Die europäischen Herrscher und ihre Gesandten bestimmten am sogenannten Wiener Kongress die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen. Der Band gibt mit einer Fülle an eindrucksvollen Kunstwerken einen spannenden Einblick in die Diplomatie und Politik, Kunst und Kultur sowie das gesellschaftliche Leben während des zehnmonatigen Kongresses. Von September 1814 bis Juni 1815 war Wien das Zentrum Europas: Zwei Kaiser, fünf Könige sowie zahlreiche Fürsten und Diplomaten aus beinahe allen Teilen des Kontinents fanden sich in der Metropole zu diplomatischen Verhandlungen ein. Begleitet wurde die gewaltige Neugründung Europas von Bällen, Festen, Schlittenfahrten und Empfängen, ebenso von Theateraufführungen und Musikveranstaltungen. Künstler aus aller Welt kamen in die Kaiserstadt, die Kunstproduktion erlebte eine Blüte. Neueste internationale Forschungsergebnisse beleuchten in dem prachtvoll bebilderten Band die wichtigsten Aspekte dieses Schicksalsmoments in der Geschichte, der ganz Europa in Atem hielt.
Werner Telesko Books






An exploration of the mediaeval natural world. It features double-page spreads illustrated with mediaeval manuscript pages. The accompanying commentary discusses the symbolic meanings and healing powers ascribed to particular plants and animals.
Inhaltsverzeichnis: Einführung; I Geschichte als Gegenwart: Bedeutung des 'langen' 19. Jahrhunderts heute - politische und soziale Grundlagen; II Die 'Nation' und ihre Konstitution in Europa; III Europäisches Herrschertum und politische Legitimation; IV Christliche Kirchen zwischen liberaler Theologie, Ultramontanismus und Privatoffenbarung; V Bürgertum als neue Kraft und 'Rekonstruktion' von Geschichte in allen Lebensbereichen - visuelle Strategien; VI 'Historismen': bildende Kunst des 19. Jahrhunderts zwischen 'Gothic Revival' und Salonkunst; VII Denkmalkult als 'Monumentalisierung' geschichtlicher Erinnerung; VIII Akademien, Ateliers und Ausstellungen - neue Rahmenbedingungen für Kunstproduktion; IX 'Ästhetisierung' des Lebens als kulturelle Erscheinungsform des Jahrhunderts - Wissenskulturen; X 19. Jahrhundert und Erweiterung des Wissens in allen Bereichen; XI Jahrhundert der Textproduktion zwischen Philologie und Massenpresse; XII Neue 'Orte des Wissens' und Präsenz der Wissenschaft im 'öffentlichen Raum'; XIII Museum als Inbegriff der Vermittlung von Geschichte und Visualisierung von Kultur; XIV Weltausstellungen zwischen inszeniertem Wettbewerb und nationaler Leistungsschau; XV Landschaft zwischen topografischer Erfassung und neuem Naturgefühl; XVI 'Sehsucht' des 19. Jahrhunderts und Veränderung der menschlichen Wahrnehmung.
Beethoven Visuell
- 252 pages
- 9 hours of reading
Ludwig van Beethovens musikalisches Werk begeistert Menschen bis heute. Massgeblich für die weltweite Verehrung des bedeutenden Komponisten ist aber auch die Tatsache, dass Beethoven der Protagonist einer der wirkungsmächtigsten medialen Diskurse der Kulturgeschichte mit universeller Reichweite ist. Darstellungen Beethovens selbst und dessen, wofür er sinnbildlich stand und heute noch steht, haben massgeblich zur Konstitution und Manifestierung seines Mythos in Musik, Literatur, Film und anderen visuellen Medien beigetragen. Die vorliegende reich bebilderte Publikation wirft ein neues Licht auf die beeindruckende ?Ikonografie? des Komponisten: Beethoven in der Natur, in seiner materiellen Umwelt, aber auch in Verbindung mit dem Immateriellen bilden dabei die wichtigsten Themengebiete der bildlichen Vorstellungswelten
Das Wiener Aquarell
- 334 pages
- 12 hours of reading
Leuchtende Farben und atmosphärische Wirkung zeichnen die Wiener Aquarellmalerei des 19. Jahrhunderts aus. Der Band zeigt einen hochkarätigen Bilderreigen zu dieser vielseitigen Maltechnik anhand der Werke von 32 Künstlern: Stadtansichten, Landschaften, Genreszenen, Porträts und Blumenbilder von Meistern wie Jakob Alt, Matthäus Loder, Thomas Ender, Peter Fendi, Anton Romako und insbesondere Rudolf von Alt, dem wohl populärsten Künstler des damaligen Wien. Seine topografisch genauen und stimmungsvollen Architektur- und Landschaftsaquarelle sowie Interieurs begeisterten vom Biedermeier bis zur Zeit der Wiener Secession und trugen zum hohen Stellenwert des Wiener Aquarells bei.00Exhibition: Albertina, Vienna, Austria (16.02. - 13.05.2018).
