of the 21st century.
§B§Der Mensch im "Zeitalter der Extreme"§§S§Das Leben des Menschen in der Moderne ist geprägt von Innovationen, Veränderungen und Brüchen. Nie zuvor sind Lebensläufe und Grunderfahrungen innerhalb kurzer Zeit so fundamental revolutioniert und umgekrempelt worden wie im 20. Jahrhundert.§§Neben der immer rasanter werdenden technologischen Entwicklung haben unter anderem zwei Weltkriege, Völkermord, Massenarbeitslosigkeit, Inflation und nukleare Bedrohung sowie die Veränderung von Familien- und Gesellschaftsstrukturen den modernen Menschen geprägt. Handlungsmuster und Wertmaßstäbe differenzieren sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehr und mehr aus - die Individualisierung von Lebensläufen nimmt fortschreitend zu.§Aus der Beschreibung und Charakterisierung von verschiedenen Sozialtypen, die für dieses Jahrhundert kennzeichnend sind, entsteht ein Gesamtbild unserer Epoche mit all ihren Widersprüchen. Renommierte Historiker wie Richard Bessel, Christoph Conrad, Peter Gay u.v.a. portr ätieren in ihren Beiträgen Sozialtypen, deren Bedeutung, Rolle und gesellschaftliche Funktion sich im 20. Jahrhundert enorm verändert haben, oder die in dieser Zeit erst "erfunden" wurden.
In einem brillanten Gang durch 250 Jahre Geschichte schildert die bekannte Historikerin Ute Frevert, welche Rolle die öffentliche Beschämung in der modernen Gesellschaft spielt. In den unterschiedlichsten Bereichen werden die Demütigung und das damit einhergehende Gefühl der Scham zum Mittel der Macht – ob in der Erziehung von Kindern, im Strafrecht oder in Diplomatie und Politik. So wurden nach 1944 in Frankreich Frauen, die sich mit deutschen Besatzern eingelassen hatten, die Haare geschoren. Richter in den USA bestrafen Bürger neuerdings damit, dass diese an belebten Straßen auf einem Schild ihr Vergehen kundtun müssen. Nicht zuletzt der Medienpranger – wie im Fall von Jan Böhmermanns Schmähgedicht auf den türkischen Präsidenten Erdogan – und das Internet haben die öffentliche Beschämung allgegenwärtig gemacht. Ute Frevert zeigt nicht nur an zahlreichen Beispielen aus der Geschichte, wie Demütigungen in Szene gesetzt wurden und werden (wobei sich die Bilder über Epochen und Kulturen hinweg erstaunlich gleichen). Sie macht auch klar, dass die Moderne den Pranger keineswegs abgeschafft, sondern im Gegenteil neu erfunden hat. Nicht mehr der Staat beschämt und demütigt, sondern die Gesellschaft.
Tausende von Männern, berühmte und weniger berühmte, haben bis zum Zweiten Weltkrieg auf "Ehr"verletzungen mit einer Duellforderung reagiert. Und welche Rolle haben die Frauen dabei gespielt? Eine überaus informative Mentalitäts- und Gesellschaftsgeschichte voller überraschender und auch amüsanter Perspektiven.
Ansichten guter Europäer im 19. und 20. Jahrhundert
217 pages
8 hours of reading
Europa vor 100 Jahren: ein Kontinent im „Nationalitätswahnsinn“ (Nietzsche) und Kolonialrausch. Heute sind wir alle „gute Europäer“. Diese glückliche Wende erfolgt nicht ohne neue wirtschaftliche, politische und kulturelle Grenzziehungen. Totz aller inneren und äußeren Unterschiede bilden sich Gemeinsamkeiten und Identifikationsmöglichkeiten heraus - damals wie heute.
Von der Industriellen Revolution bis zur Gegenwart - Schulbuch. Schülerbuch
608 pages
22 hours of reading
Die Reihenausgabe trainiert systematisch historische Sach-, Urteils- und Methodenkompetenz und bereitet optimal auf die Anforderungen von Zentralabitur und G8 vor. Epochenüberblicke führen in die Semesterthemen ein, während thematische Einheiten die Unterrichtsinhalte problemorientiert und multiperspektivisch aufbereiten. Arbeitsaufträge entsprechen den EPA-Anforderungen und berücksichtigen die Kompetenzerwartungen der Lehrpläne. Grundwissenseiten am Kapitelende wiederholen wichtige Daten und Begriffe. Übungsaufgaben, Referatsvorschläge und Recherchehinweise vertiefen das Gelernte. Integrierte Methodenseiten trainieren die Arbeit mit verschiedenen Quellengattungen und stellen fachspezifische Techniken vor. Sonderseiten zur Geschichtskultur untersuchen die Darstellung und Deutung historischer Themen in Kunst, Medien und Politik. Globalgeschichtliche Perspektiven erklären Phänomene der globalisierten Welt in ihrer historischen Genese. Essays vertiefen die Leitfragen der Kapitel und eröffnen neue Horizonte. Der Anhang bietet methodische Hinweise zu Facharbeiten, Projekten, Präsentationen und zur Abiturprüfung. Die CD-ROMs enthalten editierbare Arbeitsblätter, audiovisuelle Materialien, Materialerläuterungen als PDF, ausgewählte Bilder sowie Hör- und Filmdokumente zu den Kernkapiteln.
Die Sammlung umfasst 22 Texte, darunter programmatische Aufsätze, Einzelstudien und unveröffentlichte Vorträge, die die Bedeutung der Emotionsgeschichte herausstellen. Mit einem preisgekrönten, eleganten und präzisen Schreibstil bietet der Band eine durchdachte Synthese aus drei Jahrzehnten Forschung und beleuchtet die Macht der Gefühle in historischen Kontexten.
13 Beiträge von Historikerinnen und Historikern zur Übergangszeit von der Romantik zur Moderne: die Gesellschaft muss sich rasch auf die fundamentalen Neuerungen der Industrialisierung einstellen. Thema der Beiträge sind die Menschen hinter diesen Entwicklungen: das Dienstmädchen, die Grossstadtmenschen, der Migrant, der Arzt, die Arbeiterin, der Unternehmer, der Künstler, der Ingenieur, die Gläubige.