Schönheit entsteht im Auge des Betrachters. Sieht man Berlin, die Stadt mit dem zwiespältigen Ruf als Metropole des Glamours wie der Schmuddelecken, in den Bildern des jungen Berliner Fotografen Leo Seidel, zeigt die Stadt ein überraschend neues Gesicht - Lichterglanz, Farbenrausch - aus Aschenputtel wird über Nacht ein strahlender Stern. Das Licht in seiner wechselnden Gestalt fasziniert den Fotografen: kaltes Neonlicht von Reklametafeln und auf Baustellen, warmes Licht aus Fenstern oder von Straßenlaternen, das unwirkliche Dämmerlicht, das alle Konturen verwischt. Auf den Bildern von Leo Seidel ist nichts inszeniert, er wartet geduldig auf den richtigen Moment, auf das richtige Licht zur richtigen Zeit.
Leo Seidel Books


Berlin
- 167 pages
- 6 hours of reading
Der Berliner Fotograf Leo Seidel zeigt dem Betrachter die deutsche Hauptstadt mit ihren Gegensätzen: touristische Attraktionen und stille Winkel, ausgedehnte Parks und winzige Schrebergärten, große Arenen und Kleinkunstbühnen, noble Cocktailbars und billige Imbissbuden. Auch abseits der Touristenmeilen entdeckt er verlassene Rummelplätze, Elefanten vor Hochhauskulisse, bunte Graffitis auf Hinterhöfen und immer wieder die blaue Stunde über den Dächern der Stadt. Ungewöhnliche Perspektiven und ein virtuoser Umgang mit den Stimmungen des Lichts machen zudem den besonderen Reiz seiner Fotografien aus. So hat der Betrachter Berlin, das er längst zu kennen glaubte, noch nicht gesehen.