Beethoven und die Bilder der Musik
Vergegenwärtigung, Technizität und Blicklenkung – vom frühen 20. Jahrhundert bis heute
- 140 pages
- 5 hours of reading
Im Jubiläumsjahr 2020 steht Ludwig van Beethoven im Zentrum umfangreicher Auseinandersetzungen, die sich hauptsächlich um Leben, Werk und Mythos des Komponisten drehen. Damit wird letztlich die Legende Beethovens fortgesetzt, deren Ursprünge bereits zu dessen Lebzeiten zu suchen sind. Demgegenüber konzentriert sich die vorliegende Publikation weniger auf die medialen Auratisierungen der Person des Komponisten als vielmehr auf die audio-visuelle Inszenierung seiner Musik im Zeitalter restloser Kommerzialisierung, wobei deren neue Formate (DVD, CD, Internet etc.) eine innovative Ästhetik produzieren, die ihrerseits die Images des Komponisten neu zu definieren vermag.
Die Weisheit der Natur
- 95 pages
- 4 hours of reading
Johannes von Nepomuk
Kult – Künste – Kommunikation
Die Präsenz des heiligen Johannes von Nepomuk in Text, Bild und Musik Der bereits vor der offiziellen Kanonisierung (1729) einsetzende Kult um den Prager Kanonikus Johannes von Nepomuk (um 1350 bis 1393) zeichnet sich durch seine europaweite Konjunktur, die in alle sozialen Schichten hineinragende Rezeption sowie eine ausgeprägte Multimedialität aus. Der Fokus des Sammelbandes liegt auf den gleichermaßen zahlreichen wie verschiedengestaltigen bildlichen, architektonischen, musikalischen und textlichen Manifestationen der Verehrung des populären Märtyrers in den Habsburgerländern vom 18. bis in das frühe 19. Jahrhundert. Im Zentrum der Beiträge steht eine inhaltlich breit gefächerte Untersuchung des Kults und der zahlreichen Feiern in Bezug auf Funktion und Integration der Künste, wobei in detaillierter Weise und unter Heranziehung zahlreicher Quellen den medienspezifischen Ausprägungen und Darstellungsformen nachgegangen wird.
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
- 450 pages
- 16 hours of reading
Der zentrale Fokus der Publikation zielt auf die Frage, in welcher Weise in Musik und Kunst der habsburgischen Erblanden sowie der böhmischen Länder und Ungarn spezifische Repräsentationsstrategien der Dynastie zum Ausdruck kommen. Unter diesem Aspekt werden Themen und Medien der Repräsentation, Fragen zu Herrscher, Staat und Nation sowie Netzwerke und zeremonielle Räume in ihrem Verhältnis zu den „Öffentlichkeiten“ beispielhaften Untersuchungen unterzogen. „Repräsentation“ ist dabei keine Kategorie, die als unveränderliche Größe gilt, sondern vielfältigen Prozessen gesellschaftlicher und medialer Aushandlung unterliegt. Deren Analyse kann wiederum einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Struktur der „composite monarchy“ des Habsburgerreiches liefern.
Der verklärte Herrscher
Leben, Tod und Nachleben Kaiser Franz Josephs I. in seinen Repräsentationen
- 140 pages
- 5 hours of reading
Das Ziel der kleinen Publikation besteht darin, ausgehend von ausgewählten Zeugnissen der audio-visuellen Medien einen Einblick in die Strategien zur Verherrlichung des Kaisers zu geben. Diese erfuhren insbesondere 1916, im Jahr seines Ablebens, eine beträchtliche Steigerung. Auseinandergesetzt werden Anwendungen religiöser Bild- und Klangformeln auf den apostolischen Herrscher, die tugendhafte Images des Kaisers zum „Heilsbringer“ der Monarchie überhöhten. Hier wird danach zu fragen sein, ob es zu diesen spezifischen Repräsentationsakten durch die Form intentionaler dynastischer oder künstlerischer Strategien kam (Repräsentation „von oben“) oder durch Rezeptions- und Erwartungshaltungen (Repräsentation „von unten“), die von den ausgeprägten Darstellungstraditionen der habsburgisch-[lothringischen] Dynastie geprägt waren.
Kosmos Barock
Architektur - Ausstattung - Spiritualität. Die Stiftskirche Melk
- 212 pages
- 8 hours of reading
Die Fülle der künstlerischen und inhaltlichen Facetten einer barocken Kirche scheint für den heutigen Betrachter kaum mehr verständlich. Die vorliegende, leicht verständliche Einführung soll als Anleitung dienen, den vielfältigen „Kosmos“ eines barocken Kirchenbaus besser verstehen zu können. Prinzipiell charakteristisch für die barocke Ausstattung ist der Umstand, dass kein Gegenstand isoliert präsentiert wird: Alles ist eingebunden in ein umfassendes und fein austariertes Bezugsnetz, das systematisch geordnet ist. Erklärt werden im vorliegenden Werk die vielfältigen Sinnbezüge, Erzähltechniken und Allegorien der frühneuzeitlichen Sakralkunst am Beispiel der berühmten Benediktinerstiftskirche Melk (NÖ.). Hier kann besonders deutlich gemacht werden, welche Bedeutung der Heiligen- und Märtyrerkult, die Verehrung der Sakramente sowie die Verehrung der römischen Kirche im 18. Jahrhundert besitzen.
Die Wiener Hofburg 1835 - 1918
- 544 pages
- 20 hours of reading
Die Wiener Hofburg ist einer der bedeutendsten Profanbaukomplexe Europas und war vom 13. Jahrhundert bis 1918 Regierungssitz der Herzöge, römisch-deutschen Könige und Kaiser von Österreich. Ihre zentrale Rolle in der europäischen Politik spiegelt sich in der baulichen Entwicklung wider: von der mittelalterlichen Kastellburg des Schweizertraktes über Renaissance- und Barockbauten wie Amalienburg, Stallburg und Leopoldinischen Trakt bis zu den großen Ausbauprojekten unter Kaiser Karl VI. und Maria Theresia. Diese Projekte umfassten die Hofbibliothek, Hofstallungen, Reichskanzleitrakt, Winterreitschule und Michaelertrakt. Im 19. Jahrhundert wurde mit dem nie vollendeten „Kaiserforum“ versucht, die Hofburg in den urbanen Kontext der Ringstraße zu integrieren. Trotz dieser Ambitionen erhielt die Hofburg nie ein einheitliches Erscheinungsbild, da viele Planungen unerfüllt blieben, einschließlich der Projekte nach 1918 bis in die 1940er Jahre. Die architektonische und städtebauliche Komplexität der Hofburg wurde jedoch in der Kunst- und Architekturgeschichte nur unzureichend gewürdigt. Dies veranlasste die Kommission für Kunstgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ein umfassendes Forschungsprojekt zu initiieren, an dem rund 20 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen beteiligt sind, um Themen wie Planungs-, Bau- und Funktionsgeschichte sowie die programmatischen Konzepte der Bauherren und Architekten zu unt
Maria Theresia
- 309 pages
- 11 hours of reading
Im Zentrum der Ausführungen steht mit Maria Theresia eine historische Persönlichkeit ersten Ranges, die wie selten eine andere in der österreichischen und europäischen Geschichte im Bewusstsein ihrer eigenen Zeit sowie in der Nachwelt „Karriere“ gemacht hat. Außergewöhnlich ist in diesem Zusammenhang, dass das Profil der sogenannten „Kaiserin“ durch die Vielzahl der ihr zugeordneten Attribute und Rollen bereits seit dem 18. Jahrhundert einen bemerkenswert überhistorisch-allgemeinen Charakter besaß. Dieser eignete sich bis heute in erstaunlich flexibler Weise für zahlreiche Deutungsmuster und Stereotypien. Das vorliegende Buch legt zum ersten Mal die Dynamik und Wandlungsfähigkeit des europäischen Mythos Maria Theresia in den Dimensionen von Wort und Bild anhand zahlreicher Quellen offen.
Geschichtsraum Österreich
- 576 pages
- 21 hours of reading
„Bilder produzieren Geschichtsbilder“. Wie kaum für eine andere Epoche gilt dieser Satz für das österreichische 19. Jahrhundert. Besonders in den Historienbildern dieser Zeit scheinen sich die komplexen geschichtlichen Zusammenhänge geradezu gleichnishaft zu verdichten. Die vorliegende umfassende Publikation, welche die ungeheure Breite des Materials erstmals in allen Gattungen vorstellt, nähert sich diesem Fragenkomplex über die Analyse der Gestaltwerdung der „Nation Österreich“ von der „Casa d’Austria“ bis zum habsburgischen „Gesamtstaat“. Die äußerst vielfältigen Propagandastrategien der Habsburger Regenten und die damit untrennbar verbundene Frage nach der Legitimation des österreichischen Kaisertums nach 1848 lenken den Blick wieder zurück zur Suche nach den eigenen „Ursprüngen“ und zur Selbstversicherung durch die Mythisierungen des Stammvaters Rudolf I. (1218-1291). Rückbezüge dieser Art sollten die Gegenwart als immerfort wiederkehrende Vergangenheit erklären und damit – angesichts rasanter politischer Entwicklungen – Sicherheit und „Identität“ stiften sowie die Kontinuität der brüchig gewordenen dynastischen Macht aufrechterhalten. Die vorliegende Kunstgeschichte des österreichischen 19. Jahrhunderts zeigt anschaulich, in welcher Weise es möglich war, aus dem praktisch unerschöpflichen Reichtum der Vergangenheit Sinnstiftungen für die Gegenwart zu ziehen.
Albertina: Welten der Romantik
- 303 pages
- 11 hours of reading
Der Kunstfreund mag sich dessen vielleicht nicht bewusst sein, doch gilt es zwei verschiedene Auffassungen von Romantik zu unterscheiden: Zum einen die auf Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge gründende norddeutsche, protestantische Ausprägung, zum anderen die in Wien ihren Anfang nehmende, katholische Romantik, wie sie sich mit den Lukasbrüdern und den bald nach Rom weiterziehenden Nazarenern zeigt. Die Publikation stellt diese Positionen anhand von Werken aus der Albertina und des Kupferstichkabinetts der Akademie der Bildenden Künste in Wien sowie vieler internationaler Sammlungen einander gegenüber und beleuchtet die Gegensätze anhand von zentralen Gestaltungsprinzipien, Themen und Motivkreisen: die Arabeske, die Verklärung der deutschen Vergangenheit, das Gotikbild, die Rezeption altgermanischer Sagenstoffe, die Kunsterneuerung nach Raffael und Albrecht Dürer, das Landschaftsbild, die symbolhafte Behandlung des Lichts und nicht zuletzt die Suche nach dem Transzendenten in Mensch und Natur. Ausstellung/Exhibition: Albertina, Wien/Vienna 13.11.2015–28.2.2016 – Die Ausstellung ist eine Kooperation der Albertina und des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste Wien.